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Thema: Die Katze ist aus dem Sack: Rot Schwarz in München wirft LiMux raus

  1. #31
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    wobei so Dinge wie Win vs. Linux in einer Verwaltung eigentlich so rein gar nichts mit Demokratie zu tun haben sollten - sondern einfache fachliche Entscheidungen anhand von Anforderungsprofilen und daraus resultierenden Kosten sind.

    ... das macht eigentlich die Fachabteilung selbst und ohne "Hilfe aus der Presse".

    ... wenn man aber halt man einen Teil davon zu einer Marketing-Aktion macht, dann war es das meist mit der rein fachbezogenenen Entscheidungslage.


    --- <persönliche Meinung> ---
    so leid es mir für OpenSource tut und so sehr ich die Nutzung von OpenSource befürworte - aber wie das LiMux-Projekt gelaufen ist war leider von Anfang an abzusehen. Und aktuell sind solche Migrationen in dem Umfang leider immer noch zum Scheidern verurteilt. Und auch nicht sinnvoll, zumindest wenn sie auf die Art gemacht werden, wie das bei LiMux durchgezogen wurde.
    --- </persönliche Meinung> ---
    Ich bin root - ich darf das.

  2. #32
    Newbie and practicing Avatar von Newbie314
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    Linux gg. MS wäre wie du schriebst eine Fachentscheidung, ähnlich wie Unimog gegen Traktor und Anderes. Allerdings müssen die damit verbundenen Kosten und Einsparungen durch den Stadtrat, und an der Stelle sehe ich beim Ende des Limux Projekts massive Defizite. Wenn der Stadtrat nicht die relevanten Informationen zeitnah erhält ist die Demokratie zugunsten von Kungelei ausgehebelt.

    Wenn die Rolle zurück zu MS so eindeutig günstiger wäre dürfte es eigentlich nicht schwer sein dies transparent darzustellen. Ob OSS Groupware konkurrenzfähig ist kann ich aus meiner Warte nicht beurteilen, das schließe ich nicht aus. Ich erinnere mich nur wie subversiv wir bei meinem Arbeitgeber vorgehen mussten um OSS für bestimmte Anwendungen reinzuschmuggeln und wie massiv und irrational die Management Vorbehalte gegen OSS über Jahre waren. Das grenzt schon manchmal an Gehirnwäsche.
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  3. #33
    Elefantenversteher Avatar von florian0285
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    So Geheim ist das auch nicht, wenn die Stellenausschreibungen das verraten.
    Wenn jeder Misst immer durch den Stadtrat müsste wären die heute immernoch in der LiMux Planung. Mit der Entscheidung IT@M eigenständig mit einem Häuptling aus der Politik zu bestücken ist der Stadrat künfigt garnicht mehr involviert. So wurde oder wird das noch entschieden. Macht auch Sinn, weil das nichts mit Demokratie zu tun hat.
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  4. #34
    Registrierter Benutzer Avatar von Schreibtroll
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    Mit Demokratie oder Diktatur hat das nun wirklich nix zu tun. Eher mit Töffeligkeit.

    Ist zwar ein netter Versuch aber er war doch eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt oder?

    Wenn ich zwingend SAP und einiges andere in dieser Spasslage benötige, dann ist die Migration auf LiMux doch von vornherein zum Scheitern verurteilt wenn man keine Wege findet, die SAP-DB etc. iwie in Linuchs zu nutzen.

    Ich habe hier selber noch Dualboot. Gib mir zwei mir fehlende Proggis und ich kann gänzlich rüber. Win in VM wäre für die noch was, wenn die Bürorechner nicht so schwachbrüstig wären...
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  5. #35
    Newbie and practicing Avatar von Newbie314
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    Ich kenne mich mit den Anforderungen nicht aus, hier laufen die beiden "chronischen Windows Programme" in einer VM unter Win 7

    In Schwäbisch Hall gibts irgendwie keine Probleme,
    http://www.schwaebischhall.de/buerge...aus/linux.html

    Jetzt kann man sagen dass Schwäbisch - Hall im Vergleich zu München ein Dorf ist, bei Turin wäre das nicht ganz so:
    https://www.heise.de/newsticker/meld...m-2391613.html


    Ich habe auch nie begriffen warum "jeder und sein Bruder" sich mit den diversen Versionen und kastrierten vorinstallierten Versionen von MS Office rumärgert statt LibreOffice zu verwenden.

    Dass eine Stadtverwaltung nach mehreren Jahren von Open Source auf MS Exchange umsteigt kann ich mir noch vorstellen, aber warum migriert man von Libreoffice zurück auf MS Office ? Wo soll da der Sinn liegen ?

    Alles etwas seltsam, vor allem die Argumente warum das unbedingt nötig sei.
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  6. #36
    Registrierter Benutzer Avatar von Schreibtroll
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    ...aber warum migriert man von Libreoffice zurück auf MS Office ? Wo soll da der Sinn liegen ?
    Kann ich Dir sagen. Ich durfte mich letztes Jahr mit Office 2013 ärgern. Und alle Dokumente von dort waren hier dann zerrissen - Durchschuss, verbaselte Formatierungen etc. Hätt kotzen können aber hilft ja nix. Ich denke da mal an Formbriefe, Textbausteine etc.

    Ausserdem spielt da garantiert auch Outlook mit hinein. Und ganz obendrauf bekommen die sicher nen fetten Sonderpreis im Gegensatz zu unsereiner.
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  7. #37
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    Zitat Zitat von Schreibtroll Beitrag anzeigen
    Wenn ich zwingend SAP und einiges andere in dieser Spasslage benötige, dann ist die Migration auf LiMux doch von vornherein zum Scheitern verurteilt wenn man keine Wege findet, die SAP-DB etc. iwie in Linuchs zu nutzen.
    Das SAP Backend und die SAP DB in Linux zu nutzen ist kein Problem. SLES ist zumindest hier zertifiziert. Da kann man dann auch mit Windows als Client darauf zugreifen. Ein Zugriff unter Linux ist zumindest bei Java Only Systemen kein Problem, das läuft dann über den Webbrowser. Zu ABAP Systemen kann ich nichts zu sagen. Wie das bei den neueren SAP HANA aussieht weiß leider auch nicht. Falls hier jemand mehr Infos hat, darf er das gerne hier posten.
    Geändert von karl-heinz-lnx (01.10.17 um 19:25 Uhr)

  8. #38
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    Hm, gibt's hier nicht einen riesigen LiMux-Thread, in dem fast all das, was aktuell hier an Fragen autaucht schon man "versucht wurde" zu beantworten?
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  9. #39
    Newbie and practicing Avatar von Newbie314
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    Die Spekulationen hier zeigen exakt das was ich kritisiere:
    Da wird in intransparenten Verfahren über Unmengen an Steuergeldern entschieden. Durch die Intransparenz gibt es noch einen weiteren Nachteil, sollte eine Stadt über einen Umstieg auf OSS nachdenken haben die Entscheider enorme Schwierigkeiten herauszufinden warum der Umstieg in Schwäbisch Hall und Turin funktionierte und warum Neapel, München und das Auswärtige Amt wieder zu MS zurückkehrten.
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  10. #40
    Elefantenversteher Avatar von florian0285
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    Zitat Zitat von Newbie314 Beitrag anzeigen
    Durch die Intransparenz gibt es noch einen weiteren Nachteil,
    So wie du deine Hosen im Netz nicht herunterlassen möchtest, gibt es Unternehmen, die Wert darauf legen Angebote "geheim" zu halten.
    Das ist nicht ohne Grund rechtlich geregelt

    https://dejure.org/gesetze/VgV/5.html
    (1) 1Sofern in dieser Verordnung oder anderen Rechtsvorschriften nichts anderes bestimmt ist, darf der öffentliche Auftraggeber keine von den Unternehmen übermittelten und von diesen als vertraulich gekennzeichneten Informationen weitergeben. 2Dazu gehören insbesondere Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse und die vertraulichen Aspekte der Angebote einschließlich ihrer Anlagen.
    Soll die Stadt denn deiner Meinung nach jetzt gegen geltendes Recht verstoßen?

    Zitat Zitat von Newbie314
    sollte eine Stadt über einen Umstieg auf OSS nachdenken haben die Entscheider enorme Schwierigkeiten herauszufinden warum der Umstieg in Schwäbisch Hall und Turin funktionierte und warum Neapel, München und das Auswärtige Amt wieder zu MS zurückkehrten.
    Es gibt eine ganz einfache Methode innerhalb von Behörden. Dort anrufen und fragen. Innerhalb Deutschlands stellt das meiner Erfahrung nach kein Problem dar. Grundsätzlich ist durch die allgemeine Amtsverschwiegenheit eh jeder dazu verpflichtet sowas nicht auszuplaudern. Bei ausländischen Behördern hat das nach Legitimation von Identität und Vorhaben auch immer funktioniert zumindest entscheidungsfördernde Informationen zu bekommen.

    Mit SAP habe ich die bescheidende Erfahrung gemacht, dass die für Geld alles machen. Wenn ein Linux-Client gewünscht wäre und finanziert werden würde, dann wäre das wohl kein Problem. Allerdings funktionierte alles aus meiner SAP Schublade immer aus dem Browser heraus.

    Warum die Masse nicht auf LibreOffice umstellt verstehe ich auch nicht, aber als "Einzelner" im MS-Office Dschungel ist das nicht gerade produktiv. Wollmux soll zwar toll sein, PDF auch, aber wenn das ständige hin und her konvertieren keine nahezu 0% Fehlerquote aufweist und automatisiert funktioniert ist das ein Umstand und keine Lösung.

    Alles etwas seltsam, vor allem die Argumente warum das unbedingt nötig sei.
    Dazu wollte eine SPDerin aus dem Stadtrat einen umfassenden Bericht schreiben.

    http://anne-huebner.de/2017/03/limux...inux-gemeinde/ (hier weiter unten in den Kommentaren zu finden)

    https://twitter.com/AnnieMuc/status/832292599167860736
    https://twitter.com/AnnieMuc/status/852830428914262018
    uvm.

    Der Bericht fehlt bis heute, also man kann die Dame über unterschiedliche Kanäle (Mail, Facebook, Twitter, Telefon, persönlich) belästigen.
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  11. #41
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  12. #42
    Elefantenversteher Avatar von florian0285
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    Wär ja lustig, wenn München nach der Rückmigration erneut Probleme mit dem Dokumentenaustausch bekommt. Sollte das ein Trend werden...
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  13. #43
    Registrierter Benutzer Avatar von Schreibtroll
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    Danke @corresponder. Dann wären wir auch "drann".

    @florian - wird wenn Du mein Post meinst. Office 2013 und 2016 wird da garantiert Probleme bereiten.

    Ein großer Kritikpunkt bei LiMux war ja auch die Updatepolitik. Wenn man sowas kreiert, dann muss auch das geregelt sein - da haben die wohl total gepennt. Leider wurde bei der Diskussion zu diesem Punkt aber völlig vergessen, wie "schwachmatisch" etliche Behörden zum Beispiel die Win-Updates ausrollen. Womit wir wahrscheinlich wieder bei dem Punkt "Personalverfügbarkeit" wären - IT kostet und ist per se unproduktiv. Also am besten nur 1 Männeken der dann alles und das möglichst noch sofort und vorgestern erledigen soll. Mit derart viel Manpower macht so eine Migration bzw. ein OS-Wechsel natürlich enorm viel Spass...

    Ich hatte mal bei Lexware angefragt (beruflich). Keine Absicht, es auf *.deb etc. zu migrieren. Somit war Debian/Ubuntu komplett erledigt. OpenOffice haben wir aber verwendet und auf Office verzichtet. Macros gingen da nicht - brauchten wir auch nicht. Die Features von Outlook brauchten wir nicht - Thunderbird war mehr, als ausreichend.
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  14. #44
    Elefantenversteher Avatar von florian0285
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    Zitat Zitat von Schreibtroll Beitrag anzeigen
    @florian - wird wenn Du mein Post meinst. Office 2013 und 2016 wird da garantiert Probleme bereiten.
    Nein eigentlich meinte ich den von corresponder. Wenn MUC wieder bei Office gelandet ist und der Rest der Welt auf FOSS migriert, wäre das ein Grund den OB zu paddeln.

    Wenn ich das richtig verstanden habe existieren dort noch Fachanwendungen auf Office 2003 Basis. Das Chaos von 2003 auf 2010 mit ettlichen selbst gebastelten "VBA - Excel - Access" Fachanwendungen hab ich auch schon durch. Das heißt "20 Jahre migrieren" oder gleich neu machen. Wenn die das im BigBang umsetzen heißt das Stillstand. Wenn die kein Desaster wollen, dann bleibt denen so oder so keine Alternative als den ursprünglichen Plan, plattformunabhängig zu werden, weiter fort zu führen. Das nativ installierte Office sollte dann eigentlich in den Hintergrund rücken.

    Ich hatte mal bei Lexware angefragt (beruflich). Keine Absicht, es auf *.deb etc. zu migrieren. Somit war Debian/Ubuntu komplett erledigt. OpenOffice haben wir aber verwendet und auf Office verzichtet. Macros gingen da nicht - brauchten wir auch nicht. Die Features von Outlook brauchten wir nicht - Thunderbird war mehr, als ausreichend.
    Bei mir hätte sich Lexware zu 90% erledigt.
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