PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorteile von Debian/RedHat gegenüber Suse?


Hotspott
05.08.02, 13:06
Hi!

Ich benutze zur Zeit Suse 8.0. Ich bin damit nicht so ganz zufrieden, da ich z.b. bei dem Versucht WarCraftIII unter Linux zum laufen zu bringen gemerkt habe, dass Suse obwohl ich mit yast die nvidia-rpms installiert habe nicht die orginal nvidia treiber drauf hatte und ich sehr lange gebraucht habe um rauszufinden, dass die installierte libGL nicht die ist, die hinter dem Dateinamen stehen sollte (und ich meine jetzt nicht, dass sie falsch verlinkt war). Auch bin ich nicht so glücklich, dass ich wenn ich ein Online Update durchführe dann immer dafür sorgen muss, dass meine nun selbst installierten Nvidia-Treiber nicht überinstalliert werden. Und wenn nun die neue Distro rauskommt ist es dann bald mit den Online Updates vorbei??

Ich überlege gerade ob es ein vernünftiger Schritt wäre auf eine andere Distribution umzusteigen und habe gelesen, dass sich debian sehr genau an die Standarts halten soll. (Linux Verzeichnissstruktur usw.) Und dass es da es komplett übers Netz geht bei einem Update nicht so sein sollte wie bei einem Suse (und ich vermute auch redhat update) dass viele Configurationsdatein überschrieben werden, damit das Upgedated System wieder so läuft wie Suse sich das vorstellt.

Ich hätte gerne eine Distribution, die meine gemachten Änderungen nicht mit jedem Update über den Haufen wirft und mir somit wieder eine Menge neue Arbeit macht, sondern dauerhaft so funktioniert, dass über ein Online-Update einfach die aktuellsten Versionen der von mir installierten Packete gezogen werden. Einerseits um nicht durch riesig veraltete Packes riesiege Sicherheitslücken zu haben und um bequem in den Genuss neuer Features zu kommen.

Ich schwanke nun noch zwischen Debian und RedHat. Ich habe das gefühl, dass ich für Redhat mehr erklärungen finde, wenn ich Probleme habe. Debian gefällt mir sehrgut daher, dass es nicht wie bei den komerziellein Distris immer wieder neue Updates gibt, für die dann der Support respektive das Online-Update nichtmehr gepflegt wird.

Ist der rpm oder die debian variante flexiebler/leichter zu nutzen? Ich möchte gerne wenn ich Programme als Quelltext runterlade aus diesen erst ein Installationspacket erstellen, um ein sauberinstalliertes System zu haben mit Abhängigkeiten und der Möglichkeit einzellne Packeges im Bedarfsfall auch sauber zu deinstallieren. Ferner stelle ich mir ein Verzeichniss vor in dem ich dann alle von mir selbst hinzugefügte Programme als sollche rpm bzw. deb Packete liegen habe und im falle eines nötigen SystemCrashes diese von einer SicherungsCD einfach wieder installieren kann.

Vom Gefühl her tendiere ich mehr gegen Debian, habe aber mit keiner der beiden Distris Erfahrung und würde gerne wissen, was ihr meint welche Distri obigen wünschen am meinsten entspricht, oder ist das noch Wunschtraum und ich kann genausogut bei Suse bleiben, weil jede Distri ihre eingenarten hat. Bin mir nun nicht sicher ob ein Umstieg wirklich die von mir erhofften vorteile ergibt.

Gruss
HotSpot

Malekith
05.08.02, 13:13
Wenn du Standarts willst dann nimm Debian. Debian finde ich besser als RedHat, zumal auch RedHat teilweise mir unvständliche "Logikfehler" bringt. Das Diablo2 unter SuSE lief, aber unter RedHat nicht z.B

johnyb
05.08.02, 13:21
Hallo,
ich habe Red Hat noch nicht soo ausprobiert, aber es läuft auch.. irgendwann.. ich musste z.b. für mein DSL noch einiges einstellen,.... bei debian lief alles auf anhieb. weil ich von vornherein wusste, dass mir keine grafischen tools helfen würden. aber, ich muss sagen, ich habe noch bei keiner distribution ein so geniales paketmanagement gesehen, wie bei debian. gentoo linux ist auf dem besten wege in diese richtung aber noch nicht so zu empfehlen, wie debian. wer dsl hat, sollte auf jeden fall debian nutzen. Auch die .deb dateien, die bei einem update runtergeladen werden finden sich hinterher in einem verzeichniss wieder, das problemlos gebrannt werden kann! Das Problem mit dem überschreiben der alten einstellungen ist auch hier gelöst. hier wird der nutzer gefragt, ob die dateien überschrieben werden sollen. wenn man nur enter drückt, wird es nicht überschrieben.. ;-) ich bin echt zufrieden damit! auch die auswahl an software ist echt riesig!!
das einfachste wäre: du lädst eine netinstall cd von einem mirror und installierst es einfach mal auf einer partition. wenn du etwas gewöhnungszeit an die konsole in kauf nehmen kannst, ist es wirklich die bessere wahl, vor suse. suse ist dafür schön bunt, was mir auch gefällt *g* aber, nach 3 tagen konfigurieren und testen lief mein debian system auch super und auch schön bunt!! *hö* es gibt zu den ganzen kommandozeilen tools schöne frontends für X, die das installieren und entfernen der software noch einfacher machen. es macht richtig spaß! und: wenn alles erstmal läuft, dann läuft es auch.. sicher und zuverlässig. die update funktion ist auch super. ich hoffe, das hilft erstmal etwas.

bis dann
julian

Hotspott
05.08.02, 13:41
Danke für diesen Beitrag, der gibt richtig Schwung. Muss nun erstmal schauen, wie ich das drauf bekomme. Lade gerade die CD 5 da ich wohl von der booten muss, wenn ich reiserfs usw. habe will. Trau mich nur glaub ich noch nicht meinen Hauptrechner abzusegen und komplett umzustellen, werd wohl mal auf meiner ausgediehnte kiste anfangen, damit ich im fall der fälle noch ins Internet komme um Hilfe zu finden.

Gruss
HotSpot

johnyb
05.08.02, 13:49
Hallo,
das würde ich auch probieren. Ich habe festgestellt, auf manchen PC's läuft es auf Anhieb perfekt. Andere muss man erst etwas überreden *g* (manuelles einfügen von Modulen,...) Theoretisch brauchst du die ISO-Images gar nicht runterzuladen. Es gibt im Netz solche Netinstall ISO's, die sind so 30mb groß, oder sowas.. Die gebrannt und fertig ist es. Diese gibt es auch mit Reiserfs Support, oder auch mit XFS Support (soll stabiler sein, als Reiser) aber ok, probier einfach und hab Spaß daran! Es ist auf jeden Fall eine schöne Beschäftigung für ein verregnetes Wochenende ;-)

bis dann
julian

pucki
05.08.02, 13:50
pardon,
aber ich habe zu hause zwei partitionen
a) stable mit ext3
und
b) testing mit reiserfs (war woody 3.0)
und alles mit der 1. !!!! CD von woody installiert.
dazu habe ich den kernel bf2.4 verwendet.