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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ISDN mit Telefonanlage -> keine Verbindung!


Jabberwocky
15.07.01, 14:44
Hallo!
Ich habe ein SuSE Linux 7.2 System, und eine Creatix-ISDN-Karte von Medion. Außerdem hänge ich als Mitbenutzer an einer Telefonanlage dran. Ich möchte mich über T-Online einloggen.
Nun habe ich mit dem SuSE Support Service gesprochen und der Herr meinte, anhand meiner Log-Datei wäre klar, dass die Telefonanlage den Zugang verhindere.
Wer kann mir helfen?

Danke schön!!!!
Gruß
Jabberwocky

BBlack
15.07.01, 16:10
Hoi!

Was steht denn in der Log Datei?

Jabberwocky
15.07.01, 20:32
Hi!
In der Log-Datei steht zur Internetverbindung folgendes:
Jul 6 22:39:35 linux kernel: ippp0: dialing 1 0,,0191011...
Jul 6 22:39:35 linux kernel: isdn: HiSax,ch0 cause: E0015
Jul 6 22:39:35 linux isdnlog: Jul 06 22:39:35 * tei 67 calling +49 ,,0191011, with +49 2454/1539, Gangelt RING (Data)
Jul 6 22:39:43 linux kernel: isdn_net: local hangup ippp0
Jul 6 22:39:43 linux kernel: ippp0: Chargesum is 0
Danke für Dein Bemühen,

Gruß, Jabberwocky

hmarburg
15.07.01, 22:29
Servus,

die cause-Meldung von HiSaX (E0015) sagt aus, dass der gerufene Teilnehmer den Verbindungsversuch explizit ablehnt. Vielleicht solltest Du mal überprüfen, ob Deine ISDN-Karte als Busteilnehmer (S0-Bus) an der TK-Anlage freigegeben ist und ob deine HiSax-Einstellungen in Kombination mit der TK-Anlage abgestimmt sind.

Jabberwocky
16.07.01, 14:37
Hi!
Danke für Eure Bemühungen.
Nun ist es aber komisch, dass ich unter Windows ME mit den Einstellungen ins Internet komme. Meine ISDN-Karte hat also die Berechtigung, online gehen zu dürfen.
Wo sollte ich denn vielleicht etwas umstellen?

Achtung: Ich bin jetzt eine Woche in Urlaub (Jippi...). In dieser Zeit kann ich Euch also nicht antworten.
Bitte nicht ungeduldig werden.

Danke für alles und Gruß, Jabberwocky

Jaydee
16.07.01, 16:30
Hi,

mit welcher Nummer gehst Du denn Richtung Internet, also wie hast Du Deine eigene in YAST eingetragen, evtl. liegts daran, dass die Telefonanlage diese abweist.


Gruß Alex

jkaiser
16.07.01, 19:55
Hmm! Wie ist das mit dem Komma? In der Hilfe zum ISDN Konfigurationsdialog in YaST1 steht zwar, dass bei TK-Anlagen ggf. ein 0 vorgewählt werden muß, von dem Komma steht da aber nix. Du konfiguriert hier schließlich ein ISDN-Netzwerk Inetraface und kein Modem. Bei Windows wird (zumindest bei AVM) die ISDN-Karte per DFÜ-Netzwerkadapter über die Modememulation des CAPI-Porttreibers angesprochen (Ägypten?). Das äquivalent unter Linux/HiSax wäre eine ISDN-Verbindung mittels pppd auf /dev/ttyI0. Vielleicht hilft dir die Erkenntis,dass du ja unter Linux auch nirgendwo eine Option wie "warten auf Freizeichen" gesehen hast, das ganze zu verstehen. Ich hatte mal, da ich dachte, die ISDN-Karte würde am externen S0 hängen, die externe MSN und nicht die interne Nebenstellen MSN konfiguriert und kam trotzdem durch die Eumex nach draußen. Übrigens kann man bei vielen Anlagen auch eine automatische Amtsholung einstellen. Dann hat immer direkt eine Amtsleitung (sofern ein frei ist). Aber wie gesagt, ich kam auch so raus.
Übrigens, falls du doch mal wider mit einem Modem wählen solltest, 0W0191011 funktioniert in vielen Fällen auch. Dabei wird nach der ersten 0 auf einen Wählton (Freizeichen) gewartet.

Gruß, Jens

jkaiser
21.07.01, 14:49
Nimm zunächst mal den Präfix 0, aus der Anwahlnummer des Prividers heraus! Wenn immer noch nicht geht, überprüfe die konfiguration der TK-Anlage. Halte dabei Ausschau auf Berechtigungen der einzelnen Nebenstellen. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, mußte ich, als ich die ISDN-Karte mit der internen MSN (Nebenstellennummer) konfiguriert hatte, dieser MSN das Recht internationale Rufnummern wählen zu dürfen einräumen. Ansonsten wurde die Verbindung zu T-Online nicht gestatet (von der Rufnummer her sollten nationale Ferngespräche eigentlich ausreichen!).

Falls es dann immer noch nicht geht, melde dich nochmal!
Falls du mir sagen kannst, wo genau dein Verständnis dich im Stich läßt, bin ich gerne bereit etwas detaillierter zu werden! Ansonsten schreibe ich hier Romane, die keiner lesen will!


Gruß, Jens

Jabberwocky
21.07.01, 15:39
Hi!
Ich habe mit folgendem Ausschnitt Probleme:
"Du konfiguriert hier schließlich ein ISDN-Netzwerk Inetraface und kein Modem. Bei Windows wird (zumindest bei AVM) die ISDN-Karte per DFÜ-Netzwerkadapter über die Modememulation des CAPI-Porttreibers angesprochen (Ägypten?). Das äquivalent unter Linux/HiSax wäre eine ISDN-Verbindung mittels pppd auf /dev/ttyI0."
Was ist ein Netzwerk Inetraface? Und wie komme ich an die pppd Verbindung?

Meine Nebenstellt hat eine Erlaubnis, internationale Rufnummern anzuwählen. Ich telefoniere nämlich öfters mit den Niederlanden.

Danke für Deine Antwort, Jabberwocky

zio
21.07.01, 21:40
Hallo Jabberwocky,

ich hab mal irgendwo gehört, dass Linux dann Probleme mit Telefonanlagen hat, wenn die über den USB angeschlossen wird. Ich hab die Eumex 504 und gehe über ein internes ISDN-Modem (eine Teledat oder so, ist tatsächlich eine Fritzcard lt. aufdruck auf Karte) ins Internet. Auf der Suse-Seite wurde für die Eumec deutlich gesagt, dass der USB-Anschluss zur Konfiguation der Anlage Probleme macht. Hab das Teil deshalb zum Konfigurieren nur über serielle Port gelegt. Ins Netz gehe ich damit sowieso nicht.

Gruß von Zio

Jabberwocky
21.07.01, 23:20
Hallo Jens!

Danke für Deine Antwort. Leider habe ich mit dem Verständnis noch einige Probleme ;).
Was soll ich denn Deiner Meinung nach tuen??

Ich danke Dir für Deine Antwort.

Jabberwocky

jkaiser
22.07.01, 18:48
Wie siehts mit der automatischen Amtsbelegung aus? Ich wollte die keineswegs dazu raten mittels pppd über die Modememulation /dev/tty? eine Interneteinwahl zu realisieren!
Du hast doch bei der Installation, nachdem YaST die ISDN-Karte erkannt hat, ein Netzwerkinterface ippp0 dafür konfiguriert. Netzwerkinterface würde ich als Softwareschnittstellen für die im System konfigurierten Netzwerkanschlüsse umschreiben. Du kannst sie als Treiberprogramme für Netzwerkhardware (ISDN, Ethernet, Token-Ring, etc.) betrachten.
Zurück zu deinem ippp0 Interface, dem du ja wohl auch eine IP-Adresse verpasst hast und seinem Point-to-Point Partner auch. Zumindest seinem virtuellen P-t-P, es besteht ja noch keine Verbindung. Für Linux ist das jedoch transparent, es existiert auch eine Hostroute zu diesem virtuellen P-t-P. Außerdem hast du bei der Konfiguration eine Rufnummer für die Einwahl vergeben und festgelegt ob sich das ISDN-Interface bei Bedarf automatisch Einwählen kann (dialmode auf auto). Wird jetzt ein Datenpaket an die Adresse der P-t-P geschickt, so merkt das ISDN-Interface, dass noch keine Verbindung besteht und wählt sich ein. Daraufhin werden IP-Adresse des P-t-P neu gesetzt (dyn IP sollte bei der Konfiguration gestzt sein!) und das Routing wird angepasst (neu Hostroute zu P-t-P und ggf. eine default-route mit demselben Ziel).
Das Wählen in einem Digitalen Netzwerk wie ISDN nunmal eines ist, geschieht etwas anders als im analogen Netz. Da geht einfach ein Datenpaket mit der kompletten Rufnummer auf reisen. Im analogen Netz brauchst du zunächst mal eine analoge Verbindung zu einer Vermittlung um das sequentiell die einzelnen Ziffern der Rufnummer zu übermitteln.
Wenn du ein Modem anweist zu wählen, dann übermittelst du ihm die Nummer mit einem einzigen Befehl, d.h. das Modem muß jetzt selbst für das erfolgreiche zustandekommen der Verbindung sorgen. Es weiß nicht, ob es an einer Nebenstellenanlage ist und ist auch nicht selbst in der Lage das herauszufinden. Deshalb muß man ihm beim wählen etwas helfen, wenn es dann und wann beim wählen auf ein Freizeichen warten oder eine Pause einlegen soll! Während nämlich beim analogen wählen schon während des Wählens zu weiteren Vermittlungstellen durchgeschaltet wird (und müssend die nächsten Ziffern mittbekommen, zumindest bis sie weiter durchschalten) wird im ISDN immer das ganze Datenpaket (mit der kompletten Nummer) weitergereicht! Ums abzukürzen, ein ISDN-Gerät braucht nach der 0 für die Amtleitung nicht zu warten (das bewirkt das Komma im Modem-Wählstring).
Bleibt noch die Modememulation. Das ist eine Software, welche es erlaubt, die vom ISDN-Harwaretreiber bereitgestellten Ports wie ein Modem anzusprechen. Also mit AT-Befehlen. Der AT-Befehlssatz ist hier allerding etwas beschränkt. Mit ATDT0191011 könntest du ohne weiteres eine Einwahl initieren aber dann brauchst du auch ein Programm, welches beim zustandekommen der ISDN-Verbindung das weiter Protokoll (z.B. syncPPP) abhandelt! Bei Modemeinwahl kommt dabei der pppd (PPP-Daemon) zum Einsatz. Da dieser aber kein syncPPP kann (nur asyncPPP), liefert das i4l-Paket den ipppd mit.

Ich hoffe ich habe es jetzt etwas deutlicher gemacht. Ungenauigkeiten bitte ich zu entschuldigen, wollte es kurz halten.

Gruß, Jens

Jabberwocky
22.07.01, 19:59
Hi jkaiser!

Vielen Dank! Jetzt habe sogar ich kapiert, wodrum es geht ;-).
Eine tolle Ausführung.
Welche Emulation empfiehlst Du mir denn jetzt? Ich kenne unter Windows die sogenannten Capi-Treiber.
Gibt es Äquivalente für Linux??

Tut mir Leid um die Mühe, die Ihr Euch macht, aber für mich ist Internet eigentlich ziemlich wichtig. Ohne bringt mir das Betriebssystem gar nichts.

Tschüss und DANKE!!!!

Jabberwocky

jkaiser
23.07.01, 20:17
Wie ich im letzten Posting schon sagte, KEINE Modememulation! So wie du es eingerichtet hast, nämlich als Netzwerkinterface ippp0, it es Ok! Ich schrieb auch bereits, dass du die führende 0 und/oder das Komma entfernen solltest! Über das Ergenbniss hast du noch nichts gesagt. Was folgte war eine Exkursion in die Unterschiede von Rufnummernangaben für ISDN-Geräte und Modem-Wählstrings!
Probiers aus und melde dich wieder!

Bis dann, Jens