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Thema: f3 - Fake-SD-Karten erkennen bzw. auf tatsächlichen Speicherplatz überprüfen

  1. #1
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    f3 - Fake-SD-Karten erkennen bzw. auf tatsächlichen Speicherplatz überprüfen

    Hallo

    ich hab immer wieder mal eine SD-Karte bekommen, die gar nicht den Speicherplatz haben, den sie vorgeben. Sie werden im System dank eines gefälschten Controllers mit mehr Speicher angegeben als sie tatsächlich haben. Oft haben die Karten dann nur einen Bruchteil des angegebenen Speichers.
    Man erkennt diese Karten oft schon am Preis. Kostet eine "128 GB" MicroSD z.B. nur 10.- Euro ist es auf jeden Fall eine Fälschung.
    Leider ist mir aber jetzt auch schon ein paarmal vorgekommen, dass der Preis stimmt, aber die Leistung nicht, z.B. 8 GB Karten für 2.57 mit tatsächlich nur 218 MB drauf.

    Bisher habe ich die Karten auf Windows mit h2testw getestet. Das Tool schreibt die Karte ganz voll und liest ob auch alles drauf ist. Am Schluss zeigt es, wie viel der Daten korrupt sind und wie viel Speicher tatsächlich druff sind.
    Das ist bei großen Karten ganz schon langwierig. Dann gibt es für Windows noch FakeFlashTest, das schreibt nicht mehr alles und testet, sondern nur Teile und ist daher schneller. Bei einer "8GB" Karte hat es unter einer Minute gedauert!

    Aber auf Mac OSX geht das beides nicht.
    Hier habe ich endlich f3 entdeckt (über das Think-Pad-Forum), mit dem man auf der Kommandozeile mit f3write und danach f3read die Karten testen kann. Anleitung: How to use f3write and f3read.
    Es gibt für f3 auch eine GUI, F3X, das einer gebastelt hat, das aber nicht mehr weiter entwickelt wird. Die Ausgabe ist auch spartanisch, zeigt nur lapidar ob Fake oder nicht, ist eher nicht so nützlich, wie f3read und f3write auf der Kommandozeile.

    Mit f3 auf Linux kann man aber mit dem darin enthaltenen Tool f3probe ganz schnell eine große Karte auf Fake überprüfen, siehe Dokumentation.
    Man muss sich dazu etwas auskennen, damit man sich nicht seine Festplatte löscht, aber die Doku ist ausführlich.

    Mit f3fix kann man dann sogar den tatsächlichen Speicherwert auf die Karte schreiben.
    In meinem letzten Fall zwar fast schon unsinnig, eine 218 MB Speicherkarte kann ich auch gleich weg werfen, das erinnert ja schon an 5 1/4 Zoll Disketten

    Auf Windows kann man f3 auch über CygWin kompilieren. Habe ich noch nicht getestet, mache ich aber noch... EDIT: habe es getestet, geht, aber nicht die erweiterten Funktionen (f3probe, f3fix, f3brew). Diese habe ich aber auf Ubuntu 18.04 (habe ich als VM nur) kompilieren können (musste natürlich dazu auch gcc installieren, vorher und die in der Dokumentation angegebenen Bibliotheken).
    Hier ein erfolgreicher Scan mit f3probe und Reparatur mit f3fix auf Ubuntu 18 (als VM in VMware):

    Graphic_29_11_2019 16_48_28.jpg
    Das Copy and Paste von der vm in Windows geht grad nicht, daher als Screenshot.
    Allerdings muss ich feststellen, dass f3probe deutlich länger brauchte als FakeFlashTest.exe, wobei man mit letzterem aber auch nichts "reparieren" kann (mittels f3fix).

    Great work from AltraMayor (Michel Machado), Thanks!!!

    Gruß franc
    Geändert von franc (02.12.19 um 08:50 Uhr)

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Huhn Hur Tu
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    Also ganz ehrlich, SSD Schrott sollte man nicht "fixen" sondern instant entsorgen, da die HW Qualitaet zwischen gebraucht, Ausschuss und Malwarecontainer schwankt. Du wirst in den seltensten Faellen Freude an solchem Elektronikschrott haben und Werkzeuge wie F3 sollten einzig der Recherche nicht zur Aufbereitung dienen. Wenn du die wirkliche Speichergroesse schreibst, dann machst du den Betrug nur perfekt, mal abgesehen davon, dass die reale Speichergroesse bei SSDs deulich ueber Nutzgroesse liegt, da sich die Zellen "verbrauchen" und genuegend Spare Zellen vorhanden sein muessen.
    Zwischen anonym sein wollen und seine Daten nicht verkaufen wollen, liegen zwei Welten. Wenn man sich einen kostenpflichtigen Dienst sucht, dann meist, weil man für diese Dienstleistung zahlt und nicht selbst das Produkt sein will.


  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Bei 200 MB effektive Speichergröße erledigt sich das Problem von alleine. Ansonsten hätte ich die Dinger als billige Datenweitergabe genutzt, so wie früher Disketten, die waren auch gern mal unlesbar und man hat dann einfach die nächste genommen.

  4. #4
    Mod. FAQ/Howto/Emulation
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    Man kann sinnvolleres mit seiner Zeit machen ...

    Ich würde mir bei so einem Zeug nur eine Frage stellen: In welche Tonne damit?

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