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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kernel für 486er optimieren


richy19
28.04.01, 23:25
Hallo Leute,

ich stelle mir gerade mein eigenens Mini-Linux zusammen, welches eigentlich nur als MP3-Player dienen soll. Als Recher reicht dafür ja ein 486dx2/66 aus.
Ich möchte jetzt den Kernel 2.2.19 auf meinem Athlon 500 kompilieren, damit das nicht ganz so lange dauert. Was muss ich für Parameter eingeben, bzw. was muss ich beachten wenn ich einen auf 486er optimierten Kernel bauen möchte?

danke im Voraus...
Richard

Sven_R
01.05.01, 13:13
hi
also beim kernel gibt es ja viele einstellungen wie du weist. am besten kompilierst du auf x und die kernel einstellungen kannst du auch unter x machen, da kannst du auch noch eine bessere hilfe verwenden, und sie ist einfacher.
bei meinem alten 486/DX 80 habe ich folgende einstellungen gemacht
alles was sound ist weg
netz rein (nur standart)
scsi raus
usb raus
pentium unterstützung raus, weill ist ja 486
unterstützung 64 MB ram rein
radio raus
bei dir müsste also alles was mit sound und netzwerk zu tun hat rein (als modul) die pentium unterstützung raus, und an sonsten kann ich dir raten einfach probieren. ich habe meinen kernel für den 486/DX80 6mal gemacht. bevor ich zufrieden war.
beim kompilieren würde ich mich an das handbuch halten, ich habe SuSE und da war das ganz gut beschrieben.
cu

richy19
01.05.01, 13:39
Hallo Sven,

danke schon mal für Deine Hilfe. Ich habe momentan Slackware 7.1 drauf und möchte demnächst umsteigen auf LFS (Linux from Scratch) auf meinem lustigen 486er. Habe irgendwo schonmal gelesen, dass man da wohl noch irgendwelchen CFLAGS oder CPPFLAGS angeben kann, bringt das denn was? Der Kernel soll genau auf diese 486er CPU abgestimmt sein, möchte sie aber nicht auf dieser CPU compilieren, denn sonst binn ich ja morgen noch dran!

mfg
Richard

Sven_R
01.05.01, 18:17
hi
also bei SuSE brauch ich das nicht angeben.
ich mach das immer so:
make xconfig startet conf prog auf X
danach auf die konsole
make dep
dann warten bis der kernel fertig ist
dann
make clean
make bzImage
dann
make modules
dann mit MC denn neuen kernel auf die Boot Partition kopieren
yast (nur bei SuSE) mit lilo starten, damit lilo beim nachsten Start den neuen kernel lädt.
vorher den alten kernel mit .back um kopieren
dann
make modules_install
und das wars dann. und dann neu booten, und hoffen das der neue kernel lädt, ansonsten mit linux.rc den alten booten.
da der kernel ja sowieso überall gleich ist denke ich das du auf zusatz befehle verzichten kannst. bei mir hat das immer wunderbar funktioniert.
ausserdem kannst du den kernel ruhig auf dem 486´er kompilieren bei mir hat das ca. 45 min gedauert. der vorteil ist das du den kernel schneller installieren kannst und du ihn nicht immer hin und her schieben mußt.
cu