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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : textverarbeitung unter linux


red.iceman
20.02.02, 14:58
Hi

Ich bin gerade mal wieder richtig gefrusted von Abiword. Es ist instabiler als MSWord es je war, kann nicht mal fussnoten, rtf wird auch nicht sauber importiert... mist!
mir solls ja eigentlich egal sein (benutze ausschliesslich latex), aber meine Freundin ist drauf angewiesen. da schwaerme ich also von meinem tollen linuxrechner und krieg sie auch soweit, dass sie ihn benutzt. sie benutzt normalerweise amipro unter windows. laeuft prima. nun setzt sie sich bei mir an den computer und abiword stuerzt ab, macht keine fussnoten, importiert ihre alten dateien nicht etc.. klasse empfehlung fuer linux. super.
dann hab ich die siag-office installiert - nachdem ich die .rtf datei eingelesen und den ganzen text makiert und auf blocksatz gesetzt hatte, ist das prog mit einem segfault abgeschmiert.?!!

wenn wir schon windowsprogs unter linux nachbasteln, dann sollten sie wenigstens stabil sein. wie soll ich sonst jemanden dazu motivieren, auf linux umzusteigen??? damit er progs hat, die weniger funktionen bieten und dafuer noch haeufiger abstuerzen? und ein textprogramm gehört nun wirklich zu den fundamentalsten sachen, die man so braucht.

bleibt noch staroffice/openoffice/koffice:
ersteres ist ein monster, dafuer muesste ich erstmal meinen computer auf den neusten stand bringen - und das bloss fuer ne textverarbeitung? MS-Office laeuft auf (fast) jeder kiste. damit waere dann schon wieder einer jener Vorteile von linux hin: es ist zwar eigentlich sauschnell und laeuft selbst auf nem schnellen 486er zufriedenstellend, aber wenn man einen Text schreiben will, dann sollte es schon wenigstens 700 MHz und 500 mb ram sein.
fuer koffice gilt eigentlich fast das gleiche, nur dass man auch noch den ganzen kde-kram installieren muss.

ich weiss, es ist unfair gegenueber den programmierern und es gibt sicherlich auch viele menschen, die einen neuen rechner haben und zumindestens mit der openoffice/koffice zufrieden sind. ich bin eben sauer.
aber gibt es denn wirklich nichts anderes? sonst muss ich irgendwie wordstar im dosemu laufen lassen... ;-)

ri

Olli
20.02.02, 15:08
NIMM kwrite oder besser noch vim wenn dir nichts gefällt!

red.iceman
20.02.02, 15:29
???
Ich brauch keinen textEDITOR, sondern eine textVERARBEITUNG.

ri

Olli
20.02.02, 16:19
ich weiss, aber wenn dir nichts gefällt und du mit den makken nicht leben willst, solltest du dir einen stift, papier und ein lineal kaufen.

> MS-Office laeuft auf (fast) jeder kiste.
HA, dass ich nicht lache. versuche mal M$O 2K auf ne 486-Mühle drauf zu machen.....installieren geht ja vielleicht noch, aber arbeiten kannste damit nicht mehr.


übrigens staroffice6/openoffice641 läuft bei mit sehr stabil...

oliver

red.iceman
20.02.02, 16:39
wie gesagt, ich benutze LATEX! brauche also keinen word-verschnitt.
doch (leider) gibt es auch menschen, die nicht unbedingt latex lernen wollen und deshalb auf alternativen angewiesen sind. z.B. meine freundin, mein bruder, meine mutter...
da diese sich keinen neuen computer zum texte tippen kaufen wollen, muss es mit der vorhandenen hardware (im mittel: p90) gehen. damit faellt openoffice/koffice raus.
die wollen damit keine wasweissichnicht fuer sachen erstellen, es reichen locker die funktionen, die z.B. amipro bietet oder eben ein ALTES (hatte ich irgendetwas von word2k gesagt?) msword.
irgend sowas. ganz einfach. blocksatz, rtf, fussnoten,....

ich bin ja schon fleissig am suchen, aber es gibt einfach nichts brauchbares. muss ich eben wieder win95 auf die kisten raufmachen. oder 3.11

schade, sonst liefs wirklich gut.

ri

ri

linuxappel
20.02.02, 16:45
Staroffice 6.0 Beta läuft auch auf meinem Pentium 75 ganz ok ! ;)

Wirsing
20.02.02, 20:22
Ich empfehle OpenOffice 641b (bin halt net neutral :D ), läuft stabil und die Ressourcen reichen auch dafür aus!

MfG
Wirsing

JoelH
21.02.02, 05:28
ich hab OpenOffice laufen. Sowohl auf Win als auch auf Linux. Das hat dann besondere Vorteile.

pitfl
21.02.02, 09:16
Hallo,
betreffs der Textverarbeitugen unter Linux wohnen zwei Seelen in meiner Brust.
Erstere hat Respekt, Achtung und Dankbarkeit gegenüber all den Entwicklern und Progammierern die uns uneigennützig Ihre Arbeit zur Verfügung stellen.

Zweitere hat eigentlich alles vorhandene (mit Ausnahme von Openoffice 6.x) ausprobiert.
Kword hat sehr gute Ansätze und ein ausgezeichnetes Konzept. Auf der anderen Seite nützt die beste Textverarbeitung nichts, wenn keine ordentlichen Ausdrucke möglich sind.
Bleibt nur zu wünschen, dass es den Entwicklern gelingt, dieses Manko bald zu beheben.

Als begeisterter Linux User behaupte ich denoch, daß im Moment, den Microsofttextverarbeitugen kein vergleichbares Linuxäquivalent gegenüber steht. Dabei sind mir durchaus auch die Schwächen der MS Produkte, besonders bei umfangreichen Texten bekannt.
Möchte allerdings nochmals anmerken, dass bei meiner Beurteilung, Staroffice 6.x bzw OpenOffice 6.x nicht enthalten sind, da ich diese noch nicht testen konnte.
Würde gern mal eine sachliche Einschätzung hier lesen.

Bemerkungen wie: " nimm doch vim" oder " nimm doch Bleistift und Papier" betrachte ich als unsachlich, die bringen uns als Linuxer nicht weiter. Es benutzt ja schließlich heute auch keiner mehr ein altertümliches Laufrad, um von Punkt A nach B zu kommen.

mfg
pit

red.iceman
22.02.02, 11:35
Danke pitfl! darauf wollte ich hinaus.
Nun gibt es ja wieder eine neue Abiword-Version; vielleicht ist sie wenigstens stabil. 0.96 ist gestern wieder nach 30 min betrieb samt X abgeschmiert. :-(

Ich will hier bestimmt kein Loblied auf MS singen - ich benutze seit Jahren kein Windows mehr. Aber wenn mich jemand fragt, ob es sich lohnt, auf Linux umzusteigen und ob es denn dort auch alles gibt, dann komme ich schon etwas ins schwitzen: Browser, Mail-Client, Grafikprog, ..., aber Office? und damit ist sein Interesse dann auch schon erloschen, denn was nuetzt das tollste Betriebssystem, wenn man damit nicht mal vernuenftig einen text schreiben kann.

ich teste mal Openoffice an, aber erstmal wird abiword kompiliert...

ri

darkmoon.2xt.de
22.02.02, 15:42
Also wenn Dir koffice nicht zusagt:
Mit gNotePad+ und Gnumeric fährt man eigentlich immer gut.
Gnotepad+ hat nicht allzu viele Funktionen aber Gnumeric ist meiner
Meinung einfach genial.

BadSTuff
22.02.02, 15:54
hi..

also erstmal.. das mit 500 mb ram find ich schon ein wenig uebertrieben ;-)
openoffice laeuft z.b. auf nem 400mhz rechner mit 128 ram schon schoen fix.. und unter allem was da drunter is laeuft auf msoffice nicht schoen..

BadSTuff

red.iceman
22.02.02, 21:03
okay, vielleicht sind 500mb ram etwas uebertrieben; ich kanns nicht ausprobieren, da ich nicht soviel ram hab.
openoffice laeuft auf meiner kisten jedenfalls nicht (hab es gerade ausprobiert - viel zu langsam: der start dauert ewig und nach jedem buchstaben ein paar sek warten bis er erscheint). also aus der traum.
zur ms-office: das lief schon auf meinem alten 486er mit 4mb ram fluessig. okay, natuerlich nicht office97 o.ae.; aber das ist auch nicht noetig, denn alle wesentlichen funktionen waren auch damals schon implementiert.

naja, bisher ist abiword 0.99 noch nicht abgestuerzt, also bin ich voller hoffnung.

ri

JoelH
23.02.02, 02:43
Original geschrieben von red.iceman
zur ms-office: das lief schon auf meinem alten 486er mit 4mb ram fluessig. okay, natuerlich nicht office97 o.ae.; ri
Joooooooo, Winword 2.0 läuft auch auf meinem Notebook 486 SLC 33 .
Ist ja Klasse welche vergleiche du anführst !!! *respekt*
Nicht O97 laufen lassen aber dann über die neuste OpenOffice Version schimpfen *lol* . Hast du mal wirklich gleiche Teststellungen getestet ???
Ich schon und ich gebe zu Win Open Office ist schneller als Linux Open Office, aber weisst du was ?? Win Open Office ist Kompatibel zu Linux OpenOffice und das Ruled !!
Andereseits könnte ich auch anfügen , MASTERTEXT im VICE64 EMULATOR ist schneller als jede OfficeTextverarbeitung die ich kenne, obwohl MASTERTEXT schon fast 20 Jahre alt ist !!!

red.iceman
23.02.02, 12:08
da hat mich wohl jemand missverstanden....

ich habe NICHT gesagt, dass die openoffice schlecht ist - ich kann sie ja nicht ausprobieren.
ich stelle lediglich fest, dass es keine textverarbeitung (in welcher version auch immer) unter linux gibt, die auf meiner kiste (und abwaerts laeuft).
das ist mir zwar eigentlich wurst, da ich, wie bereits ein paar mal erwaehnt habe, ausschliesslich latex benutze, aber ich wollte einfach linux im bekanntenkreis ein wenig verbreiten. und die haben alte computer und BRAUCHEN eine textverarbeitung. und unter diesen vorraussetzungen bleibt dann leider wieder bloss win95+office.

ri

BTW: auf meinem alten notebook (P133+16mb ram) laeuft neben linux auch noch win95+office97 und zwar richtig gut.
da ich es staendig an andere leute verborge, die eine textprog brauchen, musste ich dort extra win95 installieren.
kommt wirklich gut, wenn man als bekannter linuxfreak jemanden sein notebook ausborgt und dann dort win95 laeuft und man kleinlaut zugeben muss, dass es leider unter linux nix gibt. :-(

Wirsing
23.02.02, 18:38
Also ich hab grad mal Abiword 0.99.2-1 installiert...läuft einwandfrei!

Nur ein Problem hab ich: ich kann Abiword nicht auf meine Sprache umstellen...wenn ich das per Menü machen will, erscheint in der Konsole folgende Fehlermeldung:

Gtk-CRITICAL **: file gtkbin.c: line 217 (gtk_bin_add): assertion `bin->child == NULL' failed.

Was bedeutet das?

MfG
Wirsing

zio
23.02.02, 19:00
Sorry,

aber unter einem 486er mit 4 MB kannste auch Windows 95 mit Winword 95 (32-Bit-Äquivalent zu Winword 6.0) vergessen.

Wenn du alte Software unter Windows mit neuer Software unter Linux vergleichst, kann das nicht klappen.

Linux läuft unter alten Rechnern gnadenlos gut, aber nur im Textmodus oder mit alten Window-Managern. Für moderne GUIs unter Linux musst du schon einen etwas besseren Rechner haben (so ab 233 Mhz - 300 Mhz aufwärts).

Thema StarOffice: die Version 5.2 war in mehreren Fachzeitschriften (u.a. c't ) Testsieger gegenüber MSOffice2000. Meine Erfahrung (im Büro muss ich MS anwenden, privat nur StarOffice) sind die gleichen; Star Office ist professioneller.

StarOffice 6.0 ist schneller als die 5.2 Version, liegt aber daran, dass nicht mehr der komplette Desktop dort aufgemacht wird.

red.iceman
23.02.02, 19:23
"aber unter einem 486er mit 4 MB kannste auch Windows 95 mit Winword 95 (32-Bit-Äquivalent zu Winword 6.0) vergessen. "
stimmt genau. damals hatte ich noch win311...

"Wenn du alte Software unter Windows mit neuer Software unter Linux vergleichst, kann das nicht klappen."
Mach ich doch gar nicht. ;-)
Ich will doch bloß ein textprog fuer nen alten rechner. schluchz. mehr nicht. es ist mir ganz egal, ob es openoffice oder star office, neu oder alt, wasweissich ist. hauptsache es laeuft halbwegs stabil, enthaelt die rudimentaersten standardfunktionen wie blocksatz oder fussnoten und laeuft unter linux, und dann bin ich doch schon zufrieden.
ist das denn so schwer zu verstehen???

"Linux läuft unter alten Rechnern gnadenlos gut, aber nur im Textmodus oder mit alten Window-Managern. Für moderne GUIs unter Linux musst du schon einen etwas besseren Rechner haben (so ab 233 Mhz - 300 Mhz aufwärts)."
Genau. Wuerd ich nie bestreiten, im Gegenteil. man kann auch klasse mit nem 486er unter X arbeiten - kein problem. naja, um was eine "moderne GUI" ist, dass ist wohl Ansichtssache...

@wirsing: Mmh, DAS problem hab ich nicht. allerdings hab ich keine binary-version installiert, sondern die sources kompiliert. und bisher laeuft es sehr gut, bin also noch voller hoffnung.


ri