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Alt 10.10.02, 19:48   #1
stefan.becker
Mod. FAQ/Howto/Emulation
 
Registriert seit: Sep 2000
Beiträge: 15.295
WINE - Windows Programme unter Linux

Inhalt:

Einleitung (dieser Abschnitt)
Alternativen zu WINE
Download und Installation von WINE
Konfiguration, Programmstart, Drucken, wichtige Einstellungen
spezielle WINE-Versionen
WINE und MS-Office
Links
Verschiedene WINE-Versionen parallel
Medienplayer
Internet Explorer 6
Aktuelle Probleme & Lösungen
Tips&Tricks zur Installation von Windows-Programmen
Oracle Client 8.17 unter WINE


WINE-Homepage

www.winehq.org


Was ist WINE?

Mit Hilfe von WINE lassen sich Windows Programme direkt und unverändert unter Linux benutzen.

WINE ist ein sogenannter Wrapper und simuliert die Windows-API.

Es setzt sich zwischen Linux und dem Windows-Programm. Dem gestarteten Programm wird die Windows API vorgetäuscht, es merkt nichts davon. Die Aufrufe von Windowsfunktionen fängt WINE ab und lenkt sie dann auf entsprechende Linuxfunktionen um (wrappen). Beispiel: Es gibt eine Windows-Funktion "DosOpen" zum Öffnen von Dateien. Ruft ein Programm diese Funktion auf, fängt WINE den Aufruf ab und leitet ihn auf die Linux-Funktion "fopen" zum Öffnen einer Datei um.

Der Anwender des Programms merkt natürlich nichts von alledem, er startet statt "word.exe" einfach "wine word.exe".

Durch diese Technik funktioniert WINE nur auf X86 bzw. AMD 64 Prozessoren.[/url].

Man darf sich allerdings keine 100 % taugliche Lösung erhoffen. Man hat halt nur ein "simuliertes", kein echtes Windows vor sich. Und das ist halt nicht zu 100 % vollständig.

Die WINE-Programmierer arbeiten zwar schnell, aber Microsoft ist mit der Entwicklung neuer undokumentierter Funktionen zumeist schneller. Wie man an der Beschreibung schon erkennen kann, laufen nur Programme, bei denen alle enthaltenen API-Funktionen in WINE nachgebildet sind. Die Grundregel: je älter, desto besser.

Das gute an der Sache ist, dass man keine Windows Installation braucht.

Ein für Linux entwickeltes Programm ist normalerweise jeder WINE-Windows-Lösung vorzuziehen. Z. B. macht es keinen Sinn, zum CD brennen Nero zu nehmen, wo es doch k3b gibt. Ebenso ist Star- bzw. Open-Office eine mehr als gleichwertige Alternative zu MS-Office, Mozilla/Firefox zum Internet Explorer usw.

Bevor man sich an WINE heranwagt, sollte man erst mal kontrollieren, ob es nicht ein Linux-Programm für die gleiche Aufgabe gibt. Gute Anlaufstellen hierzu sind:

- http://freshmeat.net
- http://rpmseek.com
- http://rpmfind.net
- http://www.kde-apps.org/
- http://gnomefiles.org/

Außerdem sei ein Blick in das Windows->Linux-Umsteigerhowto empfohlen, hier werden viele Alternativen genannt, sortiert nach bestimmten Themenbereichen:

http://www.linuxforen.de/forums/show...hreadid=105375


Was ist eine API?

API=Application Programmable Interface

Also eine Beschreibung einer Schnittstelle mit Funktionen zur Programmierung von Anwendungen. Es gibt mehrere Klassen von APIS, z. B. für Betriebssystembefehle, für die GUI etc.

Was heisst WINE?

WINE ist ein rekursives Wortspiel. Es steht für WINE IS NOT an EMULATOR.

WINE für Entwickler

Wine bietet sich an zur Portierung von Windows-API-Programmen. Es gibt eine spezielle Entwicklungsschicht, mit der man Windows-Programme nach Linux portieren kann. Die laufen dann auf jeden Fall, weil durch das Zusammenlinken von vorherein fehlende Funktionen entfernt werden müssen.

Beispiele hierfür:

Starmoney von Starfinanz, Picasa von Google.


Was kann WINE nicht?

WINE ist ungeeignet zum Betreiben von "Windows-" Hardware

WINE ist nicht geeignet für Hardware, zu der es nur Windows-Treiber gibt. Man kann mit WINE keine Windows Treiber installieren und dann z. B. ein Win-Modem oder einen Scanner unter Linux betreiben. Für solche Hardware ist eher VMWARE geeignet, sofern die (externe) Schnittstelle von VMWARE unterstützt wird. Noch eher bietet sich aber von Anfang an der Kauf linuxtauglicher Hardware an.


Lizenzen

WINE ist freie Software, aber:

Man braucht natürlich eine Lizenz für das jeweils gestartete Programm. Bsp. Photoshop: WINE frei, für Photoshop braucht man die Lizenz.

Außerdem werden bei einigen Programmen native Windows DLLs vorausgesetzt, z. B. DCOM98 oder auch ein installierter Internet Explorer. Einige dieser Produkte erfordern ebenfalls eine vorhandene Windows Lizenz.

Anders gesagt: Die jeweils dem Produkt beiliegende Lizenz / EULA etc. wird nicht! durch den Aspekt "WINE ist frei" aufgehoben, sondern besitzt volle Gültigkeit. Ich bitte, dieses zu beachten. Die Lösung kann z. B. sein, bei Ebay eine passende Win-Lizenz zu ersteigern.


Zeitungsartikel zu WINE

http://www.linux-user.de/ausgabe/2005/03/027-wine/


Änderungen

23.03.03: Links aktualisiert, Konfiguration erweitert, Voraussetzungen erweitert
03.05.03: Neues Kapitel "Aktuelle Probleme", Installation per CVS
06.05.03: Downloadlinks Crossover Testversion hinzugefügt
18.05.03: wine/winex parallel ergänzt
31.05.03: Neues Kapitel "Wine Configuration Suite"
04.06.03: wine/winex parallel: Startscripte ergänzt
08.06.03: Link zu Bochs-Howto ergänzt
22.06.03: Neues Kapitel "Ticks und Tricks / Installation", Zeitungsartikel
22.06.03: "Quicktime 6" Kapitel heisst jetzt "Medienplayer", WMP 6.4 und MP3Pro hinzugefügt
26.06.03: WINE auf anderen Prozessorarchitekturen (neues Kapitel)
26.08.03: Links aktualisiert
30.08.03: Configuration Suite / IE überarbeitet
06.08.03: Parameter an Windows Programm übergeben, zusätzliche Hinweise zur Konfiguration
31.10.03: Oracle 8.17 Client, Inhaltsverzeichnis
01.11.03: WINE und Installshield 7 bei Installationstricks, Visio Viewer
02.11.03: winesetuptk selbst übersetzen
03.11.03: Wine-Aufrufe mit "--dll" geändert, da Parameter nicht mehr existiert
19.11.03: Powerpoint Viewer 2003 hinzugefügt
22.11.03: Winword 2000 hinzugefügt
26.12.03: Ein Fake Windows für alle WINE Varianten
28.12.03: Installation&Konfiguration überarbeitet
02.01.04: IE6-Installerscript / Link neu
26.02.04: Links kontrolliert&aktualisiert, Fedora Core/Security Patched Kernel-Lösung
16.05.04: Links kontrolliert&aktualisiert
19.09.04: Hinweis zu Bochs entfernt, da keine wirkliche Alternative
19.09.04: vollständig überarbeitet, Links kontrolliert und ersetzt
11.12.04: IE-Installer, Links kontrolliert, Configuration Suite gelöscht, WINE Uninstaller, Konfiguration neuer WINE-Laufwerke
20.03.05: Aktualisierung für neuere WINE Versionen
01.07.05: Hinweis zu Lizenzen
23.08.05: Links aktualisiert, Überarbeitung begonnen (Hinweis am Anfang)
27.08.05: Komplett an WINE ab 20050725 angepasst
16.10.05: Hinweise von xanlosch integriert
13.11.05: Helpfile-Explorer
29.04.06: Links aktualisiert
25.05.06: Konfiguration aktualisiert
16.09.06: wineprefixcreate integriert
10.01.07: Mozilla ActiveX Plugin
12.01.07: Links aktualisiert
01.03.08: Links kontrolliert&aktualisiert, winetricks, Hilfsdateien, multiwine
04.01.09: Anpassungen für aktuelle WINE Versionen
26.03.09: Links aktualisiert
06.01.10: Links aktualisiert

Geändert von stefan.becker (06.01.10 um 20:04 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 10.10.02, 20:13   #2
stefan.becker
Mod. FAQ/Howto/Emulation
 
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Beiträge: 15.295
Alternativen zu WINE

Wie bereits oben erwähnt, setzt WINE die Windows API in Linux-Befehle um. Damit ist WINE nicht Windows und nur so gut bzw. stabil wie die Umsetzung der API. Außerdem läuft vieles gar nicht, weil die entsprechenden APIs (noch) nicht umgesetzt sind.

Eine bessere Lösung ist zumeist ein virtueller PC, der die Hardware eines PCs emuliert. In diesem virtuellen PC wird dann ein echtes Windows installiert, damit hat man nicht die Probleme einer fehlerhaften oder unvollständigen API-Nachbildung.

Somit laufen 2 vollständige Betriebssysteme parallel: Linux als Wirt und Windows als Gast im virtuellen PC. Über virtuelle Netzwerke lassen sich Internetverbindung und per Samba auch Verzeichnisse und Drucker am Linuxrechner im virtuellen PC benutzen.

Nachteil: Performance, Windows Lizenz ist grundsätzlich erforderlich.

Vorteil: Sehr stabil, fast alle Windows Software ist zum Laufen zu bekommen

Ausnahmen: Für Spiele (bzw. allgemein Software mit DirectX-Zugriffen) ist Wine(X) die bessere Lösung.


VMWARE
www.vmware.com/de

VMWARE emuliert einen PC aus Standardkomponenten. Mehr dazu inkl. Links gibt es hier:

http://www.linuxforen.de/forums/show...threadid=47553

Mit VMWARE Player und Server stehen 2 kostenlose Produkte zur Verfügung. VMWARE-Workstation ist kostenpflichtig. Bestellung z. B. bei www.ixsoft.de).


VirtualBox
www.virtualbox.de

Produkt ähnlich VMWARE WorkStation. Mehr dazu inkl. Links gibt es hier:

http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=236444

Kostenfrei für Privatanwender. Außerdem gibt es eine etwas eingeschränkte Open Source Version.


Qemu
http://www.qemu.org/

Ebenfalls ein virtueller PC, aber Open Source und damit kostenfrei.

http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=141201

Durch das Beschleunigermodul KQEMU bietet es inzwischen eine gute Performance. Auch die weiteren Fähigkeiten wie Grafikauflösung und Netzwerkfähigkeiten müssen sich nicht vor der kostenpflichtigen Konkurrenz verstecken. Die Konfiguration ist ebenfalls sehr einfach.

Geändert von stefan.becker (06.01.10 um 20:05 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 10.10.02, 20:21   #3
stefan.becker
Mod. FAQ/Howto/Emulation
 
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Beiträge: 15.295
Download und Installation von WINE

Alternative 1: WINE über das Paketmanagement der Distribution installieren

Bei den meisten Distributionen gehört WINE zum Standardumfang. Falls nicht installiert ist, kann man über das Paketmanagement WINE in der Regel nachinstallieren.

Bei SUSE z. B. findet man entsprechende Pakete unter yast2. Ebenso kann man bei SUSE per "zypper install wine" die Installation an der Kommandozeile ausführen.


Alternative 2: Fertige WINE-Pakete

Unter www.winehq.com/download gibt es Links zu vielen Seiten mit fertigen RPM oder DEB-Paketen.

Mein Favorit: http://sourceforge.net/project/showf...?group_id=6241

Man muss also nicht unbedingt selbst übersetzen. Gerade für Anfänger ist dieser Weg sicherlich der bessere, weil einfachere.

Eine alte Version sollte zuvor deinstalliert werden:
RPM-Versionen: "rpm -e wine"
Debian: "dpkg -r wine"


Alternative 3: selbst übersetzen

Alte Version(en) deinstallieren

"make uninstall" im Hauptverzeichnis der vorherigen Version.

Download

Aktuelle Sourcen kann man sich unter www.winehq.com downloaden.

Archivdatei entpacken

Das heruntergeladene WINE-Archiv z. B. nach /usr/src kopieren und dort entpacken mit "tar zxvf Wine*.tar.bz2". Anschließend mit "cd wine-*" in das Verzeichnis wechseln.

Beide Bezeichnungen (Name des Archivs, Verzeichnis) sind abhängig von der Version.

Ältere WINE-Archive bis September 2005 haben zumeist ein Tagesdatum als Version, also z. B. "Wine-20050725.tar.gz" für die Version vom 25.07.2005. Neuere Version haben Versions-Nr. ab 1.x.

Übersetzen

1) Benutzung eines WINE-Tools

Folgenden Befehl im Wine-Verzeichnis (z. B. /usr/src/wine-*) als User eingeben:

Code:
./tools/wineinstall
Im Laufe der Funktion ist ein Login als root erforderlich. Alles weitere erfolgt jeweils als Frage/Antwort-Spiel.

Bei dieser Variante wird sogar auf Wunsch eine Basiskonfiguration erstellt, entweder eine Übernahme der Windows Partition oder ein Fake Windows, siehe dazu auch den nächsten Abschnitt.

Diese Methode ist bei der ersten Installation von WINE eine gute Wahl.

2) klassische Methode

Folgende Befehle im Wine-Verzeichnis (z. B. /usr/src/wine-*) als root eingeben:

Code:
./configure
make depend
make 
make install
Hinweis für RedHat(Fedora) / Mandrake: "configure --prefix=/usr --sysconfdir=/etc"

"./configure --help" listet alle Optionen auf.

WINE wird als Standard mit OpenGL übersetzt. Bei Problemen mit OpenGL lässt sich das durch "--without-opengl" abschalten.

Bei mehreren Optionen diese hintereinander schreiben, also z. B. "./configure --without-alsa --without-opengl".


Voraussetzungen

Das ganze bedingt natürlich, dass Entwicklungswerkzeuge installiert sind, also Pakete wie:

- gcc
- gcc-c++
- make
- binutils
- nasm
- automake
- autoconf

Name und Version sind abhängig von der verwendeten Distribution.

Weitere Voraussetzungen:

- Kernel ab 2.2.x
- glibc ab Version 2.1 (früherer Name libc6)
- X-Bibliotheken und Entwicklerdateien für X
- GCC ab Version 2.95
- optional : OpenGL-Entwicklerdateien
- optional : libncurses

Und natürlich müssen zu allen eingebundenen Bibliotheken auch die Entwicklungs-Pakete vorhanden sein, also z. B. "xorg*devel" für "xorg*".

Hinweise zu einzelnen Distributionen: http://wiki.winehq.org/Recommended_Packages


WINE Entwicklungsversion

Falls man aufgrund eines aktuellen Problems, das bereits in der Entwickler-Version beseitigt ist, auf eine aktuelle Version angewiesen ist, kann man WINE aus dem git-Archiv installieren.

Anleitung: http://wiki.winehq.org/GitWine

Geändert von stefan.becker (06.01.10 um 20:09 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 10.10.02, 20:22   #4
stefan.becker
Mod. FAQ/Howto/Emulation
 
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Beiträge: 15.295
Konfiguration, Programmstart, Drucken, wichtige Einstellungen

Hinweis: Im folgenden wird davon ausgegangen, dass alle WINE Einstellungen bzw. Dateien im ".wine" Verzeichnis des Userverzeichnisse liegen, also z. B. "/home/stefan/.wine".

Falls man WINE nicht über das Tool "wineinstall" (siehe oben) installiert hat, muss man selbst eine Basiskonfiguration erstellen. Ohne Konfiguration kann man WINE nicht benutzen.

Hierzu ist jedoch eine grundsätzliche Entscheidung nötig:

Fake Windows versus Original Windows

Grundsätzlich bietet WINE 2 Möglichkeiten, eine Windows-Konfiguration zu verwenden.

Bei Option 1, dem Fake Windows, wird ein Unterverzeichnis im Home Directory des Users ähnlich der Struktur einer Standard-Windows-Installation angelegt. Daher "Fake", es wird ein echtes Windows vorgetäuscht.

Also:

"~/.wine" enthält die WINE-Konfigurationsdateien (*.reg)
"~.wine/drive_c" wird zu Laufwerk "c:", dort gibt es dann Unterverzeichnisse wie "Windows" und "Program Files".

Vorteile:

- Man kann nichts an der Original Windows Partition zerschiessen, das Fake Windows hat keine Zugriffe auf die Original Windows Partition.
- Die Programme sehen auch nichts anderes als den Fake, also ideal für Programme mit Spyware.

Option 2 ist das Original Windows. WINE benutzt alle Einstellungen und DLLs der Windows-Partition. Man kann die installierten Windows-Programme ohne Neuinstallation benutzen. Aber ich verwende lieber FAKE-Windows, damit ich mir durch eine eventuell fehlerhafte WINE-Installation nichts zerschiesse.

Hinweis von xanlosch: Diese Variante wird nicht mehr empfohlen und unterstützt, da besonders neue Windows-Versionen (XP speziell) schon mal die Registry nicht ausgelesen werden kann (anderes Format gegenüber 9x) und es noch einige andere Probleme gibt.

Im folgenden gehen wir immer von einer Fake Windows Installation aus. Am Ende dieses Kapitels ist eine kurze Anleitung zur Nutzung einer Original Windows Installation.

Erster Start von WINE

Nach Anmeldung als Anwender einfach
Code:
winecfg
in einer Kommandozeile eingeben, dann wird die Basiskonfiguration automatisch erstellt.

Folgendes wird angelegt im Unterverzeichnis "~/.wine" ("~" steht für Homeverzeichnis, also z. B. "/home/dein_user_name"):

Code:
dosdevices
dosdevices/~c:   (=> ~./wine/drive_c)
dosdevices/~z:   (=> /)
drive_c
drive_c/Programme
drive_c/windows
system.reg
user.reg
userdef.reg
- "dosdevices" ist ein Verzeichnis, dass Verweise auf WINE-Laufwerke hat, siehe unten.
- "drive_c" ist das gleiche wie unter Windows "c:", hier werden später die Programme installiert.
- "drive_c/Programme" entspricht damit "c:\Programme".
- "drive_c/windows" entspricht damit "c:\windows".
- "*reg" ist vergleichbar mit der Registry, dort legen Programme ihre Einstellungen ab.


Aktualisierung von WINE

Nach dem Umstieg auf eine neuere WINE-Version werden beim nächsten Start von "wine ..." alle Einstellungen so weit als nötig automatisch aktualisiert.


Konfiguration bearbeiten

Bis Mai 2005 gab es eine Konfigurationsdatei (~.wine/config). Diese wird ab Version 20050628 / 0.9 durch die Registry ersetzt.

Für einfache Sachen ist die Basiskonfiguration ausreichend. Bei einigen Programmen muss jedoch eine bestimmte Windows Version vorgetäuscht, ein bestimmter Drucker freigegeben oder das Programm mit echten Windows-DLLs gestartet werden.

Die wichtigsten dieser Einstellungen lassen sich ändern mit dem Tool
Code:
winecfg
winecfg ist eine selbsterklärends GUI, aber es lässt sich leider nicht alles damit einstellen.

Wie unter Windows gibt es daher zusätzlich mit
Code:
regedit
einen Registryeditor, mit dem man fast jedes Detail einstellen kann.

Die notwendigen Schlüssel sind im folgenden in Codetags gehalten. Wer sie nicht abtippen will, kann sie per Zwischenablage in eine Datei kopieren und in Regedit importieren.

Alle WINE spezifischen Schlüssel sind relativ zu

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\]
Weitere Tipps zu regedit:
http://www.winehq.org/site/docs/wine.../using-regedit
http://wiki.winehq.org/UsefulRegistryKeys


Ändern durch GUI

WineCfg:

Bei neueren Versionen von WINE ist der Befehl WineCfg für die Konfiguration inkl. GUI vorhanden. Einfach starten mit winecfg, der Rest ist selbsterklärend. Damit lässt sich die erste Konfiguration sehr leicht erstellen.

Weitere Tipps zu winecfg: http://www.winehq.org/site/docs/wine...#USING-WINECFG

WINE Doors:

GUI zur Konfiguration von WINE.
http://wddb.wine-doors.org/

Mit WINE-Doors lassen sich auch viele MS-Komponenten (DLLs, Schriften, Internet Explorer, Office Viewer) installieren.

PlayOnLinux

Spezielle GUI für Windows Spiele unter WINE.

http://www.playonlinux.com


Konfigurations- und Installationsscript 1: ies4linux

Durch das Script zur Installation des Internet Explorers (siehe Kapitel unten) lässt sich eine fertig konfigurierte Basiskonfiguration erstellen, die bereits einige Original DLLs und Tools wie z. B. DCOM98 enthält. Diese Variante hat den Vorteil, dass durch die IE Installation viele Windows DLLs vorhanden sind, so dass viele anderen Programme anschließend relativ einfach zum Laufen zu bewegen sind.

http://www.linuxforen.de/forums/show...0&postcount=11


Konfigurations- und Installationsscript 2: WINETRICKS

Mit diesem Scripte können viele Basisbibliotheken wie dcom, fonts, mdac etc. installiert werden. Download und Installation:

Code:
wget http://www.kegel.com/wine/winetricks
chmod +x winetricks
./winetricks
Anleitung: http://wiki.winehq.org/winetricks


Konfiguration von WINE-Laufwerken

Die Konfiguration der Laufwerke am einfachsten über winecfg im Reiter "Laufwerke" vornehmen.

Hinweise für manuelle Zuordnungen:

Neuere WINE-Versionen benutzen symbolische Links, um Laufwerke anzusprechen zu können.

Beispiel: Das Verzeichnis "/tmp" soll in WINE als "z:" angesprochen werden:

Code:
cd ~/.wine/dosdevices
ln -s /tmp z:
Dadurch wird die Konfiguration über die [DRIVE]-Sektion aus der Config von früheren Versionen ersetzt. So lassen sich beliebige Verzeichnisse nutzen.

Aber Vorsicht: Aufgrund der bekannten Windows Sicherheitslücken sollte man nur Verzeichnisse freigeben, die keine wichtigen Daten enthalten, also z. B. "/tmp" oder die Mountpunkte für CD/DVD-Laufwerke. Auf keinen Fall "/", auch wenn es bequem ist, weil damit alles erreichbar ist.


Programmstart

Nach der Konfiguration kann man mit

Code:
wine programmname.exe
jedes Windows-Programm starten, ob es dann allerdings auch läuft, ist eine andere Frage. Siehe dazu wiederum die Links zu den Anwendungsdatenbanken und der DLL-Konfiguration.

Konsolenprogramme (also etwas für die "Eingabeaufforderung") startet man am besten per

Code:
wineconsole programmname.exe

Programmparameter

Normalerweise kann man mit

Code:
wine programm option_1 ... option_n
Parameter an das Windows Programm übergeben. Sonderzeichen muss man jeweils durch ein "\" markieren. Bei Pfadangaben also statt "\" immer "\\". Bsp.:
Code:
wine notepad.exe c:\\windows\\system.ini

Programme installieren

Bei Auswahl des Original Windows (s. o.) braucht man die Programme nicht zu installieren, man geht einfach in den Pfad (z. B. "cd /mnt/windows/Programme/..." und startet das Programm mit "wine programm.exe".

Bei Auswahl von Fake Windows wird zunächst das Setup gestartet, z. B. "wine setup.exe" (vom Pfad aus, in dem sich die setup.exe befindet). Nun wird das Programm vollständig im Fake Windows installiert und kann dann (falls erfolgreich) gestartet werden.


Beispiele für Änderungen der Konfiguration

Im folgenden einige wichtige Einstellungen, die bei Bedarf in der WINE-Konfiguration vorgenommen werden müssen/können:

Windows DLLs benutzen

Manche Programme starten und laufen problemlos durch Eingabe von "wine programmname.exe". Aber manchmal muss man originale Windows-DLLs verwenden. Hierzu eine einfache Anleitung für den Fall, das Solitaire (sol.exe) 2 DLLs "msvcrt.dll" und "commctrl.dll" benötigt.

Zunächst muss man die beiden DLLs besorgen (Tipp folgt gleich) und umkopieren, also z. B.

Code:
cp msvcrt.dll ~/.wine/drive_c/Windows/system
Die DLLs müssen dann der Anwendung zugeordnet werden. Bsp. Winecfg:
- Im Reiter "Anwendungen" die Anwendung auswählen (bzw. hinzufügen)
- Im Reiter "Bibliotheken" dann die entsprechenden DLLs zuordnen

Manueller Eintrag in die Registry:

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\AppDefaults\sol.exe\DllOverrides]
"commctrl"="native"
"msvcrt"="native"
Nun kann man durch "wine sol.exe" die Anwendung starten, die DLLs werden dann entsprechend aus dem system-Verzeichnis verwendet.

Will man das Programm nur einmalig starten, kann man die DLLs alternativ auch an der Kommandozeile eingeben. Das ist z. B. für Installer eine gute Lösung, die keine Änderung der Registry erfordert. Beispiel:

Code:
WINEDLLOVERRIDES="commctrl,msvcrt,ole32=n" wine setup.exe
Weitere Tipps zur DLL Konfiguration: http://www.winehq.org/site/docs/wine...-DLL-OVERRIDES

Woher die DLLs nehmen

Bitte hier die EULA/Lizenzen/etc. beachten, siehe Hinweis in Einleitung.

Option 1: Kopieren aus der Original Windows Partition

Option 2: Siehe Kapitel Internet Explorer Installation (IES6, Wine-Doors)

Option 3: Aus dem Internet

www.google.de, "msvcrt dll download"

Und dann mal einige Treffer durchwühlen, damit habe ich bis jetzt jede fehlende DLL gefunden.


Windows Version

Manche Programme benötigen (mindestens) eine bestimmte Windows Version. WINE vor Juli 2005 emuliert Windows 98, ab 20050725 / 0.9 wird Windows 2000 als Standard emuliert.

Aber andere Versionen lassen sich auch einstellen.

In Winecfg allgemein eine Version auswählen über:
- Reiter "Anwendungen"
- Standardeinstellungen / Windows Version

Manuelle Einstellung der Standardwindowsversion per regedit:

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine]
"Version"="win98"
Für "win98" die gewünschte Version eintragen, wenn was anderes erforderlich sein sollte. Optionen: win95, win98, winme, nt351, nt40, win2k, winxp, vista, win20, win30, win31.

Diese Einstellung gilt jetzt für alle Programme pauschal. Es kann jedoch auch Programme geben, die eine andere Windowsversion benötigen.

Zuordnung in Winecfg:
- Reiter "Anwendungen"
- Anwendung auswählen bzw. hinzufügen / Windows Version

Das folgende Beispiel stellt via Regedit für Spider Solitaire (=>spider.exe) XP als Windowsversion ein:
Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\AppDefaults\spider.exe]
"Version"="winxp"

True Type Fonts

Die Ursache für grauenhafte Fonts in den emulierten Programmen ist das Fehlen von True Type Schriften.

Auch unter WINE mit Fake Windows lassen sich True Type Fonts nutzen. Download unter:

http://sourceforge.net/projects/corefonts/

Einfach die Font-Installer laden (z. b. times32.exe für Times New Roman) und einzeln installieren, Beispiel für Times:

Code:
wine times32.exe
Die TTFs müssen natürlich auch im X-Server eingerichtet sein, mehr dazu gibt es z. B. hier:

http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=249191

Alternativ kann man natürlich auch alle Schriften von einer Windows Partition rüberkopieren.

Hinweis: Bei den Konfigurationsscripten (z. B. Wine-Doors) werden Schriften automatisch installiert.


Fontgröße

Falls die Fonts am Bildschirm zu klein wirken, kann man wie bei Windows bekannt die Einstellung "Große Schriftarten verwenden" einstellen.

In Winecfg lässt sich das im Reiter "Grafik" über den Regler "Bildschirmauflösung" einstellen.

Alternativ in der Registry per regedit den Schlüssel "HKEY_CURRENT_CONFIG\Software\Fonts" suchen und den Wert "LogPixels" auf "120" (dezimal) einstellen. Sollte der Schlüsssel fehlen, einfach die folgenden Zeilen importieren:

Code:
[HKEY_CURRENT_CONFIG\Software\Fonts]
"LogPixels"="120"
Standard ist 96 DPI (=kleine Schriftarten verwenden).


Drucken in WINE-Programmen

Normalerweise muss hier nichts eingestellt werden. Hier nur Hinweise für den Fall, dass es nicht gehen sollte.

CUPS:

Am einfachsten geht es mit CUPS. Vor dem Übersetzen müssen CUPS und CUPS-devel Pakete installiert sein, der Rest läuft über Auto-Detection.

LPR:

Hierzu muss der WINE-Postscript Treiber konfiguriert werden.

1) Editieren der Datei "win.ini" (~/.wine/drive_c/Windows/win.ini). Einträge hinzufügen:

Code:
[windows]
device=Wine PostScript Driver,WINEPS,LPT1:

[devices]
Wine PostScript Driver=WINEPS,LPT1:
2) Regedit starten, folgenden Schlüssel setzen/importieren:

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\Printing\Spooler]
"LPT1:"="|lpr"
Hierdurch wird der Standarddrucker angesteuert. Wichtig: Es muss eine Postscript-Drucker-Queue sein, aber das sollte bei Ghostscript eh der Fall sein. Man kann auch einen anderen Drucker angeben durch den Parameter "-P druckername".

3) Eine ppd-Datei erstellen.

Ein Beispiel "generic.ppd" findet man im Unterverzeichnis "dlls/wineps" der WINE-Sourcen.

Datei kopieren: "cp generic.ppd ~/.wine"

4) system.reg editieren (~/.wine/system.reg). Folgenden Block hinzufügen:

Code:
[System\\CurrentControlSet\\Control\\Print\\Environments\\Windows 4.0\\Drivers\\PS Driver] 1035066212
"Configuration File"="wineps.drv"
"Data File"=""
"Datatype"="RAW"
"Dependent Files"=str(7):""
"Driver"="wineps.drv"
"Help File"=""
"Monitor"=""
"Version"=dword:00000400

[System\\CurrentControlSet\\Control\\Print\\Printers\\Wine PostScript Driver] 1001545563
"Attributes"=dword:00000000
"Default Devmode"=hex:57,69,6e,65,20,50,6f,73,74,53,63,72,69,70,74,20,44,72,69,\
  76,65,72,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,0a,03,01,00,9c,00,00,00,13,7b,00,00,\
  01,00,09,00,99,0b,35,08,64,00,01,00,07,00,00,00,02,00,00,00,00,00,03,00,00,\
  00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,\
  00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,\
  00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,\
  00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00
"Name"="Wine PostScript Driver"
"Port"="LPT1:"
"Print Processor"="WinPrint"
"Printer Driver"="PS Driver"
"Priority"=dword:00000000
"Start Time"=dword:00000000
"Status"=dword:00000000
"Until Time"=dword:00000000

[System\\CurrentControlSet\\Control\\Print\\Printers\\Wine PostScript Driver\\PrinterDriverData] 1001545261
"PPD File"=str(2):"~/.wine/generic.ppd"

[System\\CurrentControlSet\\Control\\Print\\Printers\\Wine PostScript Driver\\PrinterDriverData\\FontSubTable] 1001545261
"Arial"="Helvetica"
"Courier New"="Courier"
"Helv"="Helvetica"
"Times New Roman"="Times"
Jetzt müsste das Drucken funktionieren.

Druckdialog erscheint nicht

Dies kann unter Umständen ein Problem mit dem Fenster-Handling sein. Folgende Einstellung in der Registry könnte helfen (Beispiel Powerpoint Viewer):

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\AppDefaults\PPVIEW32.EXE\x11drv]
"Managed"="N"
"Desktop"="800x600"

Weitere, wichtige Einstellungen

Einstellungen lassen sich teilweise global für alle Programme und auch speziell nur für ein bestimmtes Programm festlegen. Siehe hierzu das Beispiel Windows Version, ist bei anderen Optionen ähnlich.


Zugriff auf serielle und parallele Schnittstelle

Durch folgende Befehle lassen sich Schnittstellen einbinden:

Code:
cd ~/.wine/dosdevices
ln -s /dev/ttyS0 com1
ln -s /dev/lp0 lpt1
Natürlich muss der User Rechte auf diese Schnittstelle haben. Z. B. hilft ein "chmod 777 /dev/ttyS0" oder ein Hinzufügen des Users in die Gruppe "dialout" bei der seriellen Schnittstelle.

Beim Parallelport muss "lp0" u. U. durch "parport0" ersetzt werden.

Ob der serielle Port geht, kann man per "wine terminal.exe" testen. Das Programm gibt es hier: http://www.b-kainka.de/pcmessfaq.htm

Im Programm einfach die Schnittstelle einstellen und dann den "open"-Button drücken.


Original Windows Installation nutzen

Hinweis: Siehe dazu auch obige Bemerkungen. Ein Fake Windows ist im Normalfall vorzuziehen.

Um eine Original Windows Installation zu nutzen, sind Schreib- (rw=readwrite) und Ausführungsrechte (exec) auf die Windows Partition notwendig => "man fstab".

Im folgenden gehen wir davon aus, dass die Windows-Partition unter "/mnt/windows" eingehängt ist.

Durch folgenden Ablauf wird die Grundstruktur erstellt mit Verweis auf die Original-Windows-Partition:

Code:
cd ~
mkdir .wine
cd .wine
mkdir dosdevices
cd dosdevices
ln -s /mnt/windows c:
Alles weitere entspricht dem Fake Windows.

Hinweis zu Windows Versionen: Die besten Ergebnisse erreicht man mit WinDOSEN, also 95, 98 und ME. NT basierende Wins (also NT, 2K, XP) bereiten häufig Probleme, so dass u. U. ein Fake Windows vorzuziehen ist.

Man sollte sich aber nicht zuviel davon erhoffen. WINE ist nicht Windows. Nutzung der Original Windows DLLs heisst nicht zwangsweise, dass es besser als Fake Windows bzw. überhaupt geht.


Konfiguration älterer WINE Versionen

Bei älteren Versionen < 20050628 bzw. 0.9 müssen die Einstellungen in der Datei "~/.wine/config" erfolgen. Als Basis kann ein Muster aus dem Verzeichnis "documentation/samples" der Quellen der WINE-Version verwendet werden.

Obige Tipps sind dort ähnlich anzuwenden, weitere Tipps finden sich dazu über den Befehl "man wine.conf".

Geändert von stefan.becker (06.01.10 um 19:36 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 10.10.02, 20:22   #5
stefan.becker
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spezielle WINE-Versionen

Cedega
früherer Name: WINE-X
http://www.transgaming.com/

Spezielle Version von Wine für Spiele. Cedega enthält eine Realisierung von DirectX.

Die CVS-Version ist frei verfügbar, sie enthält jedoch nicht alle Features, z. B. fehlt die Kopierschutz-Emulation für kopiergeschützte CDs. Alternativ kann man ein Abo abschliessen und fertige Pakete downloaden. Bei www.ixsoft.de kann man Cedega auch ohne Kreditkarte kaufen.

Unter http://www.holarse-linuxgaming.de gibt es eine Anleitung zur Installation der CVS-Version.


Crossover Linux / Games

Crossover ist ebenfalls eine kommerzielle WINE Variante. Einige Eigenschaften:
- Version für Spiele / Office-Anwendungen
- Windows Browser Plugins in Linux Browsern
- GUI zur Installation von Anwendungen

Die Firma ist sehr engagiert in der WINE Entwicklung.

Hoemapge: http://www.codeweavers.com

Unterstützte Anwendungen:
http://www.codeweavers.com/site/comp...ty/browse/name

Auch zu beziehen bei www.ixsoft.de.

Testversion zum Download: http://www.codeweavers.com/site/prod...ownload_trial/

Geändert von stefan.becker (04.01.09 um 11:09 Uhr)
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Alt 10.10.02, 20:23   #6
stefan.becker
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WINE und MS-Office, Viewer

Bitte hier die EULA/Lizenzen/etc. beachten, siehe Hinweis in Einleitung.

Durch Änderungen von WINE kann es sein, das hier aufgeführte DLL-Überschreibungen nicht mehr notwendig sind. Im Zweifelsfall immer erstmal in der AddDB nachsehen und/oder ein Setup einfach mal so starten.

Tipp: Über Wine-Doors (s. o.) können die Office Viewer 97/2003 dialoggeführt geladen und installiert werden.

Office-Viewer 97

Normalerweise kann Open Office bzw. Star Office sehr gut mit MS Office Dokumenten umgehen. Wer es jedoch nicht schafft, ein bestimmtes Word Dokument zu öffnen, kann mit Hilfe von WINE die Office Viewer von Microsoft installieren und starten.

Download über www.microsoft.de

Einfach Datei jeweils downloaden und direkt mit "wine dateiname.exe" den jeweiligen Installer starten. Nach Installation im entsprechenden Verzeichnis z. B. mit "wine WORDVIEW" den Word Viewer starten.

Der Einsatz der Viewer ist frei und bedingt nicht den Kauf einer MS-Office-Lizenz.

Über den in WINE integrierten Postscript-Druckertreiber ist das Ausdrucken von Dokumenten möglich.

Auch die Zwischenablage funktioniert. Man kann den Text dann z. B. mit Open Office in ein vernünftiges Format umwandeln :-)

Weiterhin werden keine Makros ausgeführt (bedingt durch Viewer, nicht durch WINE!).


Word 2000 / MS-Office

Hier sollte man genau überlegen, ob sich der Aufwand lohnt. Mit Open Office gibt es ein vollwertiges und freies Office Paket, das sehr stabil läuft. MS-Office mit WINE hat doch eher einen wackeligen Charakter und wird bei täglicher Arbeit eher zur Frustration treiben. Dennoch einige Tipps.

Mit folgender Methode habe ich Winword 2000 installieren können:

1) Registry per Import in regedit temporär erweitern (Schlüssel können nach Installation gelöscht werden)

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\AppDefaults\ie5wzd.exe]
"Version"="nt40"

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\AppDefaults\ie5wzd.exe\DllOverrides]
"msi"="native"
"ole32"="native"
"oleaut32"="native"
"rpcrt4"="native"
"urlmon"="native"
"comctl32"="builtin"
"wininet"="native"
"shdocvw"="native"
"shlwapi"="native"
"crypt32"="native"
"mshtml"="native"
2) CD mounten, Setup mit "wine SETUP.EXE" starten.

3) Nach Setup "wineboot" eingeben.

4) Word 2000 vom Programmverzeichnis mit "wine winword" starten.


Laut einem Bericht unter

http://frankscorner.org/

ist es möglich, MS-Office mit einem Standard WINE zu installieren. Ich habe bisher nur Word 2000 ausprobiert.

Weitere Quellen:
http://appdb.winehq.org/appview.php?appId=31


Office 2003

http://wine-review.blogspot.com/2008...inux-with.html


Visio

Unter www.microsoft.de gibt es einen Visio Viewer zum Download, es ist jedoch ein ActiveX Plugin für den IE6, es funktioniert also nicht mit WINE. Hier könnte man höchstens eine Lösung mit einem vollständigen Windows unter Qemu/VMWARE benutzen.

Visio 2000 selbst funktioniert mit Crossover Office von Codeweavers.

Unter folgender Adresse habe ich eine Anleitung für Visio gefunden:

http://appdb.winehq.org/appview.php?appId=119


Irfanview

Das freie Irfanview (www.irfanview.com) läuft ebenfalls mit WINE, sogar ohne weitergehende Konfiguration.

Auch hier sollte man vorher kontrollieren, ob nicht ein Linuxprogramm wie z. B. xnview auch das Format anzeigen kann.

Geändert von stefan.becker (06.01.10 um 20:44 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 12.10.02, 16:32   #7
stefan.becker
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Links

Konfiguration

Die Konfiguration von WINE ist nicht immer einfach. Vieles ist abhängig von den verwendeten DLLs. Die besten Erfahrungen habe ich immer mit DLLs für Windows 98 und ME gemacht, mit XP-DLLs habe ich nicht viel hinbekommen. Hier hilft einfach nur Probieren. Aber es gibt auch Hilfe im WEB:

http://appdb.winehq.org
http://frankscorner.org/
http://wine-review.blogspot.com/

Unter diesen Adressen befinden sich aufgelistet nach Bereichen Erfahrungsberichte und Konfigurationshinweise zu vielen Windows-Programmen.


Wine Anwender Handbuch

http://wiki.winehq.org/HowTo


Weitere Links

WINE Hauptseite: www.winehq.com
Tips zu Spielen: http://www.holarse-linuxgaming.de
Spezielles WINE-Forum: http://www.winehq.org/pipermail/wine-users/

Geändert von stefan.becker (04.01.09 um 11:14 Uhr)
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Alt 20.10.02, 16:26   #8
stefan.becker
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Verschiedene WINE-Versionen parallel

Multi-WINE

http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=248282


WINE / WINEX parallel

Hinweis: Die Benennungen stammen noch aus WINEX-Zeiten. Ich habe kein Cedega und kann daher den neuen Stand nicht überprüfen, es sollte aber so gehen.

Wer die RPM-Version von Cedega einsetzt, kennt das Problem vermutlich nicht. Hier eine Lösung für alle Anwender der Cedega-CVS-Version.

Standarddateiablage (jeweils Unterverzeichnisse im Homedirectory):

- WINE: ".wine"
- WINEX-RPM: ".transgaming"
- WINEX-CVS: ".wine"

Bei Einsatz von WINE und WINEX-CVS gibt es also ein Problem.

Option 1 für WINEX: "winex - workdir .winex ..."

Hierdurch wird WINEX angewiesen, seine Dateien im Verzeichnis ".winex" abzulegen.

WINE wird wie gewöhnlich gestartet.

Option 2 für WINE: Umgebungsvariable "WINEPREFIX" setzen

Beispiel:

"export WINEPREFIX=~/.winestandard"
"wine ..."

Option 3: Patchen von Cedega/WINEX (Hinweis von xanlosch)

Folgende Befehle vor dem Übersetzen im WINEX Sourceverzeichnis ausführen:

Code:
sed -i -e "s@\.wine@\.winex@" scheduler/client.c
sed -i -e "s@\.wine@\.winex@" server/request.c
Dadurch wird die Änderung im Quelltext "eingebrannt", man spart sich damit die explizite Angabe des Arbeitsverzeichnisses.


Die beiden Versionen müssen dann natürlich in unterschiedliche Hauptverzeichnisse installiert werden. Hierzu muss man beim "./configure" über die Option "--prefix=..." jeweils ein anderes Verzeichnis angeben, z. B.:

wine: "./configure --prefix=/usr/local/wine"
winex: "./configure --prefix=/usr/local/winex"

Die Datei /etc/ld.so.conf muss dann natürlich entsprechend angepasst werden. Folgende Zeilen müssten für das Beispiel hinzugefügt werden:

Code:
/usr/local/wine/lib
/usr/local/winex/lib
Da beide Varianten mit "wine" gestartet werden, muss natürlich beim Aufruf auch der volle Pfad, also z. B. /usr/local/wine/bin/wine xyz.exe" angegeben werden.

Hierzu werden zuletzt 2 Scripte angelegt mit einem Editor:

Script 1: /usr/local/bin/wine:
Code:
export WINEPREFIX=~/.winestandard
/usr/local/wine/bin/wine $1 $2 $3 $4 $5 $6 $7 $8 $9 $10
Script 2: /usr/local/bin/winex:
Code:
/usr/local/winex/bin/wine -workdir ~/.winex $1 $2 $3 $4 $5 $6 $7 $8 $9 $10
Beide Scripte werden mit "chmod 777 /usr/local/bin/wine*" ausführbar gemacht. Anschließend kann man direkt über Eingabe von "wine" oder "winex" und den sonst beim Start angegebenen Parametern das entsprechende Programm starten.


Ein Fake-Windows für alle WINE-Varianten

Hat man mehrere WINE Versionen (WINE, WINEX, Crossover, ...), hat man im Normalfall jeweils ein Fake Windows und damit einen hohen Speicherplatzverbrauch.

Mit folgender Vorgehensweise kann man das ganze auf 1 Fake Windows Verzeichnis für alles reduzieren:

- je WINE-Variante ein Basis-Verzeichnis für die configs und reg-Dateien, bei wine z. B. "/home/username/.wine", "/home/username/.winex", "/home/username/.crossover"

- Ein fake_windows anlegen, z. B. "/home/username/fake_windows".

- In der jeweiligen WINE-Config muss dann der Pfad für Laufwerk "c:" abgeändert werden:

Code:
cd ~/.wine/dosdevices
rm c:                         (nur falls es schon existiert)
ln -s /home/username/fake_windows c:

Geändert von stefan.becker (01.03.08 um 17:00 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 20.10.02, 18:59   #9
stefan.becker
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Medienplayer

Bitte hier die EULA/Lizenzen/etc. beachten, siehe Hinweis in Einleitung.

Bevor man sich an einen Windows Medien Player über WINE heranwagt, sollte man erstmal testen, ob nicht der mplayer, XINE oder vlc das gwünschte Format abspielen.

Tipp: Über Wine-Doors (s. o.) können einige Multimediakomponenten wie Codecs, Quicktime, WMP dialoggeführt geladen und installiert werden.


Quicktime 6/7

Mit aktuellen WINE Versionen ist es möglich, Quicktime 6 zu benutzen.

Start des Installers:

"wine QuickTimeInstaller.exe"

Start von Quicktime-Player:

"wine quicktimeplayer.exe"

Download des Quicktime-Installers unter:

http://www.apple.com/de/quicktime/download/

Falls es Probleme beim Abspielen gibt, sollte Direct Draw deaktiviert werden. Hierzu im Player unter Bearbeiten/Voreinstellungen/Quicktime/Video den sicheren Modus aktivieren, Direct Draw deaktivieren. In diesem Fall muss auch die Einstellung der DLL "ddraw" nicht vorgenommen werden.

Quellen:

http://appdb.winehq.org/appview.php?appId=1029

Spezielles Installationsscript: http://frankscorner.org/index.php?p=scripts


Windows Medien Player 6.4

Mit folgenden Einträgen in der Registry lässt sich bei mir der WMP 6.4 installieren und betreiben:

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\AppDefaults\mplayer2.exe]
"Version"="nt40"

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\AppDefaults\mplayer2.exe\DllOverrides]
"*"="builtin,native"
"devenum"="native"
"quartz"="native"
Download des WMP 6.4 unter:

http://www.microsoft.com/windows/win...2otherx86.aspx

Version 7 des Players funktioniert zumindest teilweise mit dem IE-Installationsscript (s. u.). Neuere >= 8 Versionen des WMP laufen meines Wissens nach nicht.

Spezielles Installationsscript: http://frankscorner.org/index.php?p=scripts


Windows Medienplayer 9/10

http://wine-review.blogspot.com/2007...inux-with.html


Thomson MP3 Pro Player

MP3 (-Pro) Player.

native Linux-Alternativen: leider keine

Falls jemand über MP3-Pro Dateien stolpert, kann er sie mit dem Thomson Player abspielen. Download unter:

http://www.mp3prozone.com/download.htm

Hier sind keine speziellen DLLs nötig, Start einfach über:

wine "c:\Program Files\mp3PROplayer.exe"

Der Player kann als auch Encoder für MP3-Pro verwendet werden mit maximal 64 KBit Datenrate. Macht aber kaum Sinn, da MP3-Pro unter Linux nicht zu brennen ist. Ausserdem steht mit Ogg Vorbis eine zumindest ebenbürtige Alternative zur Verfügung.

Geändert von stefan.becker (06.01.10 um 20:25 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 11.01.03, 16:58   #10
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Internet Explorer

Bitte hier die EULA/Lizenzen/etc. beachten, siehe Hinweis in Einleitung.

Der Internet Explorer für Linux macht nicht wirklich unbedingt Sinn. Aber für viele Programme werden einfach die DLLs des IEs benötigt.

Wer den IE unter Linux unbedingt braucht, z. B. zur Kontrolle der eigenen WEB-Seite im IE, sollte sich mal Qemu anschauen (s. o., Alternativen). Damit lässt sich eine saubere Windows- und IE-Installation z. B. unter einem Win98 Gast nutzen.

Aber nun zu WINE und dem IE:

Unter folgender Adresse gibt es ein Script, um den IE zu installieren:

http://www.tatanka.com.br/ies4linux/

Ebenso ist über Wine-Doors ein Download und die Installation möglich:

http://wddb.wine-doors.org/


Weitere Links:

http://frankscorner.org/

http://appdb.winehq.org/appview.php?appId=25


Screenshot:
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpeg ie6.jpeg (187,3 KB, 167x aufgerufen)

Geändert von stefan.becker (26.03.09 um 20:42 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 03.05.03, 18:51   #11
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Aktuelle Probleme & Lösungen

Aktuell keine technischen Probleme bekannt.

Außer den üblichen: Nicht jede Applikation geht mit WINE :-)

Geändert von stefan.becker (29.04.06 um 20:32 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 22.06.03, 15:56   #12
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Tips&Tricks zur Installation von Windows-Programmen

Hier sind nur einige allgemeine Tips zu finden. Bei Problemen mit einem bestimmten Programm lohnt immer ein Blick auf Franks Corner (http://frankscorner.org/), der WINE-Application-DB (http://appdb.winehq.org/) und dem WINE Review Blogspot (http://wine-review.blogspot.com/). Dort werden viele Windows-Programme speziell behandelt inkl. Anwender-Erfahrungsberichten.


Programme deinstallieren

Neuere WINE-Versionen haben einen Uninstaller im Umfang. Einfach starten mit:

Code:
uninstaller
Einfach Programm auswählen und "Add/Remove" bzw. "Entfernen" , das war es schon.


MSI Files installieren

http://wiki.jswindle.com/index.php/Wine_MSI
http://www.frankscorner.org/ (siehe unter Howtos)


Software als CAB-Archiv

Manchmal liegt Software als CAB-Archiv vor. Hierzu gibt es das native Linux-Programm cabextract als Hilfe:

http://www.cabextract.org.uk/

Einfach das Archiv entpacken, mit "./configure" und "make" übersetzen, mit "make install" installieren.

Der Befehl "man cabextract" zeigt eine Hilfsseite zum Programm.

Ein CAB-Archiv lässt sich nun mit "cabextract dateiname" entpacken.

U. U. ist das CAB-File von Install Shield. In diesem Fall kann man es mit unshield entpacken: http://sourceforge.net/projects/synce/


Windows Installer meldet falsche Windows Version

Häufig wird schon beim Installieren einer Software eine falsche Windows-Version gemeldet. In diesem kann man per "winecfg" entweder global oder für ein bestimmtes Programm die entsprechende Windows Version einstellen (Reiter "Anwendungen").


Windows Installer meldet fehlende DLLs

Fehlermeldung z. B. "could not load library ...".

In diesem Fall zunächst die benötigte DLL besorgen (Copyright beachten!) und nach "c:\windows\system" kopieren.

Der Start mit einer nativen Windows DLL wird ebenfalls im Konfigurationskapitel beschrieben.

Und dann mit "wine Setup.exe" das Programm starten.



DCOM95/8 nicht zu installieren

Häufig wird DCOM95/8 als Basis für die Installation eines Windows Programms genannt. Installation sollte so erfolgen:

Code:
 WINEDLLOVERRIDES="ole32=n" wine dcom98.exe
Korrekte Windows Version einstellen: Siehe Konfigurationskapitel.

=> Ist global Windows 95 eingestellt, muss natürlich DCOM95 installiert werden, bei 98 entsprechend DCOM98.


Schwarzer Bildschirm statt Programmstart

Problem taucht auf bei ATI Radeon Grafikkarten.

Lösung: in der WINE-Registry den Schlüssel

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\x11drv]
"UseDGA"="Y"
ändern in

Code:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine\x11drv]
"UseDGA"="N"

WINE Meldungen in eine Datei schreiben

Startet man WINE von der Kommandozeile aus, werden etliche Debugausgaben ausgegeben. Durch
Code:
wine xyz.exe &> debug.txt
werden die Meldungen in die Datei "debug.txt" geschrieben.


Windows Hilfe Dateien ansehen (*.hlp, *chm)

http://freshmeat.net/projects/chmsee/
http://freshmeat.net/projects/xchm/

Weitere Programme sind unter freshmeat.net mit dem Suchbegriff "hlp" bzw. "chm" zu finden.


Simulation eines Neustartes

Nach der Installation eines Programmes wird u. U. ein "Neustart" erforderlich. Dieses wird simuliert durch die Eingabe von "wineboot".


Mozilla ActiveX Plugin installieren

http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=227732
http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=229220

Geändert von stefan.becker (06.01.10 um 20:29 Uhr)
stefan.becker ist offline  
Alt 31.10.03, 20:55   #13
stefan.becker
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Oracle Client 8.17 unter WINE

Idee im Original von Deda04er

Anpassungen an WINE-Syntax ab 20050725 bzw. >= 0.9 durch stefan.becker.


Zunächst muss der Oracle Client 8.1.7 auf der Windows-Partition installiert sein/werden. Übernahme nach WINE:

1) Noch unter Windows in regedit die Schlüsselgruppe [Oracle] suchen und exportieren als Datei "ora.reg".

2) Linux starten.

3) Die Windows Partition mounten, z. B. nach "/mnt/windows".

4) Dann den gesamten Oracle Client von der Windows Partition ins WINE-Fake Windows kopieren. Z. B.:

Code:
cp /mnt/windows/Oracle ~/.wine/drive_c
cp /mnt/windows/Programme/Oracle ~/.wine/drive_c/Programme
5) WINE-regedit starten und die in Windows exportierte Datei "ora.reg" importieren.

6) In der Oracle Netzwerk Kofigurationsdatei "c:\oracle\ora81\network\admin\sqlnet.ora" die Zeile "SQLNET.AUTHENTICATION_SERVICES" auskommentieren.

7) Lokale Net Service Names anlegen und mit "# wine tnsping *TNS-Name*" die Verbindung zu Datenbank testen.

8) Fertig

Anmerkungen von stefan.becker:

Und wozu das ganze? Oracle ist im professionellen Bereich _die_ Datenbank. Selbst PPS-Systeme im PC-Netz mit 100 Anwendern und Tabellen mit 100.000en von Datensätzen erreichen auf PC basierten Servern gute Performance (werde leider nicht bezahlt für die Werbung, aber das Produkt wird bei unserem Kunden eingesetzt).

Und unter Umständen ist so möglich, bestehende Programme eines Windows-basierten Systems mit Oracle Datenbank im Hintergrund zu nutzen.

Falls diese Methode nicht klappen sollte, kann man auch mit einem vollständigen Windows unter Qemu den Oracle Cleint nutzen.

Geändert von stefan.becker (08.11.05 um 21:01 Uhr)
stefan.becker ist offline  
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