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Thema: Wie Daten von "linux_raid_member" wiederherstellen

  1. #1
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    Wie Daten von "linux_raid_member" wiederherstellen

    Hallo zusammen,

    ich hatte mein DLink NAS mit alternativer Firmware (Alt-F) betrieben, weil die DLink nicht mit der Plattengröße meiner Platten umgehen konnte. Lief prima. Dummerweise habe ich ein Update von RCx auf 1.0 gemacht. Nun ist die Büchse gebrickt. Werd mir ein neues NAS kaufen ... nur ... wie krieg ich die Daten aus den alten Platten wieder raus. Ich hab zwar eine Sicherung, die ist aber ca. 3 Monate alt ... auf den Platten ist aber ja noch alles drauf ...

    Wollte erst mit Windows irgendwie auf das Ding zugreifen, weil ich mich in der Windows Welt weit besser auskenn. Der Ext2 File System Driver ... kommt aber aus China ... ahh ja, nein Danke! Ich hab aber auch eine Kiste mit so einem Mint drauf. Platte über USB angschlossen. Ein blkid zeigt mir das Ding auch irgendwie an. In der Zeile wird die Platte als TYPE="linux_raid_member" angezeigt.

    Ok, ich hab 2 Platten hätte also eine Freischuss. Aber ich hab schon gelesen, dass das nicht so normal oder einfach, oder was auch immer geht.

    Das Ziel ist also:

    Wie kann ich das Ding (gerne auch nur ReadOnly) in dem LinuxMint mounten, so dass dich dann die Daten auf eine SMB/CIFS Freigabe kopieren kann. Ich hoff, da kann ich irgendwie von Linux aus zugreifen ... auf jeden Fall will ich irgendwie in der Lage sein an die Daten, die da definitiv funktionsfähig drauf sind, ranzukommen. Das ist bestimmt möglich!

    Eine Alternative könnte auch sein, wenn jemand einen gangbaren Weg unter Windows kennt, wie ich auf die Platte lesend zugreifen könnte (idealerweise ohne Treiber aus China oder anderen kompatiblen Ländern).

    Danke und Gruß

    Nachtrag: Ach ja: Ist ein RAID 1 gewesen. Also keine Paritätsinformationen oder so was, was zu berücksichtigen wäre. Ich habe theoretisch 2 Platten, wo die Daten drauf sind! Wird interessant wie aufwändig das jetzt wirklich wird ...
    Geändert von wos (22.12.17 um 13:30 Uhr)

  2. #2
    Universaldilletant Avatar von fork
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    Die Daten mittels Windows zu bekommen wird Dir wenig Freude bereiten(Ich könnte das nicht).

    Am besten Du machst Das über das Linux Mint.

    Die Fragen wären:

    • Was für ein RAID-Level war denn das(0, 1, 5, oder 10(10 braucht min. 4 Platen))?
    • Wie viele Platten waren in diesem Verbund an der D-Link NAS?


    Du scheinst Glück zu haben: Das ist ein normales Linux-Software-RAID. Dieses RAID kann man an jedem aktuellen Linux wieder starten und auf die Daten zugreifen.

  3. #3
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    Hi, hatte meinen Nachtrag noch zu spät geschrieben. War ein RAID 1. Kann ich nicht "einfach" die eine Platte in Mint (hab ich) dranhängen (hängt schon) und dann auf die Daten zugreifen? Müsste doch möglich sein. Stell Dir vor ich würde an die Daten nicht mehr rankommen, weil von meinem RAID 1 nur eine Platte übrig ist ... das würde das Ganze ja ad absurdum führen ,)

    Aaber ... ich hätte sogar die 2. Platte noch, wenn es den nötig wäre. Allerdings finde ich es charmant, die noch unangetastet zu lassen. Wenn bei meinem ersten Versuch was schief geht, dann darf ich nochmal ...

  4. #4
    Universaldilletant Avatar von fork
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    Als erstes mal den richtigen Bezeichner der Platte herausfinden:

    Code:
    lsblk
    Wenn Deine Daten-Partition dann z. B. sdb1 heisst, wäre der Befehl zum starten des RAID:

    Code:
    mdadm --assemble --force /dev/md0 /dev/sdb1
    Danach solltest Du das Gerät /dev/md0 mounten können.

  5. #5
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    Perfekt. Du bist mein Held! Echt jetzt. Nachdem ich mdadm installiert hatte, gings genau wie beschrieben. Dann noch ein ...

    sudo mount /dev/md0 /mnt

    ... und unter /mnt wird mir nun auch /mnt/Daten angezeigt. Yeah ... Strike ... da wär das Zeug dann drinnen! Aber, beim Versuch da rein zu gucken, bekomm ich noch ein Permission denied. Welchen Finalen Zauberspruch muss ich denn jetzt noch auf die Bash loslassen?

  6. #6
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    Vergiss es ... hab mich noch entsonnen: SUDO macht einmal SU ... kurz Root ... dann wieder Depp. Mit SU ... klappts dann. Kann da jetzt rein gucken. Jetzt geh ich mal auf die Suche, wie ich das von da aus auf irgend eine Windows Freigabe kopieren könnt ... außer, einer mag sich noch erbarmen ,)

  7. #7
    Fieses Frettchen Avatar von DrunkenFreak
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    Häng die Freigabe einfach ein und dann mit cp kopieren:

    Code:
    mount -t cifs \\winpc\freigabe /media/freigabe

  8. #8
    Universaldilletant Avatar von fork
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    Du brauchst vermutlich das "cifs-utils" Paket. Anschliessend kannst Du eine Windows-Freigabe mounten...

    Code:
    mkdir /blabla
    mount -t cifs -o ip=1.2.3.4,username=blablub //SERVERNAME/Freigabename /blabla
    Edit: Nach ca. 3 Stunden auf die gleiche Minute die Antwort geschrieben

  9. #9
    Fieses Frettchen Avatar von DrunkenFreak
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    Und bei mir auch noch falsch.

    Unter Linux, wie bei dir richtig, immer noch //winpc/freigabe und nicht mit Backslashes.

  10. #10
    Universaldilletant Avatar von fork
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    Backslashes gehen auch. Aber die muss man zusätzlich halt nochmal quoten....

    Code:
    mount -t cifs \\\\winpc\\freigabe /media/freigabe
    Aber eigentlich will man das nicht

  11. #11
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    Also danke nochmal, hat bis gestern "eigentlich" gut ausgesehen. Ich hatte mir eine 2TB USB Platte geholt um nicht noch mit CIFS rummachen zu müssen. Die ist lt. Hersteller NTFS Formatiert. Mint zeigt die auch gleich an. Dachte mir, ok, kann scheinbar mit NTFS auch schreibend umgehen?! Ich konnte im Nemo (oder Nautilus ... oder wie es nun gerade heisst) auch Daten rüber kopieren, hab das erst mal mit einem kleinen Ordner versucht. Alles Prima, war sehr optimistisch.

    Dann hab ich das Kopieren meines /Daten Ordner mit ca 190.000 Dateien und 800GB im Dateimanager gestartet, weil ich hoffte, so nicht alle Feinheiten aller Schalter und Befehle rausMANen zu müssen. Also lieber Ordner "einfach" per GUI kopieren. Das schien auch prima zu funktionieren. Ein Dialog hat mir die Menge und Größe angezeigt, einen Fortschrittsbalken gabs auch. 10 Stunden bei ca. 20MB/s wollte es da brauchen. Ne halbe Stunde später hab ich nochmal geguckt. Kopiert noch, nur zwar 18MB/s aber ... läuft!

    In der Nacht hab ich dann nochmal geguckt und hab mich gewundert, warum er noch nicht weiter ist. Erst bei 560GB auch nur bei 10MB/s? Hmmm. 5 Stunden später, war er dann bei ca. 575GB ... man hat mittlerweile sehr, sehr lange warten müssen, bis man erkannt hat, dass da schon noch was passiert. "Eigentlich" noch alles läuft. Ich vermute aber, dass da irgendwas in dem Nemo/Nautilus Dateimanager nicht so sauber programmiert ist, so dass sich solche Warteeffekte aufbauen, wenn es um richtig viele Dateien geht. Das merkt man nicht, wenn man mal ein paar Tausend Dateien mit ein paar GB kopiert. Aber ich merk das schon. Auf jeden Fall wollte er in der früh noch länger kopieren als ganz am Anfang angezeigt. Da hätte ich bis zum St. Nimmerleinstag gewartet.

    Hab dann auch gegoogelt, dass ich mit meinem Problem da wohl nicht alleine bin. Auch wenn die teilweise ältere Szenarien beschrieben, war es genau der Effekt, den ich auch hatte. Also doch Konsole? Scheiter jetzt aber daran, wie man "einfach" (und ich meine das so) OrdnerA nach OrdnerB kopiert. Ginge wohl mit

    cp -r /bla/bla/* ... ahh ... da kopierts nicht alles mit
    cp -r /bla/bla/.* ... hier angeblich auch mit versteckten Dateien
    cp ... ... wieder was anderes

    Welches cp Kommando ist nun das richtige? Da schreibt einer, macht man ganz "einfach" mit rsync. Da werden aber wieder andere Schalter ... Mit und ohne Rechte. Rechte? Ist doch NTFS, da gibts doch keine Linux Rechte?! Also mit oder ohne dem Schalter...? Dann hatte ich noch das Problem, das ich die USB Festplatte nicht in der Konsole gefunden hab. Da war so ein /MEDIA/ME dort stand in grün irgendwas von Seagate. Klar, dass isses, aber da kommt man irgendwie nicht rein.

    Weihnachten ist fast durch, irgendwie hege ich ja schon noch die Hoffnung, meine Daten, die definitv auf der Platte drauf sind, noch dieses Jahr, oder sagen wir mal: In einer für menschliche Lebewesen vertretbaren Zeit, irgendwie (muss gar nicht mal mehr so einfach sein), aber wenigstens irgendwie ... kopieren kann. Mit dem cp wo ich nicht genau weiss, ob da jetzt alles oder nicht, oder "fast alles" ... oder mit dem rsync .... welchen Befehl mit welchen Optionen muss ich verwenden um so was hin zu bekommen. Bestimmt gibt es noch andere Befehle die "eigentlich" das gleiche können .... ich würde gern den einen kennen, der es schnell kann ... und halt macht.

    Also Ziel ist "alles" zu kopieren, incl. versteckt und sonstwas was irgendwie nicht unter "alles" fällt. Ich meine mit "Alles" auch wirklich "Alles". Gern in vertretbarer Zeit.

    Danke und Gruß

  12. #12
    kleine schwester von root Avatar von corresponder
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    formatier die 2tb platte in ext3
    dann nimm rsync zum sichern.

    gruss

    c.
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    www.audio4linux.de - musik machen mit offenen quellen!

  13. #13
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    Will die Platte nicht in ein EXT Format umformatieren. Die muss nachher wieder an ein Windows angehängt werden und dort will ich erst mal prüfen, ob ich Daten nach dem kopieren weiterhin öffnen kann. Das steht ja noch aus.

    Experimentier gerade mit dem cp Kommando rum. Das kopiert auch "irgendwas". Weiss nicht ob alles oder "fast alles". Was eigentlich noch blöder ist, es gibt keinerlei Ausgabe, so dass man nicht weiss, wie viel von wie viel jetzt kopiert wurde. Wenn wider Erwarten mein Problem von vorhin auch in dem cp drinnen steckt, wär das total dämlich, weil man ja gar nichts sieht. Es scheint auch keine Ausgabe von Dateien zu geben, damit man "einfach" erkennen könnte, wo das Ding grad ist. Falls der Verzeichnisbaum alphabetisch durchgegange würde, könnte man erkennen ob man eher bei a oder eher bei z ...

    Macht das rsync? Geht aber nicht mit dem NTFS? Gibts doch eine, wie auch immer geartete Ausgabe, bei cp?

  14. #14
    Universaldilletant Avatar von fork
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    Code:
    cp -auxv ...
    oder
    Code:
    rsync -av ...
    Ja. Da gibt's keine Statusausgabe. Es ist fertig, wenn es fertig ist.

    Mehr Informationen über die Befehle und die Optionen gibt Dir das Kommando man(wie manual):

    Code:
    man cp
    man rsync
    Und ja: NTFS schreiben ist um einiges langsamer, als die nativen Linuxdateisysteme.

    Nachtrag:
    Wenn Dein rsync neu genug ist(>= 3.1.0), sollte es eine Fortschrittsanzeige haben:

    Code:
    # Version anzeigen
    rsync -V
    
    rsync --info=progress2 -a ...
    Geändert von fork (26.12.17 um 10:29 Uhr)

  15. #15
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    Nachdem das mit dem cp nicht besser wurde, hab ich es abgebrochen und versuche es mit rsync. Ich weiss nicht ob es am Pfad liegt (siehe komische Backslashes), der wurde mir aber so durch Autovervollständigung vorgeschlagen und mit cp gings doch vorher. Muss das abtippen, hoffe ist alles richtig:

    rsync -av --progress /mnt/Daten /media/me/Seagate\ Expansion\ Drive/Backup

    Jetzt wird mir ein Fehler ausgegeben:

    rsync: getcwd(): No such file or directory (2)
    rsync error: errors selecting input/output files, dirs (code 3) at util.c(1056) [Receiver=3.1.1]

    Alles in Anführungsstriche bring auch nix. Wenn ich danach google, kommt alles möglich. Des darf doch net so schwer sein, so einen Ordner in dem Linux umzukopieren und eine minimale Rückinfo zu bekommen was grad passiert. Ich begreif das net. Sorry, aber nach der Odysee kommen die ersten destruktiven Gedanken durch, hehe. Net falsch verstehen:

    Mir geht Microsoft sooo auf den Sack, echt jetzt! Schließlich zahlt man für den MS Dreck ja Geld. Bin Admin in der Winzigweich Welt und hab da auch ein paar Berührungspunkte mit Linux. Aber bei solchen Dingen merk ich immer, warum ich es die letzten Jahre nicht geschafft habe, mir den finalen Ruck in Richtung Linux zu geben. Da fehlt mir irgendwie (mittlerweile?) die Leidensfähigkeit, bin wohl schon zu alt, hab keinen Bock mehr mich ewig da durch zu wursteln, will auch mal Feierabend haben. Dabei sieht das Mint echt nett aus. Ok ... Mint kann jetzt auch nix dafür ... aber wer mich verstehen will, nicht nur schwarz/weiss sieht, versteht mich.

    Allen anderen ohne solche dämlichen Probleme an Weihnachten, wünsch ich erholsame Tage ,). Ich such mir jetzt mal nen Kälberstrick, Brücke is umme Ecke, hehe.

    ps: Ich werds irgendwann 2020 sicher mit Linux doch ausprobieren (falls ich die Daten jemals bis dahin retten kann *lach*), wenn der Support für W7 rum ist. Aber so Dinge schrecken mich einfach ab ... und das gerade wo ich die letzten Dämlichkeiten doch grad verdrängt und vergessen hatte.

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