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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : die zukunft der freien software


a5jjj
30.10.02, 13:13
hi leute

was meint ihr zur zukunft von freier software? hat sie wirklich eine zukunft, oder ist sie nur eine temporäre oppositionsbewegung gegen microsoft und co.? wird nicht mit der popularität auch die kommerzialisierung kommen, und jeder linuxanbieter sein linux mit eigenen kommerziellen tools bis aufs unkenntliche verändern (z.b. suse yast)? oder wird in zukunft aus prinzip jegliche software kostenlos?

(ich bin neu hier, und hoffe das forum ist für solche fragen)

MfG a5jjj

comrad
30.10.02, 13:16
nur ein satz : opensource ist älter als microsoft.

opensource wurde stark zu beginn der softwareentwicklung angewandt. später hat sich die kommerzialisierung durchgesetzt. dank linux ist opensource inzw wieder populär geworden.

gnu gibts auf jedenfall schon weit vor microsoft.

a5jjj
30.10.02, 13:23
aber früher war die branche doch viel mehr für insider. jetzt hingegen wo jeder einen pc hat lässt sich damit sehr viel geld verdienen.

feuerwand
30.10.02, 13:25
Tag,
ein sehr gutes Buch darueber ist: Volker Grassmuck - Freie Software
http://freie-software.bpb.de/
(kannst du dir auch legal in Form eines PDF-Dokuments herunterladen oder online lesen)

du bist zwar im falschen Forum, aber das ist jetzt auch nicht so tragisch - wird verschoben ; )

Freekazonid
30.10.02, 13:25
Original geschrieben von a5jjj
aber früher war die branche doch viel mehr für insider. jetzt hingegen wo jeder einen pc hat lässt sich damit sehr viel geld verdienen.

open source wird es trotzdem immer geben... man kann es so sehen: gut vs böse gibt es auch seit 4k jahren, ein ende ist nicht in sicht. man könnte das auch heirauf beziehen ( der vergleich ist selbstverständlich nicht wort wörtlich )

bockionline
30.10.02, 13:47
Hi,

ich denke, dass sich Free Software weiter etablieren wird, sofern die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft in Zukunft die Konzepte, die dahinter stehen, verstehen und anerkennen lernen.

Denn Free Software ist mehr als einfach "Software für lau", es ist ein tragfähiges Konzept für Wissenschaft und Forschung, sie richtet sich ganz natürlich gegen jegliche Art von Monopolen und dient der Informationsfreiheit (und damit in weiterem Sinne den Bürgerrechten).

MfG
bockionline

blub
30.10.02, 16:49
Ich denke auch, solange es freiheitlich denkende Leute gibt,
wird es auch freie Software geben.
Man denke nur daran, welche Chancen GNU/Linux für die
ärmeren Länder eröffnet.
Was Firmen wie SuSE und andere Distributoren betrifft,
haben die den Überlebenskampf noch lange nicht gewonnen.
Ein Grund sich auch mal eine Distri zu kaufen, es ist
schon bemerkenswert, daß man die Distris alle auch umsonst
über die Server bekommt.
Ich kann in der Einführung von tools wie yast2 oder ähnlichem
keine Aufweichung der Open-Source-Idee entdecken.
Frei heißt ja nicht geekmäßig saukompliziert.
Es ist nicht allzu leicht mit OpenSource Geld zu verdienen,
die Firmen werden kommen und gehen, (mit Ausnahme
von IBM), das Fundament von freier Software sind letztlich
die User, die Hochschulen und freien Entwickler,
nicht die beteiligten Unternehmen.

fs111
30.10.02, 19:04
Was aber an aller schönen Entwicklung hinsichtlich der Verbreitung von bspw. Linux schlecht ist, ist dass es nicht aus Überzeugung eingesetzt wird, sondern weil es billiger ist. Das ist pure Preiskalkulation, und sonst nichts.

fs111

udo1
30.10.02, 19:13
hallo
ich hätte da diesen link http://heise.de/newsticker/data/anw-30.10.02-009/

mfg


udo

sorry war der falsche link jetzt gehts;)

giotto
30.10.02, 19:19
Es ist nicht allzu leicht mit OpenSource Geld zu verdienen, (mit Ausnahme
von IBM)

Und mit ausnahme von Sun!

Ich hatte kürzlich ein inserat von sun gesehen:

Sun, the OpenSource Company

Ist schon eine coole Firma!

Es lebe OpenSource!!!

cu

giotto

Myrddraal
30.10.02, 19:31
Original geschrieben von fs111
Was aber an aller schönen Entwicklung hinsichtlich der Verbreitung von bspw. Linux schlecht ist, ist dass es nicht aus Überzeugung eingesetzt wird, sondern weil es billiger ist. Das ist pure Preiskalkulation, und sonst nichts.

fs111
Irgendeinen Anreiz muß es ja geben.
Ich würde es auch nicht als "schlecht" bezeichnen. Ist halt einfach Marktwirtschaft. Was geschieht heute noch aus Überzeugung heraus - zumindest bei Firmen?

genius666
30.10.02, 19:39
Bei IBM und Sun geht es um nichts als Kohle. Die hoffen, dass sie langfristig mit Linux richtiges Geld verdienen, weil im Moment verdient keiner von denen Geld mit Linux.

Und diese Firmen wissen nur zu gut, wie sie sich bei der Linuxcommunity einschleimen, nämlich indem sie groß rumtönen, dass sie OSS unterstützten wollen, dass Linux die Zukunft sei etc.

Das solche Aussagen rein zweckmäßiger Natur sind, zeigt ja das jüngste Beispiel.

Der Vizepräsident von IBM (für den Bereich Deutschland, Österreich und die Schweiz) wurde noch auf der Linux World Expo in Frankfurt einen Vortrag halten unter dem Motto "Linux die business Entscheidung für die Zukunft"

Desweiteren hat er gesagt: "Wir wollen weg aus dieser reinen Windows welt"

Naja gut jetzt ist er Microsoft Chef von Deutschland :)

IMHO hängen die Manager der großen Firmen einfach ihr Fähnchen in den Wind und wohin dieser bläßt, da bewegen sie sich auch hin.

Zu glauben, dass solche Firmen aus Überzeugung auf Linux bauen, ist ziemlich naiv. Es geht nun mal letztendlich um Gewinnmaximierung etc.

mfg

Andy

barny
30.10.02, 19:47
Hi
vergesst nicht das Monster, ähm TCPA/Palladium. Setzt sich das durch wirds dunkel, sehr dunkel.
so long
barny

bockionline
30.10.02, 20:16
Hi,

in dem Zusammenhang hab' ich noch eine Frage an euch (auch, weil es hier munter durcheinander geht): Wie bewertet ihr den Unterschied der Philosophien von "Free Software" und "Open Source Software"? Und welche "Strömung" wird sich eurer Meinung nach eher durchsetzen?

Ich bin eher ein "Anhänger" der FSF und ihrer Ideen, weshalb ich gewisse Probleme habe, wenn das hier immer miteinander vertauscht wird ;-)

MfG
bockionline

tomes
30.10.02, 21:55
bin ja privat schon "lange" davon weg, aber eigendlich gab es unter DOS/Windows auch immer ne Menge Freeware/Shareware. Nur soviel zu "Freier Software", ohne diese wuerde es die meiste Software grn nicht geben.
Den meistens ist es doch so, das irgend jemand ne Idee hat, das Ganze ins Netz stellt, es sich bewert und dann von ihm selber zum kaufen angeboten wird, oder von einem anderen Aufgekauft wird ...
Open Source Software finde ich persoenlich besser. Sollen doch die, die sich das auch leisten koenne (Firmen), ruhig was dafuer abdruecken. Privat ist es ja meist kostenlos. Dafuer ist dann wenigstens Geld fuer die Entwickler da, so das die sich in "Ruhe" um ihr Produckt kuemmern koennen.
Freeware ist auch nicht schlechter. Aber siehe oben.

T;oMes

Wirsing
30.10.02, 22:12
Original geschrieben von genius666
Bei IBM und Sun geht es um nichts als Kohle. Die hoffen, dass sie langfristig mit Linux richtiges Geld verdienen, weil im Moment verdient keiner von denen Geld mit Linux.
Und diese Firmen wissen nur zu gut, wie sie sich bei der Linuxcommunity einschleimen, nämlich indem sie groß rumtönen, dass sie OSS unterstützten wollen, dass Linux die Zukunft sei etc.

Da muß ich SUN aber mal in Schutz nehmen! Sie unterstützen das OpenSource-Projekt "OpenOffice.org" nach allen Kräften. Sie entwickeln OOo mit, OOo wird von SUN kompilliert (wie lange würd das Kompillieren auf Home-PCs dauern?), Auftritte z.T. finanziert (z.B. CeBIT 2003), außerdem sind die Leute bei SUN/StarOffice wirklich tolle Ansprechpartner bei Problemen, die immer gerne bereitwillig helfen.

Sie wollen sicher Kohle machen, aber das kann man ihnen ja wohl nicht absprechen. Sie unterstützen uns aber wirklich sehr gut, ohne SUN wäre OOo sehr viel langsamer in der Entwicklung!

So, genug SUN-in-den-Himmel-hebe-getue für heute :D

MfG

Friedemann Schütz

genius666
30.10.02, 22:36
Natürlich unterstützen sie euch, aber trotzdem sind sie nicht die Wohlfahrt und tuen das aus irgendwelchen gemeinnüztigen Gründen (dann wäre SUN keine Kapitalgesellschaft :) ).

An oberster Stelle einer Kapitalgesellschaft steht nun mal Gewinnmaximierung.

Sie sparen z.B. Entwickler, bzw die Entwicklung von OO und somit auch Staroffice geht schneller voran, als ohne die Freigabe des Quellcodes.

Ich weiß im übrigen wie lange das Compilieren dauert. Unter Gentoo hab ichs einmal gemacht :)

mfg

Andy

gfc
30.10.02, 22:42
Original geschrieben von genius666

An oberster Stelle einer Kapitalgesellschaft steht nun mal Gewinnmaximierung.


jeder Wirtschaftsstudi haut dir für eine Aussage eins an die Birne... denkst du echt, es is so einfach??

Sun macht das alles ned aus Geldgier an sich, sondern sie sehen wohl darin die einzige Möglichkeit, wie sie langfristig gegen die redmonder Übermacht überleben können!! OOo ist ein wichtiger Schritt dazu, schliesslich ist nun ein konkurenzfähiges Office Produkt entstanden und jedermann weiss, die wahre Cash Cow von M$ ist Office... vielerorts wird nur aus diesem Grunde Windows eingesetzt...

Wirsing
30.10.02, 22:44
Da hast du sicher recht, es geschieht wenig aus Freundlichkeit und Wohltätigkeit.

Aber auch ich arbeite bei OOo eigenützig:

1. Ich lerne einiges, vor allem ist der Bereich Marketing auch der Bereich, in dem ich meine Ausbildung mache, ich kann mich also sehr viel damit beschäftigen und Wissen sammeln.

2. Kontakte knüpfen. Ich habe durch meine Arbeit sehr viele Kontakte zu Firmen (nicht nur SUN), u.a. bei auch zu Firmen, bei denen ich mir vorstellen könnte, später zu arbeiten. Und solche Kontakte sind oft das A und O.

Das sind jetzt nur mal 2 eigenützige Punkte. Die Arbeit bei OOo macht mir natürlich auch sehr viel Spaß, es sind tolle Leute dort, aber ich würde mich nicht als DEN Vertreter des Gedankenguts "freier Software" bezeichnen, ich bin ganz ehrlich: Wäre es möglich mit OOo Geld zu verdienen, ich könnte mir durchaus vorstellen, es zu tun.

So, ich hoffe, ich werde jetzt nicht gesteinigt, oder OOo nach /dev/null verschoben :D

MfG

Friedemann

sn4fu
31.10.02, 01:54
quote:Original geschrieben von genius666

An oberster Stelle einer Kapitalgesellschaft steht nun mal Gewinnmaximierung.


jeder Wirtschaftsstudi haut dir für eine Aussage eins an die Birne... denkst du echt, es is so einfach??

Sun macht das alles ned aus Geldgier an sich, sondern sie sehen wohl darin die einzige Möglichkeit, wie sie langfristig gegen die redmonder Übermacht überleben können!!

kurze klug*******erei:
ja, es ist so einfach, da der wertschöpfungsprozess im kapitalismus g-w-g (geld-ware-geld) statt w-g-w lautet und somit die akkumulation von mehrwert, das einzig relevante ist. und das "überleben von sun" gegen "die redmonder übermacht" bedeutet ja genau das, dass sun trotz (neben) dem "quasi monopol" von ms noch geld verdienen will. ist ihnen ja auch nicht vorzuwerfen, die frage ist bloss, nützt das engagement von sun etwas?

Skorpion
31.10.02, 07:23
Hi Leute,

also ich glaube die Frage ob Freie Software besteht oder nicht hängt stark mit der allg. Entwicklung der Gesellschaft zusammen.

FS ist läuft ja momentan meistens so, das eine Menge Freiwillige Software entwickeln ohne den Hintergedanken damit Geld zu verdienen. Viele machen es aus Überzeugung und Spaß an der Sache. Klar verdienen einige Geld damit, aber das ist wohl eine Minderheit, auf die Menge der FS ingesamt gesehen. Das Problem hierbei ist, das unsere Gesellschaft, dank dem Kapitalismus, so nicht funktioniert. Von irgendwas müssen die ja auch leben. Und obwohl ein Entwickler evtl. den Webserver mitentwickelt hat, auf dem die Website des Metzgers um die Ecke läuft, wird eben dieser Metzger dem Entwickler die Wurst nicht umsonst geben. Ich denke das sich mit FS schon Geld verdienen lässt, aber vermutlich nicht so viel wie mit Closed Source. Und die Leuten müssten erst bereit sein zu sagen: "Ja für FS würde ich auch auf ein paar Euro im Monat verzichten" und dann wirklich dazu stehen. Diese Einstellung müsste sich aber in der Gesellschaft insgesamt ein bißchen stärker durchsetzen. Es muss ja nicht alles nach der FS-Gedanken laufen, aber solange die Leuten vornehmlich nur an sich selbst denken, wird sich das nicht ändern.

Ich würde auch sagen, dass immer mehr Leute sich nur deshalb für Linux interessieren, weil es einfach günstiger ist. Und wenn TCPA und Co. rauskommt, werden viele auf Linux umsteigen, weil dieses System ihnen erlauben wird, weiterhin kopierte Software, Spiele, Musik oder Filme zu nutzen. Und nicht weil sie den FS Gedanken gut finden. Das wichtige und gute an Linux sind ja IMHO nicht vornehmlich die Stabilität oder Sicherheit, das erwarte ich ganz einfach von guter Software (deshalb ist Windows auch keine gute Software...), genau ich wie ich erwarte das mein Auto fährt. Nein, das Wichtigste meiner Meinung nach ist die Freiheit die mir das System bietet und der Gedanken, die Philosophie die dahinter steht.

Um auf die Frage zurückzukommen. Ich glaube schon das sich Linux, bzw. GNU/Linux durchsetzen wird, die Frage ist nur auf welche Art. Und welchen Einfluss wird das auf die Gesellschaft haben?

Bastian

genius666
31.10.02, 11:13
@gfc

Was ist an der Zielsetzung schwer? :)

Die Durchführung ist nicht leicht, das stimmt und man braucht ne detaillierte Zielhirarchie um dieses Ziel zu erreichen.

Dann musst du dir natürlich auch Gedanken über die Zieloperationalisierung machen. etc

Ob Office die einzige Cashcow ist, bezweifel ich doch stark.

Cashcow sagt ja nur aus, dass der relative Marktanteil der SGE höher ist als der des größten Mitbewerbers (Windows hat nen absoluten Markanteil von ~90%) somit ist das schon mal erfüllt, dann hat ne CashCow ne niedrigere Wachstumsrate als die durchnittliche Wachstumsrate in der Branche und das dürfte auch erfüllt sein, weil ja fast jeder Windows hat, da kann nicht mehr viel wachsen.

Was jetzt Umsatzmäßig nen größeren Anteil hat, ist für die Aussage, obs ne Cashcow ist oder nicht unrelevant. Ob Office nen höheren Umsatzanteil als Windows am Gesamtumsatz der Microsoft AG hat, weiß ich nicht.

Wenn du natürlich den Serverbereich anschaust vor allem den Bereich der Webserver, dann ist Windows sicherlich ein Dying Dog.

niedrigerer Marktanteil als der stärkste Konkurrent und geringere Wachstumsraten als der Durchschnitt in der dieser Branche.

Aber Microsoft versucht ja mit .NET wieder das Blatt zu wenden und dadurch einen Relaunch von Windows zu Erzielen, in der Hoffnung, dass aus dem Dying Dog evtl. eine Cinderella SGE wird.

@Wirsing

Ich sag ja nichts dagegen, dass SUN euch unterstützt und dass euch das eine große Hilfe etc ist.

Die bedürftigen, denen Bill Gates $1*10^9 gespendet hat, ist es auch ziemlich wurst, was der Grund dahinter ist :)

mfg

Andy

gfc
31.10.02, 16:32
By definition a cash cow has a return on assets which exceeds the growth rate. Only if that is true will it generate more cash than it uses.


so... ne andere Definition.. wie überall in der Wirtschaftsbranche gibts sicher noch 20andere... ich meinte eigentlich, dass Office DIE Cash Cow ist... Windows ist sicher ne andere...

btw: habe mal die Bilanz der MS Corp 2000 gesehen.... war echt beeindruckend: der EBIT war 40% des Umsatzes... die haben langsam das Problem, dass ihre generierte Liquidität in jedweliger Anlage weniger Rendite abwirft als im Kerngeschäft selbst..
:D

btw: seid ihr zwei BWL studis??

dragon's might
31.10.02, 17:12
Mir ist in erster Linie die Philosophie wichtig gewesen als ich mit GNU/Linux angefangen habe.
Und ich hoffe, dass durch die Kommerziellisierung GNU/Linux oder Freie Software und Open Source nicht untergehen werden. (vor allem das Ziel GNU/Linux dem allgemeinen DAU rechtzumachen könnte dazu führen das viele die Philosophie die dahinter steckt vergessen)


nur meine zwo cent ;)

genius666
31.10.02, 17:46
@gfc

ich nicht

mfg

Andy

flashbeast
17.06.04, 20:54
Ich würde auch sagen, dass immer mehr Leute sich nur deshalb für Linux interessieren, weil es einfach günstiger ist. Und wenn TCPA und Co. rauskommt, werden viele auf Linux umsteigen, weil dieses System ihnen erlauben wird, weiterhin kopierte Software, Spiele, Musik oder Filme zu nutzen. Und nicht weil sie den FS Gedanken gut finden. Das wichtige und gute an Linux sind ja IMHO nicht vornehmlich die Stabilität oder Sicherheit, das erwarte ich ganz einfach von guter Software (deshalb ist Windows auch keine gute Software...), genau ich wie ich erwarte das mein Auto fährt. Nein, das Wichtigste meiner Meinung nach ist die Freiheit die mir das System bietet und der Gedanken, die Philosophie die dahinter steht.
ja, das gleiche denke ich auch. und ehrlich gesagt so hab ich auch beim umstieg gehandelt - nämlich weg von der notwendigkeit, für grundlegendes zu zahlen. die unzufriedenheit mit windows war zwar ebenfalls da, aber hat wenn's hochkommt 30% der entscheidung ausgemacht.

dass es auch vermehrt kommerzielle software geben wird hoffe ich mal - konkurrenz belebt schließlich das geschäft. obgleich ich nicht der meinung bin, dass kommerzielle software gleichzeitig qualitativ besser sein muss als nichtkommerzielle oder gar freie, bin ich doch der meinung, dass es dennoch einige bereiche gibt, wo das gegenteil der fall ist (professionelle medienbearbeitung, brennsoftware-gui etc.) und dass diese bereiche UNBEDINGT erschlossen werden müssen, damit sich linux großräumig durchsetzen wird. mag sein, dass es dann auch vermehrt wieder raubkopien geben wird, aber da linux ja von haus aus mit freier & kostenfreier software stärker involviert ist als windows (wo aus jedem popelsprogramm geld gemacht wird), glaube ich dass es nicht die ausmaße wie bei windows haben wird. zumindest hoffe ich das.

was mir positiv aufgefallen ist, ist dass hersteller vermehrt "aufwachen" und sich linux zumindest mal anschauen. das ist doch schon mal was ;)