PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das umweltfreundlichste Auto der Welt


Seiten : [1] 2

X-Dimension
04.07.03, 09:12
Hallo, viele haben sicherlich schon vom
"Zero pollution Car" oder auch "Air Car" gehört.
Es handelt sich bei dem Konzept um ein komplett Druckluftgetriebenes
Auto. Der Wirkungsgrad diese Konzeptes schlägt Elektro und Solar getriebene Autos problemlos :)

Der Hersteller des Fahrzeuges hat mittlerweile seine Webseite komplett überarbeitet und es sind nun auch Videos und Animationen auf der Seite zu finden...

http://www.theaircar.com/

Ich hoffe das Konzept setzt sich auch trotz der harten Proteste der ÖL-Lobby durch.

Meiner Meinung nach ist es die wohl größte Inovation im Automobilbau in diesem Jahrhundert!

PS: Ein kurzer Überblick über die Technischen Daten für alle die der englischen Sprache nicht mächtig sind:

4 Zylinder Druckluftmotor
Elektronische Lufteinspritzung (Geiles Wort)
130 km/h Spitze
Reichweite 200-300Kilometer.
Tankzeit ca. 3minuten an Spezieller Druckluft-Tankstelle
oder 4 Stunden über einen Elektrokompressor.
Airbag und Klimaanlage!


XD

Firebuster
04.07.03, 13:12
Naja, und die Energie, die ein 5kW-Kompressor über 4 Stunden verbraucht, wo kommen die her?
Das ist genauso wie die tollen Brennstoffzellen, die Elektrolyse funktioniert ja auch nicht mit Luft und Liebe. :D
Das mögen zwar alles tolle Projekte sein, aber der Dreck, der bei der Energiegewinnung entsteht (CO2, radioaktive Abfälle,......) wird ja weiterhin erzeugt und die Problematik wird nicht gelöst, sondern nur woandershin verschoben.

red.iceman
04.07.03, 13:17
Ah ja. Und was ist nun das tolle daran? Ein ganz normaler, mit Druckluft betriebener Motor.

ri

buffoon
04.07.03, 13:19
Naja, ich denke schon das durch dieses Auto die Umwelt um vieles weniger belastet wird als durch die Verbrennung von Benzin und Diesel!

s2b
04.07.03, 13:24
kann hier noch was tolles empfehlen, wenn nur nicht die Industrie wäre, die so etwas verhindert
http://www.wasserauto.de/

red.iceman
04.07.03, 13:25
Ich seh gerade, da war jemand schneller....

Die Problematik der Energiegewinnung läßt sich nun mal aber nicht so einfach lösen. Zur Fortbewegung benötigst du eben Energie. Entweder erzeugst du diese lokal (z.b. aus benzin/diesel im verbrennungsmotor) oder eben zentral (strom aus dem kraftwerk). In letzterem Fall mußt du dir natürlich überlegen, wie du (a) den erzeugten Strom im Fahrzeug speichern kannst und (b) anschliessend daraus wieder mechanische Arbeit erzeugst. Ein Speichermedium wäre natürlich Druckluft, ein anderes Wasserstoff oder auch eine simple Batterie. was davon nun gut/schlecht ist, ist eine Frage des gesamtwirkungsgrades (u.a.). Und genau darüber findet man keine angaben auf der seite dieses "tollen" motors.

ri

Berufspenner
04.07.03, 13:34
Original geschrieben von s2b
kann hier noch was tolles empfehlen, wenn nur nicht die Industrie wäre, die so etwas verhindert
http://www.wasserauto.de/ Wasserstoff ist als Energielieferant sicherlich nicht schlecht nur weis ich nicht, wie ich es mir im alltäglichen Gebrauch vorstellen soll. Es ist ja schon recht empfindlich im Vergleich zu Benzien, also im Bezug auf die Reaktionsfreudigkeit. Bei einem Autounfall kann das schon verherende Folgen haben.

Cu
André

geco2
04.07.03, 14:01
Ich bin gerade bei einem Nutzfahrzeuge Hersteller beschäftigt der bereits Wasserstoff Fahrzeuge Betreibt und auch Testet.
Is genauso sicher wenn nicht sicherer als Benzin.

Nur die herstellung von dem Zeug, dann schon lieber Benzin verbrennen

blub
04.07.03, 17:33
Naja, der Aufwand bei Benzinern ist aber auch beträchtlich.
Katalysatoren, Erdölgewinnung, weiter Transport, Raffinerien usw.
Für das Air Auto müßte man ja nur Luft komprimieren. Wenn die Angabe von MDI
stimmt, daß 100 km einen EURO kosten, kann der Energieaufwand dafür nicht so hoch sein.
Aber genau hier habe ich meine Zweifel, die Versprechungen scheinen doch sehr vollmundig
und anscheinend ist MDI den Beweis schuldig geblieben, das das Konzept funktioniert.
Die Reichweite von 200 km wird zum Beispiel angezweifelt.
Aber ich hab ein Herz für Pioniere und wünsche ihnen das Beste.

X-Dimension
04.07.03, 18:46
Weiterhin müsst ihr bedenken das eine Zapfsäule an der Tankstelle ohnehin Energie benötigt der Kraftstoff muss ja irgendwie aus den Tanks gepummt werden. Ob jetzt Strom für eine Pumpe oder für einen Kompressor der die Luft ins Auto drückt genutzt wird ist am Ende kein Großer Unterschied, also das Argument daß man dafür mehr Strom braucht für die Kompressoren usw, hat sich damit ziemlich relativiert.

XD

Pixcy
04.07.03, 18:52
Original geschrieben von Berufspenner
Wasserstoff ist als Energielieferant sicherlich nicht schlecht nur weis ich nicht, wie ich es mir im alltäglichen Gebrauch vorstellen soll. Es ist ja schon recht empfindlich im Vergleich zu Benzien, also im Bezug auf die Reaktionsfreudigkeit. Bei einem Autounfall kann das schon verherende Folgen haben.


Das stimmt nicht. Wärend Benzin explodiert und sich beim Auslaufen nach unten ausbreitet und weiterbrennt, verflüchtigt sich Wasserstoff - da er leichter ist als Luft - nach oben, meinst bevor es zu einer Explosion kommt. Wenn doch mal (seltener Fall) eine Flamme bzw. ein Funke den Wasserstoff entzündet, bevor er sich verflüchtigt hat, giebt es bloß eine kurze Stichflamme nach oben. Danach geht die Flamme direkt wieder aus.

Ich bin der Meinung, dass das Wasserauto von dem Philipienen (das es übrigends schon viele Jahre gibt), eine viel größere Inovation ist als das Luftdruckauto, dass schon seit dem letzten Jahrhundert auf dem - wenn auch kleinen - Markt ist.

Am besten ist immernoch, das Fahren ganz zu vermeiden, indem man kurze Strecken mit dem Fahrrad zurücklegt oder öffentliche Verkehrsmittel benutzt. :) :) :)

just my 3 cents ...
mfg Tim.

Pixcy
04.07.03, 18:55
Original geschrieben von X-Dimension
Weiterhin müsst ihr bedenken das eine Zapfsäule an der Tankstelle ohnehin Energie benötigt der Kraftstoff muss ja irgendwie aus den Tanks gepummt werden. Ob jetzt Strom für eine Pumpe oder für einen Kompressor der die Luft ins Auto drückt genutzt wird ist am Ende kein Großer Unterschied, also das Argument daß man dafür mehr Strom braucht für die Kompressoren usw, hat sich damit ziemlich relativiert.

Das sehe ich nicht so. Die Pumpen in den normalen Zapfsäulen brauchen nicht so viel Energie wie ein entsprechender Kompresor. Das wäre ja noch schöner.

nob62
04.07.03, 19:12
@Tim,
Am besten ist immernoch, das Fahren ganz zu vermeiden, indem man kurze Strecken mit dem Fahrrad zurücklegt oder öffentliche Verkehrsmittel benutzt.
*vehementzustimm*;)

stefan.becker
04.07.03, 19:28
Am besten ist immernoch, das Fahren ganz zu vermeiden, indem man kurze Strecken mit dem Fahrrad zurücklegt oder öffentliche Verkehrsmittel benutzt.

Nackte Theorie, wenn du auf dem Lande wohnst. Leider !

Der gesamte ÖPNV und Mehdorn sind leider dabei, alle auf die Bahn zu treiben, die Autobahn. Gerade im Nahverkehr werden Strecken gestrichen oder ganz eingestellt. Die Taktzeiten werden verlängert und und und ...

Wie gesagt, leider.

Es gibt eine geile Stadt im Münsterland, so called "Münster".

Wer da mal gewesen ist, weiss Fahrrad fahren zu schätzen. An jeder Strasse Radwege noch und nöcher. Und die Autofahrer sind es gewohnt. Hier bei mir zu Hause stehen am Bahnhof weniger Fahrräder als in Münster vor einer schlecht besuchten Kneipe. Und wenn du es doch mal wagst, musst du an jedem Bordstein aufpassen, die Radwege (sofern vorhanden) sind zugeparkt und wenn du das alles schaffst, wirst du anschließend über den Haufen gefahren.

Alex_K
04.07.03, 20:19
Original geschrieben von X-Dimension
Weiterhin müsst ihr bedenken das eine Zapfsäule an der Tankstelle ohnehin Energie benötigt der Kraftstoff muss ja irgendwie aus den Tanks gepummt werden. Ob jetzt Strom für eine Pumpe oder für einen Kompressor der die Luft ins Auto drückt genutzt wird ist am Ende kein Großer Unterschied, also das Argument daß man dafür mehr Strom braucht für die Kompressoren usw, hat sich damit ziemlich relativiert.


nein, die rechnung kann nicht stimmen.

ein physikalisches grundgesetz lautet dass man nur die leistung raus bringen kann, welche man auch rein steckt (die differenz ist dann der wirkungsgrad). das heißt wiederum dass man um ein auto zu betreiben auch die dementsprechende energie in die druckbehälter rein stecken muss. und das wird nicht mit einem kleinen kompressor funktionieren den man an eine 230V steckdose anschließt.

und auch in einer unfallsituation ist ein 300bar durckbehälter nicht unkritisch. in österreich sind durckluftangen über 18bar nur mit genehmigung erlaubt und müssen streng gewartet werden. grund dafür ist das wenn bei so hohen drücken ein teil explodiert des den gleichen effekt hat wie wenn irgendein sprenstoff explodiert. also wenn ein unter 300bar stehender behälter explodiert ist das sicher alles andere als unkritisch.

meiner meinung liegt die zukunft in einer kombination aus wasserstoff und solarenergie. ich stelle mir das so vor dass es zu jedem haus einen wasserstoffbehälter gibt, und auf den dächern solarplatten montiert werden. und sich somit jeder haushalt wasserstoff produziert. oder dass es "solarfarmen" gibt welche wasserstoff produzieren. das problem ist dass die solartechnik noch in den kinderschuhen steckt. d.h. solarplatten sind sehr teuer und es werden nur < 5% der eingestrahlten sonnenenergie in strom umgewandelt ...

Sayonara
04.07.03, 20:48
Wie bereits schon gesagt kommt Energie nicht von Nichts!
Um ein Fahrzeug vorranzutreiben benötigt man eine bestimmt Menge an Energie. Ob nun diese Energie durch Druckluft, Wasserstoff, Gas, Benzin oder sonstwas erzeugt wird, spielt überhaupt keine Rolle, denn es handelt sich dabei nur um Energieträger. Die Energie, die sie enthalten kommt aber nicht aus dem Nichts, sondern muss da erstmal rein. Und diese Energie, die da rein "gedrückt" wird, muss auch irgentwo herkommen. Bei Benzin handelt es sich beispielsweise um eine Naturrohstoff der aufwendig verarbeitet werden muss. Die Produktion von Wasserstoff benötigt ebenfalls eine Menge Energe. Und die Kompression von Luft ist auch nicht von ungefähr. Des weiteren ist Fakt, dass das "Aufladen" eines solchen Energieträgers, der ja im Grunde wie eine Batterie arbeiten, immer mit einem gewissen Energieverlust behaftet ist. Nun,..laut Physik kann Energie zwar nicht wirklich verloren gehen, sondern verliert sich einfach ungenutzt in der Umgebung. Ziel für die Zukunft kann es deshalb nur sein, dass man eine Energieträger findet dessen "Energieverlust" so gering wie möglich ist. Wasserstoff find ich IMHO da nicht geeignet wegen der Problematik, das der Herstellung viel zu viel Energie verbraucht, nämlich sehr viel mehr, als man letzendlich da wieder raus bekommt. Natürliche Rohstoffe, wie Gas und Öl sind deshalb ebenfalls nicht geeignet, weil auch sie eine hohen Verlust aufweisen, und zudem in Zukuft sehr knapp werden! Man bedenke nur, dass man beispielsweise aus Öl sehr wertvolle Medikamente herstellt! Man fragt sich nur, was damit geschehen soll, falls es in einige Jahrzenten kein Öl mehr geben wird, weil es auf sinnlose weise einfach Verheizt wird...
Wie auch immer, sind sogar Solarzellen problematisch. Deren Herstellungsprozess ist ebenfalls äuserst aufwendig. Ich meine irgendwo sogar gelesen zu haben, das die Produktion eines Solarpanels mehr Energie benötigt, als sie in ihrer Lebensdauer überhaupt wieder rausbringen kann!
Das zeigt aber auch wieder, dass man immer mehr reinstecken muss, als man letztendlich rausbekommt. Es muss also ein Medium gefunden werden, dessen Verlust so gering wie möglich ist. Sowas, dass man mit wenig Energieaufwand viel Energie zurück bekommt, gibt es leider nicht, und kann es aus meiner Sicht auch nie geben.

Catonga
05.07.03, 00:16
Die natürlichste Form der Energiegewinnung ist die Lösung: ;)

http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?s=&threadid=65810&highlight=kernfusion

blub
05.07.03, 12:24
Hier gibts noch mehr Infos über das Air-Auto:
http://www.bagelhole.org/article.php/Transportation/353/

RWZ
06.07.03, 13:12
Ich habe mich vor vielen Jahren bei der Firma MDI als Kaufinteressent des Druckluftautos angemeldet. Damals steckte das Fahrzeug angeblich noch mitten in einem EU-Zulassungsverfahren. Ich habe auch Informationen zugeschickt bekommen, also im Wesentlichen eine CD mit netten Bildern und Videos usw. drauf. Die Berechungen zum Wirkungsgrad und die herangezogenen Vergleiche mit herkömmlichen Motorarten konnte ich allerdings nicht nachvollziehen. Das war zwar eine schöne Präsentation, nett gemacht, mit bunten Bildchen und so, aber eben ohne harte, nachvollziehbare Fakten. Nun gut, das Informationsmaterial richtet sich ja nicht an Ingenieure, sondern an 'Otto Normalverbraucher', der sich eben über 'das Auto der Zukunft' informieren will, und weil der die technischen Hintergründe sowieso nicht versteht :rolleyes: hat man sie eben gleich weggelassen. Die Aussage war eben, daß der Gesamtwirkungsgrad von der Stromerzeugung bis hin zum Auto eben besser, und dadurch der Primärenergiebedarf niedriger sei als beispielsweise beim Dieselmotor. Und weil sich die Firma den Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben hat, sollten die Autos nicht in _einer_ Fabrik gebaut, und dann in die ganze Welt exportiert werden, sondern die Autos sollen überall da gebaut werden, wo sie denn auch verkauft werden. Und zwar nach einer Art 'Franchising' System. Man zahlt eine Stange Geld an MDI, die stellen einem dann eine Fabrik hin, und dann kann man im Namen von MDI, aber auf eigenes Risiko mit der Produktion beginnen. Im Prinzip also so Ähnlich wie Tupperware oder McDonalds oder so. Soweit hatte ich das alles verstanden. Weil ich ja aber keine Autofabrik, sondern nur _ein_ Auto wollte, hat mich das nicht weiter gekümmert. Dann haben die mir aber noch so einen Bettelbrief geschickt. Erst hätte ich mich mit so einer Art Anleihe bei MDI beteiligen sollen. Dann wurde eine Analyse eines Wirtschaftsinstituts geschickt, in der MDI eine glänzende Zukunft vorrausgesagt wurde, wenn sie denn an der Börse sind. Nun kenne ich mich damit nicht so aus, deshalb mit meinen Worten, so wie ich die Sache verstanden habe: Ich hätte können sofort Aktien kaufen, die aber erst ein paar Jahre später an der Börse gehandelt werden. Okay, wie gesagt, kenne mich da nicht so aus, wird wohl seine Richtigkeit haben. Aber: In diesem Gutachten wurden mir Wertsteigerungen 'versprochen', die unglaublich erscheinen. Jährlich hohe zweistellige Wertzuwächse. Die haben tatsächlich MDI mit Microsoft in den frühen Achtzigern verglichen, und mir wörtlich einen 'Werdegang' wie Bill Gates in Aussicht gestellt. Leute, das ist kein Witz ! Leider habe ich die Unterlagen nicht mehr, und wie gesagt, es ist schon ein paar Jahre her, also ich kann nicht mehr Einzelheiten zu dem 'Deal' nennen. Ihr müsst mir das nun einfach glauben, daß es so (oder so ähnlich) war. Also das roch nicht nur nach Betrug, das stank auch nach Verars**u*g. Versteht mich bitte nicht falsch, ich will nun niemanden des Betrugs bezichtigen. Ich habe ja den 'Deal' nicht gemacht, bin also nicht geschädigt worden, und kenne auch niemanden, der geschädigt wurde. Vor allem halte ich Guy Negre für einen ehrenwerten Erfinder und Ingenieur. Aber wie dem auch sei, es rührt sich nichts um MDI. Kein Auto, keine Fabriken, keine Verkaufsstellen, kein neuer Bill Gates. Was die Öffentlichkeit gesehen hat, war u.A. daß bei Günter Jauch so ein Auto eine kleine Runde im Hof gedreht hat und zwar im Schritt-Tempo. Wenn das die Zukunft des Automobils ist...

Sayonara
06.07.03, 13:52
@RWZ

Das riecht stark nach so einer Geschichte wie es vor wenigen Jahren die von Cargolifter. Da wurde auch jede Menge heiße Luft um eine zukunftsverändernde Technologie geblaßen. Jede Menge Investoren haben ihr Geld da reingesteckt. Man hat versprochen, dass das Projekt ein riesen Erfolg sein wird. Es wurde auch eine hübsche Halle für die Konstruktion bebaut, in der der Cargolifter gebaut werden sollte, obwohl es nie Konstruktionspläne für ein solches Luftschiff gab. :rolleyes:

Catonga
06.07.03, 14:35
Original geschrieben von Sayonara
@RWZ

Das riecht stark nach so einer Geschichte wie es vor wenigen Jahren die von Cargolifter. Da wurde auch jede Menge heiße Luft um eine zukunftsverändernde Technologie geblaßen. Jede Menge Investoren haben ihr Geld da reingesteckt. Man hat versprochen, dass das Projekt ein riesen Erfolg sein wird. Es wurde auch eine hübsche Halle für die Konstruktion bebaut, in der der Cargolifter gebaut werden sollte, obwohl es nie Konstruktionspläne für ein solches Luftschiff gab. :rolleyes:

Es lag nicht an nicht vorhandenen Konstruktionspläne, die lagen nämlich schon in der Schublade sondern an weiterem Geld.

Die Geschäftsleitung hat was die Finanzierung betrifft einige schwerwiegende Fehler
gemacht, am Ende hatten sie zwar die Halle, Patente, eine riesige Schneidmaschine für die Hülle, einen Flugfähigen Ballon(der bei dem großen Sturm vor 1 oder 2 Jahrne futsch ging) und Konstruktionspläne aber das weitere Geld um den 1. Cargolifter zu bauen
und um die Bautteile zu bezahlen das blieb aus.

Aber anstatt unseriöse Meinungsmache zu lesen könnt ihr ja mal direkt anfragen wie sich das ganze zugetragen hat:
www.zukunft-in-brand.de

Sayonara
06.07.03, 15:50
@ Catonga

Laut einem Bericht, der mal auf dem ARD über die Cargolifter AG lief, sah das ganze aber anders aus!
Intern wuste man, dass das Project nicht wirtschaftlich zu verwirklichen währe. Die internen Ingenieure sagten schon recht früh, dass ein solches Projekt viel länger dauern wird, und viel mehr Geld verschlingt als es von den Managern propagiert wurde. Nur das wollte man nicht höhren, und alle internen Studien darüber wurden unter Verschluss gehalten. Stattdessen demonstriete man anhand einen großen Ballons, wie später das Prinzip des Luftschiffes funktionieren sollte. Alle waren begeistert, aber was erst später rauskam war,..das dieser Ballon nicht mal selber konstruiert war. Zudem wurde dieser später bei einem Sturm zerstört. Auch das kleinere Modell, das man später vorstellte wurde nur gekauft und nicht selber entwickelt oder gar konstruiert. Jedenfalls hat es bis zum Ende keine richtigen Konstruktionspläne gegeben. Material und Pläne gab es genug, aber diese zeigten alle, das der Bau unter diesen Umständen völlig unmöglich sei. Der Betrug des ganzen Unternehmens war, dass man diese Tatsache absichtlich verschwiegen hat!
Wie gesagt, ich stütze mich jetzt auf diesen einen ARD Bericht, der mal vor ein paar Jahren lief. Dort hatte man einige Ingenieure interviewed und auch mit den Gründer Carl von Gablenz gesprochen. Der legte dort alles offen. Vieleicht kursiert dieser Bericht noch irgendwo im Netz rum. War sehr interessant.

Catonga
06.07.03, 16:11
Ja genau, laut einem Bericht. :D

Ich sagte doch du sollst die Informationen direkt beschaffen.
Wenn du wüßtest was da bezüglich Cargolifter in den Medien gelaufen
ist dann würdest du jedes einzelne Wort zweimal rumdrehen und skeptisch betrachten und nochmal selbst recherchieren.

Den Bericht kannst du übrigens in die Tonne treten.
Es gab darüber hinaus auch eine Gegendarstellung zu diesem Bericht, sehr lesenswert.
Sprich mal mit den Leuten von dieser einen Webseite zu der ich dir einen Link
gegeben habe. Ein Forum haben die ja.

Painkiller
06.07.03, 21:28
Also ich hab jetzt fast nix von diesem Tread gelesen, aber die energie muss trotzdem irgendwo herkommen. 4 h Druckluft aus einem Handelsueblichen Werkstattkompressor kosten 10 mal soviel wie 4 h heisses Wasser aus einem normelen Waaserhahn. Auch der U,weltfacktor, Strom kommt auch nicht aus der Leuft sondern aus irgendeinem Reaktor / Kraftwerk

mamue
06.07.03, 22:14
Jemand sprach hie von 300bar. Wie sieht eigentlich ein Druckbehälter aus, der 300 Bar standhält und was passiert, wnn der warm wird?

mamue

Batosai
07.07.03, 00:29
Original geschrieben von mamue
Jemand sprach hie von 300bar. Wie sieht eigentlich ein Druckbehälter aus, der 300 Bar standhält und was passiert, wnn der warm wird?

mamue

ich würde sagen: wenn der behälter dem nicht stand hält (was sehr wahrscheinlich sein wird) dann wirst du das ganze Gebiet um den Behälter herum unter einer anderen Adresse wieder finden!

...kann mich auch irren - so genau kenn ich mich da nicht aus!

Kentar
07.07.03, 08:57
es gibt schon behälter, die 300bar aushalten. Aber die werden eher für die Raumfahrt verwendet, und sind extrem teuer. Also, ich halte ein Wirtschaftliches Auto mit 300 Bar Tank für Utopisch.

Was ich nicht weis: Bei welchem Druck wird Luft bei ca. 14°C flüssig? Sind das 300 Bar? Wenn das so ist, ist das Problem der Hitze ein sehr geringes: Durch die Erwärmung dehnt sich die Luft aus => der Druck erhöht sich => mehr Luft wird Flüssig => Druck nimmt ab. Alles in allem würde der Druck bis zu einer Gewissen Temperatur konstant bleiben.

panzi
07.07.03, 12:43
(wieder mal net alle AWs gelesen, hoff es wurde noch nicht erwänt)

@energiebeschaffungsproblem
so ein deutsches unternehmen hat da ein konzept einer art solaranlage entwickelt, die in der wüste echt gut funktionieren könnt. eigentlich ganz simpel: ein riesiges glashaus (kreisförmig) und in der mitte ein hoher turm. die erzäugte wärme beschleunigt die luft derart, das man im turm ne gewaltige turbine anbringen kann. und noch dazu besteht die anlage zum großteil aus beton und glas, was man aus sand gewinnen kann!
nur lässt sich strom über weitre strecken schwer transportieren, dafür könnte man das wasserstoff-konzept oder das mit der druckluft nutzen!
das könnt auch den öl-staaten gefallen, denn die haben (meistens) ja wüsten!

Catonga
07.07.03, 22:58
Original geschrieben von panzi
(wieder mal net alle AWs gelesen, hoff es wurde noch nicht erwänt)

@energiebeschaffungsproblem
so ein deutsches unternehmen hat da ein konzept einer art solaranlage entwickelt, die in der wüste echt gut funktionieren könnt. eigentlich ganz simpel: ein riesiges glashaus (kreisförmig) und in der mitte ein hoher turm. die erzäugte wärme beschleunigt die luft derart, das man im turm ne gewaltige turbine anbringen kann. und noch dazu besteht die anlage zum großteil aus beton und glas, was man aus sand gewinnen kann!
nur lässt sich strom über weitre strecken schwer transportieren, dafür könnte man das wasserstoff-konzept oder das mit der druckluft nutzen!
das könnt auch den öl-staaten gefallen, denn die haben (meistens) ja wüsten!


Dieses Ding wurde bisher nur im kleinen Maßstab erprobt und es ist noch nicht
bekannt ob es sich rechnet, wenn man ein richtiges Kraftwerk daraus baut.

Deswegen baut man jetzt so ein Kraftwerk mit einem extrem hohen Turm in Australien
um in der Praxis zu erfahren ob es auch wirtschaftlich ist.
Für einen Link müßt ihr selber googlen. ;)

Kentar
08.07.03, 09:34
Ich habe auch schon mal davon gehört. Die Idee scheint gut zu sein, für Deutschland jedoch nicht brauchbar.
Außerdem weiß ich nicht, wie es mit der Wartung ist. Man sollte bedenken, daß in der Wüste extremsituationen herrschen. Das gerät müste also extreme Hitze, sowie große Kälte (und das wechselhaft in ziemlich kurzer Zeit), Sandstürme etc. aushalten. Es wird wohl ständig vom Sand/ Staub befreit werden müssen.