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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit SuSE 7.3 und T-DSL ins Internet



SeeksTheMoon
22.02.02, 20:17
Hallo!

Ich hab schon viele Leute gesehen, die Fragen oder Probleme mit DSL und SuSE haben.
Ich hoffe, dass das nach diesem Tut nicht mehr der Fall ist.
Wer noch weitere Fragen hat, der kann mal auf www.adsl4linux.de vorbeischauen.

Alles beginnt mit der Hardware:
Erstens muss man dafür Sorge tragen, dass die Netzkarte fürs DSL nur mit 10MBit/s läuft, nicht mit 100MBit/s. Dies ist ein fetter Fehler, auf den aber nirgendwo im Internet hingewiesen wird!!
Viele Karten kann man mit einer Software vom Hersteller entsprechend konfigurieren.

Wenn hier alles ok sein sollte, dann gehts weiter mit der Konfiguration:

In yast2 sollte man auf "Network/Basic" gehen und dort "Network Card Configuration" auswählen. (oder man benutzt "ifconfig" wenn man damit fitter ist *g*)

Dann wählt man den Radiobutton "Interface" aus, markiert seine DSL-Netzkarte (z.B. eth0), und nach einem Klick auf den "Edit"-Button gibt man folgendes ein:

Static Address Setup

IP-Address: 192.168.0.1 (hier kann jede IP-Adresse stehen; sie ist für DSL nicht von belang und dient nur der Aktivierung der Karte)
Subnet Mask: 255.255.255.0

Von Hostname und Routing schön brav die Finger lassen.

Jetzt die Einstellungen speichern und darauf achten, dass das Netzwerk neu gestartet wird.
Ansonsten manuell neu starten oder das System komplett rebooten.


Die folgenden Einstellungen habe ich alle mit dem von SuSE 7.3 mitgelieferten rp-pppoe (Roaring Penguin: www.roaringpenguin.com/pppoe) gemacht, man braucht sich also nicht die neueste Version aus dem Netz zu holen.
Ich empfehle wirklich, den rp-pppoe zu benutzen, denn der Internetzugang per smpppd von SuSE ist umständlicher zu konfigurieren, funktioniert nicht übers Terminal und klappt auch nicht immer...

Also rein in yast2 und dort den rp-pppoe nachinstallieren (ist auf CD2).

Jetzt ein Terminal öffnen, "adsl-setup" eingeben und folgende Schritte durchziehen (die Reihenfolge ist übernommen):

1) Bei "Enter your PPPoE user name" die Anschlusskennung (z.B. 000123123123), gefolgt von T-Onlinenummer (z.B. 789789789789), gefolgt von Mitbenutzernummer (z.B. 0001), gefolgt von "@t-online.de" angeben:

0001231231237897897897890001@t-online.de
sollte die TONummer weniger als 12 Stellen haben, dann kommt noch ein "#" zwischen die TO-Nummer und die Mitbenutzernummer, z.B. so:
00012312312378978978978#0001@t-online.de

2) Man wird jetzt nach der Netzkarte gefragt, über die DSL betrieben wird. Das ist im Standardfall eth0 (die erste Netzkarte im System; oben bei yast2 haben wir ihr die IP-Adresse gegeben - wir erinnern uns hoffentlich *g*)

3) Soll die Verbindung bei Bedarf oder permanent/manuell hergestellt werden?
Man stellt hier wohl am besten "no" für permanent ein, ansonsten kommt hier die Zeit in Sekunden rein, nach der aufgelegt wird, wenn nichts über das Netz gesendet/empfangen wird. (In diesem Fall können Programme die Verbindung ins Netz beliebig herstellen)
Das hängt ganz von den Telefonkosten/Sicherheitsaspekten ab (Flatrate?).
Das hat noch nichts mit Autostart beim Booten zu tun, das kommt später.
Wenn Programme also keine Verbindung herstellen sollen wenn sie dies wollen, dann sollte man hier auch "no" eintragen.

4) "Enter the DNS information here:" Bei T-Online trägt man hier nur "server" (und nichts anderes) ein, weil man von der Telekom eine dynamische IP zugewiesen bekommt. Das Wort muss komplett klein geschrieben sein!

5) Jetzt wird man 2x nach seinem Passwort gefragt

6) Jetzt kommt eine Firewalleinstellung:
Wenn man einen Einzelplatzrechner hat, dann trägt man hier am besten 0 oder 1 (empfohlen) ein.
Masquerading braucht man nur, wenn man hinter seinem DSL-Rechner noch ein Netzwerk hat, das sich über diesen Rechner ins Netz einwählt.
Dadurch bekommen alle LAN Rechner die IP des DSL-Rechners nach außen hin. IPs aus privaten Adressbereichen wie 192.168.0.1 werden im Internet nämlich sofort verworfen. Dadurch macht man sein Netz auch unsichtbar nach außen.
Ich empfehle aber, lieber ne "richtige" Firewall anzuschaffen und zu konfigurieren.

7) mit "y" speichern wir das ganze ab, mit "n" gehts von vorne los

8) bei Bedarf kann man in der /etc/rc.config jetzt folgenden Abschnitt bearbeiten:

#
# Start Roaring Penguin PPPoE ADSL?
#
START_ADSL="yes"

Mit yes wird schon beim booten eine Verbindung zum Internet hergestellt. (Wenn die Verbindung nicht hergestellt werden kann, weil z.B. der Stecker gezogen ist, dann dauert es ziemlich lange, bis die Software das merkt; dadurch dauert das Booten sehr lange - aber nur wenns eben nicht funktioniert)
Mit no verbietet man den autostart und macht die Verbindungsherstellung und Trennung manuell über die Konsole mit "adsl-start", bzw. "adsl-stop".
Zu den befehlen gibts auch manpages (naja, mein Tut ist besser *g*).

So, das ist alles zum rp-pppoe. Um mehr muss man sich nicht kümmern. Auch MTU und MRU Einstellungen braucht man nicht zu verändern.

Wenns jetzt noch Probleme gibt, dann schaut auf www.adsl4linux.de nach, bzw. prüft eure Rechnerkonfiguration nochmal (läuft die Netzkarte, etc) oder fragt hier im Forum..

CU

SeeksTheMoon

SeeksTheMoon
19.07.02, 10:38
gilt übrigens auch für SuSE 8.0, RH 7.3 und Mandrake 8.x