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Thema: Drucker unter Linux: Tipps&Links

  1. #1
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    Drucker unter Linux: Tipps&Links

    1) CUPS

    2) Treiber

    3) PDF Drucker

    4) Fax-Lösungen

    5) Universelle Druckerauswahl

    6) CUPS im Netzwerk

    7) Füllstand anzeigen


    13.05.06: Erstellt
    20.05.06: Lexmark-Links ergänzt
    25.05.06: Brother Treiber
    06.01.07: Links kontrolliert & Aktualisiert
    31.12.07: 7) Füllstand anzeigen, Kyocera
    17.02.08: Mozilla/kprint, Links kontrolliert & aktualisiert
    25.10.08: Gutenprint ersetzt gimpprint
    15.03.09: Links kontrolliert & Aktualisiert, cups-pdf Abschnitt überarbeitet
    15.12.09: Links aktualisiert, kdeprint entfernt, libcapifax
    Geändert von stefan.becker (15.12.09 um 15:49 Uhr)

  2. #2
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    1) Cups

    Allgemeines

    Das Common Unix Printing System ist inzwischen die Standarddruckerlösung unter Linux.

    CUPS ist ein Serverdienst. Es realisiert den neuen Standard IPP (Internet Printing Protocol).

    CUPS ermöglicht nicht nur das Drucken am Linux-PC, sondern bietet Druckdienste im gesamten Netzwerk an.

    Die folgende FAQ beschreibt, was CUPS genau ist und leistet:

    http://www.cups.org/documentation.php/overview.html

    Homepage: http://www.cups.org/

    Howto hier aus dem Forum: http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=32189&


    Verwaltung

    CUPS bietet ein Webfrontend zur Verwaltung. Einfach im Browser der Wahl die URL http://localhost:631/ eingeben, als root anmelden.

    Man erhält eine Übersicht über alle Drucker, kann Drucker hinzufügen/löschen/ändern, Druckjobs stoppen etc.

    Falls es Probleme bei der Root-Anmeldung geben sollte, muss man u. U. ein eigenes Cups-Passwort vergeben:

    Code:
    lppasswd -g sys -a root
    (Hinweis von kreol)
    Geändert von stefan.becker (15.12.09 um 15:49 Uhr)

  3. #3
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    2) Treiber

    Nicht für alle Druckermodelle sind bei einer Linux-Distribution Treiber enthalten. Folgende Drucker werden von CUPS direkt unterstützt.

    http://www.cups.org/ppd.php

    Natürlich können auch andere Drucker eingebunden werden, dazu folgende Links:


    HP-Drucker

    HP bietet eine sehr gute Linuxunterstützung und entwickelt eigenständige Treiber.

    Homepage:http://hplipopensource.com/hplip-web/index.html

    Die früheren Projekte HPIJS und Officejet sind jetzt hierdrin aufgegangen.


    Canon-Drucker

    Canon bietet auf einem FTP-Server für einige Drucker eigene Treiber an:

    ftp://download.canon.jp/pub/driver/bj/linux/
    http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=153090


    Samsung-Drucker

    http://support.samsung.de/support/su...down_main.aspx


    Lexmark-Drucker

    Für einige Druckermodell bietet auch Lexmark Linixtreiber an.

    www.lexmark.de

    Außerdem bietet Lexmark mit dem Linux Driver Kit eine weitere Treiberbibliothek. Hierzu unter www.lexmark.com auf "Drivers&Downloads" und dann auf "Linux Driver Kit" gehen (Hinweis von jaus).

    Für Suse gibt es eine Sammlung von Lexmark Treibern: http://packman.links2linux.de/package/lexmark-drivers


    Brother-Drucker

    http://solutions.brother.com/linux/s...r_drivers.html


    Epson-Drucker

    http://www.avasys.jp/lx-bin2/linux_e/spc/DL1.do


    Kyocera-Drucker

    http://www.kyoceramita.de/index/prod....PRINT.DE.html


    Gutenprint

    Im Rahmen des Gimp-Projektes entstand die Lösung "gimp-print", die ebenfalls einige Treiber bietet. Inzwischen wurde das Projekt in "Gutenprint" umbenannt.

    Homepage: http://gutenprint.sourceforge.net/


    Turboprint

    Turboprint ist eine herstellerunabhängige Treiberlösung. Hauptsächlich werden Canon, Epson und HP-Drucker unterstützt.

    Die Turboprint-Treiber haben eine sehr gute Qualität. Es werden Funktionen wie z. B. Düsenreinigung angeboten, die sonst kaum unter Linux zur Verfügung stehen.

    Homepage: http://www.turboprint.de/

    Unterstützte Drucker: http://www.turboprint.de/printers.html

    Hinweis: Der Kaufpreis berechtigt zum Download von Updates für ein 1/2 Jahr. Die zuletzt heruntergeladene Version ist natürlich unbefristet nutzbar.


    Postscript und PCL

    Postscript und PCL (von HP) sind Standarddruckersprachen. Viele Drucker anderer Hersteller unterstützen diese beiden Sprachen. Man sollte daher einfach mal im Handbuch nachsehen, ob der Drucker die Sprache unterstützt und wie das eingeschaltet wird. Folgende Standardtreiber bieten sich ansonsten an:

    Postscript: Generic Postscript, Apple Laserwriter
    PCL: HP-Laserjet


    Kein Treiber gefunden?

    Ist man nicht fündig geworden, gibt folgende Seite häufig Tipps:

    http://www.linuxprinting.org/printer_list.cgi
    Geändert von stefan.becker (30.07.10 um 16:07 Uhr)

  4. #4
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    3) PDF Drucker

    CUPS-PDF

    CUPS-PDF integriert einen PDF Drucker, über den aus jeder Linux Anwendung in eine PDF Datei gedruckt werden kann.

    Bei der Installation wird automatisch ein Drucker "CUPS-PDF" eingerichtet. Die Dokumente landen im Verzeichnis "/var/spool/cups-pdf/username". Dieser Pfad kann in der Datei "/etc/cups/cups-pdf.conf" geändert werden, so dass sie z. B. unter "~/pdf" landen:
    Code:
    Out ${HOME}/pdf
    Siehe auch: http://www.linuxforen.de/forums/show...1&postcount=10

    Homepage: http://www.cups-pdf.de/

    Für Suse finden sich im Buildservice fertige Pakete (http://software.opensuse.org/search, Suche nach "cups-pdf").


    KDE-Print

    Mit dem KDE-Druckbefehl kprinter (bis KDE 3.x) lassen sich aus jeder KDE-Anwendung heraus problemlos PDF-Dokumente erstellen. KDE4 Anwendungen nutzen den QT-Druckdialog und haben damit ebenfalls einen PDF-Export.


    PDF-Drucker in CUPS manuell einrichten

    Mit Bordmitteln lässt sich kostenfrei ein PDF-Drucker einrichten, der von jedem Client aus im Netzwerk benutzt werden kann. Damit hat man den Acrobat Destiller sozusagen kostenfrei.

    1) Script zum Konvertieren Postscript->PDF:

    Code:
    #!/bin/sh
    # Convert PostScript to PDF.
    umask 002
    OPTIONS=""
    while true
    do
    case "$1" in
    -*) OPTIONS="$OPTIONS $1" ;;
    *) break ;;
    esac
    shift
    done
    
    if [ $# -lt 1 -o $# -gt 2 ]; then
    echo "Usage: `basename $0` [options...] input.ps [output.pdf]" 1>&2
    exit 1
    fi
    
    infile=$1;
    
    if [ $# -eq 1 ]
    then
    outfile=$1
    else
    outfile=$2
    fi
    
    # Doing an initial 'save' helps keep fonts from being flushed between pages.
    exec gs -q -dNOPAUSE -dBATCH -sDEVICE=pdfwrite \
    -sOutputFile=$outfile $OPTIONS -c save pop -f $infile
    exec chmod a+r $outfile
    Dieses Script als Datei "/usr/lib/cups/pdf/ps2pdf.cups" speichern (Verzeichnis vorher anlegen) und ausfühbar machen (chmod 755 /usr/lib/cups/pdf/ps2pdf.cups).

    2) PDF-Backend

    Code:
    #!/bin/sh
    #
    umask 002
    PDFBIN=/usr/lib/cups/pdf/ps2pdf.cups
    FILENAME=
    # filename of the PDF File
    PRINTTIME=`date +%Y-%m-%d_%H.%M.%S`
    # no argument, prints available URIs
    if [ $# -eq 0 ]; then
    if [ ! -x "$PDFBIN" ]; then
    exit 0
    fi
    echo "direct pdf \"Unknown\" \"PDF Creator\""
    exit 0
    fi
    # case of wrong number of arguments
    if [ $# -ne 5 -a $# -ne 6 ]; then
    echo "Usage: pdf job-id user title copies options [file]"
    exit 1
    fi
    # get PDF directory from device URI, and check write status
    PDFDIR=${DEVICE_URI#pdf:}
    if [ ! -d "$PDFDIR" -o ! -w "$PDFDIR" ]; then
    echo "ERROR: directory $PDFDIR not writable"
    exit 1
    fi
    # generate output filename
    OUTPUTFILENAME=
    if [ "$3" = "" ]; then
    OUTPUTFILENAME="$PDFDIR/unknown.pdf"
    else
    if [ "$2" != "" ]; then
    OUTPUTFILENAME="$PDFDIR/$2-$PRINTTIME.pdf"
    else
    OUTPUTFILENAME="$PDFDIR/$PRINTTIME.pdf"
    fi
    echo "PDF file: $OUTPUTFILENAME placed in: $PDFDIR" >> $LOGFILE
    fi
    # run ghostscript
    if [ $# -eq 6 ]; then
    $PDFBIN $6 $OUTPUTFILENAME >& /dev/null
    else
    $PDFBIN - $OUTPUTFILENAME >& /dev/null
    fi
    
    exit 0
    Diese Datei als "/usr/lib/cups/backend/pdf" speichern und ausführbar machen.

    3) Druckerdefinition "distiller.ppd" installieren

    Die Datei "distiller.ppd" downloaden und nach "/usr/share/cups/model" kopieren.

    http://www.prepress.ch/d/pdf/web/ppd.html

    Alternativ in Google nach "distiller.ppd" suchen.

    4) PDF Drucker anlegen

    Code:
    lpadmin -p PDF -v pdf:/tmp -E -P /usr/share/cups/model/distiller.ppd
    Dieser Befehl legt einen Drucker mit dem Namen "PDF" an. Die erzeugten PDF-Dateien werden dann im Verzeichnis "/tmp" angelegt.

    Der Drucker kann natürlich auch mit dem CUPS-Webfrontend (siehe oben) angelegt werden.

    5) CUPS neu starten

    Erst nach dem Neustart steht der PDF Drucker zur Verfügung:

    Code:
    /etc/rc.d/init.d/cups restart
    Quelle: http://www.linuxquestions.org/linux/...e_in_Slackware
    Geändert von stefan.becker (15.12.09 um 16:22 Uhr)

  5. #5
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    4) Fax-Lösungen

    EFAX-GTK (Modem)

    Fax-Programm mit GTK/Gnome-Interface. EFAX-GTK ist ein Frontend für EFAX.

    Im README wird beschrieben, wie man eine CUPS-Faxqueue einrichtet: http://efax-gtk.sourceforge.net/README

    Homepage: http://efax-gtk.sourceforge.net/

    EFAX: http://www.cce.com/efax/


    libcapifax (ISDN)

    In der libcapifax ist ein Script zum Einrichten eines CUPS-Fax-Druckers enthalten. Einrichtung siehe README.

    http://www.tabos.org/ffgtk/download.php

    (Tipp von drcrux)


    Hylafax

    Hylafax ist die Standard-Server-Fax-Lösung unter Linux.

    Homepage: http://hylafax.sourceforge.net/
    Geändert von stefan.becker (15.12.09 um 15:37 Uhr)

  6. #6
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    5) Universelle Druckerauswahl

    KDE-Print (nur bis KDE 3.x)

    In KDE steht der universelle Druckbefehl "kprinter" zur Verfügung, der zum KDE-Standardumfang gehört. Er bietet unter anderem:

    - Die Cups-Drucker
    - Faxen per EFAX
    - PDF
    - Datei
    - Mail

    Der Druckbefehl kann auch in nicht-KDE-Anwendungen verwendet werden, sofern ein Druckbefehl im Programm eingegeben werden kann. Als Druckbefehl wählt man dann:

    Code:
    kprinter --stdin
    Homepage: http://printing.kde.org/


    GTKLP

    GTKLP ist ein GTK/Gnome-Frontend für CUPS. Es bietet eine Auswahl aller CUPS-Drucker, je Drucker können alle Einstellungen von CUPS und auch druckerspezifische Einstellungen vorgenommen werden.

    Homepage: http://gtklp.sourceforge.net/


    Druckbefehle in Anwendungen einbinden

    Mozilla, Firefox, Thunderbird&Co.: http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=205050
    Geändert von stefan.becker (15.12.09 um 16:24 Uhr)

  7. #7
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    6) CUPS im Netzwerk

    CUPS als Serverdienst realisiert einen Printserver im Netzwerk. Jeder Client im Netz kann die Drucker des CUPS-Servers nutzen.


    Howtos zu CUPS und Samba

    http://gertranssmb3.berlios.de/outpu...html#id2564439
    http://www.linuxprinting.org/kpfeifl...1th-draft.html


    über Samba freigegebene Drucker im Windows Client

    Im Normalfall muss man nur einen Netzwerkdrucker einrichten, die per Samba freigegebenen Drucker sollten beim Durchsuchen des Netzwerks automatisch gefunden werden.

    Falls die obige Methode mit der Auswahl des Netzdruckers nicht geht, folgende Methode testen:

    - lokalen Drucker mit Treiber passenden Typs installieren, Anschluss "lpt1:"
    - Kommandozeile öffnen
    - Befehl eingeben
    Code:
    net use lpt1 \\192.168.1.1\usblp0 /PERSISTENT:YES
    "192.168.1.1" ist zu ersetzen mit der IP-Adresse des Linuxservers, "usblp0" mit dem Druckernamen.

    Durch den net use-Befehl wird die lokale lpt1-Schnittstelle des Gastes auf den Netzdrucker umgelenkt.


    Windows Client: Netzwerkdrucker über IPP

    Falls Cups am Host installiert ist, kann man darüber den Drucker auch ohne Samba nutzen. Dazu wird das sogenannte Internet Printing Protocol (IPP) verwendet.

    Windows 2000/XP:

    - Drucker hinzufügen
    - Netzwerkdrucker auswählen
    - Verbinden mit URL auswählen
    - Treiber für passendes Modell installieren

    Als URL muss z. B. eingegeben werden:

    Code:
    http://192.168.1.1:631/printers/usblp0
    "192.168.1.1" ist zu ersetzen mit der IP-Adresse des Linuxservers, "usblp0" mit dem Druckernamen.

    Bei neueren Windows Versionen ist IPP standardmäßig vorhanden. Bei älteren Versionen (z. B. Windows 9x/ME) lässt es sich nachrüsten:

    http://tig.csail.mit.edu/printing/windows/win9x.html


    Kein Druckertreiber für Client vorhanden

    Gibt es für das Betriebssystems des Clients keinen speziellen Druckertreiber für den Netzwerkdrucker (Bsp: kein Treiber für Win95 Client), hilft hier die Postscriptfähigkeit von CUPS. Druckdaten in Form von Postscript verarbeitet CUPS problemlos.

    Lösung in diesem Fall: Man verwendet am Client einfach einen Treiber für ein Druckermodell, das Postscript versteht. In solchen Fällen nehme ich für Windows Clients immer den Treiber für einen Apple Laserwriter.
    Geändert von stefan.becker (17.02.08 um 17:19 Uhr)

  8. #8
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    7) Füllstand anzeigen

    Hier sind folgende Lösungen bekannt:

    - HP-Drucker: Für HP-Drucker geht das über die HPLIP-Toolbox
    => http://hplipopensource.com/hplip-web/index.html

    - Turboprint: Für viele Drucker im Programm "xtpconfig" unter Werkzeuge/Tintenstand
    => www.turboprint.de

    - libinklevel: GPL Lösung für viele Drucker (http://libinklevel.sourceforge.net/#supported)
    => http://libinklevel.sourceforge.net/ (Bibliothek)
    => http://libinklevel.sourceforge.net/#installation (GUIs)
    Geändert von stefan.becker (15.03.09 um 16:49 Uhr)

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