Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maximum number of clients reached
Bernhard Koschnick
27.01.00, 22:56
Erst mal ein verspätetes Prosit Neujahr an Alle
Konnte seit dem 1.01.2000 0.00 h meinen E-Herd nur noch mit "Funke von Flint-Stein" zünden. Hab das Problem aber endlich gelöst http://www.linuxforen.de/ubb/wink.gif .
Nun aber was ernstes: Die Maus reagiert im KDE schon ohne geöffnete App etwa träge. Je mehr Apps ich öffne (ohne daß sie im Hintergrund Arbeit verrichten), desto träger reagiert meistens die Grafik. Gelegentlich kann ich fast problemlos über 10 Apps geöffnet haben. Meistens aber sehe ich schon bei 3 oder 4 geöffneten Apps die Konsolen-Meldung:
Xlib: Maximum number of clients reached
und es dauert ewig, bis die Oberfläche aktualisiert ist.
Das darf nicht sein!!! Außer updatedb habe ich keine cronjobs vergeben, und die Geschichte ist nach ca. 10 min erledigt. Die System-Auslastung zeigt keine Aktivitäten an. Unter Win kan ich problemlos z.B. 16 Apps gleichzeitig geöffnet haben (mehr bahe ich nicht getestet, der AMD neigt dazu, irgendwann in dieser Größenordnung spontan den Dienst zu verweigern).
Also:
Prozessor: AMD-K6-2-350 ,
Grafikkarte: Hercules Terminator 128/3D GLH S3 Trio 3D mit 8 MB AGP (Superprobe sagt 4000 MB - keine Info sagt, ob Superprobe die gesamte Grafikkartenpower oder nur die Speichergröße ausgiebt),
64 BM SDRAM,
Schnelle FP,
Distri: SuSE 6.2
Kann es am Grafikkarten-Support liegen? Eine Unverträglichkei Distri/Maschine? Eine Bibliotheken-Inkompatibilität? - Hatte vor einiger Zeit mit dem Autor von KRey zum Thema Speicherleck beim Beenden kommuniziert. Dieser hat nun festgestellt, daß er das Problem in aktuellen Distries schmerzhaft nachvollziehen kann. Da auch er Inkompatibilität in den Bibliotheken festgestellt hat, ziehe ich eine gedankliche Parallele. Allerdings habe ich nie in den Foren über derartige Probleme gelesen.
Wer hat eine Idee?
Auch ggf. Erfahrungsberichte zu Power Linux 6.5 (Red Hat) oder anderen Pentium-Distris sind willkommen. Ich peile das zu erwartende Power Linux 6.6 mit hoffenlich KDE 2.0 an. Das will ich neben dem vorhandenen SuSE-Giganten auf jeden Fall testen. Sind schon Vorankündigungen bekannt?
Bernhard
P.S. Wow, ein paar Tage Steinzeit, und schon sieht hier alles ganz anders aus. Darf Pingu jetzt wirklich KDE-Fragen in der gleichen Rubrik posten, in der auch zum legendären enlightment Erfahrungen getauscht werden? Ein Super-Beitrag zur "Völkerverständigung" - danke Meister. Dank auch an alle Administratoren und Moderatoren für ihren unermüdlichen Freizeit-Einsatz. Eure Mühe ist längst dabei, Früchte zu tragen. http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif
Meister Bernhard
Hat mal wieder Problemchen.....das Ganze interressier mich auch...habe mal alles was einigermassen viel Speicher braucht gestartet
(SuSE6.3 Maschinchen schmalbrüstiger als Deine), bei StarOffice fängt die Kiste dann heftig das Swappen an, sonst nix ungewöhnliches...hmmm Bernhard, ist das ein PS2 Mäuslein?
Servus
Bernhard Koschnick
28.01.00, 23:46
Hallo Hirsch
Hast wohl einigen Aufwand getrieben, nur um dem Meister des Chaos ein wenig helfen zu können. Super, lecker, danke.
Das ist nicht mal wieder ein Problemchen. Die etwas träge Logitech PS2 Maus habe ich schon seit den ersten X-Install-Bildschirmen von SuSE 6.1. Da war die Grafikkarte noch nicht supportet, ich richtete dann ein Framebuffer-device ein.
Kurios ist, daß ich unter SuSE 6.2 schon zwei Zeilen KDE-Taskleiste mit geöffneten Progs belegen konnte. Da war nur die bekannte geringe aber lästige Trägheit der Maus. Keine weitere Performance-Verschlechterung. Ein andermal habe ich wieder diese extreme Trägheit. Spätestens beim vierten geöffneten Prog dauert allein das Aufklappen eines Menüs eine min oder länger. Ich beende dann X (meist über Alt+Strg+Bachspace, weil das noch am schnellsten geht) und sehe die genannte Systemmeldung. Beim erneuten X-Start ist es dann gelegentlich etwas besser, manchmal habe ich dann auch keine Probleme mehr.
Ich öffne übrigens keine Schwerkaliber. Meist sind es nur Kfm, zwei mal Kedit und vielleicht noch eines der leichten KDE-Grafik-Tools. Meine 133 MB SWAP-Partition ist wohl noch nie richtig zum Einsatz gekommen. Die Auslastungsanzeige bleibt so leer, wie ich es nach der Größe (Kleinheit) der Progs auch erwarte.
Ich hab doch keinen Random-PC. Denken und mich gezielt ärgern kann das Maschinchen auch nicht. Ich hab die Frage lang nicht gestellt. Manchmal stößt man beim Infos Lesen auf weiterführendes, manchmal helfen die laufenden Foren-Threads, manchmal hilft eine der am Anfang oft sinnvollen Neuinstalls. War alles negativ. Ich muss jetzt um Hilfe rufen, solange Spass an der großen Freiheit und Pioneer-Geist noch voll da sind. Vielleicht giebt es ja Hinweise, die irgendwie weiterbringen.
Gruss
Bernhard
Hallo!
Ich kann mir nicht vorstellen das es an der Maus liegen soll. Habe selber eine Logitech Maus (MouseMan an PS/2 Port). Ist allerdings keine neues Teil, sondern schon so ca. 5 Jährchen alt! http://www.linuxforen.de/ubb/smile.gif
Auch sollte das System bei der Ausstattung nicht in die Knie gehen, obwohl ich (trotz 128 MB RAM und 450 MHz K6-III) unter KDE ständig "hänger" habe, wenn die Platte sehr ausgiebig genutzt wird (ATAPI IBM Platte UDMA33). Komischerweiser nur bei KDE!
Robert
P.S.
Hast du übrigens eine selbstgestriktes KDE oder ein vorkonfiguriertes installiert?
[Diese Nachricht wurde von robert am 29. Januar 2000 editiert.]
elrikthemage
29.01.00, 06:21
Hi,
da habt Ihr nun HiEnd PC´s aber die Performance laesst doch noch zu wuenchen uebrig. Denn KDE moechte ich weder loben noch schlecht machen es hist halt win Windomanager und davon gibt es ja viele. Fuer alle die sich mal einen Vergleich erlauben wollen denen kann ich mal einen Windowmaker empfehlen. Da kann man mal ein xosview starten dann ein staroffice dann netscape dann Kmail ...... ( das geht auch Problemlos noch auf einem _altem_ P133 mit 32 MB RAM )
mfg:berndx
Nun, ich kann ohne schlechtes Gewissen sagen, daß KDE 1.1.x absolut nicht gerade eine Erleuchtung in Sachen Geschwindigkeit ist.
Elightenment bringt da schon einiges besser hin, allerdings ist Enlightenment auch keine Desktop Environment. Da müßte man dann wieder GENOM dazu rechnen und dieses ist dann auch wieder ziemlich "langsam".
Trotzdem erstaunt es mich das gerade bei KDE (1.1.2) das System derart in die Knie geht, wenn sehr stark auf die Platte zugegriffen wird. Obwohl es allgemein mit IDE starke Hänger gibt, nur eben nicht so dramatisch wie bei KDE.
Ideal wäre halt trotzdem immer noch ein SCSI-System.
Robert
Bernhard Koschnick
29.01.00, 16:15
Nein Robert,
ein Problemchen mit der Maus kann ich mir auch nicht recht vorstellen. Logitech ist ein Klassiker, PS2 ist längst bewährter Standard, Support und Infos sehen (zumindest für meine Einsteiger-Augen) glatt aus.
Aber wie ich unseren Hirsch kenne, steckt hinter seinem Beitrag Erfahrung. Hirsch, geh ruhig noch mal näher auf das "Mäuschen" ein. Das interessiert. Und sicher nicht nur Opa Chaos (bin ja gar kein Chaot. Steh auf Ratio, Erfahrung - und Gaudi, wenn die Zeit dafür ist). Mir fiel das etwas träge Mäuschen-Verhalten immerhin schon beim ersten X-Install-Bildschirm auf. Und das gibt zu denken! Da war ja noch gar kein WM aktuell. Hab die 1200 Baud, die Sax bzw. XF86Config vorgaben, nach Versuchen stehengelassen. Mit einer anderen Einstellung wurde der Mauspfeil auf einen Punkt fiziert und war dann unerreichbar. Ich musste dann mit der Tastatur weiter-manöwrieren.
Robert, Dein zweiter Absatz lässt Hinweise schon zu Kristall werden. Die jetz noch aktuelle Qt lib wurde ja wohl immer wieder ergänzt und Verbessert. Da sind inhomogenitäten entstanden. Das dürfte des Pudels Kern sein. Wird Zeit, daß KDE 2 mit der hoffentlich kohärenten QT 2 lib endlich rauskommt. Wenn Du auch diese "Hänger" hast - und vermutlich viele andere User auch, dann brauch ich mir über mein beinahe Total-Problemchen keine weiteren Gedanken machen. Deine Maschine ist ja um Welten besser ausgestattet. Deine Erfahrung demonstriert das gleiche Random-Verhalten. Hier hilft wohl nur geduldiges (und leider auch zähneknirschendes) Warten.
Zu Deinem P.S.: Ich hab das vorkonfigurierte KDE ganz regulär mit Yast installiert.
Hierzu ein Hinweis an die SuSE-Kreatoren (Thorsten, der Unermüdliche, liest ja all unsere "Verbrechen" hier mit): Die Anleitungen zu Kdevelop verlangen, daß die Installationsreihenfolge von KDE beachtet wird. Yast berücksichtigt das nicht (zumindest in 6.1 und 6.2). In Folge findet Kdevelop den Lib-Pfad nicht. KDE muss dann komplett deinstalliert und in der richtigen Reihenfolge neu installiert werden. Kein Handbuch-Hinweis. Suchender verzweifelt oder entdeckt z.B. meinen diesbezüglichen Frage-Thread aus der Anfangszeit dieser glorreichen Foren. - Das nur, falls es in 6.3 nicht endlich geregelt ist (weiß ich doch nicht).
Elrikthemage, zu meiner Schande muss ich gestehen, die anderen WM-s habe ich nur kurz angetestet. Windowmaker habe ich gar nicht untersucht. Deine Anregung kommt also gut. Ein weiterer Hinweis, daß das Heuptproblem wohl in Inhomogenitäten der KDE-libs zu suchen ist. Auch Enlightment dürfte ein besonderer Leckerbissen sein. Was beiden fehlt ist, was ich schätzen gelernt habe: Die Panel-Leiste wird im KDE gleich mitgeliefert. Ich kann sie zwar in jeden WM plazieren, aber der absichtlich lang gestaltete Befehl schreckt ab. Den mag ich nicht bei jeder Sitzung per Hand eingeben. Gibt es einen Weg, das Öffnen eines WM gleich mit Kpanel zu realisieren. Zu Scripten konnte ich noch gar nichts lernen. Das ewige Konfigurations-Suchen hat die gesamte Zeit gekostet (immerhin ein 3/4 Jahr).
Dank Euch allen und Gruss
Bernhard
Bernhard Koschnick
29.01.00, 18:13
Hallo Robert
Da haben sich die Pakete ja schon fast auf der Autobahn getroffen. Was ist schon 1 min gemessen an der Ewigkeit? http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif
Mit Plattenzugriffen hat das Problem zunächst mal eher gar nichts zu tun. Wenn es klappt und ich mal richtig am Wühlen bin, sieht Kpanel z.B. so aus: Kfm, 2 x Kedit, Kruiser, Netscape, Kdevelop, Yast, irgend eine Online-Hilfe, eine Grafik arbeitet ein Mandelbrot ab. Ich merk dann nichts von Performance-Verschlechterung. Die Hänger stellen sich auch nicht schleichend oder spontan bei der Arbeit ein. Sie sind vom X-Start her voll, leicht eingeschränkt oder gar nicht da. Nur wenn sie sind, verschlechtert jedes weitere Öffnen das Verhalten dramatisch.
OK, der Leistungsbedarf bei stärker genutztem Enviroment. Aber das ist Elexier für meine Maschine - und für Deine doch allemal! Zum Vergleich: Eine 8000 Einwohner starke 640er Siedler III Welt läuft minimiert im Hintergrund weiter. Dann merke ich bereits auf dem leeren $Win-Desktop eine gewisse Mausbremse, etwas stärker als die Dauerbremse in der X-Umgebung. Aber es stört weniger. Nicht nur subjektiv, da ich ja den Grund weiß. Das Verhalten ist irgendwie glatter, die führende Hand stellt sich fast automatisch darauf ein. Liegt sicher an unterschiedlicher Ruckel-Frequenz. Die Frequenz ist aber in beiden Fällen so hoch, daß ich sie nicht mehr als Ruckeln wahrnehme.
Natürlich hinkt der Vergleich. Die Linux-Bibliotheken sind deutlich höher ausgebaut. Aber: Na und? Dann ist von vornherein alles wichtige geladen. Das weitere Arbeiten darf dann glatt und sauber gehen. So nach Augenmaß kann ich aber nicht mal sagen, daß Linux mehr läd als $Win. Auch ist das Auslagerungsverhalten gut gelöst. $Win lagert praktisch immer aus, Linux zeigt keine Auslagerung an, wenn im RAM noch genügend Platz ist - hab das bei höherer Auslastung aber noch gar nicht untersucht. Beim Arbeiten, Suchen und Hilfe wühlen ist gar keine Geduld, dann auch noch auf die Auslastung zu achten. Das ist erst dran, wenn mal alles richtig läuft.
Ladezugriffe und SCSI statt meiner IDE? Hmmm. Auf dem 486er und der 1,7er Platte aus der Vorgeneration waren Ladezeiten noch lästig. Die Platte nutze ich jetzt noch als Backup. Die ein Jahr alte schnelle 6,8er macht die Arbeit. Als Normal-Pingu muss die mir noch 'ne Weile gut sein. Im großen ganzen habe ich auch den Eindruck von pfeilschnell (allerdings haben manche Linux-GUI's deutlich längere Ladezeiten. Auch Yayst ist nicht der schnellste Lader. Aber da hängt ja auch einiges dran --- !!!was aber keine Entschuldigung ist, an BCB hängt auch einiges dran. Bewundern kann ich da nur Kdevelop. Es kommt leichtfüßig daher und ist doch gut profigeeignet). Für das Geld kauf ich mir lieber ein paar kernige Linux-Bücher. Für später ist Dein Tip auf jeden Fall registriert.
...
Gruss
Bernhard
Hagen von Tronje
29.01.00, 22:47
Hi,
4000 MB ?
Naja, soooviel RAM wird Deine Graphikkarte auch
nun wieder nicht haben http://www.linuxforen.de/ubb/wink.gif
Aber Du wirst ja sicher von
Hand die richtigen 8 MB eingetellt haben
via SaX oder sonstwie.
Ich denke, Du solltest mal
mit top oder aehnliches Dir
mal Deine performance-schlucker anschauen.
Oder einen dump davon hier mal posten http://www.linuxforen.de/ubb/smile.gif
Vom Raten allein, glaube ich,
kommst Du nicht sehr viel weiter ...
Hagen
Bernhard Koschnick
30.01.00, 01:24
Hallo Hagen
Hast natürlich Recht. Superprobe gibt 4000 KB aus. Wie komm ich auf MB? Verzeih dem Hirni http://www.linuxforen.de/ubb/redface.gif . Ich hatte die 8000 in XF86Config richtig eingetragen.
Performance-Schlucker hab ich keine. Die Beispiele wollten nur verbildlichen, daß es im Ordnungszustand keine Probleme gibt. KRey hab ich schon vor einiger Zeit entdeckt und deinstalliert. Der Autor arbeitet noch an Verbesserungen und will es dann wieder ins Netz stellen.
Hab jetzt ein paar mal neu gebootet und X wiederholt gestattet. Der Fehler tat mir nicht den Gefallen, sich zu zeigen (der übliche Onkel-Doktor-Effekt). Ich spendier top halt jetzt permanent eine Console. Nur wird es ein Höllenspiel werden, im Ernstfall dann die Ausgabe zu sichern. Jede einzelne Mausaktion braucht Minuten zur Umsetzung. Die elegante Alternative ist ja wohl nicht. Bisher scheint niemandem das Phänomen bekannt zu sein.
In diesem Sinne war auch Raten nicht das Ziel. Hab das Problem geschildert in der Hoffnung, daß es jemand kennt. PG. Bin halt der Meister des Chaos und weiß nicht mal warum http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif . Fies ist nur, daß die vielen Problemchen zwar reichlich Chance zum Lernen geben, andererseits aber die Zeit fressen, die für die Verfolgung der eigentlichen Ziele sein sollte. Allmählich stellt sich Zermürbung ein. Sogar der gute alte Nintendo muß her, um an flutschenden Knobeleien Power zu tanken. Eine pfeilschnelle Distri mit dem neuen KDE 2 wird aber sehr schnell wieder das richtge Feuer bringen. Haffentlich bald...
Dank Dir und Gruss
Bernhard
Bernhard Koschnick
30.01.00, 17:40
Hi Hagen
Genau, was ich befürchtet hatte. Heisenberg wirkt sich hier auch im Makro-Bereich aus. Ich konnte zwei Extremsituationen nicht capturen. Die Maus heizt den Prozess ständig weiter an, top arbeitet auch permanent weiter und leistet so seinen Beitrag. Der zu erwartende Nutzeffekt rechtfertigt sicher nicht die "36-Stunden-Übung".
Ich nehm jetzt einfach mal Roberts Definition an. Ich hab es danach mit ganz normalen Aufhängern zu tun, wie sie bei einer reichlich Überschriebenen und nun kurz vor dem Austausch stehenden Bibliothek auch durchaus zu erwarten sind. Da hilft nur Abwarten. Andere WM's bringen gar nichts, denn ich will ja meine Tools weiterverwenden - und da bin ich auch schon wieder bei der kritischen Bibliothek...
Gruss
Bernhard
P.S. Ich will auch so einen brennenden Ordner. Aber zehn reicht ja wohl noch nicht...was soll's, das Jahr hat ja erst angefangen.
Also ich muß es hier mal so nebenbei erwähnen, auch wenn ich es nicht gerne zugebe.
Selbst mit (selbst kompiliertem und auf die CPU optimiertem) XFree 3.3.6 und egal welchem WM, ist X11 einfach sehr träge in seinem Verhalten.
Langsam deucht mir aber, das dein Maus-Problem scheinbar gar kein direktes X11 Problem ist, sondern dies nur sekundäre vorhanden ist.
Was sagt denn deine Kernel-Konfiguration zur Maus?
Hast du es schon mal an dieser Stelle versucht?
Gruß
Robert
Yep, Meister Bernhard
Ich würds auch mal von der Seite angehen...
Die Frage nach der PS 2 Maus hab ich gestellt,weil diese i.A einen Interrupt greift...gibt's vielleicht irgendwelche Konflikte?? z.B mit ner PCI KArte in Deiner Kiste, welche IRQ's sharen kann?? Solange Du KEIN X fährst (wildes MAusrudern..) gibts keine Probleme...versuch vielleicht mal im Bios explizit IRQ's zuzuordnen...so dass die Kiste sich die Dinger nicht selber zuteilen kann...es hilft vielleicht auch mal in /proc
und dann dort die Dateien 'pci' und 'interrupts' abzuklappern...lade aber vorher den Maustreiber, wenn Du diesen als Modul eingebunden hast, sonst siehste nix...
b.t.w ich hab ne serielle Maus so alt ist meine Kiste...deswegen konnte ich vielleicht keine Probleme feststellen?
PS 2 Mäuslein greifen sich, glaub ich, den IRQ 12
Servus
PS wirklich tolle Problembeschreibungsromane Bernhard, s ist immer wieder SPANNEND Beiträge von Dir zu lesen!!
Bernhard Koschnick
31.01.00, 20:58
Hi
Also das Mäuschen ist sauber. Konflikte werden ja schon beim Bootvorgang angezeigt. Auch /proc/pci und ./interrupts sagen nichts anderes. (Ins /proc-Dateisystem konnte ich übrigens schon immer, auch ganz am Anfang auf der Ur-Console reinschauen. Das liegt am fest einkompilierten Maustreiber? Da hab ich Dich doch falsch verstanden?)
Ich hab übrigens in 6.2 den Kernel gem. Handbuchempfehlung original gelassen, die Geräte sind ja alle supportet - könnte ihn noch ein wenig kleiner machen, sollte aber nicht relevant sein. Nichts gibt einen Hinweis auf die Maus als "Säuchenherd".
Ich hab jetzt noch mal über mehrere Neustarts nur auf das Verhalten der Maus geachtet. Das Zeigte sich nicht gleichmäßig. Also mal etwas gebremst, dann wieder praktisch frei oder gar tadellos. Hier haben auf jeden Fall die negativsten Situationen die Erinnerung geprägt. Das im Feinen ungleichmäßige Verhalten entspricht dem des ungleichmäßigen X11-Verhaltens. Mal flutscht alles, auch die Ladevorgänge im Hintergrund sind zügiger, dann wieder wirkt alles wie leicht gebremst. Aber auch in der gebremsten Situation kann ich nach Belieben Ordner öffnen. Auch die Maus wird da nicht müder.
Auch in den Extremsituationen bleibt die Maus aussen vor. Die Ladevorgänge sind einfach so, als liefe im Hintergrund eine Gigantschleife, die praktisch die volle CPU-Leistung kostet. Ist der Prozess abgearbeitet, ist die Maus als Auslöser für weitere Gigantprozesse wieder frei. Natürlich kommt sie nicht weit, denn die kleinste Bewegung löst ja wieder eine Giga-Rechenlawine aus.
Das ist der Teufelskreis, den ich in meiner Antwort an Hagen gepostet habe. Die einzige Chance wäre, wenn ein Spion in diesem Mammut-Prozess nicht nur wirksam sein könnte. Das Ergebnis muss in eine Datei geschrieben werden. Und sei's drum, daß ich den Rechner mal 'ne Stunde oder länger einen voher gegebenen Auftrag abarbeiten lasse. Denn Eingriffsversuche sind utopisch.
Caramba, Linux Die User-Referenz, mitp ist doch so ein leckerer Verdammt-Viel-Wisser. Ich finde keinen Befehl, der den Job erledigen könnte. Dabei sticht mir laufend im Kopf, dass ich vom Prinzip her sowas schon gemacht habe. Doofes Brett vor der Stirn, ich brauch Dich jetzt nicht.
OK. Gibt es einen Befehl, der die Ausgabe von top direkt in einen file schreiben lässt?
Hirsch, wie kannst Du so lange Texte auch noch loben? http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif Das geht garantiet kürzer und damit lesbarer. Nur ich bin meistens zu doof, das hinzukriegen. Aber danke. Du gehörst ja zu den glücklichen, die beim Sprechen auf die gespaltene Zunge mit Gewinn verzichten können.
Robert,
> ...und auf die CPU optimiertem...
Das schmeckt salzig. Von Power Linux oder ähnlichem hätte ich doch irgendwas nahe beim Überschallknall erwartet. Hab ja selbst schon gesehen, was eine optimierte Neukompilierung ausmachen kann. Der Unterschied war gewaltig. - Und wenn von Athlon oder ähnlichen Leckerbissen geschwärmt wird, gilt das wohl auch nicht unbedingt für X11? Dabei wird gar nicht übermäßig viel geladen. Es könnte sich als Bremse auswirken, daß die vielen Konfig-files immer Text bleiben. Aber Linux wird wohl nie so etwas wie die Registry wollen. Die Gründe sind ja schlagkräftig. Von der breiten Verzeichnis-Struktur wird sich auch niemand trennen wollen. Aber irgend ein säuerlicher Apfel wird wohl gegessen werden müssen. Die CPU's werden immer schneller, Grafikkarten und RAM hinken der Entwicklung nicht nach. X kann da keine Ausnahme bilden, denn drauf verzichten wollen nur echte Freaks (gibt es überhaupt noch jemanden, der auf X ganz verzichtet?).
Und noch ein Gedicht http://www.linuxforen.de/ubb/wink.gif :
Warum zögerst Du, erkannte Realität frei zuzugestehen? Linux ist doch keine heilige sich niemals weiterentwickelne Kuh sondern Evulution pur. Wenn heute irgendjemand einen Mangel definiert, kann sich durchaus Übermorgen (sinnbildlich gesprochen) die Verbesserung schon im Beta-Stadium befinden. Es gibt Wege, eine X-Umgebung schnell zu machen. Ein anderes Betriebssystem, daß ebenfalls auf der 386-Architektur aufbaut, erinnert Tag für Tag dran, daß es geht und schafft den Anreiz, dieses auch noch zu übertrumpfen. Ich präsentier hier absolut nicht ohne Grund diverse $Win-Vergleiche. Nicht weil ich auf $Win stehe, sondern weil ich auf Linux stehe. Das ist mir aber nicht heilig sondern wichtig.
Ich weiß, daß ich mit solchen Worten bei so manchen "Alten Hasen" hart ins Fettnäpfchen trete. Aber meine Schuhe bleiben sauber. Denn ich lebe wie alle anderen auch noch mitten in der Steinzeit, weiß aber wie viele andere "Alten Hasen", daß die Neuzeit längst, längst begonnen hat.
Warum ich das sage? Koste einfach mal dieses Zitat aus KDE Anwendung & Programmierung, Kalle & Tanja Dalheimer, O'REILLY, S. 51:
Wenn Ihnen das KDE-Panel gefällt, Sie aber aus irgendeinem Grund den KDE-Window-Manager kwm nicht verwenden wollen, können Sie das Panel folgendermaßen starten:
kpanel -no-KDE-compliant-window-manager
Diese Option ist absichtlich so lang und umständlich, denn warum sollten Sie das überhaupt wollen?
Ende des Zitats.
Die Autoren sind per Definition KDE-Autoren der ersten Stunde...
Wie viele absichtliche Erschwernisse sind eigentlich in Linux eingebaut? (Und die Triebfeder heißt niemals "kalter Kommerz"). Soll Linux ein Betriebssystem für blind jubelnde Fans und Bastler oder Basis für ernsthaftes Arbeiten sein? Oder anders gesagt: Informatik studieren ist kein Zuckerlecken. Wie mag jemandem, der mittendrin ist oder es geschafft hat zumute sein, wenn er erkennt, daß ein großer Teil seiner Mühe und Zeit nur dafür war, um die schwachsinnigen Klimmzüge der Steinzeit zu lernen?
Ich bin Dir jedenfalls dankbar für Deine Info. Ein kräftiger Schub Hintergrundwissen. Das braucht es einfach, um Linux wirklich verstehen zu lernen. Nun kann ich bestätigt zu dem bereits am Anfang gewonnenen Eindruch stehen, daß X11 doch ganz ordentlich viel "Stom" braucht (es sind ja auch genügend andere Gründe für die Trägheit denkbar, ich könnte mir aus eigener Kraft sicher erst in Jahren solch ein Zuordnungsurteil erlauben).
Dank für Eure Hilfe und Gruss
Bernhard
Hallo Bernhard!
Erst mal vielen Dank für den kpanel-Tip! Jetzt kann ich endlich hier bei der Arbeit (NT4 +Linux remote mit Exceed) das kpanel genießen!!!
Aber nun mal zu Deinem Problem. Es gibt die Möglichkeit, in der XF86Config /dev/gpmdata als Mousedevice anzugeben, wenn man gpm mit irgendnem Parameter startet, den ich grad vergessen habe. Dabei hatte ich öfters Probleme mit der Performance.
Wenn Du ne Cordless PS/2-Maus hast, könnte es sein, daß Dein Nachbar, Zweit-PC oder sonstwer auf der gleichen Frequenz funkt, das mögen die Cordless-Mäuse gar nicht...
In "normalen" Systemen sollte IRQ 12 (PS/2-Maus) und die ISA-IRQs (insbes. 3 + 4, ttySx) nicht sharable sein. Einige Systeme geben IRQ 12 aber frei, wenn keine PS/2-Maus gefunden wurde, dieses Verhalten sollte sich dann im BIOS abstellen lassen.
Die Xlib-Fehlermeldung hört sich allerdings so an, als hätten die X-Clients Probleme, sich mit dem X-Server zu verbinden. Die meisten Programme geben nach dem ersten erfolglosen Verbindungsversuch nicht gleich auf, sondern probieren es munter weiter. Jetzt kommt die Spekulation, auch wenn Du keine Spekulationen wolltest: Wenn der X-Server nicht merkt, daß die Verbindungen alle von einem Programm kommen (und daraufhin die ganzen inaktiven schließt), ist irgendwann die maximale Anzahl der X-Clients erreicht und Du bekommst die Fehlermeldung. Außerdem wird das System lahm, weil es endlos dauert, bis das Programm seine Befehle an den X-Server schicken kann.
Tja, selbst wenn das so ist, wird Dir das wohl nicht viel helfen...
Gruß,
Backi
P.S.: Übrigens bist Du bei weitem nicht der einzige, der einen Random-PC hat, da kenn ich so einige, einer davon sitzt grad vor diesem Bildschirm...
Bernhard Koschnick
01.02.00, 02:26
Hallo Backi
Super Dank für Deinen aufschlussreichen Beitrag. Deine Xlib-Erklärung passt genau zum Problem. Und sie erklärt auch exakt die Fehlermeldung. - Und ich bin zufrieden damit, daß eine Spekulation wahrscheinlich der Treffer ist. Nachdem sich ja wohl die Zuverlässigkeit des Verbindungsaufbaus nicht steigern lässt, muss es dabei auch bleiben. Alles weitere Suchen verspricht keinen Gewinn. Hat man aus meinen Beiträgen wirklich rauslesen können, daß ich Spekulationen nicht mag? Ich denk mal, jede Fehlersuche beginnt mit Spekulation. Na und manchmal trifft eine Spekulation halt so, daß sogar jedwedes Messen nutzlos erscheint. In diesem Fall ist es. Die notwendigen X-Neustarts werden nun nicht mehr unwissend depremiert durchgeführt. Ich nenn sowas Sieg.
Dein P.S. war ganz wichtig. Zu wissen, daß ich als Dr. Chaos nicht allein im Dschungel steh, lässt doch gleich wieder an ein paar Shortcuts denken: http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif
Schade ist nur, daß Du erst jetzt den Kpanel-Befehl nutzen kannst. Bei Deinem Einstieg hier hattest Du in "Tips und Anregungen zur Site" nach der Verfügbarkeit der Beiträge während der Antwort gefragt. In diesem Thread hatte ich Dir den Befehl bereits als Möglichkeit genannt. Irgendwann später hab ich ihn auch noch mal gepostet. Merxwürdig, daß Du den Befehl in der direkten Antwort übersehen hast. Auch als ich weiter oben, wo der Thread noch übersichtlich war, die globale Verfügbarkeit von Kpanel nannte, kam keinerlei Resonanz. Ich nahm daher an, der Befehl ist so bekannt, wie jeder andere find oder ./configure Befehl auch. Da hab ich ja zufällig grad das richtige Demo-Beispiel rausgepickt. Sowas fällt halt auf.
OK. Problem soweit sinnvoll machbar gelöst, Ziel "brennender Ordner" ohne mogelnde Selbstgespräche erreicht, Kopf für harte Worte (noch) nicht abgerissen bekommen.
Dank an alle Helpers und bleibt fröhliche Pinguine
Bernhard
Holla
Um nochmal in die Kerbe zu hauen....
Man sieht NICHT UNBEDINGT Konflikte beim booten... Diese können sich erst zeigen, wenn
sie benutzt werden....manche Biosse (tolles Wort) vergessen mal bei gelegenheit gewisse Einstellungen bez. IRQ's ....
Servus
Hi Bernhard!
Nicht das der Eindruck entsteht, daß ich Deine Beiträge nicht lese, aber das kpanel-Problem habe ich nur bei der Arbeit, wenn ich nen X-Server auf dem WinNT-Rechner laufen hab, und das mache ich erst seit ein paar Wochen (außerdem hatte ich mich eigentlich mit der Situation abgefunden, einfach den Programmnamen in ein Xterm-Fenster einzutippen. Dabei vergißt man wenigstens nicht, wie die Programme heißen http://www.linuxforen.de/ubb/wink.gif Mal ganz davon abgesehen kann man so der Maus mal ne kleine Ruhepause verschaffen, die wird ja sonst ganz schön rumgeschubst http://www.linuxforen.de/ubb/smile.gif http://www.linuxforen.de/ubb/smile.gif )
Gruß,
Backi
Bernhard Koschnick
03.02.00, 02:04
Hallo Hirsch
Deine Meldung könnte meinen Püschater überlasten. Der sagt ja immer: "Hab niemals Angst vor der Zukunft!" http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif Auf jeden Fall gut, an Deiner Erfahrung teilhaben zu dürfen. Sowas tritt ja dann so spontan auf wie ein Kolbenfresser. Vielleicht sind aber die Ursachen nicht unbedingt die BIOSSE (nein, nicht Bierbosse http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif ) selbst. Sowas ist ja wohl auch bei schwächer werdendem Stützakku denkbar. Das Batterie-wechseln-Geschichten hatte ich bei meinem guten alten 486er Peacock auch.
Ach siehste Backi,
an die Möglichkeit, daß Du meine Beiträge schmähst (was gar nicht verwunderlich wäre bei den Bandwürmern), hab ich überhaupt nicht gedacht http://www.linuxforen.de/ubb/wink.gif . Wird ohnehin kaum jemand wirklich alles lesen. Ich hab z.B. noch nie in die TV-Site reingeschaut. Da steht ja doch nichts über Probleme mit wackelnder SAT-Antenne bei Sturm drin. http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif
bfP (bleibt fröhliche Pinguine)
Bernhard
Bernhard Koschnick
07.02.00, 01:37
Hi Backi
Wie's aussieht, hat Deine Harpune den Hai sauber getroffen oder gar glatt erlegt. Ich könnte durch meine Arbeitsweise den Random-Faktor selbst begünstigt haben: Ich hab X oft beendet, wie es war, also mit einigen geöffneten Apps bzw. mehreren Instanzen von kfm und kruiser. Seit ich das Verbindungsproblem nun kenne, achte ich beim X-Shootdown auf höchstens noch einen geöffneten kfm.
Seitdem hatte ich bei einigen Sitzungen in Folge ein gänzlich anderes Bild: Alles flutscht so, wie ich es entsprechend der Ausstattung auch erwarte: Kein Random-Faktor, keine gebremste Maus, kein "xlib: Maximum number of clients reached" mehr. Sorry, einige Progs, sorry Yast, ich hab Euch Unrecht getan. (Schade, daß sich Progs nicht darüber freuen können, daß Pingu ein klein bisschen dazugelernt hat http://www.linuxforen.de/ubb/wink.gif ). - Ich vermute, ein Timing-Problem beim X-Start ist die Urasche.
Natürlich sagen die wenigen erfolgreichen Sitzungen noch nichts wirklich brauchbares aus. Aber der Unterschied ist gravierend. - Leider sagt das auch nichts über den Random-Faktor auf Deiner Maschine und auf denen vieler "Leidens-Genossen". Denn jede Maschine ist ein Unikat. Davon wissen viele System-Admins ein anstrengendes Lied zu singen.
Linux rulez
Bernhard
P.S. Ich staune immer wieder über Deinen weit ins Detail reichenden und geordneten Dbl. Ich komm da mit den Zahlen nicht klar. Eigentlich solltest Du noch mitten im Studium sein, scheinst aber schon mitten in der Praxis zu stehen. Deine Einblicke sind vom Ansatz her keine User-Erfahrung sondern konzentriert aufgebautes Studienwissen... http://www.linuxforen.de/ubb/wink.gif http://www.linuxforen.de/ubb/biggrin.gif
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