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Hallo zusammen,
da so viele spass am wahlomat hatten und hier über die wehrpflicht gestritten wurde, könnte das einige interessieren: http://www.zentralstelle-kdv.de/Koalitionsvertrag.htm
Sollen die Wehrpflicht ruhig abschaffen! Dann können sie aber die komplette Bundeswehr auch gleich abschaffen!
War 4 Jahre dabei und weiß sehr genau das es ohne die Wehrpflichtigen kaum gehen wird!
cu
Jochen
corresponder
25.09.02, 19:22
ist dann die alternative ein berufsheer ?
:)
>Sollen die Wehrpflicht ruhig abschaffen!
jepp, die wehrpflicht soll endlich abgeschaft werden, ist sowieso nicht haltbar.
>Dann können sie aber die komplette Bundeswehr auch gleich abschaffen!
wäre auch nicht so tragisch
cu
patrick
@ Spike05
> War 4 Jahre dabei und weiß sehr genau das es ohne die Wehrpflichtigen kaum gehen wird!
Ich war 1 Jahr zuviel dabei und hab noch nirgens einen solchen ********* gesehen.
Nichts fuer ungut, aber das musste jetzt raus :)
Gruss Rupert
Ich halte auch nichts von der Wehrpflicht (ich habe das auch schon hintermir und bin nicht gerade von dem Jahr Zeitverschwendung begeistert), aber es ist unsinnig anzunehmen, dass sie von heute auf morgen abgeschafft werden kann; zum einen könnte die Bundeswehr als solche momentan ohne Wehrpflichtige nicht weiterexistieren, zum anderen würde die Krankenversorgung massivst gestört werden (d.h. zusammenbrechen); oder erwartet jemand, dass sich in dem Umfang kostengünstiges Pflegepersonal finden lässt, wie es durch die vielen Zivildienstleistenden momentan zur Verfügung steht? Es ist wie immer eine Frage des Geldes, und im Moment hat der Staat davon bei weitem nicht genug um die aus einer Abschaffung der Wehrpflicht resultierenden Kosten zu decken.
Ulli Ivens
25.09.02, 20:53
1. Ich bin dabei SAZ 12, Enddienstgrad erreicht, muss noch bis 11/2009 !
2. Wehrpflicht ist wichtig für unsere Gesellschaft ! Meiner Meinung is es aber unfair das nicht alle müssen (es täte der Gesellschaft IMHO noch besser wenn man ein Plichtjahr für ALLE einführen würde, wahlweise militärisch, sozial oder ökologisch )
3. Manche Wehrpflichtige haben in die Tonne gegriffen mit Ihrer Verwendung --> Einfluss nehmen, bei der Musterung sagen das man unbedingt z.B zur Luftwaffe will oder eine bestimmte technische Richtung machen möchte ! Es ist ja irgendwie klar das der Pionier nicht lange rumdiskutieren kann, sonst ist er tot :ugly: , der Techniker der irgendwas macht kann sich da mehr einbringen und schon mal zeigen das es anders geht !
4. Bund bietet durchaus eine berufliche Alternative, auch für Wehrpflichtige die sich das ganze erstmal angucken möchten (wenn sie sich nicht allzu blöd anstellen)
Ich bin gerne Soldat, auch wenn es mich manchmal ankotzt ( z.B. ca. 40 000 KM Autobahn im Jahr :( oder stellenweise Vorgesetzte mit merkwürdigen Ansichten/Verhalten, zum Teil altmodisches und unbrauchberes Gerät) Teilweise ist man halt nicht zuhause, lernt aber auch viele coole Menschen kennen.
2. Wehrpflicht ist wichtig für unsere Gesellschaft ! Meiner Meinung is es aber unfair das nicht alle müssen (es täte der Gesellschaft IMHO noch besser wenn man ein Plichtjahr für ALLE einführen würde, wahlweise militärisch, sozial oder ökologisch )
Ich sehe keinen Vorteil in einer soldatischen Ausbildung, insbesondere dann nicht, wenn sie eine massive Benachteiligung gegenüber dem anderen Geschlecht und auf dem internationalen Arbeitsmarkt bedeutet.
3. Manche Wehrpflichtige haben in die Tonne gegriffen mit Ihrer Verwendung --> Einfluss nehmen, bei der Musterung sagen das man unbedingt z.B zur Luftwaffe will oder eine bestimmte technische Richtung machen möchte ! Es ist ja irgendwie klar das der Pionier nicht lange rumdiskutieren kann, sonst ist er tot :ugly: , der Techniker der irgendwas macht kann sich da mehr einbringen und schon mal zeigen das es anders geht !
Nicht nur manche Wehrdienstleistende, sondern der Grossteil. Ich war Fernmelder, man hätte also eine recht anspruchsvolle Zeit erwarten können; die Grund-, Wach- und Spezialausbildung war auch recht interessant (auch wenn bei der letzteren kompetentes Personal gefehlt hat), nach den ersten 4 Monaten war dann aber rumsitzen, schwachsinnige Aufgaben erledigen, ausgemustertes Gerät zerlegen und tonnenweise Kram durch die Gegend tragen angesagt. Mir hat das ausser einem verlorenen Jahr und einer Urkunde nichts gebracht (wenn man einmal davon absieht, dass ich als Reservist immer noch der Wehrüberwachung unterliege, längere Auslandsaufenthalte beantragen must, usw.).
4. Bund bietet durchaus eine berufliche Alternative, auch für Wehrpflichtige die sich das ganze erstmal angucken möchten (wenn sie sich nicht allzu blöd anstellen)
Möglicherweise nach Abschluss des Wehrdienstes und mit Beginn einer Offizierslaufbahn mit Studium, ansonsten...
Ulli Ivens
25.09.02, 21:17
Original geschrieben von zander
Ich sehe keinen Vorteil in einer soldatischen Ausbildung, insbesondere dann nicht, wenn sie eine massive Benachteiligung gegenüber dem anderen Geschlecht und auf dem internationalen Arbeitsmarkt bedeutet.
Möglicherweise nach Abschluss des Wehrdienstes und mit Beginn einer Offizierslaufbahn mit Studium, ansonsten...
Benachteiligung gegenüber Frauen und den Männern die "nichts" machen müssen ist klar, aber auf dem Arbeitsmarkt hat man bessere Möglichkeiten, ein Bekannter von mir (Wehrdienstverweigerer) wollte zu einem Konzern die in dem Bereich in den er wollte viel Rüstungsgerät herstellen/entwickeln. Die haben Ihn nicht genommen weil er nicht gedient war !
Welche Nachteile gibt es denn da deiner Meinung nach zander ??
Die Bundeswehr bietet durchaus auch in der Fw - Laufbahn oder in der Fachdienstoffizier - Laufbahn (ohne Studium, Techniker Ausbildung) gute Möglichkeiten, sonst würde ich nicht hier sein !!
Elektronator
25.09.02, 21:20
Ich finde, wer sich freiwillig zur Bundeswehr meldet, also sich bewusst zur SOLDATENLAUFBAHN entscheidet, muss auch bereit sein, zu KÄMPFEN, wo er auch immer von der Regierung eingesetzt wird. Für dieses Risiko wird er ja auch bezahlt und ausgebildet.
Meine Frage ist nun: Seid ihr auch bereit zu kämfen?
Und eine internationale Eingreiftruppe wird es in absehbarer Zeit mit und ohne uns (besser mit) geben. Wir können uns da wohl kaum unserer internationalen Verantwortung entziehen. Ein toller Versuch übrigens, Herr Schröder. Zitat: "Es wird keinen Einsatz der Bundeswehr im Irak geben". Zur gleichen Zeit stehen deutsche Spürpanzer in Kuwait. haha. Dafür "bezahlen" wir seinen Wahlkampfschwachsinn jetzt mit der Führungsrolle in Afghanistan !!!
Hi,
ich war auch beim Bund.
Saz 12 und kann die Meinung von Ulli Ivens nur unterstützen.
Falls ich mich nochmals entscheiden muesste,
würde ich es wieder machen.
Ich war aber keine Greni oder Pio ,
sondern in der Verwaltung.
Gruß
Jens
Welche Nachteile gibt es denn da deiner Meinung nach zander ??
Ich habe speziell vom internationalen Arbeitsmarkt gesprochen; dank 13. Schuljahr und Wehrdienst liegt man mindestens zwei Jahre hinter Mitbewerbern einiger anderer Nationalitäten (z.B. USA) zurück. Zwei Jahre, ist das nicht Nachteil genug?
Ulli Ivens
25.09.02, 22:14
Original geschrieben von zander
Ich habe speziell vom internationalen Arbeitsmarkt gesprochen; dank 13. Schuljahr und Wehrdienst liegt man mindestens zwei Jahre hinter Mitbewerbern einiger anderer Nationalitäten (z.B. USA) zurück. Zwei Jahre, ist das nicht Nachteil genug?
Nein, das ist eigentlich ein Vorteil !! Klar das Jahr sieht erstmal verloren aus, aber in dieser Zeit hat du eine Ausbildung genossen und gelernt wie ein System funktioneirt das es in der Wirtschaft auch gibt --> Du hast gelernt wie man sich unterordnet (was wehtun kann) und trozdem eigenverantwortlich zu handeln und den Kopf auch mal selber hinzuhalten also quasi Verantwortung zu übernehmen. Das bekommst du in der Schule oder Ausbildung so nicht mit (in diesem Umpfang)!!
Eine große Firma ist nichts anderes als eine Kaserne. Einer Sitzt da gibt eine "Anweisung zu einem bestimmten Verhalten mit dem Ziel das diese Anweisung Durchgeführt wird". Also nichts anderes als einen Befehl (wenngleich der Manager nicht alle Mittel zur Durchsetztung hat wie z.B. ein Kompaniechef)
Trozdem sind ehem. Soldaten gern genommene Bewerber, weil man sieht das sie sich nicht "drücken", und eben wirklich mal den Kopf hinhalten.
zu Elektronator:
Ich kann da nur für mich reden: Ich werde einen Teufel tun mich freiwillig zu Melden in einen Einsatz zu gehen (das tun viele wegen des Geldes und einige (wenige) aus Überzeugung) aber wenn ich MUSS dann gehe ich selbstverständlich !!
Nein, das ist eigentlich ein Vorteil !! Klar das Jahr sieht erstmal verloren aus, aber in dieser Zeit hat du eine Ausbildung genossen und gelernt wie ein System funktioneirt das es in der Wirtschaft auch gibt --> Du hast gelernt wie man sich unterordnet (was wehtun kann) und trozdem eigenverantwortlich zu handeln und den Kopf auch mal selber hinzuhalten also quasi Verantwortung zu übernehmen. Das bekommst du in der Schule oder Ausbildung so nicht mit (in diesem Umpfang)!!
Eine große Firma ist nichts anderes als eine Kaserne. Einer Sitzt da gibt eine "Anweisung zu einem bestimmten Verhalten mit dem Ziel das diese Anweisung Durchgeführt wird". Also nichts anderes als einen Befehl (wenngleich der Manager nicht alle Mittel zur Durchsetztung hat wie z.B. ein Kompaniechef)
Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Jede Firma müsste in der freien Wirtschaft innerhalb kürzester Zeit Insolvenz anmelden, wenn sie so geführt würde, wie ich das in unserem Stützpunkt erlebt habe. Inwiefern lernt man eigenverantwortlich zu handeln, wenn man sich einer Reihe von Neckermann-Unteroffizieren unterordnen und ohne Diskussion Befehle, die in Einzelfällen an Schwachsinnigkeit kaum noch zu überbieten sind? Inwiefern trägt ein Jahr soldatischer Ausbildung zur beruflichen Weiterbildung bei? Falls Du in einer Firma wirklich den Eindruck vermittelt bekommen hast, dass es die Aufgabe eines Managers ist, sich in der von Dir beschriebenen Weise zu verhalten, so hoffe ich, dass ich in dieser Firma niemals tätig sein werde...
Trozdem sind ehem. Soldaten gern genommene Bewerber, weil man sieht das sie sich nicht "drücken", und eben wirklich mal den Kopf hinhalten.
Ich habe grössten Respekt vor Zivildienstleistenden, die in sozialen Einrichtungen ihren Dienst leisten. In Anbetracht der physischen und phsychologischen Belastungen, denen einige meiner Freunde in diesem Bereich ausgesetzt waren halte ich das "Zivieldienstleistender == Drücker" Stereotyp für lächerlich. Man könnte genausogut sagen, dass Wehrdienstleistende für Jobs uninteressant sind, da sie ja ganz offensichtlich kein Rückgrat haben (immerhin sind sie der Aufforderung, Wehrdienst zu leisten, anstandslos gefolgt).
> Zeit hat du eine Ausbildung genossen
Waffe putzen, Stiefel wichsen und endloses gammeln in einem Lager :mad:
> und gelernt wie ein System funktioneirt das es in der Wirtschaft auch gibt
nicht wirklich,
>Du hast gelernt wie man sich unterordnet
NEIN !!!
>Trozdem sind ehem. Soldaten gern genommene Bewerber, weil man sieht das sie sich nicht "drücken", und eben wirklich mal den Kopf hinhalten.
vieleicht beim Sicherhietsdienst.
Ich bin fuer eine moeglichst kleine, dafuer aber gut ausgestattete und gut ausgebildete Berufsarme, das wuerde auch das Ansehen des leider immer noch notwendigen Berufs Soldat enorm aufbessern.
@ Ulli, das ist natuerlich nicht persoenlich gegen dich gerichtet, und ich bin auch ueberzeugt das es nicht ueberall gleich ist. Ich habe es aber leider so als W12 bei der LW erlebt.
Gruss Rupert
Montgomery
26.09.02, 00:58
Also die 10 Monate, die ich Zivi war haben mir ganz und garnicht geschadet. Klar, wer einfach nur irgendeine Stelle nimmt oder sich nicht darum kümmert was er machen kann zieht als Zivi schnell die Arschkarte. Vielleicht hatte ich auch einfach nur wahnsinniges Glück, aber 10 Monate in einem Klinikum Datenbanken zu programmieren bzw. sonstiger EDV-Ansprechpartner zu sein war für mich nicht gerade verschwendete Zeit.
Trotzdem, wer ernsthaft was gutes sucht, der findet meiner Meinung nach auch etwas, das ihm Spaß macht.
Gruß
Montgomery
Moin,
ich muss auch mal meinen Senf dazu geben.
Ich mag die Wehrpflicht nicht,ich mochte sie nicht und werde sie niemals mögen.
Allerdings weiss ich auch,dass sie für unsere Gesellschaft überlebens Notwendig ist.
Wenn ich mir anschaue was mit Ländern passiert die keine Wehrpflicht haben,so wird mir die Tragweite einer Berufs Armee klar.Ein Blick in die USA oder nach GB bringt da schon viel,deren Soldaten sind in auffällig viele Kriege verwickelt,und das ist etwas was ich noch weniger will als die Wehrpflicht.
Wenn ich in Urlaub fahren will,gehe ich in ein Reisebüro...
Wofür auf jeden Fall gesorgt werden muss ist,dass kein Wehrpflichtiger zu einen Auslandseinsatz muss.
Sowas darf nur auf freiwilliger Basis geschehen.Es war leider in der Vergangenheit vorgekommen,dass versucht wurde Wehrpflichtige im Ausland gegen ihren Willen einzusetzen(m.e. ist es auch nicht mit den Grundgesetz vereinbar).
Reserve tut Not...
Reserve Übungen sollten keine Pflicht sein,sondern ebenfalls auf freiwilliger Basis stattfinden.Es werden sich mit Sicherheit immer noch genug Leute finden die dann mitmachen,und ganz nebenbei hat man gegenüber sein Chef ein ganz brauchbares Druckmittel. ;)
Wehrgerechtigkeit...
Wenn es eine Wehrpflicht gibt so sollte auf jedenfall alternativ ein Soziales Jahr möglich sein,und das ohne Gewissens Abfragen,der Begriff Wehrdienst Verweigerer muss sterben.
Diese 12 Monate müssen für alle gelten,egal welches Geschlecht sie haben und wie Fit ihr Körper ist.
Zeitsoldaten/Berufssoldaten...
M.e. ist die Hirarchie der Bundeswehr viel zu starr.Das kann nicht sein,dass wie im Falle von Ulli,dass man seinen Enddienstgrad erreicht hat,und dann noch 7 Jahre vor sich hat ohne Chance auf Beförderung.
Ich kann mir vorstellen,dass das doch demotivierend sein kann.Es sollte leichter werden Berufssoldat zu werden,bis jetzt ist es fast wie 6 Richtige im Lotto,wenn man den Status erreicht hat.Die Zeitbeschränkung für Spezialisten sollte aufgehoben werden,was dann auch zu erweiterten Mansschafts Dienstgraden führen würde(Stabs Gefreiter hört sich doch gut an;)).
In anderen Nato Ländern,die die Wehrpflicht haben,ist der Wiedereinstieg in die Armee deutlich einfacher.
Nicht das ich das will,aber im Falle drohender Arbeitslosigkeit,sollte es möglich sein die Dienstzeit ohne grosse Prüfung um,sag ich ich mal, max.12 Monate zu verlängern,dieses könnte mit Sicherheit einige Härten nehmen.
Wenn die 12 Monate um sind...
Die BW sollte sich etwas mehr Mühe geben,sich um ihre Wehrpflichtigen zu kümmern,leider werden heute zu viele Wehrpflichtige in die Arbeitslosigkeit entlassen,ich denke dass man da etwas sinnvolles machen könnte.
Aber die kriegen das z.Zt. ja nicht mal mit ihren Zeitsoldaten hin,ein bekannter von mir Hauptmann/Z12 ist inzwischen seit 24 Monaten Arbeitslos,und es sieht auch nicht so aus,als ob er so schnell etwas kriegt.
...das ganze jetzt in ein Glas abfüllen,und als ExtraFad verkaufen...
Greetings Zaphod-B
Ulli Ivens
26.09.02, 05:59
Also da habe ich eine ganze Menge zu zu sagen......, aber erst heute Nachmittag... ich muss jetzt zum Dienst !! :D
Morgen,
war zwar nicht beim bund bzw. zivi gewesen, möchte aber nur
folgendes sagen:
wehrplicht abschaffen heißt gleichzeitig zivildienst abschaffen.
Wer kümmert sich dann um die Hilfs- und Pflegebedürftigen?
Was würde ein Krankenhaus oder Altenheim ohne Ihre Zivi´s machen?
Man sollte sich das gut überlegen ob man einfach labidar sagt, laßt uns die
Wehrplicht abschaffen und Berufssoldaten einsetzten.
czogga
PS Vielleicht gibt es ja dann auch Berufzivi´s
;)
Morgen,
war zwar nicht beim bund bzw. zivi gewesen, möchte aber nur
folgendes sagen:
wehrplicht abschaffen heißt gleichzeitig zivildienst abschaffen.
Wer kümmert sich dann um die Hilfs- und Pflegebedürftigen?
Was würde ein Krankenhaus oder Altenheim ohne Ihre Zivi´s machen?
Man sollte sich das gut überlegen ob man einfach labidar sagt, laßt uns die
Wehrplicht abschaffen und Berufssoldaten einsetzten.
czogga
PS Vielleicht gibt es ja dann auch Berufzivi´s
;)
Original geschrieben von czogga
Morgen,
war zwar nicht beim bund bzw. zivi gewesen, möchte aber nur
folgendes sagen:
wehrplicht abschaffen heißt gleichzeitig zivildienst abschaffen.
Wer kümmert sich dann um die Hilfs- und Pflegebedürftigen?
Was würde ein Krankenhaus oder Altenheim ohne Ihre Zivi´s machen?
Man sollte sich das gut überlegen ob man einfach labidar sagt, laßt uns die
Wehrplicht abschaffen und Berufssoldaten einsetzten.
das ist auch meine meinung, aber ich muss noch in den sch***laden! leider!
von mir aus könnt man ihn für 2 jahre abschaffen!:ugly: :ugly:
So, ich möchte auch mal meinen Senf dazugeben.
Ich bin Zivildienstleistender gewesen.
Meinen Zivi habe ich beim Roten Kreuz gemacht und war dort im Rettungsdienst. Ihr wollt mit Sicherheit garnicht wissen wieviele Zivildienstleistende für eure Gesundheit da sind. Nicht nur für die Kranken und Alten. Nein, auch im Rettungsdienst sind ziemlich viele Zivis.
Organisationen wie das Rote Kreuz könnten ihren Betrieb nicht aufrecht erhalten ohne Zivis. Folge wäre, dass die Feuerwehr VIEL mehr Leute braucht. Und ratet mal wer das bezahlen dürfte....
Das mit der verlorenen Zeit würde ich auch nicht sagen. Ich musste viel mit Stress umgehen können und auch einfach abschalten. Das hat meinen jetztigen Arbeitgeber ziemlich beeindruckt.
Und wenn wir als Wesen den männlichen Geschlechts Zeit durch den Bund oder den Zivi verlieren und Karriere knicke befürchten. Was machen Frauen im Berufsleben die Kinder kriegen? Und ich denke das wirkt sich sogar noch schlimmer aus wenn ich mitten rausgerissen werde, als wenn ich später anfange.
Gut sie können es sich aussuchen, wir nicht. Aber wenn sie sich dagegen entscheiden kriegen wir nochmehr Probleme mit den Renten ;)
Einfach sagen, "schafft sie ab, sie ist unnütz die Wehrpflicht", das funktioniert leider nicht.
Und wenn wir als Wesen den männlichen Geschlechts Zeit durch den Bund oder den Zivi verlieren und Karriere knicke befürchten. Was machen Frauen im Berufsleben die Kinder kriegen? Und ich denke das wirkt sich sogar noch schlimmer aus wenn ich mitten rausgerissen werde, als wenn ich später anfange.
Du vergisst bei diesem Argument nur zwei Kleinigkeiten: 1) niemand wird dazu gezwungen eine Familie zu gründen und 2) es gibt Mutterschaftsschutz.
Nope 1) hab ich nicht vergessen!
Gut sie können es sich aussuchen, wir nicht. Aber wenn sie sich dagegen entscheiden kriegen wir nochmehr Probleme mit den Renten
Und wo kommen wir hin wenn keine Berufstätige Frau mehr Kinder möchte, weil dies ihrer Karriere schadet?
Nope 1) hab ich nicht vergessen!
Und wo kommen wir hin wenn keine Berufstätige Frau mehr Kinder möchte, weil dies ihrer Karriere schadet?
Du befürwortest die Wehrpflicht also als Entscheidungshilfe in der Familienplanung von Frauen? Es tut mir Leid, aber in einer emanzipierten Welt halte ich das für unsinnig. Der Arbeitsplatz ist für den Zeitraum der Mutterschaft gesetzlich geschützt, danach kann auch der Vater als Hausmann agieren.
Ich habe auch schon von Vaterschaftsschutz gehört.
Meine Meinung:
Die Wehrpflich abzuschaffen einfach von heute auf morgen wird wohl schlecht möglich sein. Allerdings finde ich, sollte man ALLE Deutschen zunächst für den Zivildienst einteilen. Um dann zum Bund zu kommen, sollte man dann dies verweigern. Warum muß man sich heute noch rechtfertigen, um nicht zum Bund zu wollen?
So erhält man auch die Zivi-Stellen. Es sollte jeder ein solches Jahr absolvieren und wer unbedingt zur Armee will, dem soll es dann auch möglich sein.
Zum Bund:
Also ich weiß nicht, ich war 14 Monate da. Selbst wenn man jetzt über die Hälfte der Wehrpflichtigen entlassen würde, hätten wir damit kein Problem. Ob nun der StUffz oder FB etc seine Unterlagen direkt wegheftet oder bei dem armen Gefreiten ins Fach legt ist sowieso doof.
Irgendwann hat man mal alle Akten sortiert, dann kommt der Chef und sucht einen Fehler nur um dann zu sagen: "Nochmal". Ich habe die Erfahrung gemacht, dass fast alle sich was auf ihre Schulterklappen einbilden und den Frust, den sie wahrscheinlich dann von zu Hause mitbringen, an den armen Wehrplichtigen auslassen. Natprlich gibt es auch Ausnahmen.
Lars
Nein, ich habe nur diesen Punkt als Ergänzung der anderen Punkte gedacht.
Der Hauptgrund ist einfach, dass es schlichtweg nicht bezahlbar ist die Wehrpflicht, bzw. den Zivildienst vollkommen abzuschaffen.
Zum einen, weil die Bundeswehr (zumindest derzeit) nicht als reine Berufsarmee überleben kann. Und weil der Rettungsdienst, sowie Kranken- und Altenpflege finanziell nichtmehr tragbar wäre. Die Kosten würden schlichtweg explodieren!
Die Familienplanung habe ich nur angeführt, weil ich damit verdeutlichen wollte, dass nicht nur wir Zeit verlieren (naja, ich fand meinen Zivi mehr lehrreich!), die wir im Berufsleben gut brauchen können, sondern das auch Frauen Zeit verlieren.
Soweit ich weiss gibt es 6 Monate Mutterschaftsschutz plus Mutterschaftsurlaub (oder wie auch immer das heissen mag :D). Und es kann ja nicht bestritten werden, das eine Zeit von mindestens 6 Monaten der Karriere erstmal einen kleinen Rückschlag gibt.
Darum finde ich es auch nicht richtig, Frauen auch zur Wehrpflicht heranzuziehen. Die Zeit die sie dort sparen verlieren nämlich die meisten Frauen hinterher wieder.
Klar können sie sich gegen eine Familie entscheiden. Aber wir können auch verweigern und in den Katastrophenschutz gehen. Dann gehst du 7 Jahre lang einmal im Monat dahin und kannst schonmal dein Studium oder deine Ausbildung anfangen und hast auch keine Zeit verloren.
Ich finde es trotzdem doof, dass es heißt:
erst Bund, wer sich weigert kann sich dann evntl. was anderes suchen.
In diesem Bereich sollte man auch Gleichberechtigung schaffen!!
Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auch als Vater Urlaub bekomme. Dann müsste allerdings die Frau jobben (glaube ich). Also ist das dann eine Familienangelegenheit.
Der Hauptgrund ist einfach, dass es schlichtweg nicht bezahlbar ist die Wehrpflicht, bzw. den Zivildienst vollkommen abzuschaffen.
Zum einen, weil die Bundeswehr (zumindest derzeit) nicht als reine Berufsarmee überleben kann. Und weil der Rettungsdienst, sowie Kranken- und Altenpflege finanziell nichtmehr tragbar wäre. Die Kosten würden schlichtweg explodieren!
Nun, in dem Punkt scheinen wir ja einer Meinung zu sein.
Die Familienplanung habe ich nur angeführt, weil ich damit verdeutlichen wollte, dass nicht nur wir Zeit verlieren (naja, ich fand meinen Zivi mehr lehrreich!), die wir im Berufsleben gut brauchen können, sondern das auch Frauen Zeit verlieren.
Soweit ich weiss gibt es 6 Monate Mutterschaftsschutz plus Mutterschaftsurlaub (oder wie auch immer das heissen mag :D). Und es kann ja nicht bestritten werden, das eine Zeit von mindestens 6 Monaten der Karriere erstmal einen kleinen Rückschlag gibt.
Darum finde ich es auch nicht richtig, Frauen auch zur Wehrpflicht heranzuziehen. Die Zeit die sie dort sparen verlieren nämlich die meisten Frauen hinterher wieder.
Zeit vor dem Eintritt in das Berufsleben zu verlieren halte ich für schwerwiegender, insbesondere wenn man über den Tellerrand hinaus sieht und sich anguckt, wie es in anderen Ländern gehandhabt wird. Auch in Ländern ohne Wehrpflicht gibt es Frauen die Karriere machen ohne dass Familien als solche verschwinden (weniger Familien werden es, dass sieht in Deutschland aber nicht anders aus).
Klar können sie sich gegen eine Familie entscheiden. Aber wir können auch verweigern und in den Katastrophenschutz gehen. Dann gehst du 7 Jahre lang einmal im Monat dahin und kannst schonmal dein Studium oder deine Ausbildung anfangen und hast auch keine Zeit verloren.
Nun, mit Ausnahme der Tatsache, dass Du für einen sehr langen Zeitraum fest gebunden bist.
Zeit vor dem Eintritt in das Berufsleben zu verlieren halte ich für schwerwiegender, insbesondere wenn man über den Tellerrand hinaus sieht und sich anguckt, wie es in anderen Ländern gehandhabt wird.
International gesehen hast du wohl recht. Nur bin ich davon ausgegangen, dass die meisten Deutschen auch in Deutschland dann studieren gehen oder ihre Ausbildung hier machen.
Die Arbeitgeber wissen auch, dass wir um dieses Jahr (jetzt ja schon weniger) nicht herumkommen und von daher hat man dort auch keine Nachteile.
Nun, mit Ausnahme der Tatsache, dass Du für einen sehr langen Zeitraum fest gebunden bist.
Das stimmt wohl. Nur ist die Anzahl der Katastrophen in Deutschland nicht so hoch, dass man ständig ran muss.
Und wenn sowas wie das Hochwasser dieses Jahr anfällt, dann fahren die Meisten auch nur für 1 Woche dorthin. Schließlich haben wir ja viele Helfer (auch Augrund der Wehrpflicht).
Bsp: Ein Freund von mir ist beim THW. Das einzige was er bisher in 4 Jahren K-Schutz machen musste, war einmal am Rosenmontagszug mitzulaufen.
Und ich denke, das ist nicht allzuviel Arbeit.
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