LX-Ben
17.03.03, 13:31
Köln: Staatsanwaltschaft warnt vor Internet-Betrüger
Köln (ddp) – Die Kölner Staatsanwaltschaft warnt vor
einem großangelegten Betrug mit Last-Minute-Reisen im
Internet. Bundesweit gebe es bereits mehr als 100
Ermittlungsverfahren, die auf ein und denselben Täter
schließen lassen, sagte eine Behördensprecherin.
Via Internet bietet eine angeblich weltweit
agierende Last-Minute-Agentur besonders
Hausfrauen, Studenten und Arbeitslosen die
Möglichkeit, für sein Unternehmen das
schnelle Geld zu machen. Interessenten
sollen lediglich eine Konto-Nummer zur
Verfügung stellen. Auf das Konto werden
dann in der Regel vierstellige Beträge
eingezahlt; angeblich von vermeintlichen
Urlaubern, die eine Reise gebucht haben.
Online-Geldwäsche statt Internet-Reisebüro
Die Mitarbeiter müssen das Geld auf ein
Konto auf den Philippinen weiterleiten. Ist der
Betrag angekommen, erhalten sie angeblich
das gebuchte Flugticket, das sie im Auftrag
des Reisebüros den Urlaubern schnellst
möglichst zukommen lassen. Für ihre
Bemühungen dürfen die Mitarbeiter zehn
Prozent des auf ihrem Konto eingegangenen
Betrages einstreichen.
Allerdings gibt es weder Urlaubsreisen
noch Tickets. Das Geld hat sich der
vermeintliche Reisebüro-Inhaber mit Hilfe
gefälschter Überweisungsträger von
unbekannten Konten ergaunert. Die
notwendigen Angaben stammen von
Briefbögen, Geschäftsadressen und
Visitenkarten ihm fremder Firmen oder
Privatleute.
Ermittler: Bisher 300.000 Euro Schaden
Mit diesem Trick kassierte er nach Angaben
der Kölner Staatsanwaltschaft bislang mehr
als 300.000 Euro. Dabei handele es sich nur
um "die Spitze eines Eisberges", betonen die
Ermittler.
Ist das Geld erst einmal auf den Philippinen,
haben die Geschädigten, die oft erst Wochen
später anhand ihres Kontoauszuges von dem
betrügerischen Vorgehen erfahren, das
Nachsehen. Ein Rechtshilfe-Ersuchen ist
zwecklos, da es mit dem Land kein
entsprechendes Abkommen gibt.
http://www.chip.de/news/c_news_10197847.htm
REM Ähnliche Masche wie die Nigeria-Connection: Es ist gemäß
bisheriger Rechtsprechung zu vermuten, dass letztlich diejenigen
zur Kasse gebeten werden, die ihre Kontonummer zur Verfügung
gestellt haben, da sie rechtlich gesehen das Geld ohne Gegen-
leistung erhalten haben.
Köln (ddp) – Die Kölner Staatsanwaltschaft warnt vor
einem großangelegten Betrug mit Last-Minute-Reisen im
Internet. Bundesweit gebe es bereits mehr als 100
Ermittlungsverfahren, die auf ein und denselben Täter
schließen lassen, sagte eine Behördensprecherin.
Via Internet bietet eine angeblich weltweit
agierende Last-Minute-Agentur besonders
Hausfrauen, Studenten und Arbeitslosen die
Möglichkeit, für sein Unternehmen das
schnelle Geld zu machen. Interessenten
sollen lediglich eine Konto-Nummer zur
Verfügung stellen. Auf das Konto werden
dann in der Regel vierstellige Beträge
eingezahlt; angeblich von vermeintlichen
Urlaubern, die eine Reise gebucht haben.
Online-Geldwäsche statt Internet-Reisebüro
Die Mitarbeiter müssen das Geld auf ein
Konto auf den Philippinen weiterleiten. Ist der
Betrag angekommen, erhalten sie angeblich
das gebuchte Flugticket, das sie im Auftrag
des Reisebüros den Urlaubern schnellst
möglichst zukommen lassen. Für ihre
Bemühungen dürfen die Mitarbeiter zehn
Prozent des auf ihrem Konto eingegangenen
Betrages einstreichen.
Allerdings gibt es weder Urlaubsreisen
noch Tickets. Das Geld hat sich der
vermeintliche Reisebüro-Inhaber mit Hilfe
gefälschter Überweisungsträger von
unbekannten Konten ergaunert. Die
notwendigen Angaben stammen von
Briefbögen, Geschäftsadressen und
Visitenkarten ihm fremder Firmen oder
Privatleute.
Ermittler: Bisher 300.000 Euro Schaden
Mit diesem Trick kassierte er nach Angaben
der Kölner Staatsanwaltschaft bislang mehr
als 300.000 Euro. Dabei handele es sich nur
um "die Spitze eines Eisberges", betonen die
Ermittler.
Ist das Geld erst einmal auf den Philippinen,
haben die Geschädigten, die oft erst Wochen
später anhand ihres Kontoauszuges von dem
betrügerischen Vorgehen erfahren, das
Nachsehen. Ein Rechtshilfe-Ersuchen ist
zwecklos, da es mit dem Land kein
entsprechendes Abkommen gibt.
http://www.chip.de/news/c_news_10197847.htm
REM Ähnliche Masche wie die Nigeria-Connection: Es ist gemäß
bisheriger Rechtsprechung zu vermuten, dass letztlich diejenigen
zur Kasse gebeten werden, die ihre Kontonummer zur Verfügung
gestellt haben, da sie rechtlich gesehen das Geld ohne Gegen-
leistung erhalten haben.