Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gefahren und Sinn von Kernelkompilierung ?
Hi !
Habe noch Kernel 2.4.2-2 und überlege mir, 'nen neuen zu kompilieren. Das habe ich aber noch nie gemacht und wollte deshalb vorher mal fragen:
Was kann ich mir dabei alles kaputt machen ?
Warum sollte ich Ihn kompilieren, wenn bei mir eigentlich alles klappt ?
Ist es sinnvoll, immer den neuesten Kernel zu haben ?
Ich bedanke mich schon mal im vorraus für Eure Antworten !
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Arial,Helvetica,Geneva">Zitat:</font><HR>
Was kann ich mir dabei alles kaputt machen ?[/quote]
Nichts, wenn Du den alten Kernel beibehälst und Lilo zum Booten beider ermächtigst.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Arial,Helvetica,Geneva">Zitat:</font><HR>Warum sollte ich Ihn kompilieren, wenn bei mir eigentlich alles klappt ?[/quote]
Eventuell weil es Dich interessiert?
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Arial,Helvetica,Geneva">Zitat:</font><HR>Ist es sinnvoll, immer den neuesten Kernel zu haben ?[/quote]
Nein!
Gründe dafür sind:
- wenn der neue Kernel Hardware unterstützt, die der alte nicht kannte
- wenn der neue Kernel für Dich relevante Sicherheitslücken schließt
- wenn der Kernel schon seeehhhr alt ist und der neue eine Leistungssteigerung verspricht
Gründe, die dagegen sprechen:
- es kostet Zeit
- es kostet Nerven
- wer zu schnell updated, handelt sich ggf. Bugs ein (siehe Kernel 2.4.11 und 2.4.12)
Thomas
Interessiert bin ich ! ;)
Aber der Nerven- und Zeitfaktor würde mich auch mal interessieren. Wie lange braucht man denn so im Schnitt (ich als Newbie brauch wahrscheinlich sowieso noch 'n paar Stündchen mehr...) und warum kostet es Nerven ? Muss man da viel Plan haben, oder kann man das an einem Sonntag durchziehen ?
(Erhoffe mir davon 'ne bessere Soundkartenunterstützung)
Sollte ich wohl erst mal 2.4.9 probieren ?
Danke für die Tips !
Ich werde mein System erst mal laufen lassen und mich in alles ein wenig einlesen. Vor allem mit der Bash muss ich mich erst mal richtig auseinandersetzen...vieles ist mir noch unklar.
Aber aus dem Grund willl ich auch möglichst viel am Anfang machen, um viele Erfahrungen zu sammeln, aber bei dem Kernel werde ich erst mal vorsichtig sein...
Ist glaub ich eh besser so!
Wenn du unbedingt updaten willst, bei suse gibts nen fertigen Kernel als rpm!
Heute übersetz ich nen neuen Kern in 10Minuten, aber das hat auch schon mal ein paar Stunden gebraucht, und dann hats erts nicht geklappt!
Mfg Linuxhippy
never touch a running system ;)
wenn du nicht unbedingt den kernel wechseln musst, weil irgendeine hardware nicht unterstützt wird, dann mach dich erst vernünftig mit dem system, dem kompilieren im allgemeinen und speziellen vertraut. der prinzipielle aufbau und die funktionsweise eines kernels sollten dir auch klar sein. (module, die nachgeladen werden, falls benötigt, treiber-funktionalität, etc. pp)
wenn du dich fit genug fühlst, dann kannst du (sei es weil es notwendig wird oder es dich interessiert) dir deinen eigenene kernel backen.
ich persönlich halte nicht allzuviel davon immer den aktuellsten kernel nutzen zu müssen. die distributoren leisten im allgemeinen recht gute arbeit, damit das system stabil und halbwegs vernünftig läuft. wieso sollte man diesen vorteil durch eine "herzoperation" zunichte machen? - meine meinung...
Hallo,
Ich kann da gut aus eigener Erfahrung berichten, habe vor 3 Tagen meinen ersten Kernel übersetzt. Hat mich etwa einen Arbeitstag gekostet. Aber auch nur, weil ich die Anleitung natürlich nicht richtig durchgelesen habe. Ich bin nach der Kernel-FAQ (http://faq.linuxforen.de/index.php3?sid=642678926&aktion=anzeigen&rubrik=2&id=16) hier im Linux-Forum vorgegangen. Ich finde, daß die wirklich gut ist. Wie gesagt, der Fehler lag bei MIR, nicht in der FAQ.
Also, wenn man seinen Rechner ein bischen kennt, damit man die Konfiguration richtig macht, und pinibel darauf achtet, daß man immer den alten Kernel noch booten kann, ist das wirklich nicht so schlimm.
Also, wenn Du Dir einen Vorteil erhoffst, trau Dich ruhig dran.
Wobei ich ar mit "never touch a running system" durchaus recht geben muß.
Dirk
Aber es wird der Tag kommen wo du mal eben gern was installieren oder einrichten willst und dazu was an der Config des Kernels ändern musst. Spätestens dann musst du selbst Hand am Kernel anlegen.
Der Spruch "Never Touch a running System" greift hier eigentlich nicht. Du veränderst das System in der Regel gar nicht oder höchstens Minimal. Du fügst nur etwas hinzu was du mit Lilo entweder starten oder nicht starten kannst.
Lies dir mal die FAQ durch und mach dich mal mir Konsole und menuconfig vertraut. Schau dir in jedem Fall mal an was man so alles einstellen kann. Und dann kannst du mal versuchen einen neuen Kernel zu kompilieren und ihn mal ausprobieren. Und wenns nicht geht, dann lässt du es halt so und startest mit dem alten Kernel.
Ein Echter Tuxer muss sich früher oder später tiefer mit seinem System auseinander setzen um alle Vorteile auch nutzen zu können. Und wenn du dich genau an die FAQ hälst machst du dir dabei auch nichts kaputt und lernst eine Menge.
vBulletin® v3.8.6, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.