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Thema: Etwas Starthilfe, ein paar Linuxgene und eine Windowsaustreibung

  1. #1
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    Cool Etwas Starthilfe, ein paar Linuxgene und eine Windowsaustreibung

    Hallo,

    kurz zu mir: Ich heiße Markus und komme aus dem hohen Norden. Ich bin mit dem C64 aufgewachsen, dann Schneider CPC, Atari ST, Amiga und dann recht schnell 486er, wobei ich ab DOS 6.22/W3.11 bei Windows hängengeblieben bin. Als Ausrede für Windows muss der berufliche Leidensweg herhalten, da dort 20 Jahre lang überall Windows zum Einsatz kam.

    Das möchte ich ändern und mich mit Linux beschäftigen.

    Dank einem Synology NAS und einem Raspberry (Pi-Hole) kann ich minimal mit der Konsole umgehen (wenn überhaupt bin ich im Krabbelalter). Das war es dann aber schon.

    Nun habe ich ein freies HP-Subnotebook, schon etwas älter, Core Duo 1.2GHz, 2GB RAM, 32GB SSD und Wifi.
    Ich hoffe, dass das reicht. Im Moment läuft Win7 drauf, aber das fliegt runter.

    Ich bräuchte nun eure Empfehlung mit welchem Linux ich anfangen soll.
    Ich möchte u.a. produktiv damit arbeiten (GUI), Dokumente, Tabellen und Bildbearbeitung. Von Windows kenne ich u.a. LibreOffice und Photoshop.
    Eventuell möchte ich die Festplatte verschlüsseln. Unter Windows habe ich dafür Truecrypt bzw. Veracrypt benutzt.
    Falls möglich, möchte ich einen zweiten Benutzeraccount für meinen 9-Jährigen Sohn einrichten, damit er von Anfang an mit Linux infiziert wird.

    Testweise um einfach mal zu schauen habe ich mir Linux Mint auf einen USB-Stick geladen, mal live reingeschaut, aber nicht installiert.

    So, ich habe versucht mich kurz zu fassen und hoffe ein wenig auf euren Input.

    Viele Grüße aus dem hohen Norden,
    Markus
    Geändert von Markus.HH (21.09.18 um 14:37 Uhr)

  2. #2
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    hallo Markus,

    erstmal willkommen....

    Zitat Zitat von Markus.HH Beitrag anzeigen
    ...
    Ich bräuchte nun eure Empfehlung mit welchem Linux ich anfangen soll.
    ich habe vor ca. 20 jahren mit suse ( opensuse ) angefangen und seither habe ich suse installiert.

    nehme einfach eine, die aktuell ist und "gut" verbreitet.





    Zitat Zitat von Markus.HH Beitrag anzeigen
    Ich möchte u.a. produktiv damit arbeiten (GUI), Dokumente, Tabellen und Bildbearbeitung. Von Windows kenne ich u.a. LibreOffice und Photoshop.
    wer moechte nicht produktiv arbeiten
    libreoffice und gimp laufen

    als GUI verwende ich KDE

    Zitat Zitat von Markus.HH Beitrag anzeigen
    Falls möglich, möchte ich einen zweiten Benutzeraccount für meinen 9-Jährigen Sohn einrichten, damit er von Anfang an mit Linux infiziert wird.
    meine frau arbeitet schon immer mit Linux...
    das gute ist, Sie kennt nichts anderes... Ihr ist egal was installiert ist... es muss halt laufen....
    ....

  3. #3
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    Ich empfehle aus eigener Erfahrung Debian. Wenn es mal eingerichtet ist, läufts einfach und selbst ein Versionsupgrade geht im laufenden Betrieb. Gerät sollte halt etwas älter sein, weil Debian Stable so immer um die 2 Jahre nachhängt. Vorteil stable heißt bei denen stable und es rennt einfach. Ein Server von mir bis zum Büro-Umzug (da musste der Stecker raus) ist ja "nur" ca 400 Tage ohne Reboot gelaufen. Sind jetzt schon wieder so 280 Tage.

  4. #4
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    Debian stinkt mit jedem Release mehr und mehr. Angefangen von systemd, lvm, kvm bis hin zu kaputtoptimierten-/konfigurierten Packages. ifconfig(8) wurde ohne Vorwarnung/Rücksicht auf Verluste von ip(8) ersetzt und die Release-Zyklen sind ein Witz (wenn auch ein schlechter). Ich kenne Debian seit Buzz und arbeite(te) fast 20 Jahre damit (überwiegend beruflich) und was die Stabilität betrifft.. hier wird veraltete Software an den Mann gebracht und es gibt immer wieder so lustige Sachen wie die Umstellung von/auf upstart(8?), welche mir damals sehr gelegen kam, denn da arbeitete ich als freiberuflicher IT-Consultant und musste ~300 Server neu konfigurieren, weil die Initscripte nicht mehr funktionierten.
    Wer aktuelle Software braucht/will, soll ein rolling Release instalieren (Arch Linux, Gentoo, Manjaro, ..). Gute Dokumentationen sind für Anfänger unerlässlich; ob dann KDE, Gnome, XFCE, FluxBox, .. genutzt wird, spielt keine Rolle, solang man den Umgang mit dem System beherrscht.

  5. #5
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    Ist eine Weile her und mag sich geändert haben, distrowatch hatte jedenfalls mal eine brauchbare Übersicht und Beschreibung. Gekoppelt, mit was braucht man? Kann man denke ich anders dran gehen. So ein "Stick-Preview" haben doch alle und wenn nicht sind sie halt außen vor. Versuche einfach alles was du sonst auch so machst zu machen, so wirst du "schnell" einen Favorit finden und auf die Probe stellen können. Viel Spaß beim finden
    Gruß nopes
    (,,,)---(^.^)---(,,,) /var/log/messages | grep cat

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    Zitat Zitat von strcat Beitrag anzeigen
    Debian stinkt...
    Meine Meinung entspricht so ziemlich dem Gegenteil von dem, was strcat geschrieben hat:

    - Der Desktop ist entscheidend für Dich als Anfänger. Nimm KDE, Gnome, Mate oder Cinnamon. Die sorgen für konsistentes Design & Handhabung.
    - Du als Anfänger solltest keine Rolling Release Distro benutzen (Arch Linux, Gentoo, Manjaro, ..), da kommen ständig Updates von allem und es könnte bei jedem Update notwendig sein, dass Du etwas umkonfigurieren musst.
    - Debian hat nie Upstart als default init System eingesetzt.
    - Jede Distribution hat in den vergangenen Jahren ihr init System geändert, einige (z.B. Ubuntu) sogar mehrfach; Debian nicht. Die haben nur 1x geändert.
    - ip und systemd sind die besten Tools für ihren Zweck mit der größten user base und der aktivsten Weiterentwicklung. An ifconfig und alten init-Systemen festzuhalten wäre töricht.
    - Du als Anfänger schreibst keine init-Skripte selbst und musst keine 300 Server betreuen, daher kann Dir das alles egal sein.

    Fazit: Nimm Ubuntu oder Mint. Und wenn Du einen Desktop auswählen sollst, nimm den ersten, der Dir angeboten wird.
    ¡Nuestro amigo... el Computador!

  7. #7
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    Dem allem würde ich mehr oder weniger zustimmen. Aber lieber Ubuntu als Mint. Mint baut auf Ubuntu auf, hat aber nichts zusätzlich, was für jemanden wie dich meiner Meinung nach attraktiv wäre. Ich finde, Mint ist eher ein Schulmädchenlinux. So was hätte ich mit 16 gern gehabt.
    Unter Linux eine .exe-Datei ausführen ist ganz einfach. Man nimmt eine beliebige unter Linux ausführbare Datei, benennt sie um in AusfuehrbareDatei.exe und führt sie aus.

  8. #8
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    Für mich hat sich nach einigem Rumtesten schnell herausgestellt, dass es unbedingt was mit KDE sein sollte.
    Heißt, für mich war die Wahl der Distro dann stark von der angebotenen Oberfläche abhängig.
    Somit fallen Linux Mint oder Ubuntu schon mal raus (und Kubuntu wird ja glaube ich etwas kontrovers diskutiert!).
    Ich kann also nur empfehlen: Schau dir die verschiedenen Oberflächen an.

    Eigentlich wollte ich zu openSUSE, weil es bei vielem sehr anfängerfreundlich ist. Für mich persönlich gab es dann aber doch den einen oder anderen Stolperstein (würde den Rahmen jetzt hier sprengen), weshalb ich momentan bei Manjaro bin.
    Inwieweit ich da als Anfänger (Stichw.: Rolling Release) evtl. aufs falsche Pferd gesetzt habe, kann ich nicht beurteilen.

    PS:
    Was die Festplattenverschlüsselung angeht:
    Ich hatte es mal mit der ins (Linux-)System integrierten Verschlüsselung probiert und es dann aber innerhalb kürzester Zeit geschafft, mich dauerhaft auszusperren. Ich hatte einmal versehentlich das falsche Passwort eingegeben und seither wurde auch das richtige nicht mehr akzeptiert.
    Zum Glück war's nur eine Virtual Box Probe-Installation, die ich dann einfach gelöscht habe!

    Auch unter Linux gibt es den Truecrypt-Nachfolger Veracrypt.
    Da läuft allerdings auch nicht alles ganz reibungslos, wie man an meinen Fragen hier sieht!
    Geändert von Linux-Newbie-18 (22.09.18 um 13:02 Uhr)

  9. #9
    kleine schwester von root Avatar von corresponder
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    KDE ist für die Kiste des Threaderstellers, meiner Meinung nach, zu groß........

    ;-)

    hier läuft ein HP mit CoreDuo als Hauptrechner mit 4GB Ram und 250GB SSD.....
    allerdings mit Fluxbox oder LXDE oder Mate als Desktop.
    Geändert von corresponder (22.09.18 um 14:10 Uhr)
    _______________________________________

    www.audio4linux.de - musik machen mit offenen quellen!

  10. #10
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    Zitat Zitat von ThorstenHirsch Beitrag anzeigen
    - Du als Anfänger solltest keine Rolling Release Distro benutzen (Arch Linux, Gentoo, Manjaro, ..), da kommen ständig Updates von allem und es könnte bei jedem Update notwendig sein, dass Du etwas umkonfigurieren musst.
    Zum Beispiel? Mir ist bei Arch Linux und Gentoo kein zerschossenes System bekannt, das wegen aktualisierter Software geschrottet wurde. Wenn Änderungen kommen die vorgenommen werden müssen, müssen die per Hand vorgenommen werden um aktiv zu werden.

    - Debian hat nie Upstart als default init System eingesetzt.
    Habe ich auch nicht geschrieben. Ich schrieb von upstart und nicht das es Default war. Es wurde bzw. wird angeboten und hat ~2010 (k/a wann genau) bei der Installation für extreme Probleme gesorgt, weil es mit exakt keinem Init-Script kompatibel war und diese trotzdem abgearbeitet hat.

    - Jede Distribution hat in den vergangenen Jahren ihr init System geändert, einige (z.B. Ubuntu) sogar mehrfach; Debian nicht. Die haben nur 1x geändert.
    Ja. Auf systemd(1); und zwar nach dem "Da.. friss und halt die Fresse!". Ubuntu ist auch die einzige Distribution die sich lange nicht entscheiden konnte was sie nehmen soll. Alle anderen stiegen ebenfalls auf systemd(1) um.

    - ip und systemd sind die besten Tools für ihren Zweck mit der größten user base und der aktivsten Weiterentwicklung. An ifconfig und alten init-Systemen festzuhalten wäre töricht.
    ip(8) funktioniert, richtig. Witzig war nur die Umstellung von ifconfig(8) auf ip(8) (sprich von Debian 8.n auf 9.n); wenn man das nämlich im laufenden Betrieb gemacht hat, wurden die Packages ge'upgrade't ohne das der Nutzer darauf aufmerksam gemacht wurde. Das hatte dann den lustigen Nebeneffekt das man alle Script mit ifconfig(8)-Syntax wegwerfen konnte bzw. das Netzwerk gar nicht hochgefahren wurde.
    Und das systemd(1/5/8) das "beste Tool" ist, fällt ja schon unter Sardonismus. Newsgroups und Mailinglisten sind voll mit systemd-relevanten Problemen, es gibt Developer die ausgestiegen sind und ihre eigene systemd-freie Distribution geschrieben haben, Kernel-Developer (u. a. Ted Ts'o) haben etliche Rants über systemd verfasst (welche selbstverständlich ignoriert wurden) und http://without-systemd.org/wiki/inde...cal_of_systemd ist nur ein Bruchteil von anfallenden Problemen.

  11. #11
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    ip(8) funktioniert, richtig. Witzig war nur die Umstellung von ifconfig(8) auf ip(8) (sprich von Debian 8.n auf 9.n); wenn man das nämlich im laufenden Betrieb gemacht hat, wurden die Packages ge'upgrade't ohne das der Nutzer darauf aufmerksam gemacht wurde.
    Release-Notes lesen?
    https://www.debian.org/releases/stab...otes.de.pdf#54
    Wurde übrigens bei openSUSE Leap 15.0 auch gemacht.....

    Und zu systemd hat jeder seine eigene Meinung.....
    Geändert von Sauerland1 (22.09.18 um 15:34 Uhr)

  12. #12
    nobody.nogroup Avatar von pibi
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    Hoi Markus!
    Ich verstehe nicht, warum Du (Markus.HH) als Anfaenger als erstes Probleme mit Verschluesselung von Festplatten reklamierst. Mache als doch einfach als erstes eine stinknormale Installation ohne jedwelchen Schnickschnack und lerne Linux als BS kennen (und lieben). Und wenn Du (ich nehme an, Du bist Privatanwender) aus irgendwelchen paranoiden Gruenden Deine private HD verschluesseln willst, kannst Du es nach gruendliche Einarbeitung immer noch tun. Fuer Privatanwender wie mich (und wahrscheinlich auch Dich) ist es totaler Overkill und so unnoetig wie ein Kropf. Allenfalls rate ich Dir, mit einer VM (zB. VirtualBox etc.) Deine ersten Versuche zu starten, wenn es denn unbedingt sein muss.

    Gruss Pit.
    div. Hardware:
    Server: openSUSI 13.2 / Laptop, Workstation: openSuSI 42.3
    Fritzbox 7940, Synology DS411

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