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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : led über parport



avuton
22.09.03, 11:23
hi, weiß einer, wie ich led über den parallelport steuer oder wie ich das mache, wenn ich die leds an die ports von einem druckerkabel angeschlossen habe?
oder kennt dazu einer gute dokus?
gruß avuton

rovdyr
22.09.03, 11:37
hallo,

das ist eigentlich für den fli4l, aber vielleicht hilft es dir weiter...

http://www.gkainzbauer.de/computer/fli4l/index.html

musst dort mal auf "opt_lptled" gehen.

#
hilsen
rovdyr

Stefan_1
22.09.03, 11:39
Du benötigst einen Vorwiederstand sonst zerschießt du dir deinen Parallelport!

Noch en par links..
http://www.oreilly.de/german/freebooks/linuxdrive2ger/harddigio.html
http://www.activevb.de/tutorials/tut_parallel/parallel.html

avuton
22.09.03, 23:50
was heißt zerschiesen, was kann schlimmstenfalls passieren, warum passiert es?

Azrae1
23.09.03, 23:21
im schlimmsten fall machst du einen Kurzschluss, das zur Folge hat das ein großer Strom fließt für den der Parallelport nicht gebaut ist, dadircj Zerstörst du deinen Parallelen Port.

Wenn du eine LED direkt ohne Vorwiderstand an dan ParPort hängst, hast du praktisch einen kurzschluss, da an einer LED nur ca. 1.4V abfallen(parallele port hat 5V ausgangsspannung), der rest der Spannung liegt am innenwiderstand des ParPorts, der relativ klein ist

sprich, es fließt wieder ein hoher Strom, und der Parallele port ist zerstört,

die beste Lösung ist eine Transistorschaltung vor der LED, damit bist du auf der sichersten seite, da der Parallele Port kaum belastet wird,
aber zum testen kannst du auch einen vorwiderstand nehmen und ihn direkt dranhängen

mfg Azrael

avuton
24.09.03, 15:50
würde ein druckerkabel den beötigten vorwiederstand ersetzen können?

Stefan_1
24.09.03, 15:59
Mir wäre es auf jeden Fall zu heiß..
Sind ja nur Widerstände.. & du kommst sowieso net ums’s basteln ( löten ) herum..

Wenn du dir sonst den Parallelport ( vermutlich auf dem Mainboard ) zerstörst wird es dich Mega Straßen..

Stefan

E S
26.09.03, 11:07
Hi,

ein 1km langes Druckerkabel würde den Vorwiderstand ersetzen. Durch die Leitungskapazität würde aber der Port trotzdem mehrbelastet :)

Mal im Ernst:
Wenn Du nach Lust und Laune dran basteln möchtest, solltest Du Treiber verwenden.

So könntest Du einen 74LS240 dazu einsetzen.
Datenblatt für Anschlußbelegung, etc gibt es hier:
http://www.ee.washington.edu/stores/DataSheets/74ls/74ls240.pdf

So funktioniert es:
Die 8 Datenletungen schließt Du an die eingänge an:
D0 - 1A1
D1 - 1A2
..
D3 - 1A4
D4 - 2A1
...
D7 - 2A4
An den Ausgängen 1Y1...1Y4 und 2Y1...2Y4 kommen die leitungen verstärkt wieder raus. So kannst du etwas stärkere (bzw. genau spezifizierte) Lasten anschließen (Datenblatt beachten) und bei Kurzschluß geht höchstens der Treiberchip kaputt. Wenn der gesockelt ist, kann man den dann schnell und günstig erstetzen.

Die Leitungen

_
1G
_
2G
hängst Du an Masse, sonnst werden die Ausgänge des Treibers nicht freigeschaltet. Diese beiden Leitungen kann man auch schalbat machen. Dann kannst Du deine Datenleitungen auch abschalten. Dazu einen Schalter nach Masse anschließen und einen Widerstand 330Ohm ... 1kOhm nach +5V. Entweder für beide gemeinsam oder zwei Schalter mit Widerstand. Ist der Schalter geschlossen, kommen Signale durch, ist der Schalter offen, so verhalten sich die Ausgänge des Treibers, als wenn sie getrennt sind.

Mit den EIngängen des Parallelports verfährst Du genau so, nur drehst Du die Richtung der Teiber um.

Wenn es noch mehr Schutz sein soll, lötest Du auf Deiner Schaltungsseite je eine Diode zwischen Leitung und Plus 5V ein. Kathode dabei an Plus 5V!. Das schützt vor überspannungen auf der Bastelseite. Um gegen negative Spannungen zu schützen lötest Du noch eine Diode zwischen Leitung und Masse. Kathode gegen Leitung, Annode an Masse! Das schützt vor allem gegen induktive Lasten wie Relais.

Wenn Du das Ganze nicht gerade in die Steckdose hämmerst, dürfte dabei nicht viel passieren. Der Rechner ist relativ gut geschützt.

Gruß
Elmar

E S
26.09.03, 11:13
P.S.:

bei normalen LEDs verwendet man einen Vorwiderstand von 330Ohm bei 5V Betriebsspannung.

Das Kürzere Bein einer LED (meist auch kerbe am Gehäuse) ist die Kathode.
K wie Kathode und K wie Kurz

pitsch die Kathode etwa 2mm unterhalb des gehäuses ab. Einen passenden Vorwiderstand einseitig ebenfalls auf 2mm ab. Die kurzgeschnittenen Beinchen lötest Du dann zusammen und kürzt das lange Ende des Widerstands passend zum langen Beinchen der Diode. So kannst Du mit dieser LED nichts mehr falsch machen. Du kannst Das dann testweise immer so irgendwo drannhalten. Der Widerstand gehört dann auf Masse bzw. Minus.

Denk dran, für jede Spannung den passenden Widerstand verwenden:
5V = 330Ohm
9V = 470 Ohm

E S
26.09.03, 11:21
Habe ich noch vergessen:

Eine LED ist elektrisch gesehen wie eine normale Diode zu verstehen. In die falsche Richtung lässt die keinen Strom durch.

In der richtigen Richrung (Kathode an -, Annode an +) beginnt die erst ab 0,7V (normale Siliziumdiode) bzw. 1,4V (rote LED) zu leiten. Die Diode versucht durch ihre Stromaufname ihre Knickspannung (rote LED 1,4V) über sich abfallen zu lassen. Ist die Spannung größer als die Knickspannung, so versucht die Diode durch Stromziehen diese auf ihre Knickspannung runterzuziehen. Bei LEDs sind 20mA gesund, alles darüber würde die zu stark erwärmen. Dann schmilzt der Kristall bzw. bei ganz hohen Strömen platzt sie mit einem lauten Knall. Der Vorwiderstand begrenzt diesen Strom auf ein Gesundes Maß. 330 Ohm sorgen dann bei einer LED für die Gesunden 20mA.

Ohne Vorwiderstand an eine Autobatterie gehalten fließen ganz kurz 50-100A und die Diode springt Dir ins Gesicht.
Ich habe mal esehen, wie jemand die Vorwiderstände vergessen hat. Beim Einschalten knallte es ziemlich laut und der hatte bunte Flecken auf dem Hemd.

avuton
26.09.03, 20:03
super danke für die ganzen hinweise.
jetzt kann ich ja auch mal schreiben, was ich machen wollte.
guckt mal auf http://www.ngolde.de/blinkenleids.html
falls da einer ideen hat oder sic eventuell beteiligen möchte, was super wäre, meine emailadresse ist nico@ngolde.de oder einfach hier posten.
gruß avuton

E S
26.09.03, 23:39
Hi,

kannst ja auch was praktisches damit machen.

So kann Dein Programm nachsehen, ob neue emails vorhanden sind und dann eine LED anmachen. Hat was... ich glaub, das mache ich irgendwann mal.

Oder du schreibst ein kleines Programm, dass eine LED blinken lässt. Dann kannst Du in der Konsole einen langwirigen Befehl aufrufen und die LED blinkt bei beendigung des Jobs:
Befehl&&blink
Ich mache das immer mit beep. Dann kann ich was anderes machen, wärend ich warte und dann piept (bzw. hier blinkt) der Computer, wenn er fertig ist.

Da kann man eine Mengte machen. 8-Leds kann man dann mit den unterschiedlichsten Aufgaben belegen.

Gruß
Elmar

avuton
26.09.03, 23:55
kennst du für sowas beispiele in c?ich hab bei google nur mist bekommen.
vielleicht könnten wir ja per mail in kontakt bleiben, mir scheint, du hast ein bisschen ahnung davon.
gruß avuton

E S
27.09.03, 01:25
Hi,

naja, Linux kenne ich leider noch nicht allzu lange.
Als "Kind", als ich noch mit Dos(en) gespielt habe, da habe ich ziemlich viel auf hardwareebene programmiert. Da habe ich oft die Statusleds der Tastatur für solche Zwecke missbraucht. So ein Lauflicht-auf-Tastatur-TSR macht doch schon was her. :)

Wenn Du mit deinem Prog das Mailverzeichnis durchsuchst, sollte das Programm feststellen können, ob neue Mails da sind. und ein Programm, dass die LEDs periodisch ein- und ausschaltet dürfte noch viel einfacher sein.

Wenn Du fragen hast, frag ruhig, ich kann immer noch zugeben, dass ich es nicht weiss. :)

Gruß
Elmar

hydronic
27.09.03, 08:32
hi,

habe mir auch 3 LEDs an den Parallelport gebaut.
Ich steuer sie ganz einfach über "ledblink" an.

http://www.bitplanet.de/unix/ledblink.html

Über das Mail Modul von gkrellm lass ich mir so z.B. anzeigen,
wann ich eine neue Mail bekommen habe etc..
Geht echt ganz einfach!

gruss,
hydronic

E S
27.09.03, 12:11
Hi,

nicht nur LEDs lassen sich ansteuern, sondern auch kleine Soundmodule. So könnte man auch wohlklingende Audiosignale erzeugen, ohne dass aktivboxen angeschlossen sind oder das ganze aufwändig programiert werden muss. Dazu braucht man nur noch einen Transistor. BC337 + 330Ohm an die Basis und man kann 5V Soundmodule ansteuern. Von Vogelgezwitcher über dreiklanggong, Schiffdiesel, Formel1 Rennwagen und Melodieen gibt es alles.

Mit superhellen weissen LEDs (ebenfalls über Transistor) kann man sich auch eine Tastaturbeleuchtung vom Rechner gesteuert anschließen.

Gruß
Elmar