Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KDE 2 Systemanforderungen
Hallo!
Zur Zeit spielen wir mit dem Gedanken, auf unseren Schulcomputern Win98 (IMHO fuer Netzwerke einfach unbrauchbar) durch Linux zu ersetzten. Da es eine oeffentliche Schule ist, ist die Computerausstattung entsprechend schlehct. (P133 - P200, 32-96MB RAM, 2-3GB HD)
Vergeblicherweise habe ich auf der KDE-Homepage nach Systemanforderungen fuer KDE 2 gesucht; es wurden lediglich die Softwarevoraussetzungen genannt, ueber Hardware wurde kein Wort verloren.
Ich habe ein paar KDE2-Screenshots gesehen, mit den ganzen schicken Features wie transparente Consolen, etc. und nehme mal an, dass KDE 2 im Gegensatz zu 1 einiges mehr an Arbeitsspeicher und Prozessorleistung verlangt, oder?
Hat jemand irgendwelche genauen Werte, oder mal versucht, es auf einem P133 mit 32 MB RAM zu installieren? Wenn ja, was ist dabei rausgekommen? Brauchbar? ;-)
Vielen Dank fuer eine schnelle Antwort!
Problematisch wirds auf den mit 32MB RAM ausgestatteten Rechnern. KDE2 wird zwar laufen, aber durch ständiges Auslagern auf den Swap versauern. Was selbst bei den gut bestückten Rechnern (200MHz, 96MB) keine Freude machen wird, sind Office-Pakete und ähnlich monströse Anwendungen.
Die Frage ist also, was Du den Schülern mit den Rechnern vermitteln möchtest. Reine Bedienung von Anwendungen oder etwas von dem, was in einem Computer so vorgeht? Bei Letzterem ist Linux (auf diesen Rechnern) auf alle Fälle eine Alternative. Man könnte ja die leistungsstärkeren Rechner mit KDE(2) bestücken und die schwächeren mit fvmw2. Im Sinne der Lehre schadet Vielfalt niemals...
Was bei diesem Hauptspeicherausbau auch eine Rolle spielt, ist die Leistung der Festplatten. Beherrschen diese UDMA (die Boards ebenso)...?
Grüße,
Thomas
Ich habe KDE2 mal auf einem Laptop (P166MMX, 32MB Ram) ausprobiert, das war nix, das System ist praktisch unbenutzbar, die Maus hüpft über den Bildschirm und die Festplatte rattert ununterbrochen.
Ab 48MB RAM kann man zumindest ohne große Swapperei ein Konsole- oder Konqueror-Fenster öffnen, ab 3 offenen Fenstern ist aber schluß mit lustig.
Meiner Meinung nach sind 64MB Ram die Mindestausstattung für KDE2, der Prozessor ist gar nicht so wichtig, ich habs auf einem Pentium 200 schon ganz anständig laufen sehen.
Gruß,
Backi
Bei uns an der Schule lief eine Zeit lang ein Netzwerk aus P75 mit 32mb Ram mit dem KDE 1.1, man konnte an den Kisten ohne weiteres arbeiten (also e-mails, surfen ...)! Wie es mit den Systemanforderungen vom KDE 2 steht, weiss ich leider auch nicht, aber angeblich sind sie auch nicht viel höher ( wenn man natürlich transparente Konsolen und ähnlichen Schnick-Schnack aktiviert zieht er natürlich um einiges mehr!) als beim KDE 1.X .
Das mit dem "brauchbar" kann ich so nicht beantworten, das kommt sehr darauf an was mit den Rechnern geplant ist .. (;
jakob
[Dieser Beitrag wurde von jrk am 11. Januar 2001 editiert.]
Erst einmal vielen Dank fuer die vielen schnellen Antworten (haette ich nicht erwartet).
Gruende fuer die Wahl von KDE2 waeren eindeutig KOffice und Konqueror.
Die Computer sollen im Unterricht zur Programmierung verwendet werden (Pascal, Basic, C/C++), zum Surfen in Internet (taugt Beonex was?) und zur Textverarbeitung.
Ausserdem sollen die Computer nach Schulschluss, den Schuelern zur Verfuegung stehen, um im Internet zu surfen, Referate zu schreiben, etc.
KOffice habe ich vom Sehen her (bisher hatte ich noch keine Moeglichkeit, es zu testen) fuer ein recht faehiges Office-Programm gehalten. StarOffice unterliegt ja leider nicht der GPL, was mir schon ganz lieb waere. Kennt jemand eine brauchbare GPL-basierte Office-Suite fuer Linux?
Naja, wahrscheinlich wird's doch auf KDE 1.1 oder fvwm2 (meiner Meinung nach sowieso am besten!) und StarOffice hinauslaufen. Aber StarOffice mit 32 MB RAM?
Wieso haben oeffentliche Schulen bloss so wenig Geld? ;-)
StarOffice ist OpenSource. Zusätzlich zu den Bedingungen der GPL unterliegt es noch den SUN-Richtlinien, die aber für den Anwender keine Rolle spielen sollten. Davon abgesehen, kann SO auf 32MB RAM nicht vernünftig eingesetzt werden. Ein alternatives Office-Paket mit deutlich geringeren Anforderungen ist mir nicht bekannt. Im Gesamtpaket scheint KDE/KOffice dann doch die genügsamste Kombination darzustellen. Aber - wie Backi schon andeutete - auf 32MB???
Hinsichtlich der Programmierung ist Linux bei diesen Hardwareaustattungen Windows weit überlegen. Unter MS müsste man ja auf Visual-oder Borland-Studio zurückgreifen, was wiederum einen gewissen RAM-Vorrat bedingt. Das Ganze kostet dann Lizenzen; das Geld könnte auch in RAM investiert werden, womit die KDE2-Problematik keine Problematik mehr wäre.
Zur Programmierung unter Linux gibts die Alternativen KDevelop (meiner Meinung nach noch zu unausgereift) oder den guten alten Editor. Und wenn sich die Schüler an Letzteren ohnehin gewöhnen müssen, dann wäre als Textverarbeitung auch LaTeX (Lyx, klyx) machbar. Klar, das ist schon verdammt gewöhnungsbedürftig und ich kenne keinen, der sich nicht mit einer gehörigen Portion Skepsis TeX näherte. Aber ich kenne auch niemanden, der, nachdem ihm Latex einmal vertraut war, auf eine Office-Anwendung zurück gegriffen hätte (ich schreibe entweder HTML oder LaTeX).
...Boenex? Kenne ich nicht...
Grüße
Thomas
Von Beonex würde ich die Finger weg lassen. Das ist ein Mozilla-Clone, der angeblich stabiler sein soll als Netscape 6. Das kann ich aber nicht bestätigen. Der stürzt nur deshalb etwas seltener ab, weil er viele Features, die den Netscape zum abstürzen bringen, gar nicht erst hat. Und bei der vorhandenen Hardwareausstattung kann man ohnehin alles vergessen, was auf Mozilla basiert (viel zu fett!).
Ich habe bei vergleichbarer Hardware ganz gute Erfahrungen mit Gnome und Netscape 4.7x gemacht. Das läuft ganz brauchbar. Und mit AbiWord und Gnumeric wären da auch gute Office-Komponenten dabei.
Gruß
Hein
Von KOffice rate ich vorerst noch ab, da es meiner (unbedeutenden) Meinung nach noch zu unausgereift ist!
Ich habe es bei mir installiert, und war sehr enttäuscht das es nicht einmal RTF-Dateien lesen kann, bzw die anderen Import-Filter noch recht schwach sind!
Aber sonst würde ich auch sagen, KDE/KOffice ...
--
jakob
[Dieser Beitrag wurde von jrk am 12. Januar 2001 editiert.]
Ok, wie schaut's aus mit GNOME? Ich muss zugeben, dass ich GNOME noch nie ausprobiert habe (weil fvwm2 einfach rulet - aber nicht fuer die Lehrer unserer Schule ;-).
Ist es was Anspruch an Hardware angeht mit KDE 1.x vergleichbar?
Wie schaut's aus mit Stabilitaet?
Sorry, dass ich so viele Fragen stelle, die ich eigentlich selber beantworten koennen sollte (schlechter Satzbau), aber ich armer Mensch habe zur Zeit keinen einzigen Linux-Rechner zur Verfuegung...
off-topic:
eure schule kann sich schon glücklich schätzen, daß sie überhaupt einen oder mehrere fachkompetente lehrer hat.
mir haben sie 1991 noch im informatikunterricht von lochkarten erzählt, und wir durften modula-2 auf amiga programmieren. 14 punkte waren für jeden drin (für die 4 informatik-lehrer höchstens 3 ;-) )
und nun on-topic:
ich hab zuhause nen k6/233 mit 64 mb ram und einer pci matrox mystique (suse 6.4, xfree 4.0.1). kde1.x ging noch gut, aber mit kde2 hab ich arge performance-probleme. eine hervorragend unterstützte grafikkarte ist meiner meinung nach sehr wichtig, damit wenigstens die darstellung nicht lahmt. mit tnt2 bin ich immer am besten gefahren.
wenn auf koffice irgendwie verzichtet werden kann, würd ich kde in deinem fall echt nicht benutzen. ich halte es auch nicht für gut, wenn man vom heimischen windoof auf *ix gestoßen wird und dort fast die gleiche bedienungsmentalität vorfindet. für die schüler, die informatikunterricht ernst nehmen, ist es doch klasse, wenn sie lernen, mit consolen und xterms umzugehen, bzw. mit allem möglichen umgehen zu können. weil sie die hintergründe kennen und sich jedem system anpassen können, das sie vorfinden.
mit einer solchen ausbildung hätte it-deutschland sogar ne zukunftschance.
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mfg,
marsellus
@marsellus
Deine Performance-Probleme liegen am mageren RAM-Ausbau (ja, 64 MB ist heute nicht mehr viel...). Ich habe den gleichen Prozessor mit einer alten S3-Virge (4MB) und 192RAM am laufen, da ruckelt nix bei KDE2.
@georgedom
Gnome verlangt sogar noch etwas weniger Ressourcen als KDE1.
Thomas
@thommy:
meinst du, ein ram-ausbau über 64mb hinaus wäre bei nem TX-board noch sinnvoll?
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mfg,
marsellus
Da passt doch SDRAM rein, oder? Und der ist derzeit so billig wie noch nie (128 MB ab 100 DM). Wenn Du später dann aufrüstest, kannst Du den RAM im neuen Board verwenden (es sei denn, Du wartest mal auf Rambus-Module o.Ä.).
Mehr RAM bringt mehr als ein schnellerer Prozessor!!! Ich habe auf einen anderen Rechner einen Duron 700@850Mhz (256MB) am Laufen. Bei den meisten Anwendungen kann ich kaum einen Unterschied feststellen; den merkt man wirklich erst bei Gimp oder der Kernel-Übersetzung oder Vmware.
Thomas
oh, auffer arbeit bin ich auch mit nem P3/750, 256mb und u2w gesegnet. aber zuhause hab ich diese verdammte möhre, die nicht mehr als 64mb ram cachen kann ...
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mfg,
marsellus
Ich find super gut, das ihr an eurer Schule über sowas nachdenkt!!!
Wir nutzen Win95, jeder Schüler soll sich ausdrücklich über "Abbrechen" einloggen weil keiner einen Account hat, jeder kann an die Daten des anderen heran, und wir arbeiten nur unter DOS! http://www.linuxforen.de/ubb/frown.gif
Eimal hat mir mein Informatik Leher gesagt, dass ich doch bestimmt unter Linux Windows Programme benuzten könnte! http://www.linuxforen.de/ubb/frown.gif
-ich musste das loswerden, macht bloß weiter mit Linux!
Gruß Jan
*hehe* schule und informatik ist meiner meinung nach auch ein oxymeron.. ( ;
wir hatten vor 2 jahren das erste und letzte mal informatik; insgesamt 3 schulstunden bei einem lehrer der keine ahnung von der materie hatte...
er hatte ein problem gestellt : " wie finde ich herraus ob eine zahl nachkommastellen hat oder nicht??" ... seine lösung " wir schreiben das einfach mal in eine ganzkommavariable und schauen was der computer sagt "
AAAARRRRRGGGGGGHHHHHH....
--
jakob
@jrk
Weiß jetzt nicht, ob der Lehrer tatsächlich von einer Ganzkommavariablen sprach. Wenn ja denke ich, es war ein Versprecher. Aber in der Shell kannst Du es tatsächlich auf die Art und Weise testen.
Weist man einer Variable (Bash), die mit "declare -i" angelegt wurde, einen Wert zu, der keine ganze Zahl ist, so steht "0" in der Variablen, da die Bash intern eine Nichtzahl zu 0 konvertiert. In dem Sinne war seine Aussage richtig!
Thomas
Also ich hab nen P133 mit 80MB Ram und 1,6GB HDD.KDE2 lass mal lieber.Ansonsten kann man unter KDE1.x 20 Netscape Fenster und noch anderes offen haben- null Problem.
Hab kein Gnome drauf.Gibt aber noch die "Gnome-Light"-Version XFce 3.6.3. Siehe XFce.org.
80MB ram killt man mit Star-Office 5.2 aber immernoch spielend.
10Minuten pausenlos Swappen sind dann normal..
MfG
Schugy
Will ja nichts sagen,aber KDE 2.0.1 ist ungleich schneller als 2.0.0,und deutlich stabiler.Habe ihn auf 64MB laufen und häufig mehr als vier Anwendungen laufen,auch staroffice,und trotzdem immer noch ziemlich schnell.
Greetings Edman
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Hallo,
nun will ich hier auch noch meinen Komentar abgeben:
Ich selbst fahre mit einen 6x86 CyrixProzessor mit 150 Mhz mit 48 MB Ram:
KDE 1 sehr stabil-mehrere Anwendungen incl. CD-Brennen möglich ohne ruckeln
KDE2.0:für mich absolute Oberschei.....-aber der Konqueror ubertragt sich auch in KDE1,ebenso das Office.
Wie das mit KDE2.0.1 aussieht weiß ich nicht,weil ich es erst nicht update-das spare ich mir weil.....s.o.
So,nun ist hier schon wierder eine Meinung mehr,
So long;AlBundie
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