wasa
01.02.02, 12:23
Hi Leute,
der eine oder andere wird dieses schreiben von Billyboy schon kenn aber für die anderen find ich ist das ganz schön informativ
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Interne Microsoft-Mail: "Angriffswelle" gegen Linux
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Laut einer internen Mail aus der Microsoft-Zentrale soll eine neue
Marketingkampagne die Konkurrenz-Software Linux in die Knie zwingen.
Dazu hat der Gates-Konzern unter anderem eine "unabhängige" Studie in
Auftrag gegeben, die beweisen soll, dass Windows kostengünstiger ist
als das Gratis-Betriebssystem Linux.
Von Thomas Hillenbrand
Hamburg/Redmond - Microsoft plant dem kostenlosen Open-Source
Betriebssystem Linux stärker zu Leibe zu rücken, das laut dem
Marktforschungsunternehmen IDC inzwischen auf immerhin 27 Prozent
aller neu ausgelieferten Server aufgespielt wird.
Wie das funktionieren soll, erklärt Microsofts für Windows
zuständiger Vice President Brian Valentine in einer internen E-Mail,
die an die Verkaufs- sowie die Marketingabteilung versandt wurde. Die
Online-News-Seite "The Register" hat diese Mail, wie bereits andere
Nachrichten Valentines an seine Untergebenen, vollständig ins Netz
gestellt.
Linux lauert überall
In der Mail warnt Valentine seine Verkäufer, dass sich auch bei ihren
Kunden Linux breit mache. "Linux ist da draußen, in einigen Eurer
Accounts, ohne dass Ihr es wisst." Deshalb, so Valentine weiter,
müssten die Microsoft-Berater ihre Kunden genauer unter die Lupe
nehmen. "Wir müssen unsere Kundenkonten aktiver betreuen und tiefer
graben!", so die Mail.
Im Weiteren gibt Valentine den Verkäufern praktische Tipps an die
Hand, die helfen sollen, den Feind aufzuspüren. "Geht hin und macht
eine Begehung vor Ort. (?) ? wenn Ihr eine Sun- oder IBM-Maschine
seht, dann fragt, wofür sie benutzt wird, wenn Ihr seltsame Server
seht, deren Zweck Ihr nicht kennt - fragt, was darauf läuft und macht
Euch Notizen."
Darüber hinaus plant Microsoft laut der Mail, seinen Verkäufern
argumentative Munition zu geben, welche die "Linux-Mythen entlarven"
soll. Die "erste Angriffswelle" werde sich gegen die nach Valentines
Ansicht irrige Annahme richten, dass Linux umsonst sei. Die "zweite
Welle" bestehe aus einer ausgefeilten Kostenanalyse zwischen Linux
und Windows.
Verkaufsargumente vom "unabhängigen" Berater
Dazu habe Microsoft das Beratungsunternehmen D.H. Brown Associates
Inc. beauftragt, eine "unabhängige Analyse" zu erstellen.
Seltsamerweise scheint Brian Valentine bereits zu wissen, dass der
Kostenvergleich zu Gunsten von Microsoft ausfällt - obwohl die Studie
laut seiner Mail erst "im Mai" verfügbar sein wird. Wie sonst könnte
er bereits jetzt versprechen, dass die Analyse dazu beitragen werde,
"dem Kunden zu vermitteln, wie wettbewerbsfähig Microsoft in dieser
Arena" sei, und dass man demnächst "die Lautstärke hoch drehen"
werde? Microsoft könnte diese Frage vielleicht beantworten, reagierte
auf eine entsprechende Anfrage von SPIEGEL ONLINE allerdings bisher
nicht.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass D.H. Brown bis vor
kurzem auf seiner eigenen Homepage für das Produkt "Compete to Win"
warb. Die im Rahmen von "Compete to Win" erstellten Studien seien
dazu gedacht, "Ihren Vertriebsleuten zu helfen ? die Behauptungen
ihrer Wettbewerber zu entkräften ? damit sie in die Offensive gehen
können, um einen Auftrag zu gewinnen." Sehr unabhängig klingt das
nicht. Den entsprechenden Text hat D.H. Brown inzwischen von seiner
Website entfernt. D.H. Browns Chef, Scott Winkler, wollte auf Anfrage
nichts zu laufenden Aufträgen sagen. Er bestätigte jedoch, dass
Microsoft in der Vergangenheit Analysen seines Unternehmens verwendet
habe. Die "Compete to Win"-Seite werde derzeit überarbeitet und sei
deshalb aus dem Netz genommen worden.
Am Ende der Mail beschwört Valentine die Kollegen, seine internen
Memos, die in letzter Zeit wiederholt an die Öffentlichkeit gelangt
waren, vertraulich zu behandeln. Denn er verfolge ganz genau, welchen
Weg seine Mails nähmen. "Früher war ich (als Manager für das
Mailserversystem) Exchange verantwortlich, also glaubt bloß nicht,
dass ich diese Nachricht nicht nachverfolge. Leitet sie nicht an
Dritte weiter!"
der eine oder andere wird dieses schreiben von Billyboy schon kenn aber für die anderen find ich ist das ganz schön informativ
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Interne Microsoft-Mail: "Angriffswelle" gegen Linux
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Laut einer internen Mail aus der Microsoft-Zentrale soll eine neue
Marketingkampagne die Konkurrenz-Software Linux in die Knie zwingen.
Dazu hat der Gates-Konzern unter anderem eine "unabhängige" Studie in
Auftrag gegeben, die beweisen soll, dass Windows kostengünstiger ist
als das Gratis-Betriebssystem Linux.
Von Thomas Hillenbrand
Hamburg/Redmond - Microsoft plant dem kostenlosen Open-Source
Betriebssystem Linux stärker zu Leibe zu rücken, das laut dem
Marktforschungsunternehmen IDC inzwischen auf immerhin 27 Prozent
aller neu ausgelieferten Server aufgespielt wird.
Wie das funktionieren soll, erklärt Microsofts für Windows
zuständiger Vice President Brian Valentine in einer internen E-Mail,
die an die Verkaufs- sowie die Marketingabteilung versandt wurde. Die
Online-News-Seite "The Register" hat diese Mail, wie bereits andere
Nachrichten Valentines an seine Untergebenen, vollständig ins Netz
gestellt.
Linux lauert überall
In der Mail warnt Valentine seine Verkäufer, dass sich auch bei ihren
Kunden Linux breit mache. "Linux ist da draußen, in einigen Eurer
Accounts, ohne dass Ihr es wisst." Deshalb, so Valentine weiter,
müssten die Microsoft-Berater ihre Kunden genauer unter die Lupe
nehmen. "Wir müssen unsere Kundenkonten aktiver betreuen und tiefer
graben!", so die Mail.
Im Weiteren gibt Valentine den Verkäufern praktische Tipps an die
Hand, die helfen sollen, den Feind aufzuspüren. "Geht hin und macht
eine Begehung vor Ort. (?) ? wenn Ihr eine Sun- oder IBM-Maschine
seht, dann fragt, wofür sie benutzt wird, wenn Ihr seltsame Server
seht, deren Zweck Ihr nicht kennt - fragt, was darauf läuft und macht
Euch Notizen."
Darüber hinaus plant Microsoft laut der Mail, seinen Verkäufern
argumentative Munition zu geben, welche die "Linux-Mythen entlarven"
soll. Die "erste Angriffswelle" werde sich gegen die nach Valentines
Ansicht irrige Annahme richten, dass Linux umsonst sei. Die "zweite
Welle" bestehe aus einer ausgefeilten Kostenanalyse zwischen Linux
und Windows.
Verkaufsargumente vom "unabhängigen" Berater
Dazu habe Microsoft das Beratungsunternehmen D.H. Brown Associates
Inc. beauftragt, eine "unabhängige Analyse" zu erstellen.
Seltsamerweise scheint Brian Valentine bereits zu wissen, dass der
Kostenvergleich zu Gunsten von Microsoft ausfällt - obwohl die Studie
laut seiner Mail erst "im Mai" verfügbar sein wird. Wie sonst könnte
er bereits jetzt versprechen, dass die Analyse dazu beitragen werde,
"dem Kunden zu vermitteln, wie wettbewerbsfähig Microsoft in dieser
Arena" sei, und dass man demnächst "die Lautstärke hoch drehen"
werde? Microsoft könnte diese Frage vielleicht beantworten, reagierte
auf eine entsprechende Anfrage von SPIEGEL ONLINE allerdings bisher
nicht.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass D.H. Brown bis vor
kurzem auf seiner eigenen Homepage für das Produkt "Compete to Win"
warb. Die im Rahmen von "Compete to Win" erstellten Studien seien
dazu gedacht, "Ihren Vertriebsleuten zu helfen ? die Behauptungen
ihrer Wettbewerber zu entkräften ? damit sie in die Offensive gehen
können, um einen Auftrag zu gewinnen." Sehr unabhängig klingt das
nicht. Den entsprechenden Text hat D.H. Brown inzwischen von seiner
Website entfernt. D.H. Browns Chef, Scott Winkler, wollte auf Anfrage
nichts zu laufenden Aufträgen sagen. Er bestätigte jedoch, dass
Microsoft in der Vergangenheit Analysen seines Unternehmens verwendet
habe. Die "Compete to Win"-Seite werde derzeit überarbeitet und sei
deshalb aus dem Netz genommen worden.
Am Ende der Mail beschwört Valentine die Kollegen, seine internen
Memos, die in letzter Zeit wiederholt an die Öffentlichkeit gelangt
waren, vertraulich zu behandeln. Denn er verfolge ganz genau, welchen
Weg seine Mails nähmen. "Früher war ich (als Manager für das
Mailserversystem) Exchange verantwortlich, also glaubt bloß nicht,
dass ich diese Nachricht nicht nachverfolge. Leitet sie nicht an
Dritte weiter!"