Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : allgemeine fragen zum kernel
hallo,
ich habe da zwei verständnisfrage zum kernel. wenn man mit yast module installiert bzw. deinstalliert,wird dann der kernel verändert?
und wenn man mit menuconfig einen neuen kernel erstellt, dann sieht man dort die parameter, die eingestellt sind (auch in /usr/src/linux/.config). wo aber finde ich die parameter, die im aktuellen kernel eingestellt sind?
gruss hermann
Wenn man bei der SuSE einen Bootkernel auswählt, und die Kernelsourcen installiert sind, wird die Datei /usr/local/src/linux/.config mit der Konfiguration des SuSE Kernels überschrieben.
D.h. Wenn du eine neue installation ( inkl. Kernel Sourcen ) hast, dann sind die eingestellten Optionen beim ersten aufruf von menuconfig diejenigen des SuSE Kernels.
Ich habe es hier schon einmal auf eine Frage geschrieben aber hier nochmal: Meiner Meinung nach ist es mit den neuen Distributionen ( z.B. SuSE ab 6.1 oder 6.2 Redhat ab 5.x und so weiter ) nicht mehr notwendig sich einen neuen Kernel zu kompilieren. Ausnahmen zu dieser Regel gibt es natürlich ( exotische Hardware etc. ).
Das mit dem Kernel kompilieren wird nämlich nicht allein dadurch kompliziert, daß es immer mehr optionen gibt, sondern auch daß das zusammenspiel zwischen Kernel, Modulen und den Bootmechanismen der verschiedenen Distributionen immer komplexer wird. Ich empfehle deshalb: Wenn man wenig stress haben will, finger weg vom kernel kompilieren.
Hi hermann,
sorry wenn ich Deinen thread missbrauche, aber das was koma da schreibt interessiert mich jetzt doch näher (ich hoffe Dich auch):
Also koma,ich selbst hab´ ja noch eine SuSe 5.3 mit 2.0er Kernel (never change a running system?) und mein Kernel ist (natürlich) selbst gebacken. Zumindest bei der SuSe 5.3 ist der Standard-Kernel ja noch für 4-86er cpu´s optimiert. Nachdem ich meinen ersten selbstkompilierten Kernel mit Pentiumoptimierung am laufen hatte, war der Performancezuwachs, verglichen mit dem Standardkernel beträchtlich (vor allem bei rechenintensiven Programmen wie z. B. xaos ging´s deutlich flotter). Wie ist das mit dem Standard-Kernel bei SuSe 6.1 u. später, bzw. Red Hat 5.x? Ist da der Standardkernel nicht immernoch auf 4-86er cpu´s ausgelegt? In wie fern bei den neuen Distris die Kerneloptionen komplizierter bzw. unübersichtlicher geworden sind, und der Bootmechanismus betroffen ist kann ich nicht beurteilen. Aber wo liegt das Problem? Solange ich vor dem Kompilieren ein Backup des Kernels und der System.map anlege und eine funktionierende Bootdiskette besitze, kann ich Deinen Rat "Finger weg vom Kernel kompilieren" nicht ganz nachvollziehen.
Ist nicht gerade die Möglichkeit das Herz des Systems auf die eigenen Bedürfnisse und auf die Hardware abzustimmen einer der Hauptgründe warum wir alle so gerne Linux benutzen?
Ich fände es schade, wenn jetzt auch bei Linux die allg. Windows-Haltung überhand nimmt, die da lautet: "da lässt man besser die Finger weg, bzw. damit müssen wir halt leben". Ich behaupte ja nicht, dass die Kernel-Kompilierung ein Kinderspiel ist, aber man sollte das ganze auch nicht unnötig mystifizieren.
P.S: Das war nicht als persönlicher Angriff gegen Dich gemeint koma, aber ich wollte das ganze auch nicht so unkommentiert so stehen lassen. Ich freue mich auf ein statement von Dir (Ich hoffe die Moderatoren lassen das in diesem thread).
Gruss,
Mick
Hallo Mick!
1. Tut mir leid, wenn das falsch rüber gekommen ist. Ich versuchs nochmal ein bisschen gemäßigter: Ich will niemand der sich damit auskennt, oder expermentieren, oder auch lernen will daran hindern sich seinen Kernel selber zu übersetzen. Aber mit einem Standardkernel von den neuen Distries läßt sich manches doch relativ einfach lösen. Ich handhabe das mit meinen Kerneln zur Zeit so: Erstmal alles zum laufen bringen mit dem Standardkernel und den Modulen. Dann den Kernel neu übersetzen, die Sachen ausschalten die man definitiv nicht braucht, andere Sachen ( wie z.B. optimierungen ) einschalten.
Allerdings muss ich dazusagen, dass es wohl immernoch in den Köpfen der meisten Linuxer rumgeistert, das man nach der Installation erstmal ´nen Kernel übersetzt. Das ist aber aus technischer Sicht nicht notwendig.
( Sonst wäre der ganze Aufwand um die Modularisierung umsonst ).
2. Zu deiner Frage was die Optimierungen betrifft:
Auf der SuSE 6.3 gibt es nur noch 4 Kernel:
- Pentium optimiert
- mit APM Unterstützung
- einen SMP Kernel
- und einen für 3/4 86.
3. Vor einem Jahr ( Kernel 2.0.3x aktuell,
ok hab gerade nachgesehen, der 2.2.0 kam am 25.Januar 1999) wäre ich nie auf die Idee gekommen so eine antwort zu posten. Bei dieser Kernel Serie war das mit den Modulen noch nicht so weit fortgeschritten, wie bei den 2.2.x kernels. Ich sehe auch das es ein bisschen nach Mystifizierung aussieht wenn man so eine Aussage macht wie ich es heute getan habe. Man muss allerdings dazu sagen, das sich einige Leute vor diesem Linux scheuen wenn sie solche Geschichten hören wie:"da muss man sich dann erstmal ein eigenes System kompilieren".
Was das mit dem Angriff angeht: Ich sehe das nicht so, ich finde es ja gut das man hier eine sachliche Diskusion führen kann, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist.
Happy Compiling ;-)
Hi koma!
Mit deiner gemässigten Aussage kann ich gut leben. http://www.linuxforen.de/ubb/wink.gif
Mir ging's ja auch nur darum nicht unnötig Ängste zu schüren. Auch bei Linux wird schliesslich nichts so heiss gegessen wie's gekocht wird.
Und jetzt wollen wir dem guten hermann mal wieder seinen thread überlassen...
MfG,
Mick
Ja, das machen wir. Hat mich aber gefreut mit dir zu diskutieren Mick. Viel Spaß weiter hin. Gruss
KoMa
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