Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Linux-Experiment II
hi
ich bin mir nicht sicher ob das hier schon gepostet wurde, wenn ja bitte den thread wieder löschen.
aber hier jetzt der link => http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=computer/neuetechnik/software/56593
einfach klasse geschrieben :)
Gruß HangLoose
Thomas Mitzkat
11.11.02, 12:13
einfach herrlich und selten so gelacht - das spiegelt genau das theater mit diesem grandiosen betriebssystem wieder :D
Sogar das Klicki-di-Klicki auf Icons und Programme funktioniert nach alter Gutsherrenart ganz prächtig. Linux-Puristen, ich weiß, ist das zuwider, aber auch DAUs müssen wenigstens die Chance haben, sich eines Tages vielleicht sogar einmal zu Linux-Puristen entwickeln zu können. Ohne Linux-Theorie-Vollstudium mit anschließender Doktor-Arbeit am offenen Kernel-Herzen - schon zum Einstieg.
:D:D:D
Hi,
ganz teilen kann ich die Begeisterung für den Artikel nicht: Auf der einen Seite sehr amüsant zu lesen, auf der anderen Seite hat manches aber auch etwas - nehmt es mir nicht übel - dümmliches. Sich darüber zu beklagen, wie kompliziert das Komando tar cvzf oder so ähnlich ist, finde ich einfach albern. Ein Zeitungsredakteur, der mit diesem einfachen Komando Schwierigkeiten hat ... na, ja, ich will da nicht drauf rumreiten. Es dient wohl in diesem Zusammenhang eher dafür, etwas "witziges" zu sagen.
Nervig finde ich außerdem, dass der ganze Artikel doch zu sehr von der Position geschrieben ist, "macht Linux es ähnlich wie Windows". Natürlich kommt man als Linuxneueinsteiger in der Regel von Windows und hat da einige Gewohnheiten. Aber immer so zu tun, als ob Anwenderfreundlichkeit ausschließlich von Windows Standards definiert werden, ist meines Erachtens sehr daneben. "Gewohnheiten werden von Windows definiert", das trifft es wohl besser. Und was dann davon abweicht, ist dann das, was mit Bernd Graffs Worten "zur Hölle" führt. Das, was dann "wieder zurück" führt, soll dann wohl die Einsicht sein, doch mit Windows besser zu fahren. Was soll dieser blöde Untertitel sonst?
Ich denke, ein Redakteur, der ein ernsthaftes Interesse hat, Leute durch seinen Artikel auf Linux neugierig zu machen, produziert eher etwas in der Richtung, was linuxzeitung.de versucht.
Aber vielleicht habe ich da einfach zu wenig Humor :D
und es war schon immer der sehnlichste Wunsch von Herrn Graff, auf diese Art und Weise Lesern das Linux Betriebsystem näher zu bringen.
@holgerw: Sehe ich in etwa genauso.
Aber mit dem tar cvzf ist es schon ein Kreuz, woher soll ein Anfänger wissen, wann man eine Option mit "-" schreibt und wann nicht? Und einfach zu merken sind die Optionskürzel meistens auch nicht.
MfG Xare
Thomas Mitzkat
11.11.02, 13:42
@holgerw:
hast du schon mal versucht einer gruppe (10 leute) von linux-einsteigern nachhaltig innerhalb von 40 stunden diese thematik näher zubringen? und dann auch so, dass es verstanden wurde und die leute sich in ihrem system gut zurecht gefunden haben?
aber damit will ja niemand sagen, dass das system schlecht ist, nur sollte man mit humor auch mal über den tellerrand blicken können und linux aus einem anderen blickwinkel betrachen.
wer behauptet, dass linux ihn zu anfangs nicht sehr gefordert hat, wenn er mit windows in der muttermilch aufgewachsen ist, muss ein absolutes genie sein.
p.s.: ich arbeite selten mit tar, weil ich es mir auch nicht merken kann - wahrscheinlich auch nur dümmlich. :rolleyes:
Hi xare,
gut, es kann verwirrend sein, dass manche Komandooptionen mit "-" geschrieben werden müssen, und andere mit "-" geschrieben werden können, wie etwa bei ps oder tar.
Aber ich finde, das ist ein geringer Lernaufwand. Das nehme ich als Neuling zur Kenntnis, probiere es testweise ein bis zweimal und weiß es dann. Und brauche dafür wenige Minuten. Ob ich es mag, oder lieber auf ein WinZip Icon klicke, ist ein anderes Thema. Von einem Redakteur jedenfalls, der wahrscheinlich in der Schule einige Fremdsprachen gelernt hat, erwarte ich so etwas, das würde jedes Kind hinbekommen. Seine Reaktion in bezug auf ein Shellscript könnte ich ja verstehen, aber nicht bei diesem Kinderkram.
Was würde er wohl dagegen für Weinkrämpfe kriegen, ein Netzwerk mit verschiedenen Diensten unter Win NT einzurichten, wenn ihn ein tar cvzf schon aus der Fassung bringt? ;-)
Und etwa mit Word oder auch anderen Officesuiten - will da jetzt nicht auf Microsoft rumhacken - ein interaktives Inhaltsverzeichnis zu erstellen, kann sehr nervenaufreibend sein und einen Stunden kosten, wenn man neu damit konfrontiert wird.
Aber Du hast recht, ich fände es auch besser, da etwas Einheitliches zu schaffen, sich z. B. grundsätzlich auf das "-" zu einigen, um das etwas zu vereinfachen.
Grüße,
Holger
tar klappt doch auch prima mit "-"
wg. How-To-Lernen: 100x hintereinander "tar -cvzf" und "tar -xvzf" dann merkt man sich das auch
Hi Thomas,
sehe auch gerade Deine Reaktion ... und stimme sogar größtenteils zu.
Was Du da sagst, stimmt natürlich. Die Linuxkenntnisse muss man sich erarbeiten. Manches ist leichter, manches kann nerven, wenn manm es nicht hinbekommt. Manches kann auch da etwas "unlogisch" sein, warum man bei ps Optionen das "-" etwa weglassen kann, bei cp aber nicht u.s.w.
Was mich aber doch mehr gestört hat, war die Art der Präsentation bei Herrn Graff. Wie schon in meiner Antwort auf Xare, tar cvzf nimmt man zur Kenntnis - entweder es gefällt einem die Komandozeile, oder man klickt auf Ark, um mal ein Linuxbeispiel zu bringen und gut ist. Und was hat es mit "dümmlich" zu tun, wenn jemand ark lieber benutzt, weil er keine Zeit in die Komandozeile mit Befehlen und Optionen investieren will? So etwas habe und würde ich niemals schreiben.
Grüße,
Holger
hi
ganz teilen kann ich die Begeisterung für den Artikel nicht: Auf der einen Seite sehr amüsant zu lesen, auf der anderen Seite hat manches aber auch etwas - nehmt es mir nicht übel - dümmliches. Sich darüber zu beklagen, wie kompliziert das Komando tar cvzf oder so ähnlich ist, finde ich einfach albern. Ein Zeitungsredakteur, der mit diesem einfachen Komando Schwierigkeiten hat ... na, ja, ich will da nicht drauf rumreiten. Es dient wohl in diesem Zusammenhang eher dafür, etwas "witziges" zu sagen.
ich denke mal, das du dich schon ein paar jährchen mit linux beschäftigst und deshalb deine erinnerungen an deine *anfangszeit* eventuell schon etwas verblaßt sind ;). also ich kann mich noch ganz gut an meinen *ersten kontakt* mit der konsole und so *kryptischen* befehlen wie eben auch tar -cvzf erinnern. was bei mir noch erschwerend dazu kam => ich hatte auch keinerlei erfahrung mit dos oder ähnlichen sachen. ich würde mich jetzt aber nicht unbedingt als dümmlich bezeichnen und trotzdem stand ich ziemlich dumm da ;).
meine meinung ist eher, der gute herr graf beschreibt so ziemlich genau die situation eines *durchschnitts-umsteigers* der mit windows groß geworden ist.
Nervig finde ich außerdem, dass der ganze Artikel doch zu sehr von der Position geschrieben ist, "macht Linux es ähnlich wie Windows". Natürlich kommt man als Linuxneueinsteiger in der Regel von Windows und hat da einige Gewohnheiten. Aber immer so zu tun, als ob Anwenderfreundlichkeit ausschließlich von Windows Standards definiert werden, ist meines Erachtens sehr daneben. "Gewohnheiten werden von Windows definiert", das trifft es wohl besser. Und was dann davon abweicht, ist dann das, was mit Bernd Graffs Worten "zur Hölle" führt. Das, was dann "wieder zurück" führt, soll dann wohl die Einsicht sein, doch mit Windows besser zu fahren. Was soll dieser blöde Untertitel sonst?
so ist aber nun mal die sicht der dinge im allgemeinen, wenn man von win zu linux umsteigt. den untertitel interpretier ich etwas anders. aber was der autor nun genau damit meint, weiß wohl nur er selbst. ich glaube vielmehr, das aus herrn graf noch ein begeisterter *linux-user* werden könnte ;).
Ich denke, ein Redakteur, der ein ernsthaftes Interesse hat, Leute durch seinen Artikel auf Linux neugierig zu machen, produziert eher etwas in der Richtung, was linuxzeitung.de versucht.
persönlich glaube ich nicht, das solch ein artikel leute davon abschreckt, linux mal selber auszuprobieren. zumindest mich würde solch ein artikel eher motivieren, denn abschrecken. nach dem motto "was der schafft, schaff ich doch allemal". wie gesagt, der artikel ist mehr aus der sicht eines *normalo user* geschrieben und nicht aus der sicht eines fachredakteurs irgendeiner pc zeitschrift, der sich tag aus tag ein mit computern beschäftigt und mal eben von windows auf linux umsteigt.
mir ist zum beispiel an mir selbst aufgefallen, das ich mich beim durchlesen mancher postings dabei erwische, das ich denke "meine güte das kann doch nicht so schwer sein" und selbst hab ich mich damals auch nicht besser angestellt ;).
Aber vielleicht habe ich da einfach zu wenig Humor :D
also meinen humor hat herr graf 100% getroffen :D
just my view ;)
Gruß HangLoose
Thomas Mitzkat
11.11.02, 14:15
man muss sich einfach damit abfinden, dass das, was wir hier mit unseren betriebssystem machen, für "aussenstehende" nicht nachvollziehbar ist. und aussenstehende sind auch die linux-neulinge. jeder, der sich mit linux beschäftigt, wird zwansläufig feststellen, dass mit klickibunti nur ein begrenzter teil regelbar ist und dann......
>warte ich einfach mal auf gnädige Hilfe - etwa zur Frage: Wo ist eigentlich die Datei (das Pendant zur Autoexec.bat), die dem Rechner beim Booten sagt, was er zu starten hat? Wie heißt sie, und wie trage ich etwa "inetd" da ein? Und wer mir dann noch erklärt, warum die Konsolenfenster immer anders heißen, bash, etwa oder Xwindow?, und ob das eine Bedeutung hat, welchen Befehl ich wo hinein schreibe.... wer mir all das sagen kann, ...
(wegen humorvollem hintergrund gekonnt gekürzt :p )
Hi HangLoose,
eine schöne Diskussion mit verschiedenen Standpunkten.
Nochmals, wie schon bei der Antwort an Thomas.. der, wie ich gerade an seiner neuen Reaktion sehe, doch hoffentlich nicht den Eindruck bekommen hat, ich hätte keinen Humor *g*
Ich halte niemanden für dumm, weil er beim ersten Kontakt mit der Komandozeile erstmal abgeschreckt worden ist. Und der Umgang mit Komandos ist für einen Umsteiger erstmal anders, dazu kommt noch ein ganz anderes Konzept bei der Verzeichnisstruktur u.s.w. Vieles Neues, worauf man ohne Frage mit Humor reagieren kann - auch in einem solchen Artikel .
Aber das hat mich doch auch gar nicht gestört. Sich aber an dem tar (taramtamtam) aufzuhängen - wie geschrieben: Er soll ark benutzen, tar tar sein lassen und gut ist. Ich stosse mich auch nicht daran, wie komplex die regedit aufgebaut ist.
Man kann es doch dabei belassen: Manchen gefällt dieser Artikel Stil, anderen nicht, dadurch wird der Artikel auch unterschiedlich interpretiert und bewertet. Und ich wollte den Leuten, den dieser Artikel gefällt, auch überhaupt nicht den Spaß verderben.
Grüße,
Holger
hi
Und ich wollte den Leuten, den dieser Artikel gefällt, auch überhaupt nicht den Spaß verderben.
Grüße,
Holger [/B]
hast du auch nicht, zumindest mir nicht. ;)
Aber das hat mich doch auch gar nicht gestört. Sich aber an dem tar (taramtamtam) aufzuhängen - wie geschrieben: Er soll ark benutzen, tar tar sein lassen und gut ist. Ich stosse mich auch nicht daran, wie komplex die regedit aufgebaut ist.
sei froh, das er sich auf tar beschränkt hat :D:D:D. mich haben haben damals noch ganz andere sachen, wie einen idioten da stehen lassen, ich sag nur *mounten* ;)
wie gesagt, das muß man erstmal wissen, das man solche sachen auch mit rechtsklick entpacken kann.
meine meinung => es kommt auf den *backround* an, den man hat, bevor man umsteigt. alte dos hasen tun sich wahrscheinlich leichter.
Gruß HangLoose
Los_Andros
11.11.02, 15:19
muss mich jetzt auch mal kurz in die Diskussion einklinken:
Also den Artikel fand ich auch erst komisch und irgendwie witzig, aber nach langem lesen wird er einfach schlecht und inhaltlich unmöglich.
1. Er hat sich die neue SuSE 8.1 geholt. Da sind PRogramme wie ark schon automatisch installiert. Er schriebt aber, dass er sich ein Programm wie WinZip wünschen würde, damit man nicht in der Konsole den Befehl tar verwenden muss!
2. Er hat geschrieben, dass er die Handbücher einfach nicht liest, sondern vor sich hin installiert und so sein Glück probiert. Von einem Journalisten kann ich ja wohl wenigstens erwarten, dass er die Bücher liest, bevor er irgendeinen Artikel in einer großen Zeitung veröffentlicht.
3. Am Bildschirmfoto sieht man, dass er als root angemeldet ist, obwohl überall darauf hingewiesen wird dies nicht zu tun
4. Reboot nach einrichten der Netzwerkkarte und das mit samba .... Dazu kann ich nichts mehr sagen!
Ich würde auch über diesen Artikel lachen, wenn ich wüsste, dass nur Linux user den Artikel lesen. Für einen DAU ist das doch eher abschreckend als anziehend.
Ich fand den Artikel unmöglich, vor allem weil der Journalist einfach zu faul war zu lesen, was für mich wirklich traurig ist. Ich fahr schließlich auch nicht einfach mit dem Auto los und probier rum, nein, ich muss mich vorher schon etwas erkundigen!
Naja, ich hab mich jedenfalls ziemlich aufgeregt!
Es ist doch gut, wenn er wenigstens auch sagt, dass er das Handbuch nicht gelesen hat. Dann wissen die Leute wenigstens warum bei him nichts klappt
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