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Thema: Fertig-NAS oder Eigenbau?

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Fertig-NAS oder Eigenbau?

    Guten Abend,

    ich plane derzeit meinen Raspberry Pi ein wenig zu entlasten und Aufgaben wie Apache-Server, als auch mein FRITZ!NAS gegen ein ordentliches System zu wechseln...
    Entsprechend stehe ich nun vor der Entscheidung zwischen 2. PC oder einem Fertig-NAS. Allgemein würde ich das gerne unter 100€ (die Festplatten lassen wir mal außen vor) machen.

    Nun ist die Frage, was davon "empfehlenswerter" wäre... Zwar sollte es software-seitig nicht das Problem sein z.B. ein Debian zu installieren und dort dann via Owncloud auch NAS-Funktionen nachzurüsten... Nur soll das System auch entsprechend kompakt sein und einem kleinen Stromverbrauch wie ein NAS haben...

    Auch habe ich Bedenken zu Fertig-NAS-Systemen und deren "Paket-Zentren" und Updates. Allgemein würde ich ein freies OS bevorzugen, wo ich mich via SSH auch mal als Root aufschalten kann und installieren kann was ich will und mich nicht auf die "Pakete" beschränken, welche es dort gibt.

    Das System soll ersteinmal mit einer Festplatte anfangen, ich möchte aber zumindest 2 Platten installieren können, ein RAID werde ich eher weniger verwenden, jedoch ein geteiltes Kontigent, eine Platte für Benutzer, die andere für Medien und auch für den Upload der Kamera.

  2. #2
    Tux´s best friend Avatar von hmarburg
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    Hallo Kazuto,

    ich habe mich seiner Zeit für ein Fertig-NAS entschieden, da diese Geräte von der Hardware-Ausrüstung für die Aufgabe optimiert sind (so jedenfalls meine Annahme).
    Bei mir läuft eine Synology Diskstation 713+ 2-Bay NAS.
    Als Betriebssystem werkelt ein Linux auf dem System. Die vom Hersteller bereitgestellten Software-Pakete sind sehr umfangreich. Synology bietet auch einen DynDNS zur Verfügung und es gibt auch Android-Apps um von extern auf das System via Internet zugreifen zu können.
    Der Zugriff via ssh und als root ist kein Problem und als Linuxer findest du dich ziemlich schnell zurecht. Fragen werden dir aber auch in einem sehr aktiven und umfangreichen deutschsprachigen Forum beantwortet.
    Was deine Preisvorstellung angeht gibt es bei Synology auch Geräte, die zu deinem Geldbeutel passen. BS und Software-Pakete sind weitestgehend gleich.

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
    Gruß Holger
    ---------------------------------
    Tuxedo BX1503, openSuSE Leap 42.2, CanoScan LIDE220, Epson WF-3010, Logitech Z10-Boxen, , Synology DS713+

  3. #3
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    Und dann gibt es noch den Mittelweg, http://www.freenas.org/
    gruss sys;-)

  4. #4
    Universaldilletant Avatar von fork
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    FreeNAS ist jetzt aber anforderungstechnisch ziehmlich weit oben angesiedelt.

    @Kazuto: Na das Fritz!NAS kennst Du ja jetzt schon. Ich hatte jahrelang einen MiniServer mit externer USB-Platte. Das hat mir vollauf gereicht. Die erhältlichen Fertig-NAS-Systeme haben schon etwas mehr Power als so'n Fritz!/OpenWRT/...-Router.

    Sonstige Argumente für ein FertigNAS sind:

    • Fertige Anwendungen stehen bereit. Das Leistungsspektrum ist da durchaus ansehnlich.
    • Je nach FertigNAS kannst Du da einfach auch ein Linux draufbügeln, falls Du Dir mehr Flexibilität wünscht(Eine Debianinstallation ist von Synology direkt vorgesehen).
    • Bei einem NAS sind die Festplatten halt mal grundsätzlich via SATA angeschlossen und nicht via USB.


    Aber Deine Frage ist ja weniger: Vollwertiges NAS <-> Router-NAS sondern eher Vollwertiges NAS <-> PC. Vielleicht ist eher ein Mini-Server, das was Du möchtest. Da gibt's gerade einen anderen Thread, in dem gerade wieder aktuelle Modelle besprochen werden: Thread zum Thema Server.

    Ist halt wie immer die Frage, was Du mit dem Klotz anfangen willst. Evtl. kannst Du Deinen Raspi auch einfach in Rente schicken und was grösseres hinstellen. Die Raspis der neueren Generation haben ja auch AFAIK ordentlich CPU Power für so einiges. Auch SATA-Erweiterungsplatinen scheint es zu geben. Damit kann man einen sehr stromsparenden Server mit 1 Festplatte betreiben aber ich würde das als schon sehr bastellig einschätzen.

    Vielleicht ist das ja was für Dich:
    https://www.heise.de/newsticker/meld...e-3123639.html

  5. #5
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    Digitus (DN-7024 - fertiges Gerät in der "100 Euro Klasse") hat mich ziemlich enttäuscht, läuft zwar alles, aber ziemlich langsam.
    Gruß nopes
    (,,,)---(^.^)---(,,,) /var/log/messages | grep cat

  6. #6
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    Beim RASPI krankt das aber an der zu geringen Netzwerk Performance. Und wenn die etwas besser wäre als 100 MBit, dann krankt es am USB2.

    Sprich: Ungeeignet für so was.

  7. #7
    Elefantenversteher Avatar von florian0285
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    Netzwerk hängt beim Pi auch noch am USB-Bus.

    Ich würde das Budget auf 300-500€ (wenn alles neu) hoch schrauben und Eigenbau wählen. uHu ist alles misst.

    Hängt aber stark von der "Religion" ab. Manche sind mit fertig NAS'es uHu als 0 8 15 Fileserver zufrieden. Da du aber mehrere Dienste darauf auslagern willst (was noch anwachsen kann) empfehle ich etwas mehr Geld auszugeben.
    Matthäus 7:3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von drcux
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    HP ProLiant MicroServer Gen8

    Günstig, Leistungsfähig und du kannst installieren, was du möchtest. Hier werkelt seit Jahren ein HP N54L....

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    @drcux: Nutzt Du ZFS auf Deinem ProLiant? Reichen die 4GB RAM und der Celeron des Einstiegsmodells oder muss es ein bisschen mehr sein?
    ¡Nuestro amigo... el Computador!

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von drcux
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    Zitat Zitat von ThorstenHirsch Beitrag anzeigen
    @drcux: Nutzt Du ZFS auf Deinem ProLiant?
    Nein, ich nutzer nur EXT4, eine kleine SSD für das System und zwei 2TB-Platten, eine als reines BackupLW, einfaches rsync jede Nacht.

    Reichen die 4GB RAM
    Ja, hier laufen Webserver, Samba, NFS, FTP, DLNA, Mail (IMAP), DHCP, DNS, SQL etc. ohne den Speicher wirklich voll auszulasten. OK, für VM ist es zu wenig...

    und der Celeron des Einstiegsmodells oder muss es ein bisschen mehr sein?
    Ich habe diesen Prozessor: AMD Turion(tm) II Neo N54L Dual-Core Processor
    Deutlich langsamer als der Celeron, aber langweilt sich meißtens. GBit-Netz kann ich auch damit voll auszeizen.

    Fazit: Ich würde mir sofort wieder so eine kleine Kiste kaufen, rennt jetzt seit 2013 immer zuverlässig. Auch drei gleichzeitige HDAufnahmen von Linuxreceivern im Netz bringen ihn nicht ins schwitzen...
    Geändert von drcux (26.02.17 um 12:26 Uhr)

  11. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    Hört sich gut an. Bislang hatte ich noch keinen Bedarf an einem schnellen NAS, da hier alles nur per WLAN verbunden war. Aber ich renoviere gerade, hab' dann 1GBit (oder sogar 10GBit) in der ganzen Wohnung. Dann würde ich auch gerne ein anständiges NAS hinstellen. Okay, nach so viel Lob wird's ein ProLiant-Server, Haken dran.

    Beim Budget bin ich mir noch nicht ganz sicher. Wenn ich mit 400 Euro hinkommen will, werden's wohl 3x 2TB Platten. Da ich ZFS für die Krönung der (Dateisystem-) Schöpfung halte, stellst sich für mich eben noch die Frage: ZFS auf Linux, Nexenta oder FreeBSD? Speziell das Snapshot-Feature von ZFS ist IMHO der absolute Knaller um (unbeabsichtigt) gelöschte Dateien, die ebenfalls auf dem NAS gelöscht wurden, auch nach vielen Monaten noch zurückholen zu können ohne komplette Sicherungen vom NAS anlegen zu müssen. Und ich denke in jedem Fall werde ich 8GB statt 4GB RAM nehmen, da ZFS möglichst viel RAM will, egal unter welchem Betriebssystem.
    ¡Nuestro amigo... el Computador!

  12. #12
    Premium Mitglied Avatar von spychodelics
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    @ThorstenHirsch

    https://www.hardwareluxx.de/communit...er-963207.html

    Ich wollte die 4 HDD Slots für ein Softwareraid + 1 OS Platte (SSD) benutzen. Wenn AHCI eingeschaltet ist dann lässt sich nicht vom 5. SATA Port Booten, dafür muss ein Workaround (siehe Link) gemacht werden. Ansonsten ist der Server voll und ganz zu empfehlen.

    Letztendlich habe ich doch ein wenig mehr Geld ausgegeben und mir eine Synology gekauft und den Microserver abgegeben. Heute hätte ich den Microserver gerne wieder :-(.

  13. #13
    Universaldilletant Avatar von fork
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    Da ich ZFS für die Krönung der (Dateisystem-) Schöpfung halte, stellst sich für mich eben noch die Frage: ZFS auf Linux, Nexenta oder FreeBSD?
    Also zur Stabilität von ZFS unter Debian kann ich nur sagen: TOP! Rennt seit 2-3 Jahren. In den ersten 6 Monaten gab es mal einen Bug, der dafür gesorgt hat, dass sich da was aufgefängt hat und der Server neu gestartet werden musste. Seit dem nix mehr. Was anderes ausser Debian(FreeBSD,Nexenta,OpenSolaris) wäre mir zu anstrengend. Ob es in Sachen Geschwindigkeit auch so der Renner ist: Ich habe es nicht getestet. Backupserver läuft.

    Und ich denke in jedem Fall werde ich 8GB statt 4GB RAM nehmen, da ZFS möglichst viel RAM will, egal unter welchem Betriebssystem.
    Nachdem was ich so gelesen hatte, war ich auch sehr überrascht und lieber vorsichtigt und habe meinen grossen Backupserver lieber mal mit etwas mehr RAM ausgestattet(64 GB). In vielen Forendiskussionen wird das aber auch als allgemeines Gerücht abgetan, dass so viel Speicher unbedingt notwendig ist, wie das in manchen Dokumentationen beschrieben wird und dass es auch mit viel weniger läuft. Meiner persönlichen Einschätzung würde 8 GB für einen kleinen Server mit ZFS schon ausreichen, wobei auch noch genug für die Anwendungen übrig bleibt.

    Wenn's um Snapshots geht: Das kann btrfs auch. Von dort kenne ich keine solche Resourcen-Diskussionen wie von ZFS. Wenn man von den experimentellen Features von btrfs die Finger lässt(z. B. Ich meine btrfs-Raid5 gehört dazu noch, hier lieber Standard-Linux-SW-Raid wenn benötigt), dann soll das ebenso zuverlässig sein wie jedes andere ausgereifte FS.

  14. #14
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    Zitat Zitat von fork Beitrag anzeigen
    Aber Deine Frage ist ja weniger: Vollwertiges NAS <-> Router-NAS sondern eher Vollwertiges NAS <-> PC. Vielleicht ist eher ein Mini-Server, das was Du möchtest. Da gibt's gerade einen anderen Thread, in dem gerade wieder aktuelle Modelle besprochen werden: Thread zum Thema Server.

    Ist halt wie immer die Frage, was Du mit dem Klotz anfangen willst. Evtl. kannst Du Deinen Raspi auch einfach in Rente schicken und was grösseres hinstellen. Die Raspis der neueren Generation haben ja auch AFAIK ordentlich CPU Power für so einiges. Auch SATA-Erweiterungsplatinen scheint es zu geben. Damit kann man einen sehr stromsparenden Server mit 1 Festplatte betreiben aber ich würde das als schon sehr bastellig einschätzen.

    Vielleicht ist das ja was für Dich:
    https://www.heise.de/newsticker/meld...e-3123639.html
    Ich habe in den letzten Tagen noch einmal darüber nachgedacht und bin auch eher zum Entschluss gekommen mir einen Mini-Server zu kaufen, eben falls ich mal mehr damit machen will. Mal einen Spieleserver (Minecraft oder auch TF2) mal auf die Hardware auslagern wäre nicht schlecht, sowie ggf. ein bis zwei VMs, welche ich gelegentlich mal verwende, die kann ich dann vom PC auf das System auslagern. Die Frage ist nun, ob ich mir das selbst zusammenstecke oder mir halt 'nen Gerät fertig kaufe, wie schon von drcux genannt einen HP ProLiant MicroServer Gen8 oder HP N54L... Gerade bei den teilen ist schonwieder so viel Stuff dabei, was ich eigentlich nicht brauche (CD-Laufwerk, Front-USB, etc.) wo ich das Gefühl habe, dass wenn ich die Innerreien einzeln kaufe und mir in irgendeinem Gehäuse zusammenkloppe ich schonmal 40€ rausgehauen habe... Zudem soll es auch ein wenig Bastelei sein...

    Natürlich sollte der Stromverbrauch sich in Grenzen halten, weswegen ich auch keinen ausgemusterten Rechner verwenden will. Wichtig sollte dann aber sein, dass man Komponenten tauschen kann, sodass man halt z.B. RAM aufrüsten kann oder den CPU wechseln kann, sofern dieser es nicht mehr tut...

    Zitat Zitat von florian0285 Beitrag anzeigen
    Ich würde das Budget auf 300-500€ (wenn alles neu) hoch schrauben und Eigenbau wählen. uHu ist alles misst.

    Hängt aber stark von der "Religion" ab. Manche sind mit fertig NAS'es uHu als 0 8 15 Fileserver zufrieden. Da du aber mehrere Dienste darauf auslagern willst (was noch anwachsen kann) empfehle ich etwas mehr Geld auszugeben.
    Ja, uHu wird es wohl nicht werden, die Frage ist nun aber, ob ich wirklich 300€ dafür ausgeben muss... Besonders wenn ich solche "Fertig-Server" wie den ProLiant MicroServer Gen8 schon für ca. 200€ bekomme.

  15. #15
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    ... in den 200€ von HP sind aber keine Platten drin. Und ein NAS ohne Festplatten macht wenig bis gar keinen Spaß.

    Ob man so ein Gerät wie einen MicroServer selbst billiger zusammen bekommt würde ich bezweifeln - solange Du nicht schon Gehäuse und Netzteil z.B, noch irgendwas reyclebares eh' rumliegen hast. Front-USB kannst Du Dich ansonsten nicht wirklich dagegen wehren (wobei manche das Ding ja auch für's OS nutzen und sich so noch ein wenig mehr Plattenplatz für's NAS "erschummeln") und ok, CD-Rom - da machts beim Eigenbau einfach die Masse vs. Endhändler, was die Kosten angeht - beim Eigenbau sparst Du ggf. 20€, fertig-PC mit oder ohne macht dann im Endeffekt 10€ aus (oder noch weniger...)
    Ich bin root - ich darf das.

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