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keiner_1
06.09.02, 10:31
Hallo Freaks

Ich bin wieder bei Tecchannel vorbeitgesurft und bin auf das gestossen (Link (http://www.tecchannel.de/news/20020905/thema20020905-8588.html)

glaubt ihr das Linux an der Börse nochmals boomt? ich bin der festen Überzeugung!

greetz
adme

fs111
06.09.02, 11:18
Ich glaube das ehrlich gesagt nicht, weil man mit OSS einfach nicht die große Kohle machen kann. Das ist jetzt kein flame oder sonstwas, sondern schlicht eine Tatsache. Wenn Distributoren wie RH oder Mdk ihre Produkte quasi verschenken, dann wird das niemand an der Börse honorieren. Ich bin keineswegs gegen die Philosophie von OS/FS, sondern eher dafür, aber es widerstrebt schon grundsätzlich dem normal kapitalistischen Denken an den Börsen. Ich weiß auch, dass die Distributoren ja eigentlich nur die Pakete packen, nen Installer zugeben, und ein paar Admin-Tools oben drauf legen. Dennoch verschenken sie Ihr Produkt, und das kann nicht zu steigenden Umsätzen führen.

Die einzigen, die richtig Kohle machen, sind doch IBM, weil sie ja nicht selber ein Distri auf den Markt schmeißen, sondern nur ihre arschteure Hardware mit Linux drauf verkloppen. Das rechnet sich natürlich. Linux kostet ja im Einkauf fast nix, und den Preis für die Hardware nimmt man so oder so.

Ich glaube, dass sich Linux nie durchsetzen wird, die Leute sind einfach zu einfältig, was Sicherheit und ihre Privatsphäre angeht, und deswegen, wird es auch keinen neuen Linuxboom mehr geben.

fs111

keiner_1
06.09.02, 11:59
ou solche harten Worte höre ich nicht gerne... entweder ich kann mich nicht mit der Realität abfinden oder ich bin zu verbissen in Unix/Linux.

Nach deinen Aussagen ist der einzige der an Linux wirklich profitiert Unix? so haben sie mehr Tools und allgemein Software und mehr Know-how von Linux Freaks. Sicherlich profitieren auch Hardware Firmen.

Was du aber nicht erwähnst, ist mit wo Red Hat wirklich Geld macht und das sollten sie den Kapitalisten von der Börse beibrigen. Sie bekommen von Oracle und Dell Geld damit ihre Datenbanklösung auf ihrer Hardware läuft. Red Hat hat tausende solche Projekte, sie sind sozusagen der Vermittler zwischen Dot Com und Community.

Obwohl viele Linuxer nicht der gleichen Meinung sind, sehe ich für Linux auf dem Desktop eine Chance. Klar im Serverbereich haben sie schon ihren festen (und wachsenden) Platz eingenommen, aber dort gibt es schon gute OSes wie *bsd und Solaris. Hingegen auf dem Desktop ist auf dem Markt nichts gutes zu finden, darum wird der Boom kommen

just my two cents

greetz
adme

fs111
06.09.02, 14:31
Red Hat hat tausende solche Projekte, sie sind sozusagen der Vermittler zwischen Dot Com und Community.

Schön und gut, aber sowas ist nix für die Leute bei den Banken und an der Börse. Die wollen knallharte Geschäftsmodelle sehen, und nicht einen Vermitller zwischen Wirtschaft und etwas derart schwammigen wie die OS-Community. Mit solchen nicht greifbaren Dingen kann man nach der New Economy Krise keinen mehr hinterm Ofen vorlocken. Das ist leider so. Glaub mir, ich bin asolut für OSS, und ich mag auch RH, aber unser Lieblings-OS, wird sich nicht durchsetzen, nicht auf dem Desktop, auch wenn ich es dort immer weiter einsetzen werde. Ich bin einfach realistisch. MAn hat bei Linux ja bei sovielen Dingen ja die Wahl, dass es einen DAU gerade zu erschlägt, wenn er Software für sich sucht. Linux ist eine Baustelle auf dem Desktop, und das wird auch weiter so bleiben.


fs111

zio
06.09.02, 21:42
Das Thema Linux und Börse kann man nicht für sich alleine stehen lassen. Das ganze muss man im Kontext mit dem Neuen Markt und seinem Aufstieg und Niedergang sehen.

Als jemand, der zwar BWL studiert hat, aber mit Sicherheit kein Börsenexperte ist, habe ich den großen Knall schon vorausgeahnt, bevor die Aktien ihren Höchststand erreicht hatten. Da wurde wie wild drauf los spekuliert, ohne sich darum zu kümmern, welches Potential die vielen neugegründeten Technologie-Firmen tatsächlich hatten. Das Prinzip Hoffnung zählte. Vor allen bei den Kleinanlegern. Von den großen Anlegern haben nur wenige ihr Geld verloren, weil die genau abschätzen konnten, welches Potential eine Firma tatsächlich hat.

Nehmen wir mal die feindliche Übernahme von Mannesmann durch vodafone. Nach Expertenmeinung hatte Mannesmann damals mit d2 und dem Metallbereich einen Wert von ca. 4 - 5 Milliarden DM. Gezahlt wurde das zigfache. Da spielte die Realität keine Rolle mehr.


VA Linux habe ich zum Beispiel nie ernst genommen, Linus Thorwalds übrigens auch nicht, da er die ihm geschenkten Aktien sofort nach Ende der Bindungsfrist zu einem noch guten Kurs verkaufte (s. "Just for Fun").

Andererseits ist der anschließende Tiefgang m.E. auch nicht gerechtfertigt. Dass ein Unternehmen wie die Telekom dermaßen niedrig rumdümplet ist bei dem Wert de Unternehmens ein Witz.

Unternehmen wie Red Hat räume ich eine gute Chance ein. Und aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht gesehen wird Linux dauerhaft auch wirtschaftlich eine lukrative Sache sein. Nicht beim Homeanwender, sondern bei der Industire und der Verwaltung. Z.B. Verwaltung: da müssen Spezialprogramme (Meldewesen, Steuerwesen suw.) erstellt, gewartet und gepflegt werden. Selbst wenn die Verwaltung noch die Hälfte von dem zahlt, was sie z.Z. für Win-Programme zahlt, spart sie mächtig, und die Linux-Industrie kann gut davon leben. Da steckt erhebliches Potential drin.

JoelH
06.09.02, 23:13
ich sehe das wie fs111:
Was man feststellen muss ist dass der Boom vorbei sit, natürlich nciht nur bei Linux, diese Sparte breitet sich weiter aus, sonder in der gesamten IT Branche, das schwächt auch Linuxprodukte, Linux breitet sich trotzdem mit Prozentschritten weiter aus, nur bringt es eben nichtmerh die Kohlen weil der Markt passimistischer wurde ! Warum wohl ?

Aber =>
von fs111:
Die einzigen, die richtig Kohle machen, sind doch IBM, weil sie ja nicht selber ein Distri auf den Markt schmeißen, sondern nur ihre arschteure Hardware mit Linux drauf verkloppen. Das rechnet sich natürlich. Linux kostet ja im Einkauf fast nix, und den Preis für die Hardware nimmt man so oder so.
Das glaub ich auch nicht, IBM buttert Milliarden in Linux, sicher nicht wegen der OpenSource Community aber auchnicht einfach um Linux zu kaufen, sie wollen natürlich nur ihr bestes, das ist klar, aber sie fördern dadurch auch Leute die ansonsten nichtmehr für Linux arebiten könnten. Nehmen wir mal zB. die Aussage von Alan Cox auf der Keynote vom Linuxtag 2002, er meinte auf die Frage hin wieviele Leute der Programmierer wirklich nur von Linuxprogrammieren leben > 10 früher mal >30 aber insgeammt sind dass sehr wenige, dafür sind es die Maintainer, Cox für RedHat, Linus bei TransMeta, der Holländer, verdammt Name vergessen, aht aber auch in karlsruhe gesprochen und den geilen Vergleich Filesystem / Frühstück gebracht, der arbeitet für Conectiva in Brasilien genau wie der Maintainer des 2.4er Kernels etc. , und diese Leute bleiben uns auch dank der IBM Millionen erhalten und dass ist mehr wert als alles was ich kenne.

original adme:
entweder ich kann mich nicht mit der Realität abfinden oder ich bin zu verbissen in Unix/Linux.
hmm, Unix ist frei ? Das musst mir erklären, klar du meinst dass auf die Worte hin von fs111, aber Unix ist AT&T und nichtmal OpenSource, das sollte man nicht verwechseln ! ODer gar in eine Topf werfen !original adme:
Hingegen auf dem Desktop ist auf dem Markt nichts gutes zu finden, darum wird der Boom kommen
Auch wenn ich geächtet werde, Windows ist momentan noch ein starker Konkurent, wenn man mal die roas Linuxbrille ablässt.original fs111:
Die wollen knallharte Geschäftsmodelle sehen, und nicht einen Vermitller zwischen Wirtschaft und etwas derart schwammigen wie die OS-Community.Warum denkst du laufen in Banken meist noch OS/2 Proggies ? Win ist shit und die Banken haben dass schon immer gewusst darum haben sie IBM immer die Stange gehalten denn Banken regieren , IMHO, die Welt ! Und sind die cleversten, meistens !
original zio:
Nehmen wir mal die feindliche Übernahme von Mannesmann durch vodafone. Nach Expertenmeinung hatte Mannesmann damals mit d2 und dem Metallbereich einen Wert von ca. 4 - 5 Milliarden DM. Gezahlt wurde das zigfache. Da spielte die Realität keine Rolle mehr.
Das hat ja aber auch hintergrund, bin keiner mit ahnung aber ich höre gerne zu, ein Börsianer hat mal gesagt, bzw. das ist so, dass die ja den Börsenwert aufgrund der renditen der nächsten Jahre ermitteln, mehr oder weniger, naja und normalerweisse werden die renditen (Dividendenausschüttungen) der nächsten 10 Jahre im Aktienwert verwurstet, aber am neuen Markt wurden die Firmen mit dem Wert von 100 Jahren Dividende verkauft, das kann ja nciht sein, oder ? Das ist das Problem das die Börse jetzt noch trägt, alles wurde zu sehr gepusht !