PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie lange dauert LFS?


Seiten : [1] 2

Sayonara
12.10.02, 18:29
Ich hab dieses Wochenende nichts besseres zu tun, und hab mit LFS angefangen. Hab schon das eine und andere Proggi kompiliert,......
Wie lange dauert der gesamte Vorgang? Hier sind doch einige, die das schon gemacht haben. Erzählt doch mal was darüber,...wie lange,..wie es geklappt,..eventuelle Probleme,..etc. :D

feuerwand
12.10.02, 18:35
Ich hoerte, man braeuchte dafuer etwa 40h, wenn man Ahnung hat.

ZockerM
12.10.02, 18:44
Hi!

Das System lief bei mir unter 5 Stunden.
Allerdings kommt danach noch X und KDE, was richtig lange dauert.
Rechner: 1533Mhz (Athlon)

gruß ZockerM

P.s.:
Hatte keine Probleme ;)

hunter
12.10.02, 18:45
Man braucht keine 40 h !!! Das LFS ist ein Grundsystem. Man kann das in 3 - 5 Stunden schaffen. Was einige Zeit in Anspruch nimmt sind dann noch XFree und KDE oder Gnome 2. 3 - 4 weitere Stunden würde ich sagen.. Insgesammt also so um die 6 - 9 Stunden.

Schneller geht es mit LRS. Da wird KDE und X gleich mit compiliert. Da alles von CD läuft braucht man kein installiertes Linux, so das das doppelt compilieren (statisch und dynamisch) entfällt.

feuerwand
12.10.02, 18:48
hm...doch so schnell? Dann habe ich mich doch deutlich verhoert (ich muss nochmal nachschauen, war afaik sogar im Forum).

HackThor
12.10.02, 18:49
@hunter

Schon gemacht? Glaube ich nicht....


Michael

hunter
12.10.02, 18:53
Ja. Ich habe ein komplettes LFS compiliert. Das lief aber nicht ganz richtig wegen Problemen mit dem gcc 2.96. Dann habe ich LRS genommen. So richtig gefiehl mir das Ergebnis aber nicht, weil die Config Scripte nicht so das wahre sind. z.B. das Verhalten der Konsole usw. KDE hab ich auch schon mal compiliert und Gnome 2 in Form von Garnome ebenfalls.

Das ganze bewegt sich also im Rahmen von etwa 10 Stunden.

HackThor
12.10.02, 19:01
Eben, aber da geht's dann richtig los.... ein einfaches System (LFS + nackt XFree) ist schnell gemacht. Wenn man mehr will und das System auch ordentlich laufen soll...

Mein LFS-System hier hat mich einige Wochenenden gekostet. OK, der Umfang ist nicht so gering, RPMs sollten auch sein (checkinstall), WindowMaker, KDE3, ISDN, Sound, TV, einige bekannte Tools und und und. Alleine das Zusamensuchen der ganzen Sourcen dauert da einiges. Und das Konfigurieren ebenfalls. Dieses System gebe ich nicht so schnell wieder her :D

Ich empfehle trotzdem jedem es mal zu probieren (wenigstens das Basis-LFS, XFree und KDE) - da weiß man dann die Leistung der Ersteller der ganzen Distributoren zu würdigen...

ciao

Michael

zander
12.10.02, 19:24
Es dauert für meinen Geschmack im Hinblick auf den Nutzen zu lange ;)

varg
12.10.02, 19:52
>Es dauert für meinen Geschmack im Hinblick auf den Nutzen zu lange ;)

und die frage ist auch für was? :confused:

naja, jeden das sein

cu

patrick

Jorge
12.10.02, 21:47
Original geschrieben von varg
und die frage ist auch für was?

naja, jeden das sein


LFS ist nichts für kewle Kids, SCNR. Mit LFS hast Du die Chance (D)ein Linuxsystem von grundauf zu verstehen, da Du alles selbst machen musst.
Es erübrigt sich die Frage, wie hier im Forum ja oft zu lesen ist, wie starte ich $DAEMON beim booten, da Du Dich mit dem Linux Bootkonzept auseinander setzen musst.

Für Leute, welche schnell und unkompliziert ein lauffähiges Linux haben wollen, eignet sich SuSE, RH, Mandrake, ... besser. Wenn Du Linux beherschen möchtest, DU wissen möchtest, wie was aufeinander aufbaut, ja dann ist LFS das richtige.

Zum Thema "wie lange dauert es" darf man die Geschwindigkeit der verwendeten CPU nicht vergessen. Es geht auf einem aktuellen Athlon oder PIV natürlich schneller, als auf einer PI Maschine.

Zu Fragen, LFS betreffend, stehe ich gerne zur Verfügung, siehe Signatur :)

Trillian
12.10.02, 22:41
Auf www.lfsforum.org stehen auch noch mehr LFS Anhänger bereit ;)

Ich habe heute erst mein LFS neu aufgesetzt, hat mit meinem 800er Athlon etwa 7 Stunden gedauert, dann hatte ich schonmal XFree, OpenBox, GTK und XMMS laufen. Morgen kommt dann der Rest nach...

=> in ca. 2 Tagen habe ich ein System, mit dem gut arbeiten kann (devel Zeugs, Web, Mail und IRC).
Wer KDE oder Gnome will, wird da natürlich deutlich länger für brauchen. Gnome nochmal + 2 Stunden ca., wie lange KDE so kompiliert, weiss ich nicht. Habe aber gehört, dass das schonmal 10+ Stunden werden können. YMMV ;)

LFS ist nicht für kewle Kids

Nee, die nehmen natürlich G3nt000 ;) :ugly:
"suddenly Larry was in control". So ein Quatsch...

Jorge
12.10.02, 22:50
Original geschrieben von Trillian
Nee, die nehmen natürlich G3nt000 ;) :ugly:
"suddenly Larry was in control". So ein Quatsch...


:confused:

Kip
12.10.02, 23:13
hey, nichts gegen gentoo ja! :D :D

Trillian
12.10.02, 23:22
Jorge, in diesem Text, der Gentoo beschreibt (gentoo.org), wird von Larry, der Kuh erzählt, der bisher mit jeder Distro unzufrieden war, weil er scheinbar das OS nicht kontrollierte, und ihm zuviel abgenommen wurde. Dann fand Larry Gentoo...

Wird zwar jetzt OT, aber was solls:

Volle Kontrolle gibts nur, wenn kein Paketmanager, egal in welcher Form, benutzt wird. Wenn ich Gentoo benutze, schreiben mir die ebuild-Maintainer genauso vor, welche Patches der Software draufgehauen werden etc...

LFS regelt :)

Kip
12.10.02, 23:40
keiner zwingt dich die ebuilds zu benutzen (naja, bis auf das basissystem halt) ... als ich noch suse benutzt hab, habe ich auch nur das basissystem installiert und mir den Rest selbst kompiliert .... ich finde gentoo gut und LFS viel zu aufwendig, trotzdem ziehe ich nicht über die Distri und ihre Benutzer her ... :rolleyes:

Trillian
12.10.02, 23:45
"herziehen" würde ich das nicht nennen. "Kritik"?

Kip
12.10.02, 23:46
Original geschrieben von Trillian
Nee, die nehmen natürlich G3nt000 ;) :ugly:
"suddenly Larry was in control". So ein Quatsch...

naja ... ich finde die Geste eindeutig ;) ;)
aber was solls ... jeder soll seine Meinung haben ... lieber back to topic, oder? :D

xare
13.10.02, 00:08
Original geschrieben von Jorge
LFS ist nichts für kewle Kids, SCNR. Mit LFS hast Du die Chance (D)ein Linuxsystem von grundauf zu verstehen, da Du alles selbst machen musst.


Hmm, ich bin ja noch ein sehr unerfahrener Linux-Anwender, aber so wie ich das sehe, kostet doch bei einem LFS das Kompilieren die meiste Zeit. Und genau da lernt man doch nichts, oder? Ist es denn nicht möglich, irgendwo die fertigen Binärdateien zu saugen und dann from scratch zu installieren/zusammenzubauen?

MfG Xare

Kip
13.10.02, 00:13
wie meinst du das jetzt ? das basissystem als binaries und den rest selbst? dann kannste auch JEDE andere Distri nehmen, zB SuSE, RedHat, MD oder eben gentoo ;)

mit dem lernen das stimmt aber schon bei LFS: du lernst deshalb soviel weil du einfach nichts hast, du musst nunmal alles selbst machen, also Konfigurationsparameter, alle Init-Scripte, einfach alles ...

xare
13.10.02, 00:30
Wo liegt denn der Lerneffekt beim LFS? Doch beim Erstellen der Konfigurationsskripte usw, und nicht beim Kompilieren. Kompilieren ist doch nur drei Befehle eingeben und dann ewig warten, bis die Kiste fertig ist.

Deshalb meine ich, es wäre sinnvoller, sich irgendwo die binaries zu besorgen und dann die gesparte Zeit mit Experimenten an den scripts zu verbringen.

Kann aber auch sein, dass ich davon einfach nichts verstehe. ;)

MfG Xare

Kip
13.10.02, 00:41
von den drei befehlen die du meinst bietet der erste aber jede menge funktionen ... ;) Diese zu nutzen ist sinnvoll :D

xare
13.10.02, 00:44
Kann sein, ich probiers wohl erstmal, bevor ich weiterrede... :)
Falls ich mal so viel Zeit übrig haben sollte. ;)

MfG Xare

zander
13.10.02, 01:29
Wo liegt denn der Lerneffekt beim LFS? Doch beim Erstellen der Konfigurationsskripte usw, und nicht beim Kompilieren. Kompilieren ist doch nur drei Befehle eingeben und dann ewig warten, bis die Kiste fertig ist.


Ich halte die Zusammenstellung eines GNU/Linux Systems nach LFS Anweisungen auch nicht für sehr lehrreich. Sicherlich bekommt man eher einen Eindruck von der relativen Bedeutung der verschiedenen Komponenten als bei anderen Distributionen, wie aber im Endeffekt alles im Einzelnen und im Zusammenspiel funktioniert lernt man so aber nicht; es ist ja auch nicht so, dass man in eigener Regie ein GNU/Linux System "from scratch" erstellt, tatsächlich kommt die Installation nach LFS Anleitung grösstenteils einem stupiden abtippen gleich.


Deshalb meine ich, es wäre sinnvoller, sich irgendwo die binaries zu besorgen und dann die gesparte Zeit mit Experimenten an den scripts zu verbringen.


Vielleicht nicht unbedingt mit scripts, aber wenn man wirklich an der grundsätzlichen Funktionsweise eines GNU/Linux Systems interessiert ist, so kann man die Zeit wesentlich besser nutzen, z.B. durch das lesen informativer Lektüre.

Ich halte den emerge Mechanismus bei gentoo für ähnlich unsinnig, im Regelfall bringt die ganze Übersetzerei ohnehin kaum Geschwindigkeitsvorteile - von ein paar Ausnahmen einmal abgesehen. gentoo scheint mir auch ein bischen zu experimentierfreudig zu sein.

Jorge
13.10.02, 11:23
Original geschrieben von zander
Vielleicht nicht unbedingt mit scripts, aber wenn man wirklich an der grundsätzlichen Funktionsweise eines GNU/Linux Systems interessiert ist, so kann man die Zeit wesentlich besser nutzen, z.B. durch das lesen informativer Lektüre.

Gut, aber während der teilweise langen kompilier Zeiten, kann man sehr gut die Doku lesen... ;)

Prinzipiell gilt: Jeder soll das nutzen was er für richtig hält, und nicht versuchen andere zu irgendwelchen Distributionen zu "bekehren", und sei es nur durch das schlecht finden der anderen Distribution.

Ich fahre Honda; sind deswegen alle anderen Autohersteller schlecht und haben keine Daseinsberechtigung?

Sayonara
13.10.02, 11:50
Ich stecke ja gerade in dieser lange compiler arbeit. Sicherlich ist das kompilieren an sich ja nicht sehr lehrreich. Ich tippe im Grunde auch nur einfach das ab, was in der Doku steht, und lasse die Compiler die Arbeit tun. Wenn dann solche Dinge kommen, wie gcc zu kompilieren, das ja doch einige Zeit in Anspruch nimmt, gehe ich dann auch schon mal eine Kleinigkeit essen. Also nicht sehr Produktiv.
Dafür lese ich aber auch, was im unteren Teil der Doku steht. Dort ist nämlich der stupide Tippkram erklärt, was er macht, und warum die einzelnen Parameter gewählt worden sind. Das kann schon interesant sein.
Denoch,..warum ich das überhaupt mache: Ich will dabei was lernen. Die Init-Scripte,..etc,..da kann man sehr viel lernen. Die Kompilierarbeit könnte man sich natürlich sparen, aber warum sollte man? Schließlich kann man nach all den Stunden sagen: "Hab ich alles selber gemacht. Nichts von der Stange." :) Naja,.ist nicht wirklich ein Argument, besonders nicht, wenn man ja nur alles abgetippt hat. Aber die selbstkompilierten Binaries sind für das eigene System optimiert, oder seh ich das falsch. Die meisten Binaries sind doch abwärtskompatibel kompiliert für 386. Ich kompiliert mir hier was, was nur auf 686 läuft, eben genau für mein System zugeschnitten ist. Wenn man natürlich ein so richtiger Hacker ist, kann man natürlich noch mehr rausholen,..aber erst einmal,..nach Vorschrift....

Trillian
13.10.02, 12:58
Original geschrieben von Kip
naja ... ich finde die Geste eindeutig ;) ;)
aber was solls ... jeder soll seine Meinung haben ... lieber back to topic, oder? :D

Hast Recht... ich sollte mit dem :ugly: Smiley vorsichtiger umgehen. War nicht so :ugly: gemeint, wie es aussieht :D

zander
13.10.02, 13:35
Prinzipiell gilt: Jeder soll das nutzen was er für richtig hält, und nicht versuchen andere zu irgendwelchen Distributionen zu "bekehren", und sei es nur durch das schlecht finden der anderen Distribution.

Ich fahre Honda; sind deswegen alle anderen Autohersteller schlecht und haben keine Daseinsberechtigung?


Mir ist im Prinzip vollkommen gleichgültig, was andere Leute mit ihrer Zeit anfangen; es würde mich auch nicht überraschen, wenn eine "gnu/linux from paper-back" Distribution Anhänger finden würde, bei der man zunächst die diversen Quelltexte aus einem Buch übertragen müsste oder ähnlich schwachsinnige Projekte.

Dennoch denke ich, dass es mir zusteht, meine Meinung zu diesen Projekten beizutragen, dazu ist dieses Forum immerhin da; ich halte die Installation/Wartung von LFS/gentoo Systemen im Hinblick auf den wirklichen Nutzen für viel zu zeitintensiv und zu dieser Aussage stehe ich.

Jorge
13.10.02, 13:42
Original geschrieben von zander
Mir ist im Prinzip vollkommen gleichgültig, was andere Leute mit ihrer Zeit anfangen; es würde mich auch nicht überraschen, wenn eine "gnu/linux from paper-back" Distribution Anhänger finden würde, bei der man zunächst die diversen Quelltexte aus einem Buch übertragen müsste oder ähnlich schwachsinnige Projekte.

Dennoch denke ich, dass es mir zusteht, meine Meinung zu diesen Projekten beizutragen, dazu ist dieses Forum immerhin da; ich halte die Installation/Wartung von LFS/gentoo Systemen im Hinblick auf den wirklichen Nutzen für viel zu zeitintensiv und zu dieser Aussage stehe ich.


Ist ja auch OK, nur entsteht bei mir immer leicht der Eindruck, daß LFS'ler gerne als kewle Geeks abgestempelt werden.
Für eine Produktiv Umgebung würde ich auch nicht unbedingt ein LFS nehmen, obwohl ich dann genau wüsste, was das System macht. Bei einer SuSE ist das ja nicht immer ganz so einfach zu verstehen...

:)

zander
13.10.02, 13:53
Ist ja auch OK, nur entsteht bei mir immer leicht der Eindruck, daß LFS'ler gerne als kewle Geeks abgestempelt werden.
Für eine Produktiv Umgebung würde ich auch nicht unbedingt ein LFS nehmen, obwohl ich dann genau wüsste, was das System macht. Bei einer SuSE ist das ja nicht immer ganz so einfach zu verstehen...


Zugegeben, der Gedanke liegt auch mir nicht immer fern; allerdings nicht nur bei gentoo/LFS sondern z.B. auch bei Debian GNU/Linux unstable Benutzern. Allerdings habe ich das bereits hintermir und verkneife mir daher lieber Kommentare in dieser Richtung ;)