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Thema: Partitionen für Ubuntu LTS 16.04. Server festlegen

  1. #1
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    Question Partitionen für Ubuntu LTS 16.04. Server festlegen

    Hallo Zusammen,
    ich stehe gerade davor einen neuen Server einzurichten und bin verwirrt wie ich die Partitionen einteilen soll. Installiert werden soll Ubuntu 16.04.1 LTS Server. Eine 750GB (WD RED) HDD steht zur verfügung.

    Beim aktuellen System habe ich das so partitioniert
    boot: 512 MiB
    /: ~690 GiB
    SWAP: ~4GiB (soviel wie RAM)

    Boot war mir aber immer zu klein, musste gefühlt alle Nase lang alte Kernel löschen. Was spricht dagegen boot in paar GB zu geben?
    root war mir immer zu groß. Ich hatte nur ein paar Programme installiert und sonst nichts auf der OS-HDD. Also 100 GB für root und den rest für Sicherungen habe ich gedacht!?
    Und benötigt man noch überhaupt SWAP? Das neue System hat 16GB, also wie viel SWAP?

    Danke euch schon mal

  2. #2
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    Was spricht dagegen, "alle Nase lang" alte Kernel löschen? Üblicherweise braucht man den aktuellen zu booten und einen Recovery- oder Backup-Kernel, falls beim Update mal was schief gelaufen ist. Wenn Du den Platz aber hast spricht nichts dagegen, /boot ein wenig größer zu machen. 1GB reicht da aber locker.

    wie viel Platz Du für / einplanst hängt ein wenig davon ab, was denn auf der Kiste laufen soll - bei Server fällt ja die grafische Oberfläche weg und die Dienste an sich brauche nicht viel. Mit 50GB bist Du üblicherweise mehr als gut versorgt.

    Swap - kommt wieder auf die Dienste an. Gundlegend kannst Du darauf verzichenten - manche Systeme laufen aber geschmeidiger, wenn man ihnen ein bisserl was an swap zugesteht. Kannst Du aber auch über ein File machen anstatt dafür eine Partition zu verbraten. Dann bist Du ggf. in der Größe auch flexibler.

    Ggf. könnte man überlegen, Logs- und Datenhaltung zu trennen.
    Ich bin root - ich darf das.

  3. #3
    Elefantenversteher Avatar von florian0285
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    Root "/" hat bei mir ~30GB belegt und ich habs sehr sehr sehr stark "vermüllt"
    /boot hat ~500MB davon ~180MB belegt da sind 4 Kernel mit initramfs und dem rescue-Kernel installiert.
    Es gibt bestimmte Gründe warum man SWAP brauchen kann und es dann mindestens so groß bzw. nen Schwung größer sein sollte als man RAM hat. Zwecks suspend-to-disk usw. Ich glaube das ging nicht mit nem File?
    Wenn du den Schnick Schnack nicht brauchst und nur PowerOn/Off benötigst ist das natürlich egal
    Matthäus 7:3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

  4. #4
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    Thumbs up

    Zitat Zitat von marce Beitrag anzeigen
    Was spricht dagegen, "alle Nase lang" alte Kernel löschen? [...] 1GB reicht da aber locker.
    Ich sehe gerade das mein aktueller Server wirklich nur 100M hatte, und 4 Kernel Versionen sind schnell geladen
    Ich musste bisher einfach alle paar Monate die selben Zeilen einhaken, nur damit die alten Kernel entfernt wurden, damit der wieder ein Update machen konnte. Denn Sinn das man dies manuell machen muss und nicht automatisch nur die letzte Kernel Version behalten wird verschlisst sich mir, aber mit 1G sollte ich dann wohl wirklich gut fahren.

    Zitat Zitat von marce Beitrag anzeigen
    [...]Kannst Du aber auch über ein File machen anstatt dafür eine Partition zu verbraten. [...]
    Danke, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Das macht es natürlich schön flexibel.
    Und in den Energiespar-Modus kommt der Server nie ... der soll laufen, und laufen, und laufen, ...

    Zitat Zitat von florian0285 Beitrag anzeigen
    Root "/" hat bei mir ~30GB belegt und ich habs sehr sehr sehr stark "vermüllt"
    Ich sehe gerade das mein alter Server auch nur 17G für / belegt. Der ist noch Xubuntu und läuft seit 4 Jahren (non-stop).
    Dann mache ich mal 50GB ... man weiß ja nie.

    Zitat Zitat von marce Beitrag anzeigen
    Ggf. könnte man überlegen, Logs- und Datenhaltung zu trennen.
    Genau, der den Rest mache ich in /var und /log


    Vielen Dank euch

  5. #5
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    Das liegt daran, dass es ziemlich doof wäre den alten Kernel zu deinstallieren, zum einen läuft der ja noch, zum anderen könnte der neue ja auch nicht starten, schon sinnvoll, den alten zu halten (erstmal). Der Befehl tut genau das (entfernt bzw. deinstalliert unter anderem ältere Kernels), muss manuell ausgeführt werden (und "gebootet" sollte vorher auch geworden sein):
    Code:
    sudo apt-get --purge autoremove
    Geändert von nopes (10.02.17 um 15:01 Uhr)
    Gruß nopes
    (,,,)---(^.^)---(,,,) /var/log/messages | grep cat

  6. #6
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    Wenn ein neuer Kernel installiert wird, wird dieser dann nicht gleich (ohne Neustart) ausgeführt?

  7. #7
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    Ab Kernel 4.0 würde das technisch gehen, AFAIK ist das aber bei keiner Distri bisher per default implementiert.

    Sprich - Kernel-Update erfordern üblicherweise immer noch einen Reboot.
    Geändert von marce (10.02.17 um 19:27 Uhr)
    Ich bin root - ich darf das.

  8. #8
    Elefantenversteher Avatar von florian0285
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    Zitat Zitat von Crys Beitrag anzeigen
    Ich sehe gerade das mein aktueller Server wirklich nur 100M hatte, und 4 Kernel Versionen sind schnell geladen
    Ich musste bisher einfach alle paar Monate die selben Zeilen einhaken, nur damit die alten Kernel entfernt wurden, damit der wieder ein Update machen konnte. Denn Sinn das man dies manuell machen muss und nicht automatisch nur die letzte Kernel Version behalten wird verschlisst sich mir, aber mit 1G sollte ich dann wohl wirklich gut fahren.
    Dafür gäbe es für Ubuntu (und ggf. auch auf andere Debian/DPKG basierte Distri's anwendbar) das Script "purge-old-kernels"

    http://manpages.ubuntu.com/manpages/...kernels.1.html

    Das ganze kannst du in Cron eintragen und der alte Ramsch wird regelmäßig entfernt. Denk daran als "Keep-Value" mindestens 2 einzutragen.

    Vielleicht solltest du dich vorher noch schlau machen welche Probleme das "automatisiert" mit sich bringen könnte. Bei Fedora/CentOS/RH kann ich nur sagen, dass ähnliche Funktionalität in yum/dnf noch nie Probleme gemacht haben. Wenn du selbst gebackene Kernel nutzt solltest du da nur ein Auge drauf haben, sonst sind die ggf. weg.
    Matthäus 7:3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

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