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Thema: Eine Distribution von einem Archiv laden

  1. #1
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    Eine Distribution von einem Archiv laden

    Guten Tag,

    Ich habe seit ein paar Tagen die Möglichkeit mit einer Dreambox zu experimentieren.
    Die Dreambox ist ein Receiver mit welchen man über Sat oder Cable fernsehen kann und bei der Software die dort installiert ist, handelt es sich um Linux.

    Nun bin ich ja recht neugierig und habe auch schon im Internet sehr viele Images gefunden, die man auf die Dreambox aufspielen kann um den Funktionsumfang zu erweitern.

    Die Images werden aufgespielt, in dem man die Dreambox in den Rescue-Modus versetzt um dann ein .tar.xz-Archiv des Image via Webinterface der Dreambox hochzuladen.

    Soweit so gut. Nun würde ich gerne wissen ob es möglich ist, solch ein Image als eigenständige VM in Virtual Box zum laufen zu kriegen um ein bisschen zu experimentieren.
    Da es sich ja nur um ein Archiv handelt, welches scheinbar lediglich die Kopie eines Linux-Systems ist, scheint es wohl schwierig zu sein dieses selbst einfach in VirtualBox zu starten.
    Das Exportieren des Archivs um es dann in eine ISO zu konvertieren um es dann widerum in VirtualBox einspielen zu können ist leider gescheitert.
    Scheinbar ist es dann wohl doch nicht so einfach. Ob das System dann unter der Hardware die durch VirtualBox und meinen Rechner gegeben ist wirklich lauffähig ist, sei dann mal dahingestellt.
    Bei mir scheiterte es ja bereits daran, dass VirtualBox mir ein "FATAL: No bootable medium found! System halted" lieferte beim Versuch die ISO einzuspielen.

    Ein paar kleine Tipps würden mir schon reichen, wenn jemand da weiter weiß. Ich möchte ja einfach nur mal ein bisschen damit Spielen und Erfahrungen sammeln.
    Vielen Dank für hilfreiche Antworten

    Viele Grüße,
    Tim

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    Ja, das klingt alles normal, schließlich ist im .tar.gz kein Bootloader enthalten und der kommt auch nicht automatisch dazu, nur weil Du den Inhalt in eine ISO steckst. Vielleicht fangen wir mal so an, dass Du uns den Inhalt des .tar.dz hier zeigst, also zumindest die oberste Eben... und falls es ein Verzeichnis /boot gibt, dann bitte auch noch dessen Inhalt.
    ¡Nuestro amigo... el Computador!

  3. #3
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    Danke für deine Antwort. Ja das stimmt natürlich, hätte mich auch gewundert wenn es ohne direkt gegangen wäre aber leider weiß ich auch nicht wie ich einen Bootloader (und vor allem welchen) installieren kann.
    Das Archiv ist in der oberen Verzeichnisebene leer, bzw. es befindet sich lediglich ein „.“-Ordner im Archiv. Das ist allerdings bei allen Images so. Warum das so ist, weiß ich nicht.
    Unter dem „.“ versteht man ja eigentlich, dass das Verzeichnis gemeint ist, in dem man sich gerade befindet. In diesem Verzeichnis jedoch befinden sich dann eine typische Verzeichnisstruktur, wie sie auch bei einem Wurzelverzeichnis einer Linux-Distribution so üblich ist.
    Hier der Screenshot, wenn ich das Archiv öffne:
    0F63002A-BE14-469D-A8E7-EEE32E7D66BD.jpeg
    Wenn ich in das „.“-Verzeichnis wechsel:
    B3D4E410-0C8D-4AAE-B729-F945C0244070.jpeg
    Und dann noch der Inhalt des boot-Verzeichnis:
    2E1C58AD-2F6A-4081-9F37-640A2FFB6A44.jpeg

    Wenn noch weitere Informationen benötigt werden, kann ich Sie gerne posten.

    Edit: Da ich heute nicht an den Rechner kann, sind die Screenshots schnell vom tablet gemacht. Wenn ich das Verzeichnis auf meinem Linuxrechner öffne, sehen die Inhalte samt „.“-Verzeichnis aber identisch aus.

    Gruß, Tim

  4. #4
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    Och, das sieht in der Tat ziemlich gut aus, wie ein "normales" Linux eben - wenn man mal vom Punkt als eigene Ebene absieht. Ich dachte zunächst, das wäre dem Viewer auf dem Tablet geschuldet, aber Du hast ja ergänzt, dass es auch unter Linux so aussieht. Nun ja... das könnte ein Problem werden. Ansonsten lässt sich das durchaus in einer VirtualBox booten. Probier's mal wie folgt:

    - Installier erst mal irgendeine Linux-Distribution in VirtualBox, z.B. Ubuntu, minimale Installation reicht; ich hoffe die verwendet noch GRUB2 als Bootloader.
    - Dann fahr das Image runter und füge die ISO als Laufwerk hinzu.
    - Beim nächsten Start willst Du in GRUB2 den Boot-Eintrag editieren, also drück erst mal Pfeil-hoch/Pfeil-runter, damit der Countdown stoppt.
    - Dann beim normalen Eintrag (also nicht rescue) drückst Du 'e'.
    - Bei all dem Wusel müsste eine Zeile mit "linux" anfangen, ungefähr so:
    Code:
    linux /vmlinuz-4.19.irgendwas root=BLABLA_EDITIEREN_BLABLA ro quiet
    - Und das BLABLA_EDITIEREN_BLABLA ändern wir jetzt zu Deiner ISO... aber ich bin mir nicht sicher wie, es könnte einer dieser Einträge sein:
    Code:
    root=/dev/sdb
    root=/dev/sdb1
    root=/dev/sr0
    - Die ersten beiden gehen davon aus, dass du das ISO als (weitere) Festplatte in VirtualBox angegeben hast, der letzte als DVD-Laufwerk.

    Wenn die alle nicht funktionieren, dann wirst Du wahrscheinlich nochmal das ISO neu bauen müssen. Du musst den "." weg bekommen als eigene Ebene. Es ist ganz wichtig, dass die ganzen Verzeichnisse (/bin, /boot, /etc, ...) auf der ersten Ebene sind. Man kann GRUB2 (genauer: dem Linux-Kernel) nicht sagen, dass er sein root-Verzeichnis in einem Unterverzeichnis suchen soll.

    => Ergebnis dieser Sache ist, dass Du mit dem Ubuntu-Kernel das DreamBox-System lädst. Du kannst theoretisch auch versuchen, den DreamBox-Kernel zu nutzen, aber da wird es vermutlich Probleme mit der VirtualBox geben, da der DreamBox-Kernel wahrscheinlich auf die DreamBox-Hardware optimiert ist. Wenn Du Pech hast, gibt's beim init-Prozess des DreamBox-Systems einen Fehler, weil es doch nicht mit dem Ubuntu-Kernel zusammenarbeiten will... die Wahrscheinlichkeit könntest Du aber minimieren, indem Du eine Ubuntu-Version benutzt, deren Kernel ungefähr dem 3.4er Kernel der DreamBox entspricht (jetzt rein von der Version). Das wären...
    Code:
    11.04   Natty Narwhal       2.6.38
    11.10   Oneiric Ocelot      3.0
    12.04   Precise Pangolin    3.2+
    12.10   Quantal Quetzal     3.5
    13.04   Raring Ringtail     3.8
    13.10   Saucy Salamander    3.11
    14.04   Trusty Tahr         3.13
    Also ich würd's mit 12.04 probieren.
    ¡Nuestro amigo... el Computador!

  5. #5
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    Super, vielen dank für deine Hilfe!
    Ich werde mich später oder morgen mal daran versuchen. Jetzt weiß ich ja zumindest auch welche Richtung ich einschlagen muss. Ich werde dann nochmal von meinen Ergebnissen die Tage berichten.
    Gruß, Tim

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von towo2099
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    Du kannst Dir das alles sparen, VBox emuliert keine PowerPC CPU, keine MIPS CPU und auch keinen ARM SoC.
    Und btw, es gibt nicht die Dreambox, da gibt es viele verschiedene Modelle.
    Geändert von towo2099 (31.08.19 um 21:54 Uhr)
    Signatur nach Diktat Spazieren gegangen ;)

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    Ach die sind gar nicht x86? Hatte kurz drüber nachgedacht und war der Meinung sie wären's. Aber Wikipedia gibt dir natürlich recht. Tja, dann war das alles für die Katz, was ich geschrieben hab'.
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