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Thema: Backups mit dd (IMG) ständig defekt

  1. #1
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    Question Backups mit dd (IMG) ständig defekt

    Hallo alle miteinander!

    Ich bin neu hier im Forum und muss auch gleich dazu sagen, als Linux-Anwender auch.

    Ich brauche eure Hilfe bei einem Problem wo ich bislang trotz intensiver Suche keine Lösung gefunden habe.

    Folgendes: Ich betreibe einen Raspberry Pi mit einer externen mSATA – also ohne SD-Card. Neben der ‚boot‘-Partition (sda1) habe ich noch die Systempartition (sda2) und eine Partition für Backups (sda3). Auf dem RasPi läuft Pimatic (eine Smarthome-Software) und Pi hole. Die Backuppartition ist unter /media/sicherung gemountet.

    Von der Systempartition möchte ich regelmäßig Backups durchführen. Dazu beende ich den Pimatic-Service und starte das Backup mit:
    Code:
    sudo dd if=/dev/sda2 of=/media/sicherung/backup.img bs=1M
    Das läuft dann ohne Fehlermeldung durch und ich habe die backup.img mit knapp 4 GB unter /media/sicherung. Soweit so gut. Wenn ich den Raspberry Pi erst vor kurzer Zeit gestartet habe, kann ich dieses Image auch mit folgendem Befehl mounten:
    Code:
    sudo mount /media/sicherung/backup.img /media/backup
    Wenn der Raspberry jedoch schon ein paar Stunden gelaufen ist und ich die Sicherung erstelle (wieder ohne Fehlermeldung), dann bekomme anschließend beim Einhängen der backup.img eine Fehlermeldung:
    Code:
    mount: /dev/loop0: can't read superblock
    Versuche ich es noch einmal bekomme ich eine andere Fehlermeldung:
    Code:
    mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/loop0,
           missing codepage or helper program, or other error
    
           In some cases useful info is found in syslog - try
           dmesg | tail or so.
    Auch wenn ich es mit
    Code:
    sudo mount -o loop /media/sicherung/backup.img /media/backup
    versuche ändert das nichts.

    Ich habe den Raspberry Pi dann mal von einer SD-Card gestartet und die SSD auf Fehler überprüft. Da ist alles OK. Ich habe zuerst die Backup-Partition als FAT32 formatiert gehabt und es dann mit ext4 versucht – keine Änderung.

    Ich stehe an! Warum ist das Image beschädigt? Was kann ich noch versuchen? Welche praktischen Alternativen gibt es um automatisch (per cron) Backups zu erstellen?

  2. #2
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    '/dev/sda2' ist während des gesamten Vorganges readonly?
    Wenn NEIN, ist die Vorgehensweise eine schechte Idee, weil sich, während Du z.B. den Anfang des Images schon geschrieben hast, sich dort noch etwas ändern kann, womit im schlimmsten Fall das ganze Ding inkonsistent wird.

    Gruß, FM_81
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    (Du musst bis Frühjahr warten, da kommt Hochwasser, dann reimt es sich von selbst!)

  3. #3
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    Wie kann man die Systempartition vorübergehend auf readonly beschränken? Geht das überhaupt?

    Ich bin eigentlich nur diversen Anleitungen aus dem Netz gefolgt, und alle beschreiben den Backupvorgang für einen Raspberry Pi genau so. Nur das ich in meinem Fall keine SD-Cart sondern eine USB-SSD verwende und die Sicherungsdatei nicht auf ein Netzlaufwerk oder USB-Stick schreibe, sondern in eine eigene Partition.

  4. #4
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    Zitat Zitat von WaJoWi Beitrag anzeigen
    Wie kann man die Systempartition vorübergehend auf readonly beschränken? Geht das überhaupt?
    Vielfach wird (auch wieder im Web) einfach ein
    Code:
    mount -o remount,ro /
    empfohlen. Ich bin mir aber relativ sicher, dass das nicht so einfach funktionieren wird, weil viele Dienste ständig was schreiben wollen!? Deren Ziele werden kaum alle in einer RAMDISK landen. (zumindest so lange es keiner speziell fest legt)
    Stichworte "Raspbian read only", aber auch da wirst Du viele nicht mehr gültige Anleitungen finden, seit mit Stretch auf SYSTEMD umgestellt wurde; gehen soll es angeblich trotzdem, nur eben anders ...
    Das Du Raspbian als System nutzt, nehme ich einfach mal an, aber das ist Glaskugel-Geschichte ...

    Alternativen:
    - es gibt Scripte die auf Dateibasis statt auf Imagebasis arbeiten (Stichwort RSYNC oder TAR oder was auch immer)
    - Karte raus ziehen, Image erstellen

    Gruß, FM_81
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  5. #5
    Universaldilletant Avatar von fork
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    Ein einfaches readonly-mounten wird mit Sicherheit dazu führen, dass viele Dienste auf dem System Probleme bekommen werden.

    Ich habe noch nie ein System per Image im laufenden Betrieb gesichert, immer nur via Rescueboot.

    Das Projekt Relax-and-Recover(http://relax-and-recover.org/) hat sich aufgemacht um genau das zu ermöglichen: Eine volle Datensicherung Komplettwiederherstellung auf einem leeren Rechner aus dem laufenden Betrieb heraus.

  6. #6
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    Erstmal danke für die Antworten.

    Mir ist schon klar, dass es besser ist ein Backup von einem Laufwerk zu machen das nicht eingehängt ist. Das zu automatisieren ist das aber nicht so einfach (zumindest für mich). Und ja, bei mir läuft Raspbian. Aber eben nicht auf einer SD sondern einer externen SSD.

    Was mich nur wundert: das Backup gelingt nach dem Start des Raspberry obwohl ich da auch schon alle Dienste gestartet habe. Wie beschrieben wurde nur pimatic beendet. Nach einigen Stunden gelingt das nicht mehr. Zwar wird das Backup ohne Fehlermeldung erstellt, kann dann aber nicht gemountet werden.

    Wenn ich FM_81 richtig verstehe wäre es besser einfach alle Ordner und Dateien zu kopieren. Daran habe ich auch schon gedacht. Nur wie mache ich das am praktikabelsten? Einfach in einen Ordner auf der Backup-Partition? Muss ich dabei etwas beachten damit ich die Dateien einfach nur wieder zurückkopieren brauche um wieder den Ursprungszustand zu erreichen?

  7. #7
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    Hier hat sich z.B. schon jemand richtig Mühe gegeben:https://www.linux-tips-and-tricks.de...kups-of-itself
    Nur als Beispiel ...

    Gruß, FM_81
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  8. #8
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    Ja, die Seite hatte ich schon im Visier. Allerdings sieht mir das auf den ersten Blick doch kompliziert aus. Die Standard-Lösung mit dd ist doch so einfach. Aber ich werde mir das Projekt mal in einer ruhigen Stunde zu Gemüte führen.

    Ich hätte halt gerne verstanden weshalb das beschriebene Phänomen auftritt...

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