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Thema: FAQ: Vor-/Nachteile + Eigenheiten bekannter Linux Distributionen

  1. #1
    derbe pro
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    Lightbulb FAQ: Vor-/Nachteile + Eigenheiten bekannter Linux Distributionen

    Diese Auflistung versucht, einen schnellen Überblick über Vor- und Nachteile sowie Eigenheiten bekannter Distributionen zu geben. Damit soll sie vor allem Linux-Neulingen eine einfache Orientierungshilfe sein, zur richtigen Distribution für ihre Ansprüche zu finden.

    Welche Distribution nun einem am besten gefällt, kann man jedoch nur durch ausprobieren rausfinden. Es ist auch gar nicht so schwer. Nun zur Auflistung [STAND: 30.05.04]



    Debian Linux: (3.0r2)
    -> 100% freie Software, beliebteste "Open Source Verfechter" Distribution
    -> 3 Versionen verfügbar:
    -> woody (stable, Fokus auf Production/Server Systeme)
    + sehr sicheres System dank regelmäßiger fixer Security updates / + kaum je bugs
    - teilweise hoffnungslos veraltetete Programmversionen, nix für Leute die an einem aktuellen Desktop interessiert sind!
    -> sarge (testing):
    + versucht die goldene Mitte zwischen Stabilität und Aktualität zu halten
    - keine automatischen Sicherheitsupdates, im Vergleich zu manch anderer Distribution immer noch veraltet
    -> sid ("unstable", Fokus auf Aktualität und häufige Updates):
    + sehr aktuell und dabei ähnlich stabil wie andere "state of the art" Distributionen
    - manchmal spielt man doch Tester
    --------- Alle Versionen: ---------
    + sehr gutes Paketmanagement:
    Paketformat .deb (nicht so verbreitet wie .rpm, aber eigentlich fast alles gibts auch für Debian), apt-get für automatisches runterladen, installieren von Paketen und deren Dependencies, einfaches runterladen + kompilieren mit Source-Paketen, neben Konsolenprogrammen gute Oberflächen verfügbar
    + pfuscht so gut wie gar nicht am Standard rum
    + man kann ein relativ schlankes und schnelles System installieren ohne dass wichtiges fehlt
    + nützliche Hilfen wie "modconf" Skripte und zum Kernel installieren
    - die Installation ist kompliziert und absolut einsteigerfeindlich
    - Heftige Probleme mit apt können enstehen bei Versionsmischmasch



    *NEU* Fedora Core (Redhat)
    +Sehr gute Paketverwaltung dank rpm + yum. Updates können komfortabel per console oder GUI eingestepielt werden. Automatische Updates sind über das einschalten eines services leicht zu realisieren
    +100% freie Software
    + basierend auf RedHat (Init, Scripte etc.) daher läuft "RedHat certified Software" ohne Probleme
    +Gnome und KDE brauchbar vorkonfiguriert und haben ein einheitliches default-theme für konsistenten Desktop look
    +Leichte Installation
    +Nicht zu verspielt in der Standardeinstellung
    -Keine schlanken WMs dabei, nur KDE/GNOME
    -Für Einsteiger IMHO nicht so gut vorkonfiguriert wie Mandrake
    -Kein zentrales Kontrollzentrum, jedoch ein paar gute Config-Tools.
    +/- reine Desktop Distribution, da es an umfangreicher Server Software fehlt
    Zu RedHat (Fedora ist davon die "Community Version" fürs Volk):
    + Rpm Paketverwaltung von RedHat "erfunden"
    durch die grosse Verbreitung im nordamerikanischen Raum:
    + zertifizierte kommerzielle Software meist verfügbar
    + binäre Treiber meist für RedHat Systeme verfügbar
    + alles im Quellcode verfügbar (Installer ......)
    - mit Fedora Unterteilung in Server, Desktop
    - teilweise "Eigenheiten", wie Serversoftware fehlt (PHP Module, Perl Module - bspw. kein SSL)
    - enorme Gnome Ausrichtung sämtlicher Tools (remote administration schwer möglich)
    - kein Java oder mp3 Support mitgeliefert
    Fazit: Für den Einsteiger geeignet, nicht für den Server. Wer Gnome, binäre Treiber und kommerzielle Software liebt fährt mit RedHat recht gut.



    Mandrake Linux: (10.0)
    -> Fokus auf Desktop User und die Anwendungen, die diese haben wollen.
    -> Eigener KDE+Gnome Look der bei vielen gut ankommt, jedoch Resourcen frisst
    -> Einfache Installation, der Expertenmodus könnte jedoch ausgereifter sein
    -> Mögliche Mitgliedschaft im Mandrake Club (Zugriff auf alle kommerziellen Pakete der Kaufversion, auf Hilfeseiten, die Mandrake Foren usw.), Download Version enthält nur GPL-Pakete

    + sehr gutes Paketmanagement:
    Paketformat rpm, urpmi, automatisches runterladen, installieren von Paketen und Dependencies, einfache Paketquellenverwaltung
    + sehr aktuelle Softwareversionen (und sehr viel verfügbar, RH .rpm's gehn oft auch), regelmäßige Updates und Sicherheitsupdates
    + Zentrales Kontrollzentrum zur einfachen Verwaltung des Systems, wer weitgehender konfigurieren will findet auch andere Werkzeuge wie linuxconf; das Zeug was mcc einrichtet ist kompatibel
    + hält sich an Linux Standards, distributionsspezifische Änderungen halten sich in Maßen
    + die meiste Hardware wird automatisch erkannt und korrekt eingerichtet
    + nützliche Hilfen, wie z.B. "install kernel" oder font-install Skripte

    - ab und an Bugs
    - Ist man bei der Erstauswahl zu zögerlich, fehlen essentielle Pakete im System! Allgemein ist Paketauswahl bei Installation etwas mißglückt



    SuSE (Stand: 9.1)
    -> gehört zu den 3 am weitesten verbreiteten (Red Hat, SuSE, Debian) Distributionen, in Deutschland (und evtl. Europa) sogar auf Platz 1
    -> auf Einsteiger fokusiert und im professionellen Umfeld (oft wegen dem Support) sehr beliebt
    -> Sitz in Nürnberg, aber mitlerweile gekauft von Novell
    -> gekaufte CDs dürfen weitergegeben werden (aber Lizenzbedingungen beachten!), ISO's der aktuellen Version nie online verfügbar
    -> rpm-basiert

    + einfache Installation,
    + sehr viele benutzerfreundliche Desktop-Voreinstellungen,
    + YAST=GUI zur zentralen Systemadministration/-konfiguration, SaX=GUI für die XFree-Konfiguration,
    + sehr gute Handbücher in der Box,
    + sehr viele CDs, sehr viel Software,
    + SuSE-Support-Datenbank für alle; professioneller Support möglich (und beim Kauf einer Box zeitlich begrenzt dabei)
    + Live-CD kostenlos, oft auch abgespeckte (und nicht immer die aktuellste Version) in Zeitschriften dabei
    + SuSE Tools (YaST) jetzt unter der GPL
    + Guter Update-Service (YOU - YaST Online Update, konfigurierbar in Yast2)
    + enthält 64 Bit Version für AMD64 und Intel
    + manuelles Editieren in config-Dateien vertragen sich mit YaST

    - normale Versionen nicht kostenlos
    - langsam, da sehr viel automatisch installiert wird und im Hintergrund läuft; für Puristen wird zu viel automatisch installiert
    - Support einer älteren Version läuft nach wenigen Jahren aus -> Upgradepflicht in professionellen Umgebungen,
    - im Verhältnis zu Debian, Red Hat und Mandrake nur wenige inoffizielle Pakete erhältlich
    Tipp:
    aktuelle inoffizielle SuSE RPM's
    aktuelle offizielle SuSE RPM's (GNOME 2.6, KDE 3.2.2 ...)





    Knoppix
    -> Ist ein "Live System", d.h. CD einlegen, von CD booten, und ein komplett lauffähiges Linux mit allem drum und dran haben! Ideal um in Linux reinzuschnuppern und
    -> Eignet sich damit sehr gut für troubleshooting und warten am PC
    -> basiert auf Debian sarge + sid, ist damit ziemlich aktuell, und dan automatischer Hardwareerkennung bringt es sich von selbst zum laufen
    -> Kann auch auf Harddisk installiert werden, man hat dann ein vollwertiges Debian Sid System mit "Knoppix Touch"




    Slackware GNU/Linux (9.1)
    -> eine der ältesten Distributionen ( seit 1993 )
    -> Eigenes Paketsystem ( tgz )
    -> Für Einsteiger nicht so geeignet, umso besser für lesewillige Fortgeschrittene die sehr viele Anpassungsmöglichkeiten haben wollen

    + sehr aktueller Stand ( speziell mit slackware-current )
    + sehr schlank
    + sehr nahe an den Standards, bei Fragen kann deshalb oftmals sehr schnell geholfen werden ( keine distributionsspezifischen Änderungen )
    + optimale Kontrolle über das System
    + das System ist extrem anpassbar an die eigenen Bedürfnisse
    + Dropline Gnome ( muss extra heruntergeladen werden, updatet sich regelmäßig über das Internet auf die aktuellste Version )
    + gutes Paketmanagement, rpm auch parallel nutzbar
    + fast keine grafischen Konfigurationstools die dazwischenfunken könnten und stören, wenn man die Arbeit auf der Kommandozeile gewöhnt ist ein riesiger Vorteil

    - keine grafischen Konfgurationstools ( im Bezug auf Einsteiger und Bequeme ein Nachteil ), vieles muss "von Hand" erledigt werden
    - nur bedingt für Einsteiger geeignet (keine Partitionsresizer, d.h. will man Windows und Linux parallel betreiben so muss man zuvor mit einem anderen Tool Platz frei machen, keine "hübsche grafische Installation")
    - schnelle Internetanbindung speziell zu Beginn empfehlenswert ( z.B. für Softwarepakete, die 2 CDs beinhalten nur die grundlegenden Programme )
    - Englischkenntnisse so gut wie unabdingbar (ob das ein Nachteil ist darüber lässt sich streiten)



    FreeBSD Current
    -> Mal was anderes als Linux (basiert auf "echtem" Unix)

    + die legendären Ports zum bequem aus den Sourcen installieren (es gibt aber auch ein Binärpaketsystem)
    + subjektiv schneller als Linux (Messungen kan man fälschen )
    + einfache Upgrades mit Portupgrade/Cvsup
    + Linux-Binärkompatibilität (mit Emulationsschicht, die sehr gut läuft)
    + grosses und sehr aktuelles Softwareangebot
    + zentrales Konfigurationswerkzeug (/stand/sysinstall)
    + grosse Stabilität
    + Fokus auf Sicherheit

    - Konsolentools können z. T. weniger als die GNU-Äquivalente (können aber durch diese ersetzt werden)
    - Hardwareunterstützung z. T. schlechter als Linux, da weniger verbreitet
    - nicht besonders Einsteiger freundlich



    Gentoo
    -> quellbasiert, d.h. die Pakete werden auf dem Rechner kompiliert (für große Programme gibt's aber auch binaries) - d.h. weder .deb noch .rpm!
    -> Fokus auf erfahrene Nutzer
    -> kein YAST oder ähnliches, sämtliche config-helferlein sind in der Konsole (für Einsteiger ein dickes - aber für Experten vielleicht sogar ein +)

    + keine statischen Versionen; Update = komplettes Update der Programme (im Gegensatz zu den meisten anderen Distris, wo nur Sicherheitsupdates eingespielt werden)
    + selbst ohne unstabile ("masked") Pakete sehr aktuell; mit = bleeding edge
    + architektur-optimiert (Leistungszuwächse sind aber oft nur theoretisch)
    + sehr gutes Paketmanagementsystem, ähnlich wie bei BSD und ähnlich gut wie apt
    + keine Probleme mehr mit Paketen, die für Programm XYZ in einer bestimmten Version vorliegen müssen
    + erstklassige Installationsanleitung - Einsteiger: UNBEDINGT LESEN!!!
    + sehr großes Software-Repertoire
    + viele verschiedene Kernelversionen mit zig verschiedenen Patches zur Auswahl (das Patchen geschieht automatisch)
    + eigene Pakete ("ebuilds") aus den offiziellen Quellen zu erstellen ist ebenfalls möglich

    - komplizierte, nicht-menü-geführte und kaum intuitive Installation mit sehr vielen Gentoo-Eigenheiten
    - lange Installationszeiten durch das Kompilieren
    - Internetzugang mit großer Bandbreite (ab DSL) ist mehr als nur empehlenswert
    - Bootprozess/Runlevelsystem weicht von allen anderen Linux-Systemen ab
    - im professionellen Umfeld praktisch überhaupt nicht zu finden, da Gentoo der Charakter eines "Freaksystems" anhängt
    - Die Paket-Verwaltung läßt ein Löschen von Paketen zu, ohne zu prüfen, ob andere Pakete sie benötigen.



    LinuxFromScratch
    -> Aufbau eines "eigenen" GNU/Linux-Systems durch selberkompilieren der gewünschten Programme
    -> Richtet sich an Nutzer, die genauer lernen möchten, wie ein Linux-System funktioniert, daher hohe Lernkurve (und viel Frustpotenzial)
    -> Absolut nicht geeignet für Anfänger, keine "Praxis Lösung"

    + OS kann wirklich optimal auf die Anforderungen angepasst werden
    + Aktualität und Stabilität bestimmt der Nutzer bei der Paketwahl selber
    + viele Hints, z.B. wie man RPM- und/oder DEB-Fähigkeiten einbaut oder BSD-Style-Initskripte verwendet
    + BeyondLFS gibt weiterführende Tipps zum kompilieren und einrichten der gebräuchlichsten Programme
    + hält sich relativ eng an bestehende Standards wie den Filesystem Hierarchy Standard
    + sehr kleine Systeme möglich

    - Abhängigkeiten auflösen, Pakete kompilieren usw. erfordert viel Arbeit, Zeit und Erfahrung
    - es wird nichts "automatisch" erledigt, der User muss sich um alles selber kümmern
    - nur ein Grundsystem wird installiert; Ein fertiges LFS ist erst der Anfang beim Bau eines neuen Systems
    - Nachträgliches updaten des Systems meist sehr aufwendig
    - hoher Frustfaktor vor allem bei den ersten Installationen, viel Aufmerksamkeit erforderlich
    - benötigt eine andere Distribution (z.B. Knoppix) für den Bau



    Ubuntu (4.10 "Warty Warthog")

    Vorteile:
    + Basiert auf Debian, mitsamt dem Paketsystem apt-get.
    + Einfache Installation; Jedoch für absolute Computerneulinge wie jede andere Installation weniger geeignet.
    + Vorkonfiguration / Paketwahl mit ganz klarem Fokus auf den Desktop-Einsatz von Neulingen; das System ist wortwörtlich human und setzt dem User ein System vor die Nase, mit dem er sofort loslegen kann; keine schwierigen Entscheidungen zu Beginn. Desktop-Default ist Gnome, beim Derivat Kbuntu ist es KDE.
    + Relativ schlank/performant
    + Zeitgemäße Hardwareunterstützung
    + Prinzipiell kostenfrei, d.h. man kann sich die CD-Images kostenfrei herunterladen, oder man lässt sich die CDs schicken (ebenfalls kostenfrei), wobei letzteres teilweise recht lange dauern soll.
    + Durchgehendes "Corporate Design" - warme Erdtöne. Ist natürlich Geschmacksache - jedenfalls wird nicht versucht etwas anderes zu kopieren.

    Nachteile:
    - Apt-get Quellen für Neulinge etwas doof zu handeln, da Foren-/Google-Konsultation unausweichlich; offizielles Ubuntu-Repository zudem nicht so umfangreich (logisch) wie ältere Distributionen
    - Paketabhängigkeiten teilweise ein wenig ungünstig; bei der Deinstallation bleiben gerne ein paar "fremde" hängen.
    - 64-bit-Version nicht ganz ausgereift -> es können keine 32-bit-Pakete ohne weiteres eingespielt werden (über Apt-get), einige Pakete nicht verfügbar (distributionsunabhängig)
    - Einige Bugs; man merkt teilweise schon dass die Distribution noch sehr jung ist
    - Pakete im offiziellen Repository sind nicht immer aktuell, teilweise sogar kritische (z.B. Firefox)


    ------------------------------------------------------------------------------------------------
    Nun zur Wartung des Threads:
    Schreibt kurze Reviews in dieser Form von Distributionen die ihr gut kennt, oder stellt einzelne Punkte dieser Auflistung zur Diskussion bzw. merkt weitere wichtige Aspekte an!
    Bleibt dabei jedoch so objektiv wie möglich: Nur weil bei euch ein Problem mit Hardware xyz oder Programm xy aufgetaucht ist was euch genervt hat, ist die Distribution noch nicht schlecht. Hingegen wenn sehr viele Leute bei dieser Distribution Probleme mit bestimmter Hardware oder dem Laufen bestimmter Programme haben, dann erwähnt das auf jeden Fall! (unter Angabe der Version)

    Ich habe vor, den Startpost um gute Einträge jederzeit zu erweitern,

    Danke an alle, die zu dieser Liste beigetragen haben!
    Geändert von pcdog (04.04.05 um 08:00 Uhr) Grund: wartung, ubuntu eingetragen
    Das einzige, was bei uns klappt, sind die Türen ;)

  2. #2
    derbe pro
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    ps.: Warum der Thread? Hatte das schon in dem andern Thread gepostet, da wurde es allerdings ignoriert, was mich geärgert hat weil ich lange für das Getippe gebraucht habe.

    Der angepinnte Thread mit dem Distributions-Überblick hat imho folgende Probleme die ihn für Newbies uninteressant machen:

    - subjektive Berichte statt relativ objektiver Einschätzungen
    - nur 4 Distributionen erfasst
    - darin auch für Anfänger vollkommen uninteressante
    - zu viel Text zu lesen
    - unaktuell (SuSE 8.0 wtf?)

    Gruß
    pinglord
    Das einzige, was bei uns klappt, sind die Türen ;)

  3. #3
    :) Hijacker Avatar von peschmae
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    Gut. Als eigener Thread bin ich einverstanden damit.

    Zuerst mal eine kleine Korrektur zu Knoppix: Das ist ein Gemisch aus Debian Sarge und Sid afaik.
    Zudem würde ich bei Debian hinzufügen, dass das Paketmanagement auch Sourcen-Pakete unterstützt (für die Optimierer und so) und dass es auch von allem Sourcen-Pakete gibt, die sehr komfortabel heruntergeladen, kompiliert und installiert werden können.
    Ausserdem würde ich + und - - Abschnitte besser trennen. Eventuell fügst du die hinzugefügen Beiträge auch deinem Original hinzu? Wär übersichtlicher.

    FreeBSD Current
    + die legendären Ports zum bequem aus den Sourcen installieren (es gibt aber auch ein Binärpaketsystem)
    + ein "echtes" Unix
    + subjektiv schneller als Linux (Messungen kan man fälschen )
    + mal was anderes
    + einfache Upgrades mit Portupgrade/Cvsup
    + Linux-Binärkompatibilität (mit Emulationsschicht, die sehr gut läuft)
    + grosses und sehr aktuelles Softwareangebot
    + zentrales Konfigurationswerkzeug (/stand/sysinstall)
    + grosse Stabilität

    - Konsolentools können z. T. weniger als die GNU-Äquivalente (können aber durch diese ersetzt werden)
    - Hardwareunterstützung z. T. schlechter als Linux, da weniger verbreitet

    Verbesserungen und Ergänzungen sind natürlich willkommen.

    MfG Peschmä
    Debian Sid User

  4. #4
    derbe pro
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    Vielen Dank, FAQ wurde aktualisiert!

    Format ist:

    [Name]
    -> Allgemeine Merkmale der Distribution, Merkmale die Geschmackssache sind
    + die wichtigsten Vorteile der Distribution
    - die wichtigsten Nachteile der Distribution

    Bei Debian habe ich mir aufgrund der 3 Versionen beholfen mit:
    ::Version1 (für wen gedacht?)
    + Vorteil / + Vorteil
    - Nachteil / - Nachteil


    Fedora Core (RedHat) fehlt noch!

    Bitte schreibt was über eure Distribution!!!
    Geändert von pinglord (13.01.04 um 21:10 Uhr)
    Das einzige, was bei uns klappt, sind die Türen ;)

  5. #5
    Shot a man in Reno Avatar von HEMIcuda
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    Re: FAQ: Vor-/Nachteile + Eigenheiten bekannter Linux Distributionen

    Original geschrieben von pinglord

    FreeBSD Current
    -> ein "echtes" Unix
    Nicht mehr als Linux auch (siehe hier )
    Also setze bitte ein Zeichen, raeum mit diesem Vorurteil auf und korrigiere den
    Ursprungspost. Danke.

    'cuda

  6. #6
    stuck under the Table Avatar von pcdog
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    dann aber ein falscher titel


    oben "linuxdistrbutionen und nachher schreibst du von bsd...


    naja.. soll ich mal sticky machen
    wenn ich meinen server ausschalte, wird die Strassenlaterne draussen heller...

  7. #7
    :) Hijacker Avatar von peschmae
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    Re: Re: FAQ: Vor-/Nachteile + Eigenheiten bekannter Linux Distributionen

    Original geschrieben von HEMIcuda
    Nicht mehr als Linux auch (siehe hier )
    Also setze bitte ein Zeichen, raeum mit diesem Vorurteil auf und korrigiere den
    Ursprungspost. Danke.
    Jaja, nur weil ich dir erzählt hab, dass es offiziell kein echtes Unix ist.
    Stimmt auch so. Allerdings stammt es von dort ab - deshalb auch die Anführungszeichen. Ok, war so vielleicht ein wenig zu wenig ausführlich.

    Wie wärs so:
    + stammt vom Original-Unix ab, darf sich aber nicht Unix nennen, da dies eine Trademark der Open Group ist - www.opengroup.org

    oben "linuxdistrbutionen und nachher schreibst du von bsd...
    Sicher. Der Titel war auch nicht von mir - ausserdem finde ich, dass das trotzdem hier hin passt. Für mich ist ein FreeBSD nix anderes als eine Distribution, die halt einen anderen Kernel verwendet - natürlich dann keine "Linux"-Distribution mehr...

    @Pinglord: Ich würde zwischen den + und den - -Argumenten eine Leerzeile einfügen. Wird übersichtlicher. Hmm, das hab ich doch schon mal geschrieben

    MfG Peschmä
    Debian Sid User

  8. #8
    Gottesfreund
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    + stammt vom Original-Unix ab, darf sich aber nicht Unix nennen, da dies eine Trademark der Open Group ist - www.opengroup.org
    Da das aber sowieso weder ein Vor- noch ein Nachteil ist, hat es in der Auflistung nix verloren, und als "Information" ist es - wenn man sich wirklich nur kurz einen Überblick verschaffen will (und keinen Vortrag drüber halten) - ebenfalls irrelevant.

  9. #9
    Effizienzüberwacher Avatar von flashbeast
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    guter ansatz; leider hab ich noch nicht mit vielen distributionen erfahrungen gesammelt, geschweige denn mit aktuellen. ich würde es begrüßen, die versionsnummer der distribution hinzuzufügen, oder extra zu der distribution eine kurze übersicht über die änderungen der einzelnen versionen beizulegen...
    - be excellent to each other -
    Ubuntu 5.04_i386, e16.7.2 (cored drowned)
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  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    Gentoo

    -> quellbasiert, d.h. die Pakete werden auf dem Rechner kompiliert (für große Programme gibt's aber auch binaries) - d.h. weder .deb noch .rpm!
    -> Fokus auf erfahrene Nutzer

    + keine statischen Versionen; Update = komplettes Update der Programme (im Gegensatz zu den meisten anderen Distris, wo nur Sicherheitsupdates eingespielt werden),
    + selbst ohne unstabile ("masked") Pakete sehr aktuell; mit = bleeding edge
    + architektur-optimiert (Leistungszuwächse sind aber oft nur theoretisch)
    + sehr gutes Paketmanagementsystem, ähnlich wie bei BSD und ähnlich gut wie apt
    + keine Probleme mehr mit Paketen, die für Programm XYZ in einer bestimmten Version vorliegen müssen
    + erstklassige Installationsanleitung - Einsteiger: UNBEDINGT LESEN!!!
    + sehr großes Software-Repertoir
    + viele verschiedene Kernelversionen mit zig verschiedenen Patches zur Auswahl (das Patchen geschieht automatisch)
    + eigene Pakete ("ebuilds") zu erstellen (aus den offiziellen Quellen (meist *.tar.gz, *.tar.bz2) ist ebenfalls möglich

    = kein YAST oder ähnliches, sämtliche config-helferlein sind in der Konsole (für Einsteiger ein dickes - aber für Experten vielleicht sogar ein +)

    - komplizierte, nicht-menü-geführte und kaum intuitive Installation mit sehr vielen Gentoo-Eigenheiten
    - lange Installationszeiten durch das Kompilieren
    - Internetzugang mit großer Bandbreite (ab DSL) ist mehr als nur empehlenswert
    - Bootprozess/Runlevelsystem weicht von allen anderen Linux-Systemen ab
    - im professionellen Umfeld praktisch überhaupt nicht zu finden, da Gentoo der Charakter eines "Freaksystems" anhängt
    - Abhängigkeiten im Paketsystem werden nur bei der Installation, aber nicht bei der Deinstallation beachtet
    Geändert von ThorstenHirsch (07.06.04 um 19:32 Uhr)
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  11. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von ThorstenHirsch
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    SuSE

    -> gehört zu den 3 am weitesten verbreiteten (Red Hat, SuSE, Debian) Distributionen, in Deutschland (und evtl. Europa) sogar auf Platz 1
    -> auf Einsteiger fokusiert und im professionellen Umfeld (oft wegen dem Support) sehr beliebt
    -> Sitz in Deutschland (Nürnberg), aber mitlerweile gekauft von Novell
    -> rpm-basiert

    + einfache Installation,
    + sehr viele benutzerfreundliche Desktop-Voreinstellungen,
    + YAST=GUI zur zentralen Systemadministration/-konfiguration, SaX=GUI für die XFree-Konfiguration,
    + sehr gute Handbücher in der Box,
    + sehr viele CDs, sehr viel Software,
    + gekaufte CDs dürfen weitergegeben werden (aber Lizenzbedingungen beachten!),
    + SuSE-Support-Datenbank,
    + professioneller Support möglich (und beim Kauf einer Box zeitlich begrenzt dabei)
    + Live-CD kostenlos, oft auch abgespeckte (und nicht immer die aktuellste Version) in Zeitschriften dabei,

    - normale Versionen nicht kostenlos,
    - SuSE-Tools stehen nicht unter der GPL, keine einheitlichen Lizenzbedingungen
    - manuelles Editieren in config-Dateien vertragen sich nicht mit YAST,
    - langsam, da sehr viel automatisch installiert wird und im Hintergrund läuft,
    - für Puristen wird viel zu viel automatisch installiert,
    - kommt ebenfalls mit einigen Distributions-Eigenheiten
    - Support einer älteren Version läuft nach wenigen Jahren aus -> Upgradepflicht in professionellen Umgebungen,
    - im Verhältnis zu Debian, Red Hat und Mandrake nur wenige inoffizielle Pakete erhältlich
    Geändert von ThorstenHirsch (13.01.04 um 14:05 Uhr)
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  12. #12
    Gottesfreund
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    LinuxFromScratch

    -> Aufbau eines "eigenen" GNU/Linux-Systems durch selberkompilieren der gewünschten Programme
    -> Richtet sich an Nutzer, die genauer lernen möchten, wie ein Linux-System funktioniert, daher hohe Lernkurve (und viel Frustpotenzial)
    -> Homepage http://www.linuxfromscratch.org

    + OS kann wirklich Optimal auf die Anforderungen angepasst werden
    + Aktualität und Stabilität bestimmt der Nutzer bei der Paketwahl selber
    + viele Hints, z.B. wie man RPM- und/oder DEB-Fähigkeiten einbaut oder BSD-Style-Initskripte verwendet
    + BeyondLFS gibt weiterführende Tipps zum kompilieren und einrichten der gebräuchlichsten Programme
    + hält sich relativ eng an bestehende Standards wie den Filesystem Hierarchy Standard
    + sehr kleine Systeme möglich

    - Abhängigkeiten auflösen, Pakete kompilieren usw. erfordert viel Arbeit, Zeit und Erfahrung
    - es wird nichts "automatisch" erledigt, der User muss sich um alles selber kümmern
    - nur ein Grundsystem wird installiert; Ein fertiges LFS ist erst der Anfang beim Bau eines neuen Systems
    - Nachträgliches updaten des Systems meist sehr aufwendig
    - hoher Frustfaktor vor allem bei den ersten Installationen, viel Aufmerksamkeit erforderlich
    - benötigt eine andere Distribution (z.B. Knoppix) für den Bau

  13. #13
    :) Hijacker Avatar von peschmae
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    Original geschrieben von GrafKoks
    Da das aber sowieso weder ein Vor- noch ein Nachteil ist, hat es in der Auflistung nix verloren, und als "Information" ist es - wenn man sich wirklich nur kurz einen Überblick verschaffen will (und keinen Vortrag drüber halten) - ebenfalls irrelevant.
    Richtig. Allerdings muss man wohl darauf hinweisen, dass FreeBSD eben gerade keine Linux-Distribution ist - und die Frage "was denn?" wäre damit auch gleich beantwortet.

    Zudem hat es Pinglord (im Gegensatz zu mir - das war zugegebenermassen so nicht ganz richtig) unter -> hingeschrieben. Was bei den anderen bei den -> steht kannst du ja selber anschauen - ein Überblick (Zielgruppe, etc) der Distro.

    @ThorstenHirsch
    + gekaufte CDs dürfen weitergegeben werden (aber Lizenzbedingungen beachten!),
    Das schwankt für mich wegen der Klammer zwischen = und - und gehört imo nicht unter + hin. Schliesslich ist das bei den meisten anderen relevanten Distributionen eine Selbstverständlichkeit (Debian, Gentoo, FreeBSD, Redhat, Mandrake ...) - oder irre ich mich da? (Hab die Lizenzen von Redhat und Mandrake noch nie studiert...)

    MfG Peschmä
    Geändert von peschmae (13.01.04 um 17:42 Uhr)
    Debian Sid User

  14. #14
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    2.489
    Slackware GNU/Linux

    Features : ( Stand : Version 9.1 )

    2 CDs ( 4 CDs inkl. Sourcen )
    eine der ältesten Distributionen ( seit 1993 )
    Kernel 2.6-ready
    eigenes Paketsystem ( tgz )
    wahlweise KDE / Gnome / xfce o.A. als Desktopoberfläche

    + sehr aktueller Stand ( speziell mit slackware-current )
    + sehr schlank
    + eine der ältesten und ausgereiftesten Linux-Distributionen ( seit 1993 )
    + sehr nahe an den Standards, bei Fragen kann deshalb oftmals sehr schnell geholfen werden ( keine distributionsspezifischen Änderungen )
    + optimale Kontrolle über das System
    + fast keine grafischen Konfigurationstools die dazwischenfunken könnten und stören, wenn man die Arbeit auf der Kommandozeile gewöhnt ist ein riesiger Vorteil
    + das System ist extrem anpassbar an die eigenen Bedürfnisse
    + Dropline Gnome ( muss extra heruntergeladen werden, updatet sich regelmäßig über das Internet auf die aktuellste Version )
    + gutes Paketmanagement, rpm auch parallel nutzbar


    - keine grafischen Konfgurationstools ( im Bezug auf Einsteiger ein Nachteil ), vieles muss "von Hand" erledigt werden
    - nur bedingt für Einsteiger geeignet ( keine Partitionsresizer, d.h. will man Windows und Linux parallel betreiben so muss man zuvor mit einem anderen Tool Platz frei machen, keine "hübsche grafische Installation"
    - schnelle Internetanbindung speziell zu Beginn empfehlenswert ( z.B. für Softwarepakete, die 2 CDs beinhalten nur die grundlegenden Programme )
    - Englischkenntnisse so gut wie unabdingbar ( ob das ein Nachteil ist darüber lässt sich streiten )


    Fazit :

    Für einen Einsteiger ist Slackware nur bedingt geeignet; wer schnell eine Linuxdistribution aufspielen und ein Erfolgserlebnis haben möchte wird keine Freude daran haben.

    Fortgeschrittene Nutzer oder solche Einsteiger, die sich gleich mit einem Buch bewaffnet an der optimalen Konfiguration ihres Systems versuchen werden wohl ihre Freude an Slackware haben. Profis sowieso.

    Die Möglichkeiten und Freiheiten die Slackware bietet sind enorm. Man muss sie nur nutzen können und vor Allem auch nutzen wollen.

    Links :

    www.slackware.com
    www.linuxpackages.net ( Softwarepakete )

    So das war jetzt mal ein schneller Überblick mit den Dingen die mir spontan eingefallen sind.

    -hanky-
    85.214.20.141 - Anti-Zensur-DNS-Server (FoeBuD)
    "Die Nicht-Lösung eines nicht existierenden Problems" - Ron Gonggrijp über Wahlmaschinen

  15. #15
    derbe pro
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    269
    @Hanky: ich habe deinen Text der Übersichtlichkeit halber zusammengefasst wie die anderen, um ihn in o.g. Liste zu bekommen! Sag ob's ok so ist!

    Ich habe alle Einträge jetzt in den Startpost übernommen.

    -> Wenn ihr mit manchen Einträgen nicht konform geht oder noch wichtige Aspekte einer Distri vermisst, dann diskutiert hier drüber.

    ps.: Redhat/Fedora fehlt noch.
    Das einzige, was bei uns klappt, sind die Türen ;)

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