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Thema: Wie kann man nur so einen Mist schreiben

  1. #1
    not yet perfect in Linux Avatar von Dirk.M
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    Angry Wie kann man nur so einen Mist schreiben

    http://www.chip.de/news/Linux-du-bri...137662354.html

    Da kann ich nur mit den Kopf schüttel.

    Gruß

    Dirk
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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    Ganz ehrlich? Ich kann vieles davon nachvollziehen. Die letzten 10 Jahre waren für den Linux-Desktop eine Katastrophe! Vergleichen wir mal wie es damals aussah und wie es heute aussieht:

    - KDE 3 wurde 2008 von KDE 4 abgelöst, aber bis KDE 4.3 oder 4.4 war das nur eine Entwickler-Preview; KDE 5 war zwar wieder ein anständiges Release, hatte aber meiner Meinung zu wenig Innovation (und ich mag das alte Desktop-Konzept einfach nicht mehr)
    - Gnome3 traut sich innovativ zu sein und spaltet die Community, jetzt gibt es Gnome3, Gnome2-auf-Gnome3-Technik und Gnome2-auf-Gnome2-Technik (wird immer noch gepflegt, oder?)
    - Canonical führt Unity ein und beerdigt es nach vielen Jahren wieder
    - Canonical führt MIR ein und beerdigt es nach vielen Jahren wieder
    - Canonical führt Ubuntu Phone ein und beerdigt es nach vielen Jahren wieder
    - RedHat interessiert sich nicht für den Desktop

    Alle kleineren Desktops (XFCE, e17, OpenBox, ...) waren vor 10 Jahren schon sehr speziell und sind es auch heute noch; von denen versucht erst gar keiner ein vollständiges Desktop Environment zu werden mit konsistenten GUIs für Druckerkonfiguration, WLAN-Einstellungen und Softwareinstallation. Man könnte der Linux-Welt natürlich zu Gute halten, dass die letzten 10 Jahre insbesondere durch die Einführung der Touch-Bedienung und dem Wandel hin zu "Apps" in "Stores" auch bei den Marktführern nicht einfach waren:

    - Die Einführung des Touch-freundlichen-Desktops in Win8 war meiner Meinung nach ein totaler Reinfall; zu dieser Zeit sah es aus als wäre die Microsoft-Strategie mit einem einheitlichen Desktop für alle Geräteklassen eine Sackgasse, die Windows als Desktopsystem unbrauchbar macht. Aber heute mit Win10 ist der Windows-Desktop wieder top! Okay, es hat nach wie vor kein Unix- oder Linux-Unterbau, so dass ich als Entwickler es nach wie vor nicht ganz ernst nehmen kann, aber mit dem Linux-Subsystem ist wohl auch das nur noch eine Frage der Zeit.

    - Bei Apple sah es vor 10 Jahren mit der Einführung von iOS zunächst am allerbesten aus: Marktführerschaft bei Smartphones mit einem guten OS für Touchbedienung und in der Desktopwelt ein Unix mit einer vernünftig bedienbaren Oberfläche - vielleicht sogar der schönsten von allen (damals). Aber die Strategie ist nicht aufgegangen. Apple muss heute 2 Betriebssysteme parallel entwickeln, eine Zusammenführung ist wahrscheinlich unmöglich. Im Smartphone-Sektor schwinden die Marktanteile (immerhin sind die Margen noch gut) und im Desktop-Bereich weiß man nicht, wie man die User zufrieden stellen soll, die sich dort gelegentliche Touchbedienung wünschen. iOS für den Desktop? Lächerlich. MacBookPros mit macOS als eigentliches Betriebssystem für den Desktop und iOS um Touchbedienung auf einer Leiste unter dem Bildschirm zu haben? Steve Jobs würde sich im Grab drehen!

    Fazit: Ein verlorenes Jahrzehnt für den Linux-Desktop. Mark Shuttleworth hatte es in der Hand, aber er hat's verkackt. Immerhin hat Linux die Welt auf Servern und Smartphones erobert. Valve rechne ich Steam mit den ganzen Spiele-Ports auf Linux hoch an. Und dank AMD gibt es seit 1 bis 2 Jahren nun auch endlich konkurrenzfähige 3D-Grafikkarten mit freien Treibern (im Kernel!), so dass diese out-of-the-box funktionieren. Also kein Grund zum Trübsal blasen - das muss man nur in der Apple-Welt.

    P.S.: Zum Glück hat er kein Laptop verwendet, sonst hätte er noch eine Tirade über die Suche und Installation von WLAN-Treiber schreiben können.
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  3. #3
    kleine schwester von root Avatar von corresponder
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    komisch, debian 9.3 läuft "out of the box" und findet drucker, wlan und scanner....
    desktop kannste alles haben von gnome3 bis kde4 oder 5?!

    der braucht erstmal einen rasierer, vielleicht von apple?
    oder ne tüte chips.

    ;-)
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  4. #4
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    Zitat Zitat von corresponder Beitrag anzeigen
    desktop kannste alles haben von gnome3 bis kde4 oder 5?!
    Kann ich, aber ich will keinen von denen! Stattdessen will ich folgenden Desktop:

    - Lässt sich gleichermaßen per Touch (große Buttons) als auch per Tastatur/Maus bedienen (kleine Buttons).
    - Bei Touch lässt sich von der Seite ein Menü reinwischen (wie bei vielen Android-Apps links und Win10 rechts) für die Einstellungen.
    - Das Konzept für die normale Desktop-Variante mit Tastatur/Maus ist eine Mischung aus Gnome-Shell (Gnome3) und Unity7; ich würde z.B. die globale Menüleiste von Unity7 übernehmen (da ich sonst bis zu 4 oder 5 horizontale Leisten habe bevor meine Anwendung beginnt, das ist viel zu spät!), aber nicht die dauerhaft eingeblendete Favoritenleiste links.
    - Dynamische neue Workspaces untereinander wie bei Gnome3.
    - Die Suchfunktion der Gnome-Shell im "Activities-Modus" würde ich konzeptionell übernehmen, aber sie muss überarbeitet werden, damit sie so gut wie Spotlight bei macOS funktioniert.
    - Die Desktop-Systemsteuerung besteht aus einheitlichen GUIs wie bei Win7 (also nicht wie bei Win10 heute).
    - Der Dateimanager managet den Desktop (@Gnome-Team: ja, damit meine ich euch!) und er versteht gängige Protokolle in den URLs (smb, ssh, webdav, ipfs).
    - Die normalen Softwarepakete (rpm, deb, ...) lassen sich wie heute systemweit von root installieren oder nicht systemweit vom Benutzer; außerdem darf ein Benutzer eine andere Version eines Pakets für sich installieren als von root systemweit installiert wurde.
    - Der Desktop ist Web3-fähig (im Sinne von Ethereum).
    - Außerdem bringt er eine Electron-Engine mit für sich und alle Anwendungen (muss sich irgendwie shared nutzen lassen), damit nicht mehr jede Anwendung ihren eigenen Webstack mit 300 MB im Gepäck mitbringt.
    - Die hotkeys Cmd+W und Cmd+Q funktionieren so wie bei macOS (nur mit der Windows- bzw. Meta-Taste statt der Cmd-Taste), das ist super für die Bedienung am Laptop.
    - Sprachassistenten gibt's absichtlich keine.
    - Dafür kommt out-of-the-box eine clipboard history mit. Und vielleicht auch ein Passwortmanager.

    Hat mal jemand eine Fee?
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  5. #5
    not yet perfect in Linux Avatar von Dirk.M
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    Ich habe seit ca 25 Jahren SUSE am laufen mit jeweilig aktuellen KDE und ich kann mich die letzten ca 15 Jahre nicht mehr erinnern, dass sich eine Konsole benötigt hätte, um irgendetwas zum laufen zu bekommen. Dabei habe ich ältere Laptops und einen aktuelle Desktop am laufen.
    Habe im dualboot windows 7 und windows 10 am laufen. Wieviel Zeit ich unproduktiv vor einem Windows gesessen habe, weil mal wieder ein Update sich installiert und wieder deinstalliert weil ein Fehler aufgetreten ist. Bei Linux kann ich einfach weiter arbeiten, während im Hintergrund ein Update, sogar des Kernels läuft. Drucken und Scannen im Netzwerk mit dem Canon Pixma MG5650, kein Problem. ein Homenetzwerk mit Fritzbox und daran angeschlossenen NAS-HD's, kein Problem. Zusammenarbeit mit meinen Kabelreceiver Humax Icord-Cable, kein Problem.

    Man sieht doch, wie die Anfragen in Windows-Foren nach oben gegangen ist, als der eine oder andere Windows-User versucht hat ein Cleaninstall von einem Windows 10 durch zu führen. Bei mir ist ein Opensuse mit großen Software-Paket schnellere auf einer Platte, und dass mit allen Updates, gegenüber der gleichen Menge Software + Windows 10 + Updates.

    Gruß

    Dirk
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  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    Und selbst wenn sich Linux mit nur 1 Mausklick installieren ließe - Microsoft hat das Problem schlauer gelöst: Windows ist auf neuen Computern vorinstalliert. Null klicks. Und das ist eine Lösung für die Masse (>90%), die nicht wissen was ein "clean install" ist, die sich nicht in Foren anmelden, sondern die den Computer einfach nur benutzen so lange er geht. Und wenn er nicht mehr geht (das kommt heute gar nicht mehr so häufig vor) und die Garantie abgelaufen ist, dann kaufen die sich einen neuen Computer. Einen Bluescreen bekomme ich auf dem Win7-Laptop meines Arbeitgebers seltener als 1x pro Jahr - und der funktioniert danach noch als wäre nichts passiert. Und unter Win10 soll die Situation noch besser sein.

    Nein, eine einfache Installation ist kein guter Grund, das Betriebssystem zu wechseln. Eine einfache Bedienung ist ein guter Grund.
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  7. #7
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    Zitat Zitat von ThorstenHirsch Beitrag anzeigen
    P.S.: Zum Glück hat er kein Laptop verwendet, sonst hätte er noch eine Tirade über die Suche und Installation von WLAN-Treiber schreiben können.

    Wie wahr. Mein neuer Laptop von HP ist nach Installation von Ubuntu ohne WLAN. Einen freien Treiber gibt es (RTL8723de), der geht aber wiederum nicht mit Kernel 4.16.

  8. #8
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    Einen freien Treiber gibt es (RTL8723de), der geht aber wiederum nicht mit Kernel 4.16.
    Ist zwar off topic, aber ich baue ein rpm für opensuse.
    Kannst du sagen, was da nicht funktioniert?

    Da ich auf der Seite nichts finde:
    https://github.com/lwfinger/rtlwifi_new

  9. #9
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    Der ließ sich schlicht nicht übersetzen. Timerfunktionen wurde wohl von 4.14 auf 4.15 geändert.

    https://forums.gentoo.org/viewtopic-...cfbc646563bc15

    Meine Lösung war dann, Ubuntu 18.04 durch Mint 18.3 zu ersetzen. Da habe ich dann diesen genommen: https://github.com/smlinux/rtl8723de

    Die Lösung funktioniert.

    Den von Lwfinger hatte ich unter 18.04 auch getestet. Den konnte ich übersetzen, aber der funktionierte nur sehr sporadisch.
    Geändert von stefan.becker (14.04.18 um 21:59 Uhr)

  10. #10
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    Fuer mich laesst sich der Bericht so zusammenfassen, entweder bist du offen und lernst, oder du arbeitest bei der CHIP und musst was schreiben, und Linux funzt nicht genauso wie Windows10, kam da gerade recht.
    Zwischen anonym sein wollen und seine Daten nicht verkaufen wollen, liegen zwei Welten. Wenn man sich einen kostenpflichtigen Dienst sucht, dann meist, weil man für diese Dienstleistung zahlt und nicht selbst das Produkt sein will.


  11. #11
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    Zitat Zitat von stefan.becker Beitrag anzeigen
    Wie wahr. Mein neuer Laptop von HP ist nach Installation von Ubuntu ohne WLAN. Einen freien Treiber gibt es (RTL8723de), der geht aber wiederum nicht mit Kernel 4.16.
    Du meinst so, als wolle man Windows7 auf einem Laptop installieren, der nur USB3 kann, also fast chan*cen*los?

    Zitat Zitat von ThorstenHirsch Beitrag anzeigen
    Und selbst wenn sich Linux mit nur 1 Mausklick installieren ließe - Microsoft hat das Problem schlauer gelöst: Windows ist auf neuen Computern vorinstalliert. Null klicks....
    Und das macht dann einmal 80 Euro für die OEM-Lizenz bitte. Um 80 Euro kann man sich u.U. auch jemanden leisten, der einem Linux installiert.

    Der Autor hat das grundlegende Problem eh selber erkannt! Er ist zu dumm für Linux.
    gruss sys;-)

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