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Thema: File Hierarchy Standard

  1. #1
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    Question File Hierarchy Standard

    Ich finde widersprüchliche Angaben über den Filesystem Hierarchy Standard (FHS). Die Frage, welche Verzeichnisse mindestens zur Wurzelpartition gehören müssen, beantwortet zum Beispiel die "Debian GNU/Linux – Installationsanleitung" so:

    Die Root-Partition / muss immer physikalisch die Verzeichnisse /etc, /bin, /sbin, /lib und /dev enthalten, sonst können Sie nicht booten. Typischerweise werden 250–350MB für die Root-Partition benötigt.
    Anderswo lese ich etc, bin, sbin, lib, dev und sys müßten laut FHS in einer Partition mit dem Wurzelverzeichnis liegen.

    Schließlich habe ich die Tage selber im Filesystem Hierarchy Standard gelesen. Darin konnte ich so gut wie keine Festlegung entdecken, welche Verzeichnisse unbedingt in der Wurzelpartition liegen sollten.

    Wo haben die das nur alles her und was stimmt?
    Geändert von HansD (23.06.17 um 12:32 Uhr)

  2. #2
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    Zitat Zitat von HansD Beitrag anzeigen
    Ich finde widersprüchliche Angaben über den Filesystem Hierarchy Standard (FHS). Die Frage, welche Verzeichnisse mindestens zur Wurzelpartition gehören müssen, beantwortet zum Beispiel die "Debian GNU/Linux – Installationsanleitung" so:



    Anderswo lese ich etc, bin, sbin, lib, dev und sys und müßten laut FHS in einer Partition mit dem Wurzelverzeichnis liegen.

    Schließlich habe ich die Tage selber im Filesystem Hierarchy Standard gelesen. Darin konnte ich so gut wie keine Festlegung entdecken, welche Verzeichnisse unbedingt in der Wurzelpartition liegen sollten.

    Wo haben die das nur alles her und was stimmt?
    Ich seh in dem Zitat aber nichts zum Thema FHS, nur zum Thema boot.........

  3. #3
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    Zitat Zitat von Sauerland1 Beitrag anzeigen
    Ich seh in dem Zitat aber nichts zum Thema FHS, nur zum Thema boot.........
    Ok, so weit richtig.

  4. #4
    Elefantenversteher Avatar von florian0285
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    Warum suchst du nicht an der Quelle?

    http://refspecs.linuxfoundation.org/...fhs/index.html

    Der FHS ist kein muss, wie du schon bemerkt hast reichen für ein funktionierendes, bootbares Minimal-System weniger Verzeichnisse oder auch garkeins bis auf root "/".

    Da es keine Verpflichtungen zum FHS gibt kann eine Distribution o. ä. auf Verzeichnisse verzichten oder abwandeln. Bestes Beispiel wäre hier Android.

    Die üblichen Distributionen sind aber darum bemüht den Standard einzuhalten.
    Matthäus 7:3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

  5. #5
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    Zitat Zitat von HansD Beitrag anzeigen
    Darin konnte ich so gut wie keine Festlegung entdecken, welche Verzeichnisse unbedingt in der Wurzelpartition liegen sollten.
    http://refspecs.linuxfoundation.org/...s/ch03s02.html

    wenn Du mit "so gut wie keine" diese Seite meinst - reicht doch.
    Ich bin root - ich darf das.

  6. #6
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    Danke, Marce. Die Frage, auf die ich eine Antwort suche, ist, welche Verzeichnisse laut FHS "unbedingt" in der Partition des Wurzelverzeichnisses liegen müssen.
    Geändert von HansD (20.06.17 um 06:48 Uhr)

  7. #7
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    Geht nicht exakt das aus dem Dokument hervor?
    Ich bin root - ich darf das.

  8. #8
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    Zitat Zitat von marce Beitrag anzeigen
    Geht nicht exakt das aus dem Dokument hervor?
    Ich habe nicht den Eindruck.

    In Abschnitt 3.2, "Requirements [of The Root Filesystem]", auf den Du verwiesen hast:
    The following directories, or symbolic links to directories, are required in /.

    Directory Description
    bin Essential command binaries
    boot Static files of the boot loader
    dev Device files
    etc Host-specific system configuration
    lib Essential shared libraries and kernel modules
    media Mount point for removable media
    mnt Mount point for mounting a filesystem temporarily
    opt Add-on application software packages
    run Data relevant to running processes
    sbin Essential system binaries
    srv Data for services provided by this system
    tmp Temporary files
    usr Secondary hierarchy
    var Variable data
    Schon in Abschnitt 3.1 desselben Dokuments jedoch:

    The contents of the root filesystem must be adequate to boot, restore, recover, and/or repair the system.

    • To boot a system, enough software and data must be present on the root partition to mount other filesystems. This includes utilities, configuration, boot loader information, and other essential start-up data. /usr, /opt, and /var are designed such that they may be located on other partitions or filesystems.
    • To enable recovery and/or repair of a system, those utilities needed by an experienced maintainer to diagnose and reconstruct a damaged system must be present on the root filesystem.
    • To restore a system, those utilities needed to restore from system backups (on floppy, tape, etc.) must be present on the root filesystem.
    Nun wirst Du sagen, nimm die Liste aus dem ersten Zitat und entferne daraus die drei im zweiten Zitat genannten Verzeichnisse /usr, /opt und /var. So würde ich jedenfalls erst einmal denken, nur finde ich anderswo -- offline -- eine noch kürzere Aufzählung. Herr Guttenberg würde die vielleicht einfach abschreiben, ich aber habe in der Primärquelle und nach erstrangigen Referenzen gesucht. Bisher konnte ich das für mich noch nicht klären.

    Beste Grüße
    HansD
    Geändert von HansD (20.06.17 um 07:30 Uhr)

  9. #9
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    Du musst 2 Dinge unterscheiden:
    * Welche Verzeichnisse gehören nach / (nach FHS)
    * Welche Verzeichnisse braucht das System zum booten
    * Wo darf der Content der Verzeichnisse liegen

    /usr z.B. - es "muss" ("vereinfacht" auch nur als Mountpoint-Verzeichniss) auf / vorhanden sein, darf aber z.B. gerne von einem anderen Datenträger kommen per mount.
    /sbin muss mit Inhalt auf / liegen - wobei /sbin ggf. auch auch ein Symlink auf /wasweißich/sbin sein darf.

    Es muss aber sowohl /usr als auch /sbin auf / vorhanden sein.

    Damit ist obiges Dokument eigentlich ausreichend und vollständig.
    Ich bin root - ich darf das.

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